Nachdem wir ja nun seit Januar 2010 WoMo- und WoWa-los sind, haben wir uns mal dazu durchgerungen, in ein Ferienhaus zu reisen. Und hier tauchte der erste Nachteil- und interessanterweise auch Vorteil einer solchen Reise auf: Einerseits macht die Suche nach geeigneten Häusern im Internet viel Spass und bringt einen schon so richtig in Urlaubs-Vorfreude.Welches Haus liegt schöner, welches bringt das vernünftigste Preis-Leistungsverhältnis, wie sind die touristischen und landschaftlichen Attraktionen erreichbar usw. Aber: Als Halter zweier Hunde schränkt sich die Auswahl zur Verfügung stehender Häuser doch schon spürbar ein-dies Problem stellt sich für WoMo-Fahrer nur dann, wenn er gern auf einen Campingplatz geht. Da wir aber zu der Kategorie derjenigen gehören, die nur bei WE- Kurzreisen oder während der Anreise freistanden, relativierte sich dieser Nachteil zum Teil.
Trotzdem: Bei der Planung der Reise 1:0 für WoMo
Die nächste Problematik taucht auf kurz vor der Abfahrt: Da rd. 1400 km einfache Entfernung fürdie Hunde und auch deren Menschen besser und stressfreier in zwei Etappen zurückzulegen sind, kommt die bange Frage auf: Wo sollen wir denn wohl schlafen??? Zu WoMo-Zeiten war dies kein Problem: Man pennte da, wo man müde wurde und es einem gefiel-und sei es auf einem einfachen Parkplatz. Mit den beiden Fellnasen wollte diese Nacht wohlweislich vorgeplant werden-nimmt doch nicht jedes Hotel oder Gasthof gleich zwei Hunde auf. Aber Dank internet-Recherche mit „Hunde-Suchfunktion“ wurde auch dies Problem nach einiger Suche gelöst –und ein Gasthof auf halber Strecke gebucht-0hne jedoch zu wissen, wie es dort wirklich aussieht…..
Aso auch hier: Zwischenstand 2:0 fürs WoMo
Endlich war es soweit-Kleidung und Hundezubehör samt Barf-Tiefkühlkost ins Kombiheck, Navi programmiert auf´s Zwischenziel und ab ging die Reise. Nach kurzer Zeit auf der B 72-schnell mal eben ´nen paar Laster in wenigen Sekunden überholt, gings auf der Autobahn mit 120 bis auch über 200 km/h schnell gen Süden. Auch mal ein kleiner Stau-im PKW war es immer schön leise, bequem, immer so 21°C warm(oder kühl) und Dank 2.0 TDI brauchten wir auch bis zum Zwischenziel bei Freiburg nicht tanken. Kurzer Imbiss und Pipi-Pause eingerechnet, waren wir nach gut 5 Stunden am Gasthof „zur Sonne“ in einem Ortsteil Freiburgs. Verbrauch unseres Passat-Variant im Durchschnitt ca. 6,5 Liter/100 km bei ruhiger und auch tw. extrem flotter Fahrweise und voll beladen. Mit unseren früheren Fuhren hätten wir das doppelte verbraucht und hätten allein aufgrund der Fahrzeit schon viel früher übernachten müssen, so dass es sicher 3 Etappen geworden wären.
Neuer Zwischenstand: 2:1 fürs WoMo
Der Gasthof
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lag dicht an der Autobahn, wir konnten dort abends recht preisgünstig und seehhr lecker essen und nach einem langen Spaziergang in der schönen Landschaft nach einem Schoppen Wein so richtig schön unter die saubere Decke kriechen-nun, dass unser Zimmer zur Strasse lag und es morgens dort recht laut war-hatten wir im WoMo auch oft…
Nach einem reichhaltigen Frühstückbuffet gings wieder auf Strecke-Richtung Ziel. Aber zuvor mussten wir unsere Hotelbetten penibelst von den Hundehaaren befreien-sollte ja nicht jeder mitkriegen, wo unsere Fellnasen schlafen dürfen……..Jedoch-oh wie schön: nix Wasser bunkern, nix Klo wegbringen…haben wir echt genossen.
