Formiga am 11 Mär 2005 20:10:08 Hallo liebe Gemeinde,
hat schon jemand Erfahrungen sammeln können in Bezug auf die LKW-Maut und deren Auswirkung auf die Bundes- und Landstraßen? Wir haben bisher auf unseren Touren möglichst immer die Autobahnen gemieden, und sind lieber gemütlich nach dem Motto: "Der Weg ist das Ziel", über die Bundesstraßen gefahren. Nun berichten die Medien in
letzter Zeit ja vermehrt davon, dass viele LKW´s, um Gebühren zu sparen, auf die Straßen ausweichen. Wir wollen im Mai vom Norden
nach Süd-Frankreich und überlegen jetzt, ob es dann nicht doch ratsamer
wäre lieber die Autobahn zu benutzen. (Die müsste dann ja eigentlich
leerer werden :? ) Wenn die Berichte stimmen, ist es ja wohl mit der
"Gemütlichkeit" auf den Straßen vorbei (Unfälle etc.).
Netter
Gerhard
Beduin am 11 Mär 2005 21:19:30 Hallo Gerhard
Herzlich willkommen im Forum, erst mal :)
Also, ruhiger, ist es meiner Ansicht nach auf den Autobahen nicht.
War seit der Einführung der Maut bestimmt 3500 km unterwegs.
Vielleicht so die erste Zeit, in der ersten Panik, aber das wird jetzt, wenn überhaupt, nachgelassen haben.
Den wirklich sparen tun die Spediteure ja nicht, wenn man die verlorene Zeit gegenrechnet.
womoede am 11 Mär 2005 21:19:34 Hallo Gerhard,
erstmal willkommen im Forum.
Hier in Deutschland bemerkt man schon, dass Lkws vermehrt von der Autobahn runter gehen und die Bundesstraßen nutzen.
Wie es in Frankreich aussieht, kann ich nicht genügend beurteilen, da ich meistens am Wochenende dort unterwegs bin. Störend sind die leider recht hohen Autobahngebühren :cry: Die meisten Autobahnabschnitte befinden sich jedoch in einem guten bis sehr guten Zustand.
Womoede
Nasenbär am 11 Mär 2005 22:12:40 Hallo und herzlich Willkommen hier :!:
Gestern war erst ein Bericht im Fernsehen. Es ist wohl so, dass viele Spediteure aus Osteuropa auf den deutschen Markt kommen ( wie auch in anderen Bereichen :? ), denen der Zeitnachteil egal ist, weil die Löhne viel, viel billiger sind. Die fahren auf Landstrassen. Der Verkehr auf den Autobahnen hat angeblich um 40% nachgelassen. Die sind jetzt auf Landstrassen unterwegs. Verstopfte Dörfer, verstörte Anwohner, Unfälle sind die Folge :eek:
Gast am 11 Mär 2005 22:26:51 Hallo,
aus meiner Sicht kann ich bestätigen, dass sich der Lkw-Verkehr nun vermehrt auf die Bundesstrassen verlagert, und zwar vor allem dort, wo es eine weitestgehend parallel zur Autobahn verlaufende Bundesstrasse gibt. Beispiel: A3 Passau-Nürnberg-Würzburg und parallel dazu die B 8. Ab Würzburg Richtung Frankfurt und umgekehrt ist die Autobahn allerdings nach wie vor ziemlich voll. Die Bundesstrasse wird aber mit Sicherheit "mautbedingt" stärker frequentiert.
Wie das auf der "Frankreich-Route" ist, kann ich noch nicht sagen.
Gerhard (Namensvetter!)
woming am 12 Mär 2005 00:14:38 Nasenbär hat geschrieben:... viele Spediteure aus Osteuropa auf den deutschen Markt kommen, denen der Zeitnachteil egal ist, weil die Löhne viel, viel billiger sind. Die fahren auf Landstrassen. Der Verkehr auf den Autobahnen hat angeblich um 40% nachgelassen. Die sind jetzt auf Landstrassen unterwegs
hier ist auf der Haupt-Ost/West-Rennstrecke A2 der LKW-Verkehr nicht
bemerkbar weniger geworden. Die ist voll wie zuvor.
Auf der fast parallel laufenden B1 scheint der LKW-Verkehr anteilig
evtl minimal mehr geworden zu sein
Gast am 12 Mär 2005 10:57:01 Formiga hat geschrieben:Nun berichten die Medien in letzter Zeit ja vermehrt davon, dass viele LKW´s, um Gebühren zu sparen, auf die Straßen ausweichen.
Netter Gerhard
Hallo Gerhard, :razz:
erstmal herzlich willkommen in diesem tollen Forum. :)
Das viele LKWs auf Landstraßen ausweichen, überrascht uns eigentlich garnicht. Wir waren sehr oft in Spanien, Frankreich oder Italien unterwegs, da ist die Situation schon lange so. :eek:
Rita B. am 12 Mär 2005 11:51:51 Ja, das ist richtig. Aber ich meine, besonders Frankreich, teilweise auch Italien, haben eine besser Führung der Nebenstecken, teilweise ohne Ortsdurchfahrten. Da ist Deutschland nicht so gut.
Gast am 12 Mär 2005 15:47:57 Wir haben hier in Bochum eine Stadtstraße, 4 spurig, schon immer rappelvoll gewesen. Die eignet sich prima um einen ungünstigen Zipfel zwischen der A 43 und der A40 abzukürzen.
Hier sind in letzter Zeit vermehrt LKW aller Nationen unterwegs.
Hab ich früher bei der Fahrt zur Arbeit ab und an mal einen 40-Tonner gesehen, so sind es jetzt bei jeder Fahrt min. 3 bis 4.
