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Wann Übergangswiederstand geringer? Löten od. crimpen


Gast am 09 Mai 2011 09:56:52

Hallo Bastelfreaks,


da ich einen Teil der Verkabelung neu machen möchte stelle ich mir nun eine Frage?

Crimpzange leihen/kaufen od. löten?
Hätte das Löten vielleicht sogar einen kleineren Wiederstand zur Folge


Freue mich auf Antworten
charly

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pitb am 09 Mai 2011 10:08:42

Meines Wissens ist Crimpen besser, da keine Hizte wie beim Löten -> keine durch Hitze und Flussmittel usw. bedingte Fehlerquellen

jennergruhle am 09 Mai 2011 10:17:49

Ja, kann ich bestätigen. Lötverbindungen sieht man schlechter an, ob sie erfolgreich waren, als Crimpverbindungen. Auch sind Crimpverbindungen weniger anfällig gegenüber Rütteln und Schlag.

Crimpzangen für verschiedene Einsatzzwecke gibt es im Versandhandel, z.B. bei Conrad oder Reichelt für relativ wenig Geld. In Baumärkten sind sie sicher etwas teurer.

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Helmchen am 09 Mai 2011 10:46:55

Ich habe mir aktuell Aderendhülsen und die entsprechende Zange dazu in der Bucht gekauft. Bis 16mm² kann man die Dinger gut noch selbst quetschen.

Das ist, glaube ich, die professionellste Lösung.

niklasgrewe am 09 Mai 2011 10:53:08

Wenn man eine gute Crimpzange hat, ist das immer noch die beste Lösung! Zumal schon der höhere Zeitaufwand beim löten dagegenspricht und oftmals bekommt man unter den Einbausituationen eh keine gute Lötung hin.

Ich stelle mir mal vor, wenn man Kopfüber im meinem Sitzkasten eine Lötung hinbekommen sollte.

Niklas

chrisk am 09 Mai 2011 10:57:49

Bei der KFZ Elektronik ist löten sowieso nicht zulässig und auch im Falle Aufbautechnik ist das Crimpen in allen Eigenschaften die bessere Wahl.
Gutes Werkzeug natürlich vorrausgesetzt.

kintzi am 09 Mai 2011 11:42:07

Hallo, es gibt, abgesehen v. d. Standardcrimpzangen f. Kfz.-Flachstecker (nicht die einfachen ohne Kniehebel-Mechanismus) eine Unzahl v. Spezial-Crimpzangen, die meisten fangen über 100 € an . Z. anderen habe ich schon soviel durch Übergangswiderst. erhitzte Verbindungen gehabt(z.B. Vielfachst. v. Calira am Ladekabel, Anschluss Innenraumvent. beim DUC mit schwarzer Isolierung u. braun verschmorten Kunststoff), dass ich im Rep.-Fall immer(fachgerecht mit geregelter Station) löte. Hatte dabei nie mehr Ausfälle, da können die Normen sagen, was sie wollen. Richi

Gast am 09 Mai 2011 11:42:15

@ all,

ich danke euch und werde mich ans crimpen begeben :)

riobode am 09 Mai 2011 11:52:11

Hallo,

ich bevorzuge ebenfalls Löten, aber das muss man können ...

Übrigens kleine Korrektur, ist nicht bös' gemeint: Widerstand ist die richtige Schreibweise.

wocaraft am 09 Mai 2011 13:41:26

riobode hat geschrieben:Hallo,

ich bevorzuge ebenfalls Löten, aber das muss man können ...


Hallo Mario,
nur unwissende Löten im Kfz. Kabelschuhe usw. an. :twisted:

niklasgrewe am 09 Mai 2011 14:33:44

oder, die, die keine Kraft in den Händen haben :D

Niklas

mantishrimp am 09 Mai 2011 15:06:43

niklasgrewe hat geschrieben:oder, die, die keine Kraft in den Händen haben :D

Niklas


auch für kraftlose Menschen gibt´s Lösungen :

--> Link

andwein am 09 Mai 2011 17:49:38

ich-bins hat geschrieben:Hallo Bastelfreaks,
da ich einen Teil der Verkabelung neu machen möchte stelle ich mir nun eine Frage?
Crimpzange leihen/kaufen od. löten?
Hätte das Löten vielleicht sogar einen kleineren Wiederstand zur Folge
Freue mich auf Antworten
charly

Zuerst die technische Antwort auf die Frage:
Vom Übergangswiderstand und der Verbindungsqualität ist Löten eindeutig besser. Militärausführungen werden gelötet!!
Aber man muss das richtige Werkzeug haben und auch "Löten" können.
Das Kabelende wird verzinnt (Tauchverzinnen bei mehr als 6-8mm) und im Kabelschuh verlötet.
Auf keinen Fall darf man das Kabel verzinnen und dann verquetschen oder crimpen.!!!!!!
Billiger und schneller geht das Crimpen und es gibt gute Ergebnisse wenn jemand nicht Löten kann (weil Werkzeug fehlt oder er es nie gelernt hat)
PS ein Fachmann sieht einer Lötverbindung meist sofort an ob sie gut ist. Sie muss glänzen!!!! und das Zinn muss satt reingeflossen sein!!!
Andreas

riobode am 09 Mai 2011 18:50:31

@ Andreas:

Danke, ich bin erleichtert :)

Gast am 09 Mai 2011 19:57:42

ihr macht mich kirre :D
dabei war die Tendenz doch eindeutig :cry:

ich werde in mich gehen, denn mit nem Lötkolben bin ich groß geworden

marvin42 am 09 Mai 2011 20:47:45

Ich persönlich würde es von der Verbindungsstelle abhängig machen:
Alle Stellen wo sich das Kabel bewegen kann also keine wirklich feste mechanische Verbindung zusätzlich zur elektrischen hat(Zugentlastung z.B.) würde ich crimpen. Denn selbst wenn man löten kann versteift das Lötzinn das Kabel kurz hinter der Lötstelle und wenn es da wackelt bricht es da auch irgendwann!
Und wenn es in der Isolierung bricht - finde das mal :x
Ich bin da allerdings auch Industrie-Geräte geschädigt...... :roll:
Wolfgang

vstrom am 09 Mai 2011 20:59:31

Hallo,

löten ist nach VDE keine zulässige Verbindung. Hauptproblem ist dabei die Säure, die durch das Flussmittel mit aufgebracht wurde. Irgendwann wird Deine Lötverbindung oxidieren.
Für eine gute Crimpzange mit definierten Kräften musst Du aber schon 100,-€ ausgeben.

