jennergruhle am 04 Sep 2010 19:19:33 So, nun habe ich schon viele Reiseberichte gelesen, vor allem zu Mitteleuropa, wo wir dieses Jahr hinfahren wollen. Aber natürlich kann ich auch schon etwas beisteuern - schließlich habe ich schon einiges über die Reise nach Südfrankreich im vorigen Jahr aufgeschrieben, also kann ich Euch auch daran teilhaben lassen (wegen möglicher Einschränkungen der Forensoftware, und um den Überblick zu bewahren, in mehreren Teilen).
Im September 2009 sind wir mit einem beim ADAC ausgeliehenen Wohnmobil Knaus BoxStar 600 zehn Tage (mehr Urlaub gab es leider nicht :( ) in Südfrankreich, vor allem in der Provence, und vorher und nachher natürlich auch in anderen Gegenden Frankreichs, der Schweiz und Deutschland unterwegs gewesen.
Abholung war samstag am Vormittag, und weil es unser erster WoMo-Urlaub war, gestaltete sich einiges noch etwas schwierig. Auch mussten wir noch mit dem Hund zum Tierarzt wegen des blauen EU-Heimtierausweises. Also waren wir erst recht spät losgekommen, und hatten es bis zum Abend nach Arnstadt geschafft, wo wir vergeblich versuchten, anhand der mitgenommenen Informationen (Archiescampings) einen Platz zu finden. Also mussten wir eine Nacht im Wohngebiet stehen, wo wir noch Verwandte besucht hatten. Am nächsten Tag stand noch die Besichtigung einiger Ecken in Arnstadt an, und als wir dann auf der Autobahn Richtung Süden waren, gerieten wir auch gleich in einen heftigen Stau. So schafften wir es bis 19:30 Uhr bis in die Nähe von Würzburg und entschieden uns dann zur Vermeidung nächtlicher Hardcore-CP-Suche nach telefonischer Abklärung für den Campingplatz "Kalte Quelle" in Würzburg-Heidungsfeld, direkt am Main.
mk9 am 04 Sep 2010 19:40:24 Hallo und guten Anemd,
werde Deinen Reisebericht Eures Urlaubens mit Interesse verfolgen.
Bin mal gespannt, wie es weitergeht und wo Ihr überall gewesen seid.
Schönes Wochenende wünscht Euch
vom linken Niederrhein
mk9
jennergruhle am 04 Sep 2010 19:44:41 Ja, danke - ich werde die Teile mal im Laufe des Abends einstellen.
Der CP in Würzburg hat uns sehr gut gefallen, auch wegen der schönen landschaftlichen Lage. Sanitäranlegen und Duschen waren auch einwandfrei. Da der CP weit ab vom Ort liegt, ist auch der kleine Kiosk sehr angenehm - Postkarten kann man hier auch abgeben. Die Eisenbahnstrecke war weit genug weg, und von der 300m entfernten Straße hat man auch nicht viel gehört.
Am nächsten Tag ging es dann weiter Richtung Schweiz, und zwar über die Autobahn A81, vorbei an Stuttgart, bis in die Nähe von Donaueschingen. Auf Landstraßen, vorbei an erloschenen Vulkanen, fuhren wir über Waldshut-Tiengen in Richtung Aargau, um dann bei Koblenz über den Rhein in die Schweiz einzureisen - das erste Mal ganz ohne Kontrollen und Anhalten. Witzig waren die Wegweiser dort - geradeaus Basel, links Schweiz! Als ob Basel *nicht* in der Schweiz wäre. Aber dorthin geht es halt rechtsseitig weiter. Über Brugg und Wildegg ging es dann auf der Landstraße weiter nach Lenzburg, in dessen Nähe dann erneut ein Verwandtschaftsbesuch anstand. Dort übernachteten wir dann auch auf privatem Stellplatz am Haus.
