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"Ungiftiger" Frischwassertankreiniger


Knuffel am 27 Jul 2010 11:53:24

Hallo zusammen,

zum Thema Wassertank reinigen gibt es ja schon 1001 Beiträge, wie, womit, warum und ob überhaupt. Jetzt aber mal eine Frage zu den Mittelchen, die Produktbeschreibungen sind ja leider immer mehr als aussagelos.
Da ich zu Hause weder gescheit Wasser tanken, noch ablassen kann suche ich eine Zwischenlösung. Und zwar hatte ich mir gedacht irgendein Mittel X zu nehmen was z.b. 1 Liter mit 10 Liter Wasser verdünnt ungewendet wird. Das Pumpt man dann in die Leitungen und den Boiler, man lässt es einige Zeit einwirken. Wenn man dann auf Reisen geht füllt man den Wassertank auf 100 Liter Frischwaser voll und evt. noch verbleibende Restmengen im Frischwassertank sind dann nicht mehr (wie viell. empfohlen ) 1 : 10 sondern 1:100 (weil jetzt 100 L Wasser) verdünnt und dann "ungefährlich". Nach kurzem durchspülen der Leitungen und des Boilers kann man dann die Anlage Problemlos und ohne das das Wasser einem die Haut von den Knochen ätzt, benutzen. Der Wassertank ansich ist, zumindest optisch, sauber und da er zwischen den Fahrten immer geöffnet ist und komplett austrocknet sehe ich da keine großen Überlebenschancen für Keime, Bakterien, Viren & co.

Ich hoffe das jetzt nicht zu kompliziert geschrieben zu haben :?

Viele
Chris

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Wohnifahrer am 27 Jul 2010 12:09:43

Hallo Chris,

das Problem ist nur das Dein Konzentrat in den Leitungen ist und nicht dort wo das getankte Wasser ist. Somit hast Du auch keine Verdünnung. Ganz davon abgesehen rate ich davon ab die Mittel anders einzusetzen als in der Beschreibung beschrieben, da die Wirkungen ganz anders sein können. So ist z.B. Wasserstoffperoxis 20 % ätzend! Als 2 %ige Lösung kann es zur Wunddesinfektion verwendet werden! Aber nicht nur die haut reagiert anders sondern auch die Teile, die mit den Lösungen in Berührungen kommen können kaputt gehen!

Knuffel am 27 Jul 2010 12:31:07

Hi Sascha,
mit meinem Beispiel von 1:10 meinte ich dann doch schon die "vorgeschriebene" Dosierung, also so wie es empfohlen wird. Die 1:100 ergeben sich dann ja wenn der Tank voll gemacht wird vor der Abreise. Evtl. noch im Tank verbliebene Restmengen der nach Anleitung verwendeten Reinigungsflüssigkeit sollten dann halt so sehr verdünnt sein, das sie unschädlich sind. Damit die Leitungen, wo die "auf Reinigunsbasis verdünnte Flüssigkeit" drin ist durchspülen und fertig.
Als Beispiel könnte man vielleicht Chlor nehmen, was in Lebensmittelbereichen höher dosiert zur Reinigung verwendet wird, ganz niedrig dosiert jedoch auch im Trinkwasser ist. Sowas beispielsweise meine ich - was dann von Reingung zur Benutzung um das 10 fache noch verdünnt wird.

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Wohnifahrer am 27 Jul 2010 13:52:56

Hallo Chris,

die empfohlene Konzentration nochmals zu verdünnen ist kein Problem, allerdings lässt die Wirkung dann auch schnell nach.

Du hast aber immer noch das Problem, dass Konzentrat was im Boiler und den Schläuchen ist wieder in den Tank zu bekommen. Von daher wird dieser Teil verloren gehen. Den Rest, der noch im Tank verblieben ist kannst Du dann verdünnen. Allerdings musst Du auch darauf achten, das Du dann wirklich nur den Wirkstoff Chlor bzw Chlorverbindungen verwendest und nicht ein Chlorgemisch, dem noch Stoffe wie Duftstoffe etc. zugesetzt sind (z.B. das von einigen Usern gern genommene DanChlorix etc.).

fr-brandt am 27 Jul 2010 13:57:55

Ich hole meine Milch beim Bauern direkt.

