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Dänemark? Traumhaftes Reiseland! (Reisebericht)


LowCostDriver am 19 Apr 2010 14:21:27

Hallo liebe Dänemark- Freunde!

derzeit haben wir ja leider Zwangspause :cry:
Aber wir haben die Gelegenheit genutzt, endlich mal ein wenig Arbeit in etwas länger zurückliegende Reiseberichte zu investieren. :ja:

Den Anfang macht hierbei unser Dänemark- Reisebericht, der ab sofort für Interessierte als Preview auf unserer Webseite transitfrei.de online steht (der zweite Teil dt. Ostsee fehlt allerdings noch): --> Link

Ich hab euch eine kleine Leseprobe unseres Reisetages 4 mitgebracht.
Konkret handelt es sich um das schöne Küstendörfchen Blåvand, welches mit seinem markanten Leuchtturm sogar den westlichsten Punkt Dänemarks repräsentiert!
Besonders der Aufstieg auf den Leuchtturm lohnt sich, der Ausblick ist traumhaft, wie die beigefügten Bilder zeigen!

Gegen 10 vor 3 erreichen wir Blavand und schon an der Ortszufahrt wird der erste Eindruck bestätigt, dass es sich wohl um einen reinen Ferienort handelt. Denn gleich an der Ortszufahrt sehen wir die verschiedenen Flaggen und Touristenbüros der unterschiedlichsten Reiseveranstalter in Dänemark. DanCenter, danssommer und novasol buhlen um die Touristen oder signalisieren vorgebuchten Urlaubern schon von weitem, wo sie ihr Ferienhausdomizil übernehmen können.
Auch ein weiteres Zeichen deutet darauf hin, dass wir in einer typischen Ferienhausregion gelandet sind! Denn scheinbar ist im gesamten Ort Blavand und der umgebenden Region ein generelles „Campingverbot“ für die Nacht anzumerken.
Entsprechende Schilder mit „Parkverbotszone für Campingfahrzeuge zwischen 21 und 8 Uhr“ deuten darauf hin.
Man muss hier wirklich höllisch auf die Schilder aufpassen! Schon bei der Zufahrt zur Insel Römö ist es uns aufgefallen und auch auf Fanö galt mindestens am Strand das generelle Parkverbot für Campingfahrzeuge von 21-7 Uhr. Das Schild „Zone“ wird nämlich am Beginn dieser Zone einmalig angezeigt und gilt dann, bis es irgendwo viel später wieder aufgehoben wird. Innerhalb der Zone wird das Schild nicht zwangsläufig wiederholt, gilt aber trotzdem (näheres hierzu auch findet sich später noch in unserem Fazit).

Davon lassen wir uns allerdings nicht beeindrucken (wir wollen ja eh nicht hier schlafen) und fahren entspannt und ohne Ferienhausstress über die langläufige und gut belebte Hauptstraße von Blavand weiter nach Westen.
Und beinahe einstimmig müssen wir sagen: Hier gefällt es uns sehr gut!
Endlich ist auch in Dänemark mal ein wenig Leben in der Bude zu erkennen und all das „Touristische“, was wir auf Fanö geliebt und auf Römö so schmerzlich vermisst haben, findet sich plötzlich hier in Blavand. Touristenbüros, Souvenirläden, Hot- Dog- Stände, Eisverkäufer und Klamottenläden aufgereiht wie auf einer Perlenkette.
Wir sind uns schon jetzt einig, dass wir nach der Besichtigung des Leuchtturms auf jeden Fall in der Stadt eine kleine Spaziertour einlegen werden, um uns alles in Ruhe anzusehen.

Der Leuchtturm ist übrigens nicht schwer zu finden! Man muss einfach nur der Hauptstraße in Blavand folgen und fährt so zwangsläufig auf den Leuchtturm zu.
Schon etwa ab Mitte der Stadt ist dieser gut zwischen den vorausliegenden Dünen zu erkennen und man kann ihn eigentlich nicht verfehlen.
Auch der Weg dorthin bestätigt uns, dass wir richtig sind. So wird aus dem „Blavandvej“ ganz einfach der „Fyrvej“, was übersetzt nichts anderes als „Leuchtturmweg“ bedeutet.
Einfacher kann es nicht sein.