Weiter durch die Schweiz in Richtung Genf fuhren wir dann - nördlich des Neuenburger Sees (Lac de Neuchâtel) und über Lausanne ausschließlich mautfreie Strecken - 40 Franken für sechs Stunden Fahrt wären wirklich sehr happig gewesen, zumal wir in jenem Jahr auch nicht wieder in die Schweiz wollten.
Wobei uns dann auffiel, dass jeder einzelne Kreisverkehr immer unterschiedlich gestaltet ist, und zwar oft sehr ausgefallen, je westlicher desto ausgefallener. Am späten Nachmittag durften wir uns dann aber auch durch Genf quälen. Da alle Umfahrungen der Stadt Autobahnen waren, konnten wir die nicht nehmen und durften uns deshalb direkt am Lac Leman im Stau entlangquälen. Aber so haben wir wenigstens die berühmte Fontäne und alle wichtigen Hotels mal gesehen. Die Beschilderungen der Straßen war allerdings völlig unzureichend, so dass wir ein wenig herumkurven mussten, um den Weg nach Frankreich zu finden.
mk9 am 04 Sep 2010 19:47:04 Hallo und guten Abend,
werde Deinen Reisebericht Eures Urlaubens mit Interesse verfolgen.
Bin mal gespannt, wie es weitergeht und wo Ihr überall gewesen seid.
Schönes Wochenende wünscht Euch
vom linken Niederrhein
mk9[/quote]
mk9 am 04 Sep 2010 19:49:21 versehentlich doppelt geschrieben wegen Schreibfehler, sorry.
mk9
jennergruhle am 04 Sep 2010 22:55:02 Gegen 19:00 Uhr oder so hatten wir es dann endlich geschafft und mussten
uns nun daran gewöhnen, von der Vermeidung von Grün (Autobahn in der Schweiz) wieder auf die die
Vermeidung von Blau umzuschalten (Autobahn in F). Allerdings
ist ja in F zum Glück immer ausgeschildert, wann eine Autobahnstrecke
mautpflichtig ist. Wir wollten erst noch nach Annecy fahren, aber es
wurde nun schon bald dunkel und wir wollten doch schon einen
Campingplatz aufsuchen. Der im Verzeichnis angegebene war allerdings
geschlossen, und so haben wir dann einen Wohnmobilstellplatz gefunden,
auf dem schon einige Mobile standen, aus F, NL, A und IE. Leider ohne
Stromanschluss, aber mit Wasser und Abwasser. Vier Euro sollte die
Nutzung pro Nacht kosten (stand am Wasserhahn), nur war uns unklar, wie das kassiert wird. Morgens um neun wurde es dann klar, als die Polizei
vorfuhr und an jedem Mobil einmal anklopfte, um das Geld zu kassieren.
Der Platz lag hier am Nordende des Sees:
--> Link
Am nächsten Tag sind wir dann über Annecy (nur dran vorbei, nicht
durch), Grenoble und Gap der Route Napoleon gefolgt, so wie unser
Reiseführer "Südfrankreich mit dem Wohnmobil" von Markus ? es vorschlug. Dabei waren einige heftige Steigungen und Gefälle zu überwinden, bis es im Tal der Durance Richtung Sisteron ging.
Auch sind wir hier zum ersten Mal in Frankreich zum größeren Einkauf eingekehrt, und zwar in Mure:
--> Link
Der Ausblick auf die Berge hier war atemberaubend.
Kurz vor Sisteron sind wir dann nach rechts (also Westen) nach
Laragne-Montéglin abgebogen, weil es dort einen Stellplatz und einen
Campingplatz gab:
--> Link
Der Stellplatz war komplett voll, und auf dem Nebenplatz hatte sich
fahrendes Volk mit riesigen Wohn-Trucks niedergelassen. Die hatten sogar
ihr eigenes Toiletten- und Waschhaus mitgebracht, und es liefen
oberarmstarke Abwasserleitungen in den Fluss. Aber der Campingplatz nur
wenige hundert Meter weiter war sehr schön, auf einem Berghang und mit
Strom, Wasser usw. ausgestattet. Allerdings musste ich den
Frischwassertank mit 2* 6 Trinkwasserflaschen in zwei Durchgängen auffüllen, weil wir leider keinen eigenen Wasserschlauch mithatten. Nächstes Mal sind wir schlauer :-)
Auf dem Campingplatz durfte ich dann das erste Mal größeren Gebrauch von meinen dürftigen Französischkenntnissen machen, aber die ältere Dame dort war nett und geduldig und hat auch schön klar und langsam
gesprochen :-)
Die 12,50 € für WoMo, 2 Leute und einen Hund fanden wir auch ganz
angemessen.