Da ist mir eine Idee gekommen der muss doch nach jedem Melkvorgang seine Leitungen reinigen und Desinfizieren,und das ganze muss auch noch für Lebensmittel geeignet sein.

Also ich gefragt werde am Donnerstag mal was von Ihm bekommen und zwar Wechseln sie morgens Lauge abends Säure.


lg Frank

lahmeente am 27 Jul 2010 14:07:22

Hi,

Bitte mal lesen, --> Link

Ich glaube ihr übertreibt es etwas !


Friedhelm

Knuffel am 27 Jul 2010 14:13:39

Wohnifahrer hat geschrieben:Du hast aber immer noch das Problem, dass Konzentrat was im Boiler und den Schläuchen ist wieder in den Tank zu bekommen.


Na ja - einfach (frisch)Wasser laufen lassen, dann spült sich das doch von alleine aus den Leitungen..??..??..?? Es geht ja auch hauptsächlich um die Leitungen wo Wasserreste zwischen den Fahrten drin stehenbleiben können. Wie gesagt, der Tank selber ist ja trocken und daher relativ sauber. Aber wo würde man so Chlor bekommen *malganzdummgefragt* entweder ich suche an den flaschen Stellen oder hab Tomaten auf den Augen.

Was den Bauern angeht stimmt schon, Getränkezapfanalgen in der Gastro werden ja auch ständig gereinigt, allerdings haben die wohl auch mehr Wasser dann zum spülen als in einem Womotank.

leerotor am 27 Jul 2010 14:19:34

Hallo
nehm seit 15 jahren kaliumpermanganat zum frischhalten(leicht rosa)
bei langen standzeiten wird höher dosiert ( bis rotwein) das mittel ist saubillig sehr ergiebig(brausetablettentube reicht seit 15 jahren) und wirkt sofort (bezug kleine mengen in der apotheke). hab den tipp mal in einem expeditionsbericht zum himalaya aus einer bergzeitschrift.
felix

Knuffel am 27 Jul 2010 14:26:31

lahmeente hat geschrieben:Hi,

Bitte mal lesen, --> Link

Ich glaube ihr übertreibt es etwas !


Friedhelm


Na deswegen soll man die Babys aufm Spielplatz auch ruhig mal Sand essen lassen... Wie sagt man doch so schön "Dreck reinigt den Magen".

Mir geht es aber eher um Bakterien, Keime und co die z.B. nach dem letzten Urlaub Anfang Juli in den Wasserleitungen geblieben sind, sich im Restwasser und Wassertröpfchen in den Leitungen bei bis zu 39 Grad Aussentemperatur in den letzten Wochen vermehrt haben..

Knuffel am 27 Jul 2010 14:29:38

Ich glaube es ist wohl einfacher am Anfang der Reise bei der ersten Teilfüllung einfach mal etwas z.b. hiervon --> Link in den Tank zu kippen und dann ist gut für die Fahrt.

Scout am 27 Jul 2010 15:03:13

Hallo Chris!

Hier ein paar Zahlen zu deiner Fragestellung.

In der Trinkwasserverordnung steht folgendes für Natriumhypochlorit (Bleichlauge).

Konzentrationsbereich nach Abschluss der Aufbereitung
max. 0,3 mg/L freies Cl2
Das sind Werte, die für eine Trinkwasserdesinfektion gelten, also für Wasser das konsumiert werden kann. Trinkwasserverordnung sagt aber nichts zu einer Tankdesinfektion.

Zur Tankdesinfektion verwende ich die Aussagen des Eisenbahn Bundesamtes und der See-Berufsgenossenschaft.

Das Eisenbahn Bundesamt empfiehlt 50 mg/L freies Chlor
Die See-Berufsgenossenschaft empfiehlt 30 mg/L freies Chlor

Wenn man den Wert von 30mg/L zugrunde legt kommt man bei einer 10 fachen Verdünnung auf 3 mg/L.
Das wäre das 10 fache, was die Trinkwasserverordnung empfiehlt.
Das wäre so nicht machbar.

