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Sommer 2010 - von Kiev entlang des Dnipro auf die Krim


flyingfish am 20 Jan 2010 17:12:12

Hallo Reise- Freunde,
ich plane meine Ukraine- Reise 2010 (die vierte) und vielleicht gibt es ja Reisefreunde, die das interessiert. Die Fahrt mit Wohnmobil soll über Kiev den Dnipro entlang auf die Krim führen. Reisedauer: 3 Monate; in der Ukraine Visafrei für EU- Bürger.
Mich interessieren Historie, alte Architektur, das Leben in Städten und Dörfern und vor allem die Natur. Ich fotografiere viel und mache auch kurze Videos- daraus werden dann ganz persönliche Multimedia-DVD.
Über die Fahrt nach Kiev braucht man wohl nicht viel zu sagen: Wroclav, Krakau, Rzeszow, L'viv, Rivne, Zhytomyr...
Kiev/ Киiв
Hier möchte ich einige Tage die Stadt kennen lernen. Sehen möchte ich die obere Stadt (goldenes Tor, Sophienkathedrale); und Podil, den Flußhafen und Christi- Geburtskirche sehen, fahren mit der Seilbahn (Funiculaire), das Höhlenkloster besuchen, den Andreashügel besteigen und auf der Kreschatikstraße (вул. Хрещатик) laufen. Und natürlich Metro fahren und die schönen Metrostationen ansehen.
(Für Kiev-Interessierte habe ich eine Liste der Sehenswürdigkeiten).
Für mein Wohnmobil kenne ich bisher nur den Autocampingplatz an der E40/M06 im Ortsteil Katerinivka (Катеринiвка) bei einem Hotel. (Tourist Complex Prolisok)
In der Nähe gibt es Bushaltestelle und Metrostation. In Kiev und den größeren Städten bin ich lieber mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs.
Entlang des Dnipro/ Днiпро
Nachfolgend habe ich einige Orte aufgeführt über die ich schon Informationen habe. Ich fahre lieber Nebenstrecken und über die Dörfer, nicht unbedingt die Hauptverkehrsstraßen.
Perejaslaw-Chmelnizkij/ Переяслав-хмельницький
Museum der Volksarchitektur, Christi-Himmelfahrt-Kloster, Markt
Kaniv/ Канiв
Maria-Entschlafens-Kirche (1144); Cernec- Berg; Grabstätte von Taras Sevcenko (Ukrainischer Dichter und Maler)
Mezhyrich/ Межирiч - (An P10; südl. Kaniv)
Pyramide (Denkmal)
Moshny/ Мошни - (An P10; vor Cherkassy)
Altes Hospital und Kirche
Bakaivka/ Бакаiвка - (an der H08 vor Zolotonosha)
Besuch des Frauenklosters mit der Christi-Verklärungskirche.
Zolotonosha/ Золотоноша
Sviato-Uspenskyi Kathedrale und Maria-Entschlafens-Kathedrale,
Stadtbummel
Cherkassy/ Черкаси
Stadtkern und natürlich Hügel des Ruhmes- Statue der Mutter Heimat,
ganz wichtiges Denkmal für alle Ukrainer.
Svetlowodsk/ Свитловодськ
Altstadt, Markt (Рынок ), Dnipro- Schleuse
Kremenchuk/ Кременчук
Stadtzentrum, Park am Dnipro, Staudamm und Wasserkraftwerk
Komsomolsk/ Комсомольськ
Eisenerztagebau; tiefes Loch; möchte ich besichtigen.
Dnipropetrowsk/ Днипропетровськ
Eine der großen Industriestädte der Ukraine.
Wer zeigt mir das Wahrzeichen "Rusalochka" und die Stadt per Trollybus?
Und wer geht mit mir im Restaurant "Povlavok" essen?
Dnjeprostroj Talsperre/ Днiпровська ГЕС
Zaporizhzhya/ Запорижжя
Kosakenmuseum und Ausblick auf Staudamm und Wasserkraftwerk: Ukrhydroproject- weis jemand, ob man das besichtigen kann?
Insel Chortyzia/ Хортиця: Kosakensiedlung und Museum
Nikopol/ Нiкополь
Weis ich noch nix drüber
Enerhodar/ Енергодар
Will ich nur von weitem sehen...(größtes AKW Europas; 6000 MW)
Nova Kachovka/ Нова Каховка
Letzte Staumauer und Schleuse vor dem Schwarzen Meer
Cherson/ Херсон
Alter Stadtteil mit Uschakowaplatz, Heilig-Geist-Kathedrale,
Katharinen-Kirche mit dem Grab von Grigorij Potjomkin (Fürst von Taurien),
Uferpromenade und Denkmal der Schwarzmeerflotte
Ausflug auf eine der Fischerinseln
Schiffsausflug ins Mündungsdelta des Dnipro
Adziogol Leuchtturm (Аджигольський маяк) liegt am Südufer vor dem Ort
Ribaltche/ Рибальче im Dnipro- Delta
Zwischen den größeren Städten mache ich viele Stopps in der Natur; meist am Dniproufer, denn im Juni kann man schon baden!
Ich habe auch die kyrillischen Bezeichnungen genannt, da alle ukrainischen Unterlagen in kyrillischer Schrift (Ukrainisch oder Russisch) sind.
Für fast alle Orte kann ich Geodaten nennen (*.kmz für Google Earth) und ergänzende Daten liefern.