Nachdem wir die Stadt einmal durchquert haben, erreichen wir um Punkt 15 Uhr bei N 55.55647° / E 8.08504° einen ausreichend großen Parkplatz, wo wir in einer der hinteren Ecken unser Mobil ganz gut parken können.
Mich wundert zwar, dass wir im Moment das einzige Mobil hier in Blavand sind, aber vielleicht sind alle anderen Touristen mit dem Wohnmobil ja auf der Hauptstraße unterwegs, wer weiß.
Da wir nicht wissen, wie lange wir hier stehen werden, stellen wir den Kühlschrank vorsichtshalber auf Gasbetrieb und spazieren rüber zum Leuchtturm von Blavand.

Dort angekommen orientieren wir uns zunächst an der Touristeninformation, die auch die Eintrittskarten für den Leuchtturm verkauft. Oha! Das habe ich zwar erwartet, aber bis zuletzt auf kostenlosen Eintritt gehofft.
Denn so ist Anja der Meinung, dass sie den Leuchtturm nicht besteigen möchte.
Nicht, weil ihr die Aussicht von oben nicht 20 Dänische Kronen wert wäre, sondern weil sie keine Lust hat, für das Heraufsteigen von 170 Stufen 20 Kronen zu bezahlen.
Sie meint dies wäre in etwa so, als hätten früher die Galeerenruderer dafür bezahlt, dass sie Galeeren rudern durften. Na das ist ja ein toller Vergleich! ;-)
Na gut, mache ich mich eben alleine an die Herausforderung der 170 Stufen des Leuchtturms von Blavand und bezahle brav 20 Kronen, die ich übrigens mit meiner Kreditkarte bezahlen kann und auch tue. Scheinbar wird „das kleine Plastikgeld“ hier in Dänemark viel mehr akzeptiert, als bei uns. Ist mir nicht nur hier und heute aufgefallen.
Ausgerüstet mit einer Quittung über den bezahlten Eintritt gehe ich das Treppenabenteuer wild entschlossen an und wundere mich beim Betreten des alten Leuchtturms (erbaut 1888 oder 1899. Ich weiß nicht, was was bedeutet…) gleich über 2 Dinge:

1. Niemand will mein Ticket kontrollieren! OK, ich gebe zu dies ist kein KO- Kriterium, aber ich frage mich, ob man als besondere Gemeinheit für „Eintrittspreller“ vielleicht erst ganz oben das Ticket kontrolliert. Wer dann keins hat, darf den ganzen Weg wieder herunter laufen ;-)
2. Das Treppenhaus ist komplett leer! Niemand ist scheinbar unterwegs, die schweren Holzstufen liegen geräuschlos vor mir und kein Gestöhne oder Geschnaufe anderer Treppensteiger hallt im Treppenhaus.
Dafür, dass der Parkplatz vor dem Areal derart gut gefüllt ist, wundert mich die fast schon beklemmende Stille im Treppenhaus umso mehr. Für gewöhnlich würde ich mich jetzt fragen, ob ich vielleicht im „falschen Leuchtturm“ bin.
Aber natürlich gibt es weder einen zweiten Leuchtturm, noch kann ich aufgrund der Größe des Gebäudes ja wohl kaum im falschen Leuchtturm oder im falschen Treppenhaus sein!
Ob all die anderen Touristen so wie Anja denken und keine 20 Kronen fürs Treppensteigen bezahlen wollen?
Oder tummeln die sich alle oben auf der Aussichtsplattform? Es gibt nur einen Weg dies heraus zu finden!

Und so steige ich entschlossen die ersten Stufen hinauf. Am Anfang habe ich hierbei noch ein Liedchen auf den Lippen, welches ich beim Besteigen vor mich hin summe.
Aber schon nach 50 Stufen geht mir derart die Puste aus, dass ich fast schon hecheln muss. OK, ich gebe zu, dass ich die Stufen auch mit großer Schnelligkeit angehe. Immerhin will ich nach ganz oben und die Tatsache, dass sich im Moment niemand im Treppenhaus befindet, verschafft mir vielleicht einen touristenfreien und somit ungestörten Ausblick vom obersten Plateau auf die Landschaft. Denn wenn keiner mit mir nach oben steigt, habe ich den Turm vielleicht ganz für mich allein. Und wenn ich dann noch einen Vorsprung „herausklettern“ kann, verausgabe ich mich gerne hier im Treppenhaus.