Inaktivierung von Bleichlauge
Man kann aber Bleichlauge mit Natriumthiosulfat zerstören.
Das ist ein gängiges Verfahren und in der Trinkwasserverordnung gibt es hierzu auch Werte.
Zulässige Zugabe 7 mg/L S2O3 2-
Höchstkonzentration nach Abschluss der Aufbereitung 3 mg/L S2O3 2-

Außerdem kann man einen 100 l Tank mit 10 l Bleichlaugelösung nicht desinfizieren.
Das Zeug muss auch die Wände benetzen.
Das ist meiner Meinung aber keine praktikable Vorgehensweise.

Eine andere Möglichkeit wäre Chlordioxid.
In der Trinkwasserverordnung steht folgendes zu Chlordioxid.

Konzentrationsbereich nach Abschluss der Aufbereitung
max. 0,2 mg/L Chlordioxid.

Das Eisenbahn Bundesamt empfiehlt 6mg/L Chlordioxid.
Die See-Berufsgenossenschaft empfiehlt 1 mg/ Chlordioxid.

Wenn man also hier mit 2mg/L Chlordioxid arbeiten würde, wären nach 10-facher Verdünnung immer noch die Grenzen der Trinkwasserverordnung erfüllt.

Chlordioxid ist gasförmig und hat den Vorteil, dass es auch außerhalb des Wassers an den Tankwänden desinfiziert.
Und es ist das Beste.

Fazit:
Dein Mittel der Wahl ist Chlordioxid
Infos und Links zu Chlordioxid findest Du hier.
--> Link


Wolfgang

Knuffel am 27 Jul 2010 15:30:49

Scout hat geschrieben:Außerdem kann man einen 100 l Tank mit 10 l Bleichlaugelösung nicht desinfizieren.
Das Zeug muss auch die Wände benetzen.
Das ist meiner Meinung aber keine praktikable Vorgehensweise.


*wow* Wolfgang - das ist mal eine komplexe Antwort - und genauso wie Du das beim Chlor geschrieben hast, hatte ich mir das gedacht. Gut - das die Verdünnung bei z.B. Chlor nicht ausreicht weiß ich jetzt.

Was den Tank angeht, so mache ich mir da ja kaum Sorgen, bzw. will den nicht groß reinigen, da er ja meist trocken ist und somit nicht viel Nährboden bietet - es geht ja hauptsächlich um die Leitungen (und den Boiler, der ja automatisch mit gefüllt wird). Andererseits gerechnet, 10 L Chlorreinigungsflüssigkeit in die Leitungen und Boiler gespült, wenn dann nur noch 1 L im Tank übrig belibt, wird dieser 1 : 100 verdünnt, sodass man auf die 0,3 mg/l kommt. Nur ob man es darauf anlegen soll. Man weiß ja nicht wieviel der "Reinigungslösung" im Tank übrig bleibt und sich erst nach und nach durch Tank, Pumpe, Druckspeicher und Schläuche rausspült.

Also wäre z.B. das --> Link eine Möglichkeit? Hab auf die schnelle nix gefunden wo man Info und Shop findet (das ist jetzt nur ein Beispiel ob ich richtig aufgepasst habe, bestellen tu ich heut noh nix).

Der Inhalt einer Ampulle ist geeignet für 75 Liter Trinkwasser nach aktueller Trinkwasserverordnung. Bei dieser Dosierung muss das Produkt biostream® ASEPTICA nicht ausgespült werden!

Scout am 27 Jul 2010 15:47:23

Knuffel hat geschrieben:Also wäre z.B. das --> Link eine Möglichkeit? Hab auf die schnelle nix gefunden wo man Info und Shop findet (das ist jetzt nur ein Beispiel ob ich richtig aufgepasst habe, bestellen tu ich heut noh nix).


Ich habe das Mittel noch nicht verwendet. Forenteilnehmer berichteten darüber, vielleicht kann jemand einen Tipp geben.

Der Inhalt einer Ampulle ist geeignet für 75 Liter Trinkwasser nach aktueller Trinkwasserverordnung. Bei dieser Dosierung muss das Produkt biostream® ASEPTICA nicht ausgespült werden!


Beachte hier bitte. Wenn auf die Trinwasserverordung bezogen wird ist es Trinkwasserdesinfesktion und nicht Tankdesinfektion.