jennergruhle am 05 Sep 2010 22:07:27 Vom Campingplatz in Laragne-Montéglin ging es dann wieder zurück ins Tal
der Durance, wo wir dann genau nach Sistéron hereinkamen. Die
Parkplatzsituation dort wurde uns im Reiseführer als suboptimal
beschrieben, aber wir hatten Glück - direkt am Ufer, hoch über dem
Fluss, gab es einen asphaltierten Platz, auf dem auch schon andere
Wohnmobile standen. Da konnten wir dann kostenlos parken und uns auf den
Weg machen - durch die Altstadt durch winzige Gässchen hoch zur
Zitadelle. Von dort hatte man natürlich einen schönen Blick über Stadt
und Tal.
Mittags ging es dann weiter die Route Napoléon entlang, bis wir sie dann
noch vor Manosque in Richtung Westen verließen, um uns durchs Gebirge
Richtung Apt zu schlängeln.
jennergruhle am 06 Sep 2010 21:16:55 Dann ging es weiter über Cavaillon und Saint-Rémy nach Arles, wo wir uns die historische Innenstadt und die Ufer der Rhône mit diversen Fahrgastschiffen ansehen konnten. Von einer uralten Brücke über den Fluss standen dort nur noch die Widerlager, aber wo die Straße früher entlang ging, war noch zu erkennen:
--> Link
Weil wir ja geplant hatten, nach Les-Saintes-Maries-de-la-Mer (was für eine Bindestrich-Inflation!) zu fahren, sind wir dann noch am Nachmittag weiter in die Camargue gefahren. Erstaunlich, wie anders plötzlich die Gegend aussah - als ob man aus dem Harz direkt in die Niederlande kommt. Die weißen Pferde und schwarzen Stiere haben wir sofort gesehen, nur mit den Flamingos wollte es nicht sofort klappen.
In Les-Saintes-Maries waren wir dann so ca. 19:00 Uhr, und der erste Stellplatz für Wohnmobile war grässlich - direkt an der Hauptstraße, ohne Strom und Wasser. Und überfüllt. Zum Glück hatte wir die Adresse des Campingplatzes "Camping La Brise" (Rue Marcel Carrière, 13460 Stes-Maries-de-la-Mer, Tel : +33 04.90.97.84.67 ) zur Hand, und dort hat es uns sofort sehr gut gefallen. Eigene von Büschen umgebene WoMo-Stellplätze mit Stromkasten und Sanitärgebäude, eigene Boulangerie, eigener Zugang zum Strand, sogar kostenloses WLAN (wenn auch nur an der Rezeption). Da konnte ich zum Glück noch die vergessenen Bibliotheksbücher verlängern. Und nördlich des Geländes gab es auch ein Moorgebiet mit befestigten Wegen, wo ich ungestört mit dem Hund spazieren gehen konnte. Auch den Wassertank aufzufüllen und Entsorgung war inklusive. Da haben wir gerne die 20€ für die Nacht ausgegeben. Falls wir mal wieder in die Camargue fahren, werden wir auf jeden Fall wieder dort übernachten.
Am nächsten Tag mussten wir aber leider wieder weiter, mit zehn Tagen für die gesamte Reise hatten wir ja ein wirklich straffes Programm. Dann hatten wir auch Glück und konnten die Flamingos sehen und fotografieren.