Nach 120 Stufen bin ich dann richtig am ?. Boah eh! Gibt es denn hier keinen Aufzug?
Wie hat das damals der Leuchtturmwärter nur gepackt?
Ächz!

Die letzten 50 Stufen schaffe ich dann aber auch noch und erreiche final eine steile Treppe, die durch eine äußerst schmale Luke auf die Besucherumrandung vor dem Leuchtfeuer führt.
Hier muss man sich noch einmal konzentrieren, dass man nicht abrutscht, weil die Stufen wirklich sehr steil und kurz sind.
Dann aber ist es soweit: Ich genieße einen unerwartet warmen Ausblick bei traumhaften Sonnenschein über die ganze Region Blavand, das Meer, den feinen weißen Sandstrand und die grünen nahezu naturbelassenen Dünen. WOW!
DAS hat sich wirklich gelohnt!
Ich kann nur jedem raten, hier einmal her zu kommen, den Leuchtturm zu besteigen und diesen traumhaften Ausblick zu genießen!

Mein Einsatz vorhin auf der Treppe hat sich übrigens gelohnt und meine Vermutung hat sich bestätigt. Wie auch im Treppenhaus ist die Aussichtsplattform total verwaist und ich bin ganz allein hier oben auf dem Plateau.
Dies ist auch besser so, denn es ist ziemlich eng und wenn sich darüber hinaus noch andere Personen auf der Plattform befinden, würde ich mich nicht so weit nach vorne beugen und herunter schauen, wie ich es jetzt im Moment tue (könnte mich ja jemand von hinten schubsen...)

Neben dem wunderschönen Ausblick gibt es natürlich einige „Erinnerungsstücke“ unserer Großväter zu bestaunen.
Besonders in Richtung Nordwesten steht eine stattliche Bunkeranlage, die wohl kaum für mögliche Vögelbrutstätten eingerichtet wurde. Schon von hier oben sieht der hässliche Betonklotz total unschön aus, ich mag mir gar nicht vorstellen, wie er erst unten am Sockel des Bunkers wuchtig auf den Besucher wirken mag.
Ob das Teil heute noch irgendeine Verwendung hat? Vielleicht für das eigene Militär?
Schwer zu sagen, aber wenn ich mir so die Tour im Kopf überlege, die wir hier in Dänemark noch vor uns haben, sind besonders an der Westküste immer wieder Bunkeranlagen und geschichtliche Reste einer längst vergangenen deutschen Besatzer- Zeit dabei. Vielleicht erfahren wir ja noch ein wenig mehr.

Nachdem ich den ersten Ausblick in mich aufgesogen habe, will ich ein weiteres Mal die Tatsache nutzen, dass ich komplett alleine hier oben auf dem Plateau stehe.
So schnappe ich mir meine kleine Digitalkamera und will einen Rundumblick ohne "störende Köppe" im Bild komplett auf Video bannen.
Ich muss allerdings zwei Mal ansetzen, weil ich beim ersten Drehversuch noch dermaßen aus der Puste vom Treppensteigen bin, dass ich kaum Luft bekomme.
Und so findet sich auf der ersten gedrehten Version der zwar lustige aber nicht gewollte Rundumblick mit einem schnaufenden "Darth Vader" (das wäre dann ich) im Hintergrund ;-)
Geht ja mal gar nicht...
Also erst einmal tiiiiief durchatmen, verschnaufen und dann geht es los:
Einmal eine Gratisvorführung vom Leuchtturm Blavand Fyr mit Blick aufs Meer, die Dünen, den Sandstrand und das Dörfchen...

Nachdem ich mein Video „im Kasten“ habe (auch auf transitfrei.de veröffentlicht!), mache ich mich wieder auf den Weg hinab zur zum Eingang des Leuchtturms, wo Anja auf mich wartet und mir eben schon zugewunken hat.
Ach ja, bevor ich es vergesse: Auch hier oben hat keiner meine Eintrittskarte kontrolliert.
Es wäre somit auch möglich gewesen, den Leuchtturm komplett ohne Eintrittskarte zu besichtigen und zu besteigen. Aber ganz ehrlich: Der Ausblick von oben ist wirklich seine 20 Kronen oder grob umgerechnet 2,70 € wert!

