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Ich habe inzwischen mehrfach gelesen, dass es besser ist, bei einem Stopp nach z. B. einer Autobahnfahrt den Motor noch für kurze Zeit laufen zu lassen, um so für eine ausreichende Schmierung des Turbos zu sorgen.
Bei den hohen Dieselpreisen habe ich mir angewöhnt, an Ampeln etc. bereits beim Anrollen den Motor abzuschalten, um Sprit zu sparen. So bin ich jetzt nach einer Urlaubsreise nach Rumänien bei insgesamt 5400 km Fahrt auf einen für mich sehr akzeptablen Schnitt von 9,9 Ltr./100 km angekommen. Unter Betrachtung meiner o. a. Ausführungen frage ich mich jedoch jetzt, ob ich den gesparten Sprit irgendwann mit einem Turboschaden bezahlen muß. Was sagen die Fachleute und wie ist die Meinung aller anderen? Danke im Voraus! Hallo,
ich bin überhaupt kein Bremsen- und Lenkverstärkerspezialist. Darum habe ich Schiss, dass beim Ausrollen mit stehendem Motor der Bremskraftverstärker und die Lenkungspumpe nicht mehr funktionieren. Mein Fahrzeug kann ich bei stehendem Motor auch mit grösster Kraftanstrengung nicht lenken. Ich schreibe das, weil sich das für mich gefährlich liest:
Was sagen die Profis zu meinen Bedenken? Richtig ist , das nach stärkerer Belastung des Turbos (Autobahnfahrt zb:)der Motor nicht gleich abgestellt werden sollte -> Als Grund wird immer der Abreissende Ölfilm genannt ,was auch richtig ist :!:
Meiner Erkenntnis nach hat sich in dieser Beziehung nichts getan ...... Ich riskiere lieber nicht den Schaden am Turbolader und lasse weiterhin das Fahrzeug ,noch einen Moment im Stand laufen :!: Der Turbo und der Motor wirds Dir danken ...... Ob man eine Super Einsparung ,durch das Abstellen an einer Ampel erziehlt wage ich nicht zu testen -> auf der Autobahn nicht über Hundert bringt dagegen einige Km mehr an Reichweite :!:
Die sind berechtigt !
Beim Bremskraftverstärker habe ich keine Bedenken, da dieser auch nach dem Ausschalten noch genügend lange funktioniert. Die Lenkungspumpe ist beim Ausrollen ja nicht mehr wirklich wichtig, da ich ja nur noch die letzten Meter geradeaus rolle. Bei meinem soeben gekauften Privat-PKW (Mini-Van) bringt die Start-Stopp normmäßig immerhin 0,5 Ltr, beim Womo dürfte das mindestens so viel bringen. Ich möchte deshalb eigentlich nicht darauf verzichten, möchte das aber nicht mit dem Turboschaden bezahlen. Deshalb nehme ich entspr. Bedenken natürlich ernst. Gibt es noch Meinungen? Hallo, ist doch einfach: Die TL-Welle läuft, ebenso wie die KW u. die Pleuel in Gleitlagern, wobei die ölgefüllten Spalte sehr eng sind. Lagerkomponenten laufen also auf Druckölpolster.(0,5-5,5bar)
Berührung Metall- Metall, wenn kein Öldruck. TL-Welle recht leicht, aber hohe Drehzahl(90-110 000 RpM), KW/Pleuel relativ langsam( Drehzahlmesser) aber hohe mech. Belastung. Wenn ich Triebwerk abstelle, steht KW rel. rasch("Zündung aus")--> Öldruck 0. TL-Welle braucht länger , um stehen zu bleiben. Da Öldruck 0, Metall auf Metall. Deshalb aus höherer Leistung/Drehzahl Motor noch ca. 30sec nachlaufen lassen. Bei jedem Start läuft Metall auf Metall, bis Öldruck vorhanden(Sichelpumpen besser weil schneller u. höherer Druck als bei Zahnradpumpen) . Hauptverschleiss besonders bei ungeeigneter Ölviskosität. Betrieb von Flugmotoren(KolbenTW u. Turbinen) sowie LKW-Mot. in kalten Breiten(Arktisausrüstung) mit elektr. Ölvorwärmung u. eingebauter elektr. Zusatz-Öl-Pumpen für Öldruck an den Lagern, erst wenn dieser an allen Gleitlagern anliegt, Start des Triebwerkes, sonst erreichen diese TBO (Time Between Overhauling) nicht. Richi
Nee! Auch beim Ausrollen der letzten Meter kann dir ein Trottel vor das Auto rennen, sodass du ausweichen musst. Wenn du 10l/100km verbrauchst, ist das ein Verbrauch von 0.0005l für "die letzten 5m". Damit sparst du 0.07Cent pro Ampelstop. Das wäre mir das Risiko nicht wert. Hallo, noch etwas: habe in RI gelesen, dass Fiat bei der neuen Mot.-Generation auch Pedal-gesteuertes Start-Stop- System mit neuen Anlassern einbaut, bin gespannt, welche Latenzzeiten/Betriebstemp. die programmieren. Und was dann alles kaputtgeht. Wie dort das Bild zeigt, sind es Ritzelanlasser auf Schwungmassezahnkranz! Besser wären sicher
E-Motor auf Welle wie bei Hybridfhrzg.(Prius). Richi Halloundso,
den Motor beim Ausrollen schon abzuschalten ist ohnehin sinnlos weil im Schubbetrieb (schonmal was von Schubabschaltung gehört?) sowieso keinen Kraftstoff eingespritzt wird, solange man mit eingelegtem Gang ausrollt und erst im letzten Moment die Kupplung tritt. Ob man ihn dann im Stand abschaltet muß jeder selbst entscheiden. Ich tu es nicht. Jeder Motorstart belastet den Motor und den Turbolader weil der Ölfluß zum Stillstand kommt und erst wieder aufgebaut werden muß. Bei Wartezeiten am Bahnübergang oder so, sagen wir mal >2min. OK. Aber an der Ampel? Neee! Dazu kommt dann noch der Verschleiß an Anlasser und Batterie. Hallo,
mein Turbolader ist im Laufe der Zeit etwas lauter geworden. Die FIAT-Werkstatt meines Vertrauens hat mir deshalb auch empfohlen, insbesondere nach längere Autobahnfahrt den Motor etwas nachlaufen zu lassen. Zum Bremskraftverstärker: Mir ist letzte Woche im Stadtverkehr schlagartig die Einspritzpumpe krepiert. Der Motor ging sofort aus und ich bin nach ein paar Metern eine Einfahrt hineingerollt, um von der Strasse weg zu sein. Da musste ich schon reflexartig die Handbremse einsetzen, um eine Karambolage mit dem Zaun zu vermeiden.