Am nächsten Tag stand dann die Fahrt wieder nordwärts, zum Pont du Gard und nach Avignon, auf dem Programm.
jennergruhle am 06 Sep 2010 22:05:41 Am nächsten Tag stand dann die Fahrt wieder nordwärts, zum Pont du Gard und nach Avignon, auf dem Programm. Also ging es mal ein Stück in die Region Languedoc-Roussillion, zuerst nach Saint-Gilles, wo wir wieder mal die Vorräte im Supermarkt auffüllten. Den Halb-Kilo-Pott Honig haben wir jetzt immer noch, der wird sicher auch ein paar Jahre halten, so wie der vorige aus der Bretagne.
Über Bellegarde und Beaucaire ging es dann nach Lafoux, rechtsseitig des Gardon, und dann flussaufwärts zum großen Parkplatz, wobei wir Glück hatten und nach einer Viertelstunde der Regen auch aufhörte. Frau und Hund wollten gar nicht so weit mitlaufen, und so hatte ich mir die Kamera geschnappt, und war zur Brücke vorgegangen. Aber am Ende war die Neugier wohl doch stärker, so dass wir dann doch alle auf der Brücke waren. Postkarten gab es hier auch im Parkhäuschen, aber keine Briefmarken. Allzu lange wollten wir uns hier nicht aufhalten, und so ging es noch vormittags weiter über Remoulin und Les Angles nach Avignon.
Dort war es dann wirklich recht schwierig, einen zentrumsnahen Parkplatz für das Wohnmobil zu finden. Wir sind sicher 1,5..1,8 mal um das historische Stadtzentrum gekurvt - siehe hier:
--> Link
- immer die N100 und D907 herum, bis ein Platz auftauchte, auf dem wir auch mit dem 6-m-Mobil parken konnten. Dann sind wir erstmal hineinspaziert. Papstpalast und diverse Kirchen waren schön anzusehen, und natürlich mussten wir auch die üblichen Mitbringsel kaufen gehen - Seifen, Süßigkeiten wie weißen Nougat und die unvermeidlichen Herbes de Provence, im Jutesäckchen und in der Gewürzmühle. Die Mühle nutzt ich jetzt immer gern beim Kochen, das gibt dem Essen (Aufläufe usw.) so eine tolle Note.
Nachmittags ging es dann weiter Richtung Orange, wo wir das antike Theater statt es von unten zu betreten (das hätten wir mit dem Hund nicht gedurft) einfach von oben inspiziert haben, durch dem Zaun konnte man hier alles gut erkennen. Auch Briefmarken und weitere Postkarten konnten wir dann kaufen, schreiben und abschicken. Im Nordrand der Stadt hatten wir uns dann einen Campingplatz ausgeguckt, der allerdings als wir etwa um 21:00 Uhr ankamen schon geschlossen war. Der deutsche Bewohner, der kurz nach uns ankam und die Schranke mit seiner Karte öffnete, sagte auch dass dort niemand mehr kommt und wir keine Chance mehr hätten, raufzukommen. Also habe ich den Michelin-Campingführer gezückt und nach anderen Plätzen in der Gegend gesucht, und sie anzurufen. Einer in Jonquières, ca. 10km südöstlich und somit einen Teil der Strecke wieder zurück, hatte noch offen und konnte uns aufnahmen - auch mit Hund. Also ging es nun dahin.
Der kleine Ort war recht verwinkelt, aber nach etwa einer Stunde waren wir dann da. Es war ein Platz in der Nähe von Sporthalle und Gartenanlagen am Rand des Ortes, und die eigentliche Rezeption war schon zu. Einer der Dauercamper auf dem Platz vertrat aber wohl selbige und zeigte uns einen Platz. Wir sollten nur auf dem Schotterweg und nicht auf dem Rasen stehen, weil dieser extrem aufgeweicht war. Strom und Wasser gab es dort auch, und am Morgen bin ich dann erstmal mit George spazieren gegangen. Nach dem Bezahlen mit EC-Karte an der eigentlichen Rezeption ging es dann wieder ab auf die Straße, nun wollten wir erstmal ordentlich Kilometer herunterreißen. Das nächste Ziel war nun Hauterives im Département Drôme, hier wollten wir uns unbedingt das extrem sonderbare "Palais Idéal" des Postboten Ferdinand Cheval ansehen:
--> Link
Also fuhren wir Richtung Nordnordost über Valréas, Grignan und Crest nach Romans-sur-Isère, dann nordwärts nach Hauterives.