Der Abstieg geht natürlich deutlich schneller vorwärts.
Und nun begegnen mir dann auch weitere Touristen, die nach oben wollen.
„Ist es noch weit?“ fragen sie mich in deutsch (sehe ich so sehr nach deutscher Nationalität aus?) und ich antworte Ihnen, obwohl sie fast ganz oben sind (und man das im Treppenhaus eigentlich auch sehen kann...), dass sie noch nicht einmal die Hälfte geschafft hätten.
Ein langes stöhniges „Puuuuh!“ ist die Antwort.
Hihi, manchmal kann ich auch echt gemein sein! ;-)
Ein Glück, dass Anja nicht dabei ist, für solche „Spässgen“ hätte sie kein Verständnis und würde den Leuten doch glatt die Wahrheit sagen...

Wieder unten angekommen sammele ich Anja ein und mache erst einmal mit ihr ein paar schöne Bilder vor dem Leuchtturm und den Dünen im Hintergrund.
Und da die Dünen besonders einladend aussehen, es in den Dünen einen offiziellen Spazierweg gibt und ich gern ein paar Panoramafotos des Leuchtturms haben möchte, spazieren wir in Richtung der Dünen und einer alten Bunkeranlage, die ein wenig als Anhöhe und niederer Aussichtspunkt fungiert.
Übrigens, wir sind nicht die einzigen, die die wärmende Sonne zu schätzen wissen! So liegt hier, mitten auf dem Spazierweg zum Leuchtturm, doch tatsächlich ein waschechter ausgewachsener Fuchs mitten im Weg und lässt sich die Sonne auf den Pelz scheinen! Irre! Er scheint überhaupt nicht scheu zu sein und verzieht sich erst, als sich eine kleine Menschentraube um ihn gebildet hat und einer meint, dass man den Fuchs ja vielleicht auch streicheln könnte. Hmm...

Aus den Dünen machen wir dann weitere Bilder vom Strand, der Umgebung und natürlich vom Leuchtturm selber.
Dann setzen wir uns ein wenig in die Dünen, lassen uns endlich zum ersten Mal die warme Sonne ins Gesicht scheinen. Herrlich!
So haben wir uns das ehrlich gesagt vorgestellt. Hoffentlich bleibt es so und wir bekommen jetzt endlich den Sommer, für den wir hier sind.

Vom Leuchtturm aus wollen wir nun natürlich auch noch einen Blick in das Städtchen Blavand werfen, welches uns schon vorhin bei der Durchfahrt gut gefallen hat.
Wir könnten hierfür zwar unser Wohnmobil hier oben stehen lassen und dann am Strand oder am Leuchtturmweg entlang spazieren, aber da es bis dort unten doch ein ganz schönes Stück zu laufen wäre und wir, nach einer wohl anstrengenden Shopping- Tour, später keine Lust mehr haben werden, den ganzen Weg bis zum Leuchtturm wieder zurück zu marschieren, fahren wir das kurze Stückchen bis in die Stadt einfach mit dem Wohnmobil.
Nur die Augen müssen wir dabei aufhalten, denn im Zentrum und auf der Hauptstraße von Blavand ist eine Menge los, sodass wir mit unserem „dicken Schiff“ wohl dennoch etwas abseits parken müssen.

Nach wenigen Metern auf der Hauptstraße entdecken wir dann auf der linken Seite eine Art „Shopping- Carré“, wo sich einige Geschäfte ein gemeinsames Areal teilen.
Unter anderem ist ein SPAR- Markt, ein Klamottenladen, ein Fahrradgeschäft, eine Bar und ein BowlingCenter dabei.
Wir schnappen uns eine der hinteren Parklücken (bei N 55.55459° / E 8.12577°), wo noch massig Plätze frei und verfügbar sind, prüfen dann fix den Kühlschrank (der läuft weiter brav auf Gas) und machen uns dann auf den Weg die Stadt Blavand zu entdecken.

