batchman99 am 26 Jun 2011 00:14:03 Weil die Starterbatterie schon nach paar Tagen nicht mehr startete, habe ich sie im März gegen eine neue 100Ah getauscht.
Da wir im Moment recht selten fahren, ist die neue Batterie ungefähr nach 1-2 Wochen unten.
Ein Messung hat ergeben, das heimliche Verbraucher ständig rund 300-400mA ziehen.
Ich überlege, ob ich mir für die Starterbatterie auch einen Nato-Knochen installieren soll.
Ich habe keine Zentralverriegelung, der Speicher im Radio hält sich auch ohne Strom, und für die gelöschte Uhr nehme ich auch gerne eine kleines Funkuhrmodul in Kauf.
Ist ein Trennschalter für die hohen Anlasserstöme überhaupt möglich?
Die SuFu brachte eigentlich nur Treffer zur Aufbaubatterie.
Achim
Gast am 26 Jun 2011 06:32:40 Hallo Achim
Ist ein Trennschalter für die hohen Anlasserstöme überhaupt möglich?
Natürlich , Jeder Traktor und auch einige LKW`s haben diesen Hauptschalter drin und hier fliessen bis zu 24 V durch das Teil :wink: und dazu gehört nicht nur eine 100 Ah Batterie :wink:
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macagi am 26 Jun 2011 08:11:28 Moin,
was zieht denn da so heftig Strom?
Ich weiss nocht wo bei dir die Batterie ist, aber bei mir wäre ein Pol mit einem 9er Gabelschlüssel nach 20 Sekunden weg, und auch wieder dran. Lohnt sich dann ein Schalter?
kintzi am 26 Jun 2011 09:32:37 Hallo,wenn Schalter, käme f. mich nur der Relaisschalter mit Hilfsspannung in Frage. Aber Vorsicht: bei versehentlicher Trennung bei laufendem Motor ist Lima sofort im Eimer. Richi
Ziggi am 26 Jun 2011 12:40:49 Hallo Achim,
ich habe den Trennschalter von "Frankana" verbaut. Dieser wird direkt an die Batteie geschraubt - bis jetzt habe ich keine Schwierigkeiten gehabt.
Frankana Katalog: Seite 261 "Batterie - Trennschalter" 322/446 8,95€
lg Ziggi
singlefreiheit am 26 Jun 2011 12:53:18
batchman99 am 26 Jun 2011 16:41:41 Danke erst ma für die zahlreichen Antworten und Tipps.
Bei dem "einfachen" Nato-Knochen frage ich mir, wie man an die relativ kleinen Schrauben das daumendicke Massekabel dran bekommt.
Thomas, sehr guter Tipp, das ist der ideale Schnellspanner, um die Masse abzuhängen, die vorne sehr leicht zugänglich ist. (logischerdings nich bei laufendem Motor :D )
Unabhängig davon wollte ich unbedingt wissen, welcher Schmarotzer sich da den Saft holt.
Also Masse ab und Multimeter rein:
Zunächst laufen 400mA durch, nach ein paar Sekunden gehts dann doch auf 180mA runter.
Während dem einzelnen Sicherung ziehen geht der Verbrauch bei der Sicherung "M" auf Nahe Null. Übeltäter: Zigarettenanzünder! Nanu? Da hängt doch garnix dran... oder doch? Klar, der Vorgänger hat irgendwann das Radio auf Dauerplus gehängt (und die 15A gegen eine 20A getauscht) Letztes Jahr habe ich das Autoradio ausgetauscht gegen eines der ersten DAB-Radios (Blaupunkt Woodstock), dieser holt sich die 180mA, ich frage mich für was? Für eine Erhaltungsladung von einen Stationsspeicher ist das eindeutig zu viel. Wahrscheinlich konnte man damals vor 9 Jahren "Energiesparen" noch nicht buchstabieren...
Im Moment lass ich also die betreffende Sicherung draussen, solange das Fahrzeug nich bewegt wird.
Wahrscheinlich werde ich mir aber diesen Schnellspanner besorgen.
Das die Wegfahrsperre beim Wiederdranhängen mucken macht, kann ich mir nicht so recht vorstellen, ist das so?
Mittlerweile sind doch in den Zündschlüssel Read-Only-Transponder verbaut, die einfach eine feste kryptische Aufgabe lösen. Lässt sich da überhaupt noch was in einem flüchtigen Speicher löschen?