Weiterfahrt auf die Krim:
Reiseziele auf der Krim werde ich demnächst vorstellen; das werden diesmal aber nicht die ganz bekannten Ziele sein, sondern eher was für Insider...
Für alle Reiseinteressierten: Viele weitere Informationen gibt es auf der Website von mir- wer es nicht abwarten kann.
Schöne
flyingfish

Mit Wohnmobil durch die Ukraine
--> Link

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westfaliajoker am 15 Feb 2010 19:58:53

Hallo,

hört sich sehr, sehr interessant an Deine Reiseplanung!! :-o :)

Doch leider ist die Tour für uns mit zwei kleinen Kindern so nicht machbar! Leider!! :(

Doch möchten wir ende August anfang September für 2 Wochen in die Ukrainischen Karpaten.
Meine Frau ist in Russland geboren und hat viele Jahre in Kiev gelebt, somit haben wir schonmal sprachlich keine Probleme :D

Haben die Bilder auf Deiner Homepage gesehen, SUPER!!!! :D

Vielleicht bekommen wir ja ein paar tips von Dir für unsere karpatentour??

Liebe grüsse aus ulm,

Andi, Mascha

flyingfish am 15 Feb 2010 22:37:48

@westfaliajoker:
Besten Dank für Euer Interesse. Mal sehen, was ich noch an Tipps für Euch habe:
Seht mal bei mapfox.de nach, was es an aktuellen Karten über die Karpaten gibt. Da Ihr Russisch könnt, kommt auch der Verlag Kartografia in Frage- --> Link.
Was es vor Ort an Topografischen Karten gibt müßt Ihr in Uzhorod, Ivano Frankivsk oder Lviv feststellen (Buchhandel), je nachdem in welcher Stadt Ihr landet. Uzhorod kann ich sehr empfehlen; dort gibt es das Hotel Закарпаття (Hochhaus). Am Empfang gibt es einen kleinen, sehr guten Stadtplan von Uzhorod, im Hotel eine Wechselstube, die auch Sonntags auf hat und noch wichtiger: hinter dem Hotel einen bewachten Parkplatz auf dem man mit WoMo auch übernachten kann. Die Stadt bietet sehr viel sehenswertes.

Nun ein wichtiger Hinweis: Im Sommer 2008 hat es in den Ukrainischen Karpatentälern eine schlimme Hochwasserkatastrophe gegeben. Dabei sind auch zahlreiche Brücken zerstört worden. Wie weit die alle wieder befahrbar sind weiß ich nicht.

Plätze für das WoMo: In den kleinen Orten und in der Natur kann man frei stehen, im Ort auch die Bauern fragen- alle sind sehr gastfreundlich. Empfehlenswert sind die Турбаза Карпати. Aktuell mit der Suchmaschine "yandex.ua" suchen. Ent- und Versorgt habe ich oft an Tankstellen. (Kleines Trinkgeld).

Wie Ihr sicherlich wißt, ist die Ukraine für Westeuropäer nicht das große Urlaubsland (noch nicht), aber das ist gerade das reizvolle für mich, wochenlang kein deutsches Wohnmobil zu sehen...., eine überwältigende Gastfreundschaft zu finden und Neues zu entdecken.
Schöne
flyingfish

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westfaliajoker am 17 Feb 2010 19:15:04

Hallo flyingfish,

Vielen Lieben Dank für Deine antwort und die vielen Tips!!