Wolfgang

Wohnifahrer am 27 Jul 2010 15:52:51

Ich halte es für sehr problematisch das Wasser mit Chlor haltbar zu machen. Nicht nur das Nebenprodukte entstehen können (z.B. Chlorit Grenzwert 0,2 mg/l) sondern dass gar keine Überwachung der Konzentrationen stattfindet.
Wir sind Trinkwasserversorger und desinfizieren unser Wasser mit Chlordioxid. Wir kontrollieren aber mind 1mal täglich die Menge an freien Chlordioxid und regelmäßig die Nebenprodukte die entstehen können.

Meiner Meinung nach sollte der Tank vor der Saison desinfiziert werden. Aus Efahrung bevorzuge ich hierbei Wasserstoffperoxid, während andere lieber bei Chlor bleiben. Danach sollte das Wasser regelmäßig ausgetauscht werden und bei längerer Standzeit das System entleert werden. Mehr nicht.

Knuffel am 27 Jul 2010 15:56:01

Ok, werd dann mal weiterlesen.
Als Info gibts noch das --> Link

Und als Anleitung
VORBEREITUNG:
1.Vor dem Öffnen der Ampulle eventuell vorhandene Flüssigkeit in der Ampullenspitze durch Klopfen mit dem Finger entfernen.
2.Öffnen Sie die Ampulle durch Abknicken der Ampullenspitze vom Markierungspunkt weg. Legen Sie vorher ein Tuch über die Ampullenspitze, um sich vor evtl. Hautanritzungen zu schützen.
3.Geben Sie den Inhalt der Ampulle in 1 bis 3 Liter Trinkwasser. Bei leichter Verschmutzung sollte der Inhalt einer Ampulle mit drei Liter Trinkwasser verdünnt werden. Bei starker Verschmutzung den Inhalt der Ampulle nur mit 1 Liter Trinkwasser verdünnen.
4.Jetzt kann die verdünnte Lösung zur Reinigung / Desinfektion genutzt werden.
Ich verstehe das so, als ob hochkonzentriert als Reinigung / Desinfektion und stark verdünnt (mit den 75L) unbedenklich verwendbar als "Trinkwasser". Oder ich täusche mich mal wieder.

Scout am 27 Jul 2010 16:54:36

Hallo Chris!

Wenn Du meinst, dass Leitungen und Boiler einer gründlichen Reinigung und Desinfektion befürfen, würde ich das einmal gründlich mit Chlordioxid machen. Als nachfolgende Behandlungsmethode dann mit Silberpräparaten arbeiten, wie in deinem Link.

Da die Hauptgefährdung immer beim Bunkern besteht, dort halt äußerst sorgfältig arbeiten.

Wolfgang

Knuffel am 28 Jul 2010 11:57:51

Hi Wolfgang,
na ja eigentlich meine ich das eine Reinigung nicht nötig ist. Der Tank ist von inner (zumindest optisch) sauber nud die Schläuche, die man sieht, sind auch absolut sauber. Man weiß halt nur nicht ob das überall so ist, bzw. wie das ist wo evtl. Restmengen Wasser im Schlauch stehen. Wollte daher mal vorsorglich einfach so "reinigend" durchspülen.

Scout am 28 Jul 2010 12:13:35

Knuffel hat geschrieben:Hi Wolfgang,
na ja eigentlich meine ich das eine Reinigung nicht nötig ist. Der Tank ist von inner (zumindest optisch) sauber nud die Schläuche, die man sieht, sind auch absolut sauber. Man weiß halt nur nicht ob das überall so ist, bzw. wie das ist wo evtl. Restmengen Wasser im Schlauch stehen. Wollte daher mal vorsorglich einfach so "reinigend" durchspülen.


Dann würde ich auch keine große Maßnahmen ergreifen.
Mit den Restmengen werden gerne Ängste geschürt, um dann Mittel zu verkaufen. Mehr Wasser bedeutet bessere Bedingungen für die Mikroorganismen.
Warum wenig Wasser schlechter sein soll als viel Wasser, oder umgekehrt, habe ich noch nie verstanden.
Wenn Du nach deiner Beschreibung handelst, meine ich, dass es OK ist.


Wolfgang

Knuffel am 28 Jul 2010 12:25:58

Ok, vielen Dank.

Viele
Chris

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