Also summa summarum nächster Zwischenstand 3:2-immer noch fürs WoMo
Weiterfahrt: Die Alpenüberquerung stand bevor-und wie nicht anders erwartet, ist dies mit ´nem PKW ein Klacks-Berge merkt man nicht, Kurven sind egal und zügig zu durchfahren, in Italien konnte man locker 20-40 km/h schneller fahren als mit Gespann oder grösserem Womo, auf der Tunnel-Viaduktstrecke von Genua nach Ventimiglia fährt es sich im PKW wegen der vielen Kurven, Steigungen und Seitenwinde und auch Dank der Lichtautomatik deutlich entspannter.
Zwischenstand nun: 3:3
In Bordighera(sehr hübscher, sehenswerter Ort am Meer)
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angekommen, riefen wir von unterwegs unsere Vermieter an, die uns an verabredeter Stelle im Dörfchen Vallebona abholen wollten, damit wir überhaupt zum Haus auf 480 Metern Höhe finden. Natürlich war unser Blick seit der Abfahrt von der Autostrada aus alter Gewohnheit auf geeignete Stellplätze fokussiert:
Aber da war nix!!!! Entweder absolutes WoMo/WoWa- Halteverbot, oder des nachts verboten, oder Stangen…. Campingplätze: Rar und /oder Ende April noch geschlossen-oder direkt zwischen Autostrada und Eisenbahnlinie.
In Vallebona auf dem Marktplatz eingetroffen, begrüßten uns unsere Gastgeber(italienisch-englisches Ehepaar, Maureen und Ernesto) so was von herzlich-wir waren echt von den Socken-immerhin waren wir zum ersten Mal dort und hatten uns bislang nur gemailt. Maureen fuhr mit ihrem Citroen Kleinwagen wie der Teufel persönlich die schmale(tw. ca. 2Meter breite) Bergstrecke hoch-immer schön hupend vor den Spitzkehren. Steigungen nach den Kehren so heftig, dass unser Passat gern mal beim Wiederbeschleunigen auf dem Asphalt mit den Vorderhufen gescharrt hat…..Bald fuhren wir nur noch auf lediglich für Anwohner erlaubten Strassen weiter-noch eine letzte Kuppe(wäre für die Hellsdriver auch als Sprungschanze geeignet gewesen) und unser Feriendomiziel lag vor uns: Inmitten eines lichten Olivenhains( Ernesto macht dort biologisches Olivenöl selbst-mmhhh)lag das typisch italienische Haus, weiß mit rotem Dach, umlaufende Loggia, diverse Terrassen, Grillplatz, Aussenkamin usw. in einem Kleinod von subtropischem Garten. Innen überraschte uns modernste Sanitär-und Küchentechnik, Sat-Fernsehen- und Radio CD mit vielen eigenen CDs, Wlan usw. Geschmackvoll mit teils antiken Möbeln, echten Malereien und einem Ausblick: Nach Süden-von unserer gedeckten Terrasse schauten wir über Ernestos Olivenhain direkt auf die Bucht von Monte-Carlo-in die andere Richtung-von der umlaufenden Galerie, über die Seealpen und einige historische Dörfer(z.B. Perignaldo), die wie an einer Perlenschnur dort lagen. (hach-ich könnt schon wieder losfahren…..) Hier oben wären wir weder mit WoMo noch mit WoWa hingekommen-selbst unser früherer California wäre nicht hilfreich gewesen, da man dort-ausser total schräg-nur auf Privatbesitz parken kann.
Zwischenstand: eindeutig 3:5 fürs Ferienhaus dort(1 Punkt für die Lage des Hauses, weiterer Punkt dafür, dort überhaupt hinzukommen und die fehlenden Stellplätze in der Umgebung)
Wird fortgesetzt….