Karten und Bücher über die Ukraine und die Karpaten sind bestellt und teilweise schon geliefert!

Da wir aus Ulm kommen werden wir über München-Salzburg-Wien-Budapest nach Uzhorod anreisen. Vielen Dank für den tip mit dem Hotel Закарпаття, der Stellplatz/ Awftostajanka dort wird uns die ersten tage dann wohl als Basis für die erkundung Uzhorods dienen bevor wir in die Karpaten fahren werden.

Gott sei Dank ist die Ukraine noch kein Urlaubsland für den Massentourismus! Das macht den reiz aus, schöne kleine romantische Bergdörfer ohne dauernd auf andere Deutsche oder Holländische Womo's zu stossen!! ;-))

Wir können es schon gar nicht mehr erwarten in die Ukraine/ Karpaten aufzubrechen! Aber das muss ja leider noch bis ende August warten, vorher machen wir erst noch an Pfingsten die Ostdeutsche Ostseeküste unsicher!.

Liebe aus Ulm,

Andi+Mascha

Gast am 17 Feb 2010 20:26:52

Hallo,

ihr habt ja spannende Reiseziele :respekt:

Die Ukraine ist auch ein Reiseziel von uns, wenn auch nicht mehr in diesem Jahr. Auch deshalb würden mich ein paar Einschätzungen von euch sehr interessieren

- wie schätzt ihr es ein, ohne Russischkenntnisse durchs Land zu fahren?
- wie verbreitet sind -inzwischen - Deutsch/Englisch/Französisch-Kenntnisse?
- gibt es etwas, worauf man, als "Westler", besonders achten sollte, was ist uns besonders "fremd"?

Wir haben vor ein paar Jahren eine ältere allein-reisende Wohnmobilistin in Polen getroffen, die gerade aus der Ukraine kam. Die war von dem Land und den Menschen mehr als begeistert. Deren Hauptproblem damals waren allerdings aber die Landkarten in kyrillisch. Ich denke, daß sich das inzwischen geändert hat?

Liest jemand von euch Serhij Zhadan? Und wenn ja, wie schätzt ihr seine Beschreibungen ein?

Viele Fragen, viellleicht gibt es ein paar Antworten?

Schönen Dank und

Peter

westfaliajoker am 17 Feb 2010 21:08:48

Hallo Peter,

nach insgesamt mehr als 10 Russlandreisen, allerdings ohne Womo, glaube ich Dir doch einige antworten liefern zu können.
Ausserdem ist meine Frau Russin und hat 25Jahre Ihres Lebens in Russland und der Ukraine verbracht.

Zum Thema Sprachkenntnisse:

Meine erste Russlandreise die ich noch ohne meine Frau gemacht habe, konnte ich zwar ohne Russischkenntnisse bewältigen, aber ich würde es nicht mehr machen!
Ich Flog damals von München nach Moskau, musste dort den Flughafen wechseln und bin mit einer alten Tupolew weiter nach Archangelsk am Weissen Meer geflogen.
Sogar in Moskau auf dem Internationalen Flughafen Sheremetevo 2 ist schon schwierig Englisch oder sogar Deutsch sprechende Menschen zu treffen. Auf dem Inlandsflughafen Sheremetevo 1 war es mit Fremdsprachen total vorbei, von Archangelsk ganz zu schweigen.

Die einzigen Deutschen sätze die JEDER in Russland kann sind : Hände Hoch und Hitler Kaputt ;-))

Bei den Jüngeren Leuten ist es durchaus möglich dass jemand etwas Englisch oder sogar Deutsch spricht.

Es ist also ein absolutes MUSS zumindest die Kyrillischen Buchstaben zu Lernen, da ausserhalb der grossen Städte die Strassenschilder auch nur in Kyrillisch geschrieben sind.
Es ist aber nicht sehr schwierig, das lernt Ihr schnell.
Ausserhalb der grossen Städte sind die Leute aber generell sehr freundlich, hilfsbereit und fremden gegenüber sehr aufgeschlossen.
Mit Händen und Füssen und ein paar einfachen Russischen wörtern kommt man schon sehr weit.