Das Gelände war hier schon wieder sehr bergig, es ging auf Serpentinen auf und nieder. Die Gegend war sehr schön und erinnerte ein wenig an den Thüringer Wald, dort wo er weniger Baumbestand hat. In Hauterives schlichen wir nach dem Abstellen des Mobils am zentralen Platz des Ortes nahe dem Brunnen erst etwas um das Gelände des Palais herum, einerseits weil der Hund noch mal Auslauf brauchte, andererseits weil wir nicht so genau wussten, wie wir die Besichtigung mit ihm handhaben sollten (getrennt reingehen?).
Aber zum Glück sind Hunde dort kein Problem (wie so oft in Frankreich), wir konnten ihn einfach mit hinein nehmen. Das Palais sah noch absonderlicher aus als erwartet, auch hatte es eigentlich gar keine Räume, nur Gänge und Galerien/Balkons. Fotos habe ich sicher Dutzende gemacht.
Nachmittags sind wir dann auch wieder weiter Richtung Norden gefahren, wir hatten ja nur noch drei Tage für die Rückfahrt nach Rostock. Über Beaurepaire, Bourgoin-Jallieu, Lagnieu, Pont-d'Ain (anfangs wieder in strömendem Regen) haben wir es dann noch bis Oyonnax geschafft, die frühere Stadt der Kammmacher - heute ein Zentrum der Kunststoffherstellung. Dort hatten wir in der Nähe einen Campingplatz ausgemacht in Matafelon-Granges, wo wir telefonisch auch jemanden erreichten (geschätzte Ankunft war 23:00 Uhr). In Oyonnax gab es sehr viele Umleitungen wegen Bauarbeiten, und auf dem Weg zum Camping sind wir glatt noch an der richtigen Abfahrt vorbeigefahren und durften erst einmal dem Tal 5-6km folgen ohne Wendemöglichkeit. Letztendlich kamen wir in strömendem Regen an, uns wurde die Schranke geöffnet und wir bekamen den Stellplatz zugewiesen. Sogar eine Brotbestellung für den nächsten Morgen konnte ich noch aufgeben - und erstmalig auf unserer Reise in Frankreich gab es hier auch rundes dunkles Brot (!). Am nächsten Morgen habe ich dann das Brot geholt (das war dann sogar sehr lecker und hat uns noch 2-3 Tage begleitet) und noch das freie WLAN in der Nähe der Rezeption genutzt, um die weitere Reise zu planen.
Anne42 am 06 Sep 2010 23:30:17 hallo, ihr habt ja unglaubliche Strecken in kurzer Zeit bewältigt. Der CP in Matafelon Granges ist bei Sonne unglaublich schön, einer meiner Lieblingsplätze, klein, gepflegt und in wunderschöner Natur
Poldi am 07 Sep 2010 06:42:49 @jennergruhle,
hallo, sehr schöne Reisebeschreibung und eindrucksvolle Bilder (schön groß)
Die berühmte, von van Gogh gemalte "Brücke von Arles", etwas außerhalb der Stadt, habt Ihr nicht gesehen?
Das Theater in Orange haben wir uns auch von oben angeschaut - eine gute Möglichkeit für Hundebesitzer. :)
Das Paar auf der Pont du Gard (links), seid das Ihr?
Poldi
jennergruhle am 07 Sep 2010 09:13:45 Poldi hat geschrieben:Die berühmte, von van Gogh gemalte "Brücke von Arles", etwas außerhalb der Stadt, habt Ihr nicht gesehen?