Und auf unserem Weg in die Stadt saugen wir natürlich alles an Informationen auf, was wir am Wegesrand entdecken können.
Als erstes sticht mir ein Restaurant ins Auge, welches sich durch eine merkwürdige Preispolitik auf der Speisenkarte auszeichnet.
So kostet hier jedes Gericht 188 Kronen, also umgerechnet etwa 25,- €.
Die angebotenen Speisen zu diesem Pauschalpreis könnten unterschiedlicher nicht sein!
So findet sich einerseits Ausgefallenes wie Kängurufilet, traditionelles wie Steak auf Holzplatte oder Lammfilet, aber auch ein einfaches Gericht wie Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln kostet tatsächlich 188 Kronen.
Merkwürdig.

Die nächste Entdeckung auf unserem Weg in die Innenstadt ist eigentlich eine Bestätigung für das, was wir vorher schon von Blavand wussten. Es ist eine Feriensiedlung. Und so verwundert es uns nicht, dass viele Häuser rechts und links des Weges noch gar nicht bewohnt sind.
Dafür aber geben sich die Makler bzw. die Ferienhausvermittler die Klinke in die Hand. Und scheinbar scheint sich hier auch kurzfristig was anzumieten lassen. Einige Vermieter haben vor ihren Büros so kleine Holzkisten aufgebaut, wo man sich kostenlos die jeweiligen neuesten Ferienkataloge mitnehmen kann.
Da greifen wir natürlich gerne zu. Nicht, dass wir ein Ferienhaus benötigen würden, aber die lokale Auswahl ist, das erkennt man schon auf einen Blick, deutlich umfangreicher, als das reguläre Angebot der bei uns allgemein bekannten Vermieter Novasol oder Dansommer.
Und wenn wir uns später mal für einen Ferienhausurlaub in dieser Region entscheiden sollten (das ist gar nicht so abwegig!), oder jemand fragt uns nach einer schönen Region, wo man gut Ferienhausurlaub in Dänemark machen kann, dann haben wir gleich die passenden Kataloge mit einer großen Auswahl verfügbar.

Ein paar Schritte weiter beginnt dann die Hauptstraße von Blavand interessant zu werden. Rechts und links finden wir einige Läden mit abwechslungsreicher Ware. Sommerklamotten, Beach- Wear, Strandartikel hier, Softeis oder HotDogs da.
Das Softeis hat es uns natürlich angetan, was wäre ein Sommerurlaub ohne Eis?
Und so spendieren wir uns ein leckeres Softeis, mit dem wir weiter auf Entdeckungstour gehen.

Als nächstes entdecken wir auf der gegenüberliegenden Straßenseite neben der Shell- Tankstelle das Ferienhausbüro von Novasol.
Vor diesem hat sich eine stattliche Schlange an Touristen eingefunden, die wohl die Übernahmeformalitäten ihrer Ferienhäuser abwickeln wollen.
Ich erinnere mich da an einen früheren Ferienhausurlaub in Dänemark, da war dies auch so.
Und heute ist ja auch so ein „Samstag“, wo traditionell die Feriengäste wechseln.
Morgens bis 10 Uhr raus und ab 15 Uhr können die neuen Gäste dann einziehen. Vor 15 Uhr geht da meist gar nix, da sind die Vermittler steinhart.
Gucke ich aber aktuell auf die Uhr, dann ist es bereits 4 Uhr durch, wenn auch knapp. Naja ob nun 3 oder 4, auf jeden Fall haben all diese Leutchen hier noch einen netten Urlaub vor sich.
Drücken wir ihnen und uns die Daumen, dass das Wetter stabil bleibt und die Sonne auch weiterhin auf uns herab lacht, wie sie es im Moment tut.
Fast schon können einem die Ferienhausgäste leid tun. Wir haben diese Probleme nicht. Andererseits: So ganz sicher, wo wir heute Nacht schlafen werden, ist es für uns ja auch noch nicht.
Übrigens: Der Ort ist wirklich überdurchschnittlich stark von Deutschen besucht. Man erkennt dies an den vielen deutschen Kennzeichen, die wir auf den umliegenden Parkplätzen gesehen haben. Fast alle Kennzeichen stammen hierbei aus dem Norddeutschen Raum, wobei merkwürdigerweise die Kennzeichen aus Hamburg knapp 2/3 der vorgefundenen deutschen Fahrzeuge ausmachen.
Wie kann das sein? Und warum haben weder Anja noch ich jemals etwas von diesem idyllischen Feriendörfchen Blavand gehört? Ist es denn so schön hier, dass sich dies besonders unter den Hamburgern als eine Art „Geheimtipp“ herum gesprochen hat?
Oder liegt dies nur daran, dass die meisten Menschen derzeit aufgrund des Feiertages in der kommenden Woche mit lediglich einer Kurzurlaubswoche auskommen und daher regional nicht so weite Strecken fahren? Aber wenn dies so ist, warum sind es dann so viele Hamburger?