Generell möchte ich sagen dass man durchaus ohne grosse Russischkenntnisse eine Reise mit dem Womo machen kann, doch am Kyrillischen Lesen kommt Ihr nicht vorbei! ;-))
Und wie bereits geschrieben sollte ein paar einfache Russische worte auch gelernt werden.

Landkarten gibt es heut zur genüge auch in Lateinischer Schrift, ABER die bringen Dir nicht viel, da auf den Schildern die Ortsangaben fast nur in Kyrillischer Schrift sind, also: Am Kyrillischen Alphabet kommt Ihr nicht vorbei! ;-)

Du fragtest:
- gibt es etwas, worauf man, als "Westler", besonders achten sollte, was ist uns besonders "fremd"?

Es ist schon eine ganz andere Welt im "Osten"!
Viele Leute sind sehr arm und leben speziell in den Dörfern sehr, sehr einfach.
Aber die Leute sind vielfach viel liebenswerter, offener und Gastfreundlicher als z.b bei uns im "Westen".
Als einzige regel sollte man meiner meinung nach, nicht Westliche überlegenheit, überheblichkeit raushängen lassen.
Sondern genau wie die Leute dort offen und freundlich aufeinander zugehen!

Hoffe meine antworten helfen Dir etwas weiter, wenn Du mehr wissen möchtest frag einfach!

Liebe ,

Andi+Mascha

Gast am 17 Feb 2010 22:16:32

Hallo Andi und Mascha,

vielen Dank für die schnelle und freundliche Antwort.

Das "absolute Muss", die Kyrillischen Buchstaben wären - so hoffe ich doch - zu bewältigen.
Auch ein paar russische Wörter sollten kein Problem sein. Darum haben wir uns auch in anderen Ländern bemüht.
Und da wir von der "westlichen Überlegenheit" eh nicht sooo überzeugt sind, wäre auch das kein Thema für uns.

Aber dass wir aufgrund unserer fehlenden Russisch-Kenntnisse nur schwer wirklich ins Gespräch kommen könnten, wäre natürlich schon ein Wermutstropfen. Davon werden wir uns aber nicht abhalten lassen.

Der Bauer, auf dessen Hof unser WoMo untergestellt ist hat übrigens auch intensive Kontakte in die Ukraine. U.a. vermittelt er ukrainischen Musikern Auftritte in Deutschland und fördert sehr intensiv ein Waisenhaus. Er ist mindestens 1 x im Jahr, mit dem Flieger, unten und auch jedesmal begeistert.
Und wenn meine Frau nicht mitfahren wollte, wäre er natürlich sofort bereit mit mir in den Osten zu starten.... :wink:
Aber, Pech für ihn, meine Frau interessiert sich genau so für die Ecke, wie ich :!:

Wir bleiben auf alle Fälle dran, und spätestens wenn es konkret wird, werde ich euch noch einigen Fragen stellen.



Peter

Gast am 17 Feb 2010 22:42:52

interessantes Reiseziel :!:
Die Krim kenne ich nur vom Flieger her mit dem WoMo war ich noch nicht dort unten ... solange die Kinder noch im Haus sind und der Urlaub rar ist wird es wohl nichts werden .... :( ..
Die Sprache und die Kyrillische Schrift sind für mich kein Problem ( 6 Jahre Russisch in der Schule und da ist noch sehr viel hängen geblieben -> bis heute )Obwohl es auch noch ein großer Unterschied ist ob Russisch oder Ukrainisch :!: Denn es ist genau so wie mit dem Englischen :!:
Wer Englisch spricht und mal nach Amerika kommt kann sich sicher verständigen aber : wird man auch immer verstanden :?: genauso ist es auch hier .....Habe eine Bekannte die aus der Ukraine stammt und die bestätigte mir das es auch hier "Dialekte "gibt .....
Aber kein Grund mal diese etwas andere Welt nicht kennen zu lernen ...