Wolfgangfox am 26 Jun 2011 19:13:22 Hallo Achim
Ich habe bei meinem 230er aus den gleichen Gründen ebenfalls einen Natoknochen verbaut. Diesen Hauptschalter solltest du nicht in die dicke Leitung zum Anlasser einsetzen. Dort fließt beim Starten ein derart hoher Strom, dass selbst dieser Hauptschalter das nicht aushält.
Auch vom Einbau des oben genannten Batterietrennschalters halte ich nichts.
Zuviel Übergangswiderstand bei gealterten Kontaktflächen und damit zu schwacher Stromfluss zum Anlasser bei Kaltstarts im Winter.
(Abgesehen von dem riesigen ungeschützten Pluspol im Motorraum)
Vom Pluspol geht ebenfalls noch eine 15 mm² Leitung zu einem +Verteilerblock, der an der Seitenwand neben der Starterbatterie verbaut ist, ab. Von hier aus geht der gesamte Strom zum Zündschloss und zum Sicherungsbrett unter dem Handschuhfach.
Ich habe die Zuleitung von der Batterie zum Verteilerblock getrennt und mit einem ebenfalls 15 mm² starken Kabel durch ein Wellrohr geschützt nach innen geführt. Der Natoknochen ist im Handschuhfach rechts eingebaut. (Kontakte sind natürlich unter dem Armaturenbrett) Von dort wird das Kabel wieder nach außen auf den Verteilerblock geführt.
Ordentlich verlötete Kabelösen sind unbedingt notwendig. Beim Ausschalten des Natoknochens ist die gesamte Stromversorgung , die über die Starterbatterie läuft ( auch der Magnetschalter des Anlassers) totgelegt.
Den Anschluss der Uhr habe ich auf die Aufbaubatterie gelegt.
Das Ganze wirkt dann noch als einfacher Diebstahlschutz, da der Schaltergriff abnehmbar ist. und sicherlich niemand im Handschuhfach nach sowas sucht.
Seither habe ich keinerlei Probleme mehr mit leerer Starterbatterie nach längerem Stillstand des Wagens.
Ich hoffe ich konnte helfen...
Wolfgang
Ostwestfale am 26 Jun 2011 19:34:46 Wofgangfox hat Recht:
Der Natoknochen unterbricht nie die Leitung zum Anlasser, sondern nur zu den anderen Verbrauchern - also i.d.R. zum Sicherungskasten.
Jedoch sollte man - aufgrund des Spannungsfalls auf den neuen Leitungen - die Querschnitte 1 oder 2 Klassen höher wählen als bisher.
Gleichzeitig ist eine Absicherung an der Batterie unerlässlich.
Sollte nämliche diese Leitung einen Kurzschluss erleiden könnte es zum Brand der Leitung oder zur Explosion der Batterie kommen wenn das nicht abgefangen wird. Weiterhin würde ich, je neuer und "elektronischer" so ein Fahrzeug ist, nicht dauernd den Strom von der Elektronik nehmen, weil:
- diese muss sich jedesmal neu initialisieren wenn der Strom wiederkommt
- einige Kondensatoren nicht zwangsweise die häufigen Ladeströme nach Tiefentladung aushalten
Daher würde ich nur, in diesem Fall das betroffene Radio, mit einem einfachen Schalter trennen und gut ist es.
Natürlich bedeutet ein solcher Nato-Knochen auch eine Gefahr:
Sollte die Verbindung zwisschen Lichtmaschine und Batterie damit aufgehoben werden wird die Lichtmaschine eine unfreundliche Spannung (bei 24 Volt Bordsystemem bis zu 65 Volt) in den Rest der Technik pusten.
Hat der Knochen nun nur die Batterie isoliert, so wird die andere Elektronik mit einer Überspannung betrieben.
Ergebnis: 1 x Komplettausch bitte (und zwar allet watt elektronisch iss)
Die neueren Elektroniken sollen zwar dagegen geschützt sein, aber ich habe schon eine französische Elektronik in der Hand gehabt (Brandneu entwickelt, kommt bei IVECO und bei Mercedes zum Einsatz) die sofort und ohne weitere Rückfrage den Tod eingeleitet hätte.
Offiziell muss die Elektronik den Load-Dump Test bestehen, aber wenns eben von entsprechenden laissez faire Ingenieuren gemacht wird interessiert es keinen und man hat ja einen Fehler gemacht und gibt mit schlechtem Gewissen klein bei - unwissend das eine gültige Betriebserlaqubnis des Fahrzeuges nach gültigen Normen das Bestehen dieses Testes voraussetzt und man eigentlich einen Anspruch gegen den Hersteller hätte.