Wir lassen die Ferienhausgäste links liegen und spazieren weiter auf der Hauptstraße, bis wir an einem Einkaufsrondell auf eine weitere Ansammlung von Geschäften und Einrichtungen treffen.
Gleich hier befindet sich ein Geldautomat der „Sydbank“, der uns mit frischen dänischen Barmitteln versorgt. Das war nötig.

Da sich hier aber auch ein größerer Supermarkt befindet und ich beim Anblick der leckeren Hot- Dogs um uns herum eine geniale Idee zum „Dänischen Genuss“ einerseits und zum „Geldsparen“ andererseits habe, schauen wir beim „SuperBest“ kurz rein.
Ich hab mir nämlich überlegt, dass wir die leckeren HotDogs doch einfach selber machen können! Wir brauchen hierfür ja nur Zwiebeln, Gurken, Hot-Dog- Brötchen, Remoulade und natürlich die Würstchen. Letztere machen wir dann natürlich im Topf heiß. Wie gut, dass wir wenigstens einen Topf dabei haben! ;-)

Neben fast allen Zutaten (ich hab leider keine leckere Remoulade gefunden) für unser mögliches Abendessen, wählen wir aus einer großen Auswahl an Postkarten auch gleich 10 Karten für die ersten Dänemark- Reisegrüße für zuhause. Briefmarken gibt es an der Kasse auch später direkt zu kaufen. Sehr schön!
Noch was zu trinken, ein paar Fischstäbchen (die hat Anja sich gewünscht) und was zum Knabbern dazu und schon sind wir wenige Minuten später auch schon wieder draußen.

Wir wechseln nun die Straßenseite und spazieren in entgegengesetzter Richtung wieder zurück mit Kurs auf unser Wohnmobil.
Unterwegs schauen wir nun natürlich bei den interessanten Geschäften auf dieser Straßenseite rein.
Besonders interessant ist hierbei ein Souvenirgeschäft, wo wir, neben Keramikarbeiten und Modellen des Leuchtturms von Blavand, auch eine ganze Reihe lustiger „Nordmänner“ entdecken. Wikinger, Trolle, Gnome, Wichtel und Zwerge in den verschiedensten Preisklassen wollen auf das heimische „Trophäenregal“. Einige (besonders die mit den großen Augen) sind richtig urig und gut gemacht!

Gegen viertel vor 5 sind wir wieder zurück am Wohnmobil.
Während Anja unsere Einkäufe bereits verstaut, schaue ich noch kurz im Spar- Supermarkt hier am Einkaufsrondell rein. Mir fehlt für unsere eigenen Hot- Dogs ja noch immer eine leckere dänische Remoulade.

Im Spar bekomme ich dann eine leckere Remoulade und so steht unseren eigenen dänischen Hot-Dogs aus echten dänischen Zutaten eigentlich nichts mehr im Weg, zumal die Remoulade ja auch für die ebenfalls gekauften Fischstäbchen zu gebrauchen ist. ;-)

Kaum habe ich den Supermarkt verlassen, wird der tolle Eindruck von Blavand ein wenig getrübt. Denn eine Gruppe Jugendlicher kommt, halb sonnenverbrannt, aus einer Düne hervor gestackst und beginnt gröhlend die Straße hinab zu torkeln. Unverkennbar haben die schon einiges „getankt“.
Dazu sind die alle komplett auf Sommer eingestellt, anders kann ich mir die kurzen Jeanshosen und die nackten Oberkörper nicht erklären. Auch Anja mustert die Jungs argwöhnisch. Aber die haben ihren Spaß und das ist ja bekanntlich die Hauptsache.
Jeder, wie er mag...

Um kurz vor 5 verlassen wir Blavand wieder und sind, mit Ausnahme der „Ballermanntouristen“ gleichermaßen der Meinung, dass Blavand wirklich ein nettes Ferienstädtchen darstellt, wo man durchaus auch Ferienhausurlaub verbringen kann.