flyingfish am 17 Feb 2010 22:49:43

Hinweise zu Wohnmobilreisen in die Ukraine und Krim

Kein Visum für EU- Bürger bis zu 3 Monaten Aufenthalt.
D- Schild am Fahrzeugheck
Internationaler Führerschein (wird aber nicht kontrolliert, kann aber bei Unfällen sehr wichtig sein).
Grüne Versicherungskarte
Reisepass ( noch 3 Monate gültig)
Feuerlöscher 2 Kg (wird kaum kontrolliert)
Auslandskrankenversicherung (Die Ukraine erkennt nur Axa und Hanse Merkur an) mit Krankenrücktransport.
Deutsche Krankenkassen werden nicht anerkannt.
Die Ukrainischen Karpaten und die Krim sind im Hochsommer nicht nur warm, sondern auch Zeckenland! Schutzimpfung empfohlen!
Währung: Hrivna. Kurs z.Zt. 11 Hrivna = 1 Euro Es muß in UA gewechselt werden.
Bargeldlimit an der Grenze: max. 10.000 $
Geldautomaten funktionieren mit EC- Karten, Mastercard und Visa.
Zollmengen: es gelten die Schengenregeln.
DAI (Straßenpolizei): Haltesignal schwarzweißer Stab; unbedingt beachten!
Bei Verstößen Protokoll und Quittung verlangen. (Ansonsten kein Russisch/ Ukrainisch verstehen... Freundlich und geduldig bleiben.
Es werden Radarpistolen benutzt!
Lerne das kyrillische Alphabet, damit du Ortsnamen und Schilder sowie Karten und Atlas lesen kannst! Einstieg hier: --> Link
Für Karten der Ukraine gibt es einen Deutschen Internethandel: --> Link
Englischsprachige Menschen gibt es höchstens in den Städten, Glück kann man bei älteren Schülern/ Studenten haben.
Benutzung von Navigationsgeräten: An den Schengengrenzen ist so ziemlich Schluß. Nur noch die ganz großen Hauptstraßen.
Ausnahme: Garmin; routingfähige Software hier: --> Link
Der Grund liegt im kyrillischen: Die in UA und Russland usw. verkauften Geräte haben eine kyrillische Firmware und für die gibt es Software ohne Ende...
Eine Umstellung der Firmware ist nicht möglich.
Benzin, Diesel und Tanken: Tankstellen gibt es reichlich. Diesel kostet z.Zt. zwischen 55 und 65 Cent pro Liter, Benzin 75 - 95 Ct. je nach Oktan.
In jedem Dorf gibt es Werkstätten und Reifendienste. Die Mechaniker sind alle Künstler!!
Einkaufen: Basar/ Markt in jedem Dorf. Magazin (Магазин) hat alles, Produkti (Продукти) hat meist nur Lebensmittel.
Supermärkte wie bei uns gibt es nur in größeren Städten. Bauern verkaufen am Straßenrand und manchmal auf der Standspur der Autobahn...
Die Ukrainer fahren gern unbeleuchtet, deshalb möglichst nicht Nachts fahren.
Die Ukraine ist doppelt so groß wie Deutschland, hat aber nur halb soviele Einwohner!
Sicherheit: Sei so vorsichtig wie in Deutschland- vor allem in den großen Städten. Auf dem Land oder beim Strandcamping auf der Krim wird Dir nichts passieren.
Protz nicht rum! Ein Rentner bekommt ca. 60 - 80 €, ein Lehrer ca. 300 € im Monat!!
Gastfreundschaft: informiere Dich über die Ukrainischen Gepflogenheiten-
mit Höflichkeit und Freundlichkeit schafft man viel. Wir Deutschen sind in der Ukraine sehr angesehen.
Nach 70 Jahren Sowjetherrschaft hat das Land für sein Streben nach Demokratie und Fortschritt Anerkennung verdient.