Nein, leider nicht. Wir haben nur im Zentrum gestanden, direkt an der Rhône. Poldi hat geschrieben:Das Theater in Orange haben wir uns auch von oben angeschaut - eine gute Möglichkeit für Hundebesitzer. :)
Genau, das war der Hauptgrund dafür. Poldi hat geschrieben:Das Paar auf der Pont du Gard (links), seid das Ihr?
Nein, wir haben uns dort nicht selbst fotografiert. Aber 2 von uns 3 sind auf dem Bild "Spazieren in Saintes-Maries".
Poldi am 07 Sep 2010 09:49:47 Nein, wir haben uns dort nicht selbst fotografiert. Aber 2 von uns 3 sind auf dem Bild "Spazieren in Saintes-Maries".
Selbst fotografieren wir uns auch nicht, aber es gibt ja immer hilfsbereite Menschen. :)
Ist der Hund gerade aus dem Welpenalter raus?
Poldi
eva b. am 07 Sep 2010 11:29:18 Poldi hat geschrieben:hallo, sehr schöne Reisebeschreibung und eindrucksvolle Bilder (schön groß)
Da schließ ich mich doch gleich mal Poldi an. Auf meinem Bildschirm kann ich prima Details auf den Fotos erkennen, wenn ich sie anklicke.
Bisher ein toller Bericht. Ich selber war noch nie in Südfrankreich, kenne jedoch viele Ecken aus den vielen Berichten von Manfred (mk9).
jennergruhle am 07 Sep 2010 11:33:20 Poldi hat geschrieben:Ist der Hund gerade aus dem Welpenalter raus?
Naja, aus dem Welpenalter ist er schon ca. 12 jahre raus...
Auf dem Bild ist er gerade 11 Jahre. Er wurde aber im Mai 2009 kurzgeschoren (und mittlerweile auch wieder), das lässt ihn immer ein paar Monate lang so jung aussehen. Und für ihn ist es auch angenehmer, vor allem im Sommer.
eva b. am 07 Sep 2010 12:42:21 jennergruhle hat geschrieben:Poldi hat geschrieben:Ist der Hund gerade aus dem Welpenalter raus?
Naja, aus dem Welpenalter ist er schon ca. 12 jahre raus... Auf dem Bild ist er gerade 11 Jahre. Er wurde aber im Mai 2009 kurzgeschoren (und mittlerweile auch wieder), das lässt ihn immer ein paar Monate lang so jung aussehen. Und für ihn ist es auch angenehmer, vor allem im Sommer.
Geschorene Bobtails sehen einfach klasse aus. Ich hätte ihn übrigens auch viel jünger eingeschätzt :)
CKgroupie am 07 Sep 2010 15:11:12 Hallo jennergruehle,
danke für den schönen Bericht! Ich finde ihr habt eine Wahnsinnsstrecke in der kurzen Zeit bewältigt. War das nicht sehr anstrengend?
Ich kenne den CP in Matafelon Granges auch sehr gut. Schade, dass ihr ihn nicht bei Sonnenschein kennengelernt habt, denn da ist das dort ein echtes Paradies der Ruhe!
jennergruhle am 10 Sep 2010 20:54:14 Sooooo... Jetzt noch der Rest, also sozusagen die Heimfahrt, durchgeführt in den letzten zwei Tagen. Gerade noch rechtzeitig vor der Abfahrt, denn morgen früh geht es schon los zur diesjährigen Tour, diesmal Mitteleuropa.
Am vorletzten Tag sind wir dann von Matafelon-Granges aus aufgebrochen, und zwar erst wieder nach Oyonnax.
Von dort ging es zuerst wieder Richtung Süden, denn wir wollten nun nach den vielen letzten Tagen mautfreier Fahrt doch möglichst viel Autobahn fahren, um möglichst schnell Richtung Elsass durchzukommen. Die Fahrt durchs Gebirge auf kleineren Straßen wäre ganz sicher viel schöner geworden, aber dafür reichte die Zeit nicht mehr.