Soweit unsere erste Leseprobe :wink:

Mehr hiervon (und auch vom Abenteuer, wie wir uns 2 Tage zuvor auf Römö festgefahren haben, sogar mit VIDEO!! :wink: ) findet sich in unserem neuen Reisetagebuch: --> Link

Die Stellplätze unserer Reise (leider nur 2) sind bereits der Datenbank hinzugefügt, die besuchten Campingplätze stelle ich nach und nach in unser Nachbarforum für Wohnwagen --> Link ein (wer Interesse hat :wink: )

Wer speziell an unserer Reise, unserer Route oder einzelnen von uns besuchten Sehenswürdigkeiten Interesse hat, findet in unserem Reisefazit auch wieder ein kompaktes Reiseprotokoll als pdf- Datei!
Die Datei ist frei zum persönlichen Download, Ausdruck oder zum Mitnehmen auf Laptop, PC oder USB- Stick.

Wie immer freue ich mich sehr über Feedback! :ja:


Björn

Anzeige vom Forum

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toli269 am 19 Apr 2010 21:17:40

Hallo

also, ich habe die ersten Tage noch nicht ganz durch, aber ich kann jetzt schon sagen: Hut ab vor dieser LEistung !!

MAn braucht zwar etwas Zeit zum Lesen, aber es lohnt sich.


Thomas

ilonqa am 19 Apr 2010 21:49:30

Hallo Anja und Björn,
Euer Bericht gefällt mir sehr gut - wie übrigens alle Eure Berichte. Björn, du schreibst so erfrischend und sympathisch.
Hast Du den Bericht aus dem Gedächtnis geschrieben, oder ist der Stick wieder aufgetaucht?

Anzeige vom Forum


LowCostDriver am 19 Apr 2010 22:08:22

Von diesem Reisebericht war die Rohfassung als Backup noch auf dem Laptop vorhanden. Das heißt, dass ca. nur 20% aus der Erinnerung bzw. aus den "Ansagen" auf dem Diktiergerät nachträglich eingebaut werden mussten.

Komplett aus der Erinnerung wäre ein solcher Bericht in diesem Umfang übrigens m.E. nicht möglich gewesen.
Also wird nix, dass wir andere Berichte, die noch fehlen, nachschreiben würden.
Von denen (wie Südfrankreich) ist einfach nichts mehr da...

Gast am 19 Apr 2010 22:28:41

Moin moin,

danke für den Reisebericht, sehr schön geschrieben :!: bin noch nicht ganz damit durch :) lese morgen weiter .

Golfspieler am 20 Apr 2010 07:13:06

Björn,

irgendwann mal, wenn ich in Rente bin, werde ich alle deine Reiseberichte lesen - versprochen!

Aber: könntest du bis dahin für die Berufstätigen nicht immer eine informative Kurzfassung zur Verfügung stellen?

;-)

Liebe ,
Fritz

Gast am 20 Apr 2010 07:58:55

Golfspieler hat geschrieben:Björn,

irgendwann mal, wenn ich in Rente bin, werde ich alle deine Reiseberichte lesen - versprochen!

Aber: könntest du bis dahin für die Berufstätigen nicht immer eine informative Kurzfassung zur Verfügung stellen?

;-)

Liebe ,
Fritz

:kuller: Das geht mir auch so.
Vielleicht sollten wir dazu übergehen und Björns Berichte lokal speichern, dann brauchen wir kein Buch mehr mit in den urlaub zu nehmen.

LowCostDriver am 20 Apr 2010 08:55:25

Ja, *äh*, also es gibt ja das Reiseprotokoll :nixweiss:
Im Fazit ganz runterscrollen und dann auf die pdf- Datei klicken.

Das sind 4 oder 5 Seiten mit allen Reisezielen kurz beschrieben, die wir auf dieser Tour angefahren haben.
Ein Mini- Bildchen dazu und eine Karte zu Orientierung.

Wenn dich dann davon was interessiert: Oben drüber steht der Reisetag (z.B: Tag 2 für Römö), den du ja dann ausführlich im Bericht nachlesen kannst. :ja:

So lässt sich die Zeit bis zur Rente überbrücken :D

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