Ist sogar ein verdeckter Mangel - dazu könnten dann unsere Freunde der Juresprudenz was zur Gewährleistung sagen.
Bon Voyage!
kintzi am 26 Jun 2011 22:01:21 Hallo, diese billigen Natoknochen haben ab 10A Spannungsverluste dass es knallt. Messt mal bei definierter Belastung (zB.mit WR im 30A-Bereich 12V DC = 200W AC) nach,ihr werdet euch wundern, was da im Schalter verheizt wird. Bei mir max. Ladestrom 38A,ohne Schalter 37A, mit Schalter 31A Richi
andwein am 27 Jun 2011 12:28:47 Ja, man sollte die Probleme genau da beheben wo sie entstehen und nicht einfach irgendwo auftrennen oder abschalten.
Wenn man sich beim Rasieren schneidet klemmt man ja auch nicht die Halsschlagader ab.
Sorry, Andreas
Hundekruemel am 27 Jun 2011 13:23:42 andwein hat geschrieben:Ja, man sollte die Probleme genau da beheben wo sie entstehen und nicht einfach irgendwo auftrennen oder abschalten. Wenn man sich beim Rasieren schneidet klemmt man ja auch nicht die Halsschlagader ab. Sorry, Andreas
so sehe ich das auch, ich würde einfach den zigarettenanzünder wieder umbauen
robeal
felix52 am 27 Jun 2011 13:40:48 Mit dem Auf- oder Abschneiden ist das eh son Problem. Gerade, wenns um
"dicke" Leitungen geht. Mal abgesehen davon, dass man bei Dauerstrom seitens der Batterie die Sicherung möglichst nah an dieser anbringen sollte.
Mein "Nato-Knochen" hängt an einer 54 qmm-Leitung, separat abgesichert, die fachgerecht gepresst und gelötet ist. Aber eben nur gedacht für den 3.000 W WR.
Aber warum dieser arbeitsintensive und teure Plan bzgl. der Starterbatterie?
Du hast Radio und Uhr schon als Kleinverbraucher ausgeschaltet. Verbrauchsverursachende Elektronik scheinst Du nicht verbaut zu haben. Deaktiviere doch einfach ddas Hauptkabel zum Fahrzeugsicherungskasten und es müsste gut sein, wenn Du keine Fehlerstöme hast.
:wink:
Felix52
Gast am 27 Jun 2011 14:35:37 andwein hat geschrieben:Ja, man sollte die Probleme genau da beheben wo sie entstehen und nicht einfach irgendwo auftrennen oder abschalten. Wenn man sich beim Rasieren schneidet klemmt man ja auch nicht die Halsschlagader ab. Sorry, Andreas
Andreas, das ist ein schlechter Vergleich.
Durch das Abklemmen der Halsschlagader kann man mit 100 %iger Sicherheit vermeiden, sich nochmal beim Rasieren zu schneiden :D
batchman99 am 27 Jun 2011 19:17:19 Wolfgangfox hat geschrieben:Hallo Achim Ich habe bei meinem 230er aus den gleichen Gründen ebenfalls einen Natoknochen verbaut. Diesen Hauptschalter solltest du nicht in die dicke Leitung zum Anlasser einsetzen.
Das hatte ich eigentlich auch nicht vor bei 180A Anlasserstrom ;-) Ich habe die Zuleitung von der Batterie zum Verteilerblock getrennt und mit einem ebenfalls 15 mm² starken Kabel durch ein Wellrohr geschützt nach innen geführt.
Die Idee hört sich gut an, das muß ich mir ma näher ankucken.
Das Fahrzeug wird voraussichtlich über den heißen Sommer sehr wenig bewegt, da will ich im Stand möglichst wenig bis garnichts dran hängen haben.
rodiet am 27 Jun 2011 20:42:57 Gast hat geschrieben:Durch das Abklemmen der Halsschlagader kann man mit 100 %iger Sicherheit vermeiden, sich nochmal beim Rasieren zu schneiden :D
Schneiden kannste dich da trotzdem noch, nur wird es eben nicht mehr bluten! :D
kintzi am 27 Jun 2011 21:08:58 Hallo Dieter, wenn Du hirntod bist, rasierst Du Dich nicht mehr u. genau das meint Gast. Richi
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