Also ging es nun die A404 nach Süden bis Maillat, dann die A40 nach Westen bis Pont d'Ain, dann die A39 nach Norden bis Dole, und schließlich die A36 nach Osten über Besançon und Belfort nach Mulhouse. Dort sind wir dann noch zum Bahnhof gefahren, um die letzten französischen Postkarten mit Briefmarken zu versehen und abzusenden. Anschließend überquerten wir die Grenze zu Deutschland und wollten gerade nach Norden Richtung Freiburg und Karlsruhe fahren, als uns plötzlich eine Umleitung nach Süden schickte, weil der Zubringer nach Norden wegen Bauarbeiten gesperrt war. Wir fuhren und fuhren und fuhren, aber es wollte einfach keine Abfahrt zum Wechsel auf die Gegenrichtung kommen. Wir sahen uns schon nach Basel einfahren und eine Schweizer Autobahnplakette kaufen (die wir anfangs mit so viel Mühe vermieden hatten), als wir endlich erlöst wurden und nach gefühlten 50km endlich eine Abfahrt kam und wir die Strecke wieder zurück fahren konnten.
Dann ging es weiter Richtung Karlsruhe, und allmählich wurde es wieder Zeit, einen Campingplatz zu suchen - immerhin wurde es schon dunkel. Aber alle angerufenen Plätze waren entweder nicht mehr besetzt oder nicht mehr bis zu unserem voraussichtlichen Eintreffen geöffnet. Meine bessere Hälfte wollte schon aufgeben und das Mobil vor ein Hotel stellen (die ja meist länger besetzt sind), um dort zu parken und im Hotel zu übernachten (und nicht irgendwo frei stehen zu müssen), aber dann klappte es doch noch beim CP in Bad Liebenzell, zwischen Pforzheim und Calw. Von Pforzheim aus, wo wir die Autobahn verließen, war dieser recht gut zu finden, und als wir ca. 23:00 Uhr ankamen, wurden wir in die Spät-Erscheiner-Ecke platziert. Das Platz war schön angelegt und auch nicht sehr laut, nur die sanitären Einrichtungen konnten uns nicht so sehr begeistern. Auch hier sahen wir wieder jede Menge Dauercamper mit riesigen Burgen aus Wohnwagen, Zelten, Vorzelten, Holzhäusern usw. mit Grill-Ecken, Lese-Ecken, Ess-Ecken und ähnlichen Konstruktionen. Es waren nicht so viele wie in Würzburg-Heidingsfeld, aber irgendwie vielfältiger zusammengebaut.
Am nächsten (also dem letzten) Tag hieß es dann, noch mal so richtig Kilometer herunterzureißen. Durch Pforzheim und vorbei an Stuttgart ging es dann wieder Richtung Nordnordost über Würzburg (diesmal haben wir die genau andere Seite das Rastplatzes besucht), Schweinfurt, Suhl, Hermsdorfer Kreuz und Berliner Ring (West) zurück nach Rostock. Spät abends waren wir dann wieder zu Hause, habenb alles entladen und am nächsten Tag habe ich das Mobil wieder beim Vermieter in Kritzmow auf den Hof gestellt. Außer dem kleinen Wasser-Leck an der Heizanlage, das wir selber reparieren konnten, hatte uns das WoMo immer treu umhergefahren, und uns war klar, dass im nächsten Jahr (also genau jetzt!) wieder so eine Art von Urlaub ansteht.
So, genug zu Frankreich 2009, nun steht Mitteleuropa 2010 auf dem Plan, beginnend mit Tschechien. Auch wieder mit dem Mietmobil, aber diesmal ein Alkovenmodell. Der erste Eindruck ist hier, dass deutlich mehr Platz vorhanden ist.
Maxima am 21 Okt 2010 13:57:30 Hi Jennergruhle,
da sind wir ja direkt auf Euren Spuren gewandelt. :)
Der grässliche Stellplatz in Stes-Maries-de-la-Mer scheint wohl immer rappelvoll zu sein, wir haben Gott sei Dank auch keinen Platz mehr bekommen.
Übrigens, wir haben bei der Besichtigung des Theaters in Orange mehrere Hunde gesehen, also dort gibt es kein Hundeverbot. :)
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