До Свидания в Украина!
flyingfish

Frank65 am 17 Feb 2010 23:02:54

Hallo Ukraine-Freunde,
ich finde es toll, dass die Ukraine hier mal zum Thema wird. Die jungen Ukrainer sprechen inzwischen alle Fremdsprachen, vor allem Englisch aber auch Deutsch. Auch ich bin wie Andi seit 1998 mit einer Frau aus Osteuropa verheiratet - Ukraine. Wir sind seit 1998 einmal jährlich mit dem WoMo in der Ukraine, jetzt nur noch um die Verwandten meiner Frau in der Nähe von Shitomir bei Berdytschew zu besuchen. Wir haben inzwischen die ganze Ukraine und Südrussland bereist und sind seit Jahren im Sommer vor allem Südeuropa unterwegs.
Wir reisen immer über die Slowakei in die Ukraine ein und fahren dann über die Karpaten Richtung Lemberg nach Berdytschew. Ein tolles unberührtes Gebiet und einfach zu bereisen.
Nun noch einige Hinweise von mir. Es werden in der Ukraine aktuell häufig Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Da man nie genau weiß, wann Geschwindigkeitsbeschränkungen wieder aufgehoben sind, kommt es ab und zu zu Diskussionen mit der Polizei. Die üblichen Strafen sollte man kennen, da manche Polizisten versuchen die Unwissenheit von Touristen auszunutzen. Man kann inzwischen mit Kreditkarten an manchen Tankstellen bezahlen. Mir ist es 2008 passiert, dass die Rechnung zweimal abgezogen wurde, mit gefälschter Unterschrift. Den Einsatz von Kreditkarten würde ich in der Ukraine, wenn möglich vermeiden. Ebenso den Geldwechsel auf Märkten. Auch hier wurde 2008 meine Frau als Ukrainerin betrogen!
In der Ukraine übernachte ich nie freistehend im Wohnmobil, ist mir zu gefährlich. In der Regel suche ich mir bewachte LKW-Parkplätze, die wenig Geld kosten. Das Tanken ist auch so ein Sache in den GUS-Ländern. Die Kassierer wollen das Geld immer im Voraus. Da ich mich aber nie auf eine bestimmte Literzahl festlegen will, setze ich mich nach kurzer Diskussion immer durch und zahle am Ende. Immer kontrollieren (anhand der Tankanzeige im WoMo abschätzen), ob auch die bezahlte Menge Sprit im Tank ist, die man bezahlt hat! Auch sollte man unbedingt sein WoMo vollkaskoversichert haben, mein Schwager fährt z.B mit seinem VW-Bus unversichert herum. Das ist dort nicht unüblich! Eine Auslandskrankenversicherung sollte jeder haben, der in die Ukraine reist. Die medizinische Versorgung außerhalb von Kiew ist vorsichtig ausgedrückt mangelhaft. Bei schwerer Erkrankung/schwerer Unfall muss ausgeflogen werden. Die von der ukrainischen Botschaft vorgeschriebene Krankenversicherung, die nichts taugt und nur Geld kostet, würde ich nicht abschließen. Sie wollte von mir noch nie jemand sehen.
Die Ukraine ist ein tolles Reiseland, man sollte aber bestimmte Regeln beachten und sich immer bewusst sein, dass viele Menschen dort mit weniger als 100 € im Monat leben müssen. Die Kleinkriminalität, vor allem in größeren Städten, ist nicht zu unterschätzen. Fehlende Gullideckel sind keine Seltenheit. Nachtfahrten vermeiden!
Ich habe sowohl beruflich, als auch privat, viele Erfahrungen in der Ukraine sammeln können und auf jeden Besuch freue ich mich aufs Neue. Am 23. Mai geht es wieder mit dem WoMo für zwei Wochen in die Ukraine.

Frank65 am 17 Feb 2010 23:18:50

Hallo flyingfish,
habe meinen Bericht geschrieben, ohne Deinen zuvor zu lesen. Noch mal zu der vorgeschrieben Krankenversicherung. Als ich noch ein Visa für die Ukraine brauchte, kam ich darum nicht herum. Aber an den Grenzübergängen oder sonst wo in der Ukraine will sie niemand sehen. Ich habe meine Auslandskrankenversicherung beim ADAC und weiß, dass die mich innerhalb weniger Stunden sofort ausfliegen. Sollte mal ein Beamter Probleme bereiten, ist das in der Regel mit wenig Geld zu regeln!

flyingfish am 19 Feb 2010 16:21:18

Hallo Frank65,
es ging in meiner Zusammenstellung um die "offiziellen" Regeln, wenn man Ziele in der Ukraine besucht. Natürlich funktionieren auch andere Auslandskrankenversicherungen wenn die Ukraine in den Bedingungen eingeschlossen ist. Wichtig ist, dass bei medizinischen Leistungen in der Ukraine "cash" verlangt wird.
Die Unsitte, Gullydeckel aus Metall als Schrott zu verkaufen, soll es an einigen Orten immer noch geben. In dem Loch steckt dann ein abgeschnittener Busch...
Viel Spass auf der nächsten Reise!
flyingfish

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