Vstrom

ggcode am 09 Mai 2011 22:07:10

PS ein Fachmann sieht einer Lötverbindung meist sofort an ob sie gut ist. Sie muss glänzen!!!!


Das war einmal :( mit bleifreiem Lot sehen Lötstellen matt aus.

Gerhard

andwein am 10 Mai 2011 09:49:47

vstrom hat geschrieben:Hallo,
löten ist nach VDE keine zulässige Verbindung. Hauptproblem ist dabei die Säure, die durch das Flussmittel mit aufgebracht wurde. Irgendwann wird Deine Lötverbindung oxidieren.
Für eine gute Crimpzange mit definierten Kräften musst Du aber schon 100,-€ ausgeben.
Vstrom

Auf welche der vielen VDE Normen beziehst du dich????
In den heutigen Elektrogeräten der unteren Wattbereiche sind alle Buchsenanschlüsse für 230V gelötet. Mach mal ein Netzteil auseinander, alles gelötet, nichts geschraubt, keine Adernendhülsen.
In den heutigen Lötzinnrollen aus dem Elektromarkt ist keine Lötfett, oder Lötsäure drin sondern wenn überhaupt "Kolophonium, gelöst mit Alkohol)" Dieses löst ggf. die kleine Oxidschicht am Metall. Übrigens werden alle elektronischen Platinen "gelötet" und mit Flussmittel vorbehandelt ohne hinterher zu oxidieren.
"Das war einmal sad.gif mit bleifreiem Lot sehen Lötstellen matt aus."
Das ist korrekt!!. Es hängt vom Lötzinn ab.
Andreas

kintzi am 10 Mai 2011 11:51:20

Hallo, ich bleibe dabei: wenn Werks-Crimpung schmort (Calira-Stecker am 20A Ladeanschluss von weiss nach braun, wenn Isolierung am Fiat-Lüfter verbraten u. Stecker teilverkohlt, wenn 30A Flachsicherung an Batt. (Ladeltg) teilgeschmolzen, hat bei mir Löten bzw. gelötete u. geschraubte Verbindung alle Probleme d a u e r h a f t gelöst. Kontrolliere alle Verbindungen jährlich auf Kokelspuren. Übrigens, die 12V-Stecker bis 8A sind auch solche Krücken, werden bei Strom über 4A auch ganz schön warm (bei 1,5 mm² , dickeres geht nicht rein). Habe bis jetzt diesbzgl. noch keine Lsg. gefunden. Richi

chrisk am 12 Mai 2011 10:28:55

andwein hat geschrieben:Vom Übergangswiderstand und der Verbindungsqualität ist Löten eindeutig besser. Militärausführungen werden gelötet!!


Das mit dem Militär muss aber schon ne weile her sein, oder ?

andwein am 14 Mai 2011 10:53:58

chrisk hat geschrieben:
andwein hat geschrieben:Vom Übergangswiderstand und der Verbindungsqualität ist Löten eindeutig besser. Militärausführungen werden gelötet!!

Das mit dem Militär muss aber schon ne weile her sein, oder ?

OK, dann nimm die Satelittentechnik, sind die gleichen Lebensdaueransprüche, kein Crimpen!! aber natürlich höhere Produktionskosten.
Andreas

Ostwestfale am 14 Mai 2011 14:03:21

Also, um es mal kurz zusammen zu fassen:

Crimpen leidet oft an Oxydation während der Lebensdauer. Wenn die Oberflächen
des Stecker- oder Buchsenteiles sowie des Leiter nicht blitzblank waren und die Crimpung nicht von einem Profi mit bestem Material gemacht wird ist da kaum Dauerhaftigkeit herein zu bekommen. Ich habe vieles versucht - und notfalls scheitert es an "namhaften" Verbindern die inzwischen in zweifelhafter Qualität aus dem Land kommen in dem man viel Reis ist und schlitzige Augen hat.

Löten ist deutlich besser, wenn:
- keine Feuchtigkeit eine Elektrolyse zwischen Zinn und anderen benachbarten Oberflächen auslösen kann (gilt aber auch bei Crimpen von Kupferleitern mit Bronze- oder Messingteilen!)

- Kabelbruch bei beweglichen Leitungen mit entsprechenden Tüllen od4er Schrumpfschläuchen vorgebeugt wird.


Ich löte gerne und viel, und bei KFZ- Anwendungen kommen mehrere Schrumpfschläuche in abgestuften Längen und Dicken übereinander, damit ich die Lötstelle nicht mechanisch belaste.

Wir haben in der Firma einen grösseren Auftrag auch deswegen erhalten, weil unsere gelöteten, vorverzinnten Anschlußdrähte auf einer Leiterplatte haltbarer waren als die gecrimpten und dann doch gelöteten Sonder-Adernendhülsen des französischen Wettbewerbers.
Die sind dann nämlich schon beim Einbau weggebrochen.
Übrigens - Automobilbau - Elektronik für Busse

LG

Michael

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