Hallo B.
Wir waren 2oo3 in den baltischen Ländern. Ein paar Infos.
Umgang mit der Bevölkerung:
Wie überall, freundlich, höflich, offen.
Straßenzustände:
Das ist sehr unterschiedlich. Es gibt sehr gute Straßen und schlechte, da muss man sein Fahrverhalten der Straße anpassen. Tückisch sind die Straßen mit neuem Belag, bei denen die Kanalabdeckungen nicht auf das höhere Niveau angehoben wurden.
Nach der Rückkehr musste ich die Spur neu einstellen lassen, der Reifen sah auch entsprechend aus.
Versorgung mit Dingen des täglichen Bedarfs.
Meine Frau kocht meistens selbst, dadurch haben wir häufig selbst eingekauft. Wir fanden immer gut sortierte, saubere Markthallen. Man bekommt alles.
Preise.
Ich glaube so 2/3 der Unsrigen.
Geldtausch
Ich habe mit Visa an Bankautomaten Landeswährung gezogen. Es war problemlos.
In Tallinn hat die Ansichtskartenverkäuferin Euros vorgezogen.
Sprache:
deutsch oder englisch
Wo übernachten bei Besichtigung größerer Städte
Was ist besonderst Sehenswert
Das hängt natürlich von den eigenen Interessen ab.
Trakai
Wir sind nach Trakai gefahren, dort gibt es einen CP am See. Busverbindung in die Stadt. Von der Stadt aus machten wir eine Bootrundfahrt, das Boot hält am CP.
Vilnius
Zum Übernachten wird ein Motel am Stadtrand an der Autobahn empfohlen. Man kann im Hof stehen, bekommt Strom und benutzt die sanitären Einrichtungen des Motels. Das war OK. Wir standen alleine, Hoftor offen, direkt an der Autobahn. Ich habe mich nicht sicher gefühlt. Nachts war dann auch ein Reifenquitschen und Tumult im Hof. Ich vermute, da wurde ein Auto geklaut.
Zum Parken standen wir an einer gebührenpflichtigen Parkreihe an einem Grünstreifen, direkt an der Altstadt. Die Straße heißt Vokieciu galve. (Ich sende gerne einen Kartenausschnitt). Dort stand auch ein WoMo aus Spanien. Als wir am Morgen nach der Motelübernachtung zurückkehrten, stand es immer noch da. Das nächste Mal würde ich hier übernachten. Oder den CP Trakai (ca. 30 km) ansteuern.
Es gibt eine Busverbindung von Trakai nach Vilnus
Kurisches Nehrung
Die reinste Abzocke. Fähre, einige Euronen. Einfahrt in das Gebiet fürs WoMo ca. 25 €. CP in Nida 25€ (ca. Preise) Wir würden da nicht mehr hinfahren.
Riga.
In Riga gibt es einen Campingplatz
Interessant war für mich das Okkuppationsmuseum, eine gute Information der letzten 100 Jahre. Das Treiben in den Markthallen muss man erleben. Das Freilichtmuseum haben wir uns angesehen. Natürlich viele andere beschriebene Sehenswürdigkeiten. Riga ist eine tolle Stadt.
Kuressaare auf der Insel Saarema
Stellplatz im Bootshafen.
Tallinn
CP direkt unterm Fernsehturm. Die Altstadt ist einmalig.
Narva
Die Festung an der Grenze zu Russland
Auf dem Rückweg fuhren wir am dem großen See, Peipsi järv, dem Grenzsee zu Russland entlang.
Wir haben auf einem CP, direkt am See übernachtet. Am Ufer lagen sehr viele tote Fische, die lagen schon längere Zeit dort. Wir haben in der Gegend dann keine geräucherten Fische gekauft, obwohl wir lange Zungen hatten.
Wie sind die Übernachtungsmöglichkeiten (auch Wild)
Campingplätze:
Es waren häufig Anlagen, in denen Kindergruppen ihre Ferienzeit verbrachten und wir die einzigen Übernachter waren.
In Daugavpils haben wir uns zum Übernachten mitten in die belebte Zone gestellt. Wir waren schon eine Sehenswürdigkeit. Da auch die Polizei ab und zu eine Runde drehte, haben wir uns sicher gefühlt.
Wie ist das Tankstellennetz (Preise)
Die Entfernungen von Stadt zu Stadt sind nicht sehr groß, da findet man rechtzeitig eine Tankstelle. Bis zur Reserve hab ich den Tank nicht geleert.
Wie ist die Abfertigung an den Grenzen
Ein Nadelöhr ist der Übergang von Polen nach Litauen. Da gibt es im Prinzip ja auch nur einen Übergang. LKW Schlange ca. 15 Km. Wir konnten allerdings vorbeifahren. In Litauen gilt die grüne Versicherungskarte nicht. An der Grenze schließt man eine Versicherung ab. Die kommen zum Auto und machen das.
Ansonsten immer sorgfältige Kontrolle der Fahrzeugpapiere. Mancher Grenzer sieht auch gern mal ein
Wohnmobil von innen, mehr Neugierde als Kontrolle.
Bei der Rückfahrt, ich glaube es war Von Estland nach Lettland, da war der Grenzübergangsbereich durch eine Schranke abgegrenzt. Es wurde eine bestimmte Anzahl in den Bereich gelassen. An der Schranke bekamen wir einen Laufzettel. In dem Abfertigungsbereich mussten wir zur Abfertigung an verschiedene Kontrollstellen, die den Laufzettel abstempelten. Beim verlassen des Übergangsbereiches wurde an einer Schranke der Laufzettel kontrolliert. Uns fehlte ein Stempel. Der Kontrolleur ging selbst zurück und holte den Stempel.
Literatur
Baedeker Baltikum
Dumont Richtig Reisen Baltikum
Dumont Kunst Reiseführer Litauen und Königsberg
Trescher Reihe Reisen Estland entdecken
Sprache
Kauderwelsch Band 54 Litauisch Wort für Wort
Kauderwelsch Band 55 Estnisch Wort für Wort
Kauderwelsch Band 82 Lettisch Wort für Wort
Shell EuropaKarte Baltische Staaten 1:750000
Mit freundlichen n
Wolfgang