Und die stören den eh schon dichten Innenstadtverkehr erheblich.
Ein Freund von mir, Disponent in einer Spedition, weiß von konkreten "Fahrtanweisungen" an die Fahrer nicht die Autobahn zu nutzen, wo es kostenfreie Alternativen gibt.
Gast am 12 Mär 2005 18:39:52 auf vielen bundesstrassen ist das lkw aufkommen gestiegen. hier auf der B1 sind es bis zu 150% pro tag mehr. auch eine strecke die oft fahre ist von oldenburg nach brackel, dort kamen mir früher mal 2-3 lkw´s entgegen, heute mehr als 20 lkw´s. es wird immer nach einer lösung gesucht und die bundesstrassen werden genutzt. bisher läuft der verkehr auf der b1 gut, aber es kommen auch bald ferien.
AB am 12 Mär 2005 20:23:29 Last doch die LKW in ruhe, irgend wann kommen wir auch dran.
Die Maut wird sicher nicht bei dem LKW aufhören.
Andreas
wolfherm am 12 Mär 2005 20:37:19 Hallo,
ich fahre ungefähr 5000 KM im Monat. Ich kann nicht bestätigen, dass weniger LKW auf den Autobahnen sind. In einigen Bereichen mag das zwar sein, wo gut ausgebaute Bundesstraßen fast parallel zur Autobahn verlaufen. Möglich auch, das polnische oder russische Speditionen mit 5 Euro Stundenlohn die LKW auf die Bundesstraße schicken. Aber das kann auch nur dann gut gehen, wenn ich mein Ziel wie vom Auftraggeber gewünscht just-in-time erreiche. Wenn ich auf den verstopften Bundestraßen rumhänge und irgendwann mehr LKW brauche, weil die so langsam vorankommen, fahren die bald wieder auf der BAB.
frebeka am 12 Mär 2005 22:53:57 Hallo,
ich schreib hier über die B9 im Bereich zwischen der A65 und der gebührenfreien französischen Autobahn A35.
Die französischen Behörden haben, das hat die deutsche Bürokratie wohl verschlafen, im Dezember 2004 und im Februar 2005 den Verkehr gezählt und einen Anstieg von täglich 1000 Lkw errechnet. Hier hört man, dass deutsche Zahlen erst im Sommer vorliegen! Das Elsass wehrt sich gegen diese Mehrbelastung und möchten die deutsche Maut auf Ihre Strecke ausdehnen. Das wird so nicht möglich sein, deshalb will Paris die Maut, wie auf anderen französischen Autobahnen, auf die A35 ausweiten. Dann müssten alle Fahrzeuge zahlen, das wollen aber die Elsässer nicht.
Die regen eine zeitweise Sperrung oder Transitverbot zu gewissen Tageszeiten an.
Am 26. April soll ein Treffen des französischen und deutschen Verkehrsminister für Klarheit sorgen.
Aus eigener Beobachtung kann ich sagen, dass mir heute 20 Lkw´s zu frührer 5 Lkw´s auf der 10 km langen Strecke entgegenkommen.
MichaelW am 13 Mär 2005 09:02:13 Wir merken bei uns den stark gestiegenen LKW Verkehr auf sogenannten Ausweichstrecken auch (Bremen-Bremerhaven, B6, Bremen Osnabrück B51, Bremen Hannover B6).
Wenn die Maut auf der franz. Autobahn durch das Elsaß käme, wäre ich tief betrübt :? , die fahre ich als Alternative zur A 5 dort unten sehr gerne.
Vagabund am 13 Mär 2005 09:59:24 Hallo!
Ich wohne direkt an der B 14. Mit einführung der Maut ist das Verkehrsaufkommen schlagartig stark angestiegen-vor allen nachts.
Vagabund
NaviGer am 13 Mär 2005 10:43:52 Hallo,
bei uns ist der Fern-LKW Verkehr (B301, nördlich von München) um ca. 50 % gestiegen.
Streckenlängen: statt 50 km Autobahn 30 km Landstrasse.
Fahrzeit: ca. 10 min länger.
gruß
gerhard
rs270550 am 13 Mär 2005 10:49:03 Wir wohnen an einer Parallel-Strecke zur AB. Hier ist nun einiges los! Immer mehr LKW´s nutzen diese Ausweichmöglichkeit.
Frankreich: Hier fahren die LKW´s schon immer auf den RN´s und weniger auf den mautpflichtigen Autobahnen. Allerdings sind in Frankreich ja auch die RN´s oft schnurgerade und schnell zu befahren. Oft sind die Womos den LKW´s sogar im Weg, weil zu langsam! Ich würde immer die RN´s benutzen und mich von einem LKW "ziehen" lassen.
,
Rolf
Waldi am 13 Mär 2005 11:20:15 Hallo Rolf
Du schreibst "und würde mich von einem LKW ziehen lassen"das habe
ich in den 60er und 70er Jahren auch immer mit dem Gespann gemacht,
ist aber glaub ich heut zu Tage nicht mehr ungefährlich Abstandsmessungen Unfallgefahr usw.
Wünsche dir einen schönen Tag
Waldi
rs270550 am 14 Mär 2005 10:21:13 hallo Waldi,
rein rechtlich gesehen hast Du ja recht! In Frankreich hast Du aber auf den Routes Nationale oft garkeine andere Wahl! Hälst Du Abstand, so hast Du die Lichthupe des nachfolgenden LKW´s bei Dir im Fahrerhaus. Also bleibt Dir nichts anderes übrig, als immer so zu tun, als wenn Du gleich
überholen wolltest.
,
Rolf
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