soo "einfach" war das für mich nicht, habe aber glaub ich das Meiste verstanden. Danke für dein super Statement!
meine Schubabschaltung regelt nicht ganz auf 0, sondern laut Bordcomputer auf minimal 2,0 Ltr/100 km runter, im Prinzip hast du aber natürlich Recht! Hallo, Schubabschaltung drehzahlabhängig, Kraftstoffeinspritzung wird meist zw. 1300-1000 RpM KW-Drehzahl wieder freigegeben, um Absterben im Leerlauf zu vermeiden. Richi
Der Verbrauch geht (lt. Bordcomputer) auch bei höherer Drehzahl nur auf minimal 2,0 Ltr zurück. Es handelt sich um den 2,3 Ltr/130 PS-Motor, Bj. 2010. Unter 1000 Umdr. hab ich noch nicht beobachtet. Wie auch immer: Ich komme aus folgenden Gründen immer mehr von der Sache ab: - Anlasserverschleiß - Turboverschleiß Allerdings meine ich verstanden zu haben, dass man den Turboverschleiß in Grenzen halten kann, sofern man vor dem Ausschalten lange genug wartet. Ich habe auch mal gelesen, dass die Anlasser heutzutage auf Lebensdauer des Fahrzeugs ausgelegt sind. Kannst du das bestätigen ? Anlasser ist mit Sicherheit nicht das Prob. Turbolader MUSS noch ca. 30sec. nachlaufen, wenn der Motor richtig warm gefahren ist (nach z.B. Autobahn Hatz oder Passfahrt (bergauf). Aber da sind eher selten Ampeln. Und im Stadtverkehr ist da kein Risiko. Ob´s was bringt oder durch den erhöhten Schadstoffausstoß beim Anlassen eh wieder minimiert wird, also alles nur "akademische" Berechnungen sind, mag jeder selbst entscheiden.
Für mich: bei erkennbar längeren Wartezeiten (Baustellenampel, Bahnübergang u.ä.) keine Frage, den Motor auszuschalten. Aber im Stadtverkehr an jeder Ampel?!? Zumal wenn der Motor noch gar nicht seine Betriebstemperatur erreicht hat, dann ohnehin bei jedem Anlassen erhöhter Schadstoffausstoß. Ich mach es nicht (mit keinem meiner 5 Fahrzeuge) Hallo, einer von uns macht es seit Jahren serienmässig: Der
Toyota Prius. 89- 104 g CO²/km. :razz: In dieser Hybrid-Richtung wird es auch in den kommenden Jahren gehen, die Unseren müssen erstmal soweit sein u. der Treibstoff über 2€/ l. Richi Der Toyota passt hier nicht wirklich, denn er hat keinen Turbolader. Richtig, aber mir ging es um das Anlasserprinzip. Übrigens Richtigstellung: der Stop/Go-Artikel ist nicht in RI, sondern pm 08/11. Neben Daimler u. VW kommt im Spätherbst jetzt auch Ducato damit. Richi [quote="kintzi"]Deshalb aus höherer Leistung/Drehzahl Motor noch ca. 30sec nachlaufen lassen.[/quote]
Hallo, auch aus thermischen Gründen sollte man das tun, möglichst noch etwas länger ! , Gizmo Mein persönliches Fazit aus diesem Thread ist, dass ich nach einer hochtourigen Fahrt in jedem Fall vor dem Ausschalten den Motors mindestens 30 Sek. im Standgas laufen lasse.
Wenn ein längerer Stopp absehbar ist (z. B. Bahnschranken oder auf rot schaltende Ampel) kann ich ja bereits im Anrollen den Gang rausnehmen und nach 30 Sek. abschalten. Servolenkung und Bremskraftverstärker spielen da bei mir problemlos mit. Sind die Anlasser denn heutzutage wirklich so standfest (ich denke an etwa 200.000 km), dass diese nicht das Problem sind? Die 2L bei der Momentanverbrauchsanzeige im Schubabschaltungsmodus sind ein Schönheitsfehler, da wird nichts verbraucht, nur angezeigt, da gab es schon ein paar Treads dazu.
, Frank
Hatte ich mir schon gedacht. Danke für die Bestätigung! ich hatte mal einen sportwagen mit turbolader, kurze erklärung was das mit dem turbolader auf sich hat:
turbo läuft, wie schon vorher beschrieben, in gleitlagern auf öl. wenn der turbo im vollastbetrieb glüht, muss das öl weiter durchfliessen und die welle muss sich weiter bewegen, sonst verkokt es. das heisst, durch die enorme hitze im turbo "backt" das öl in die gleitlager wenn es nicht mehr in bewegung gehalten wird und wird glasartig. das geht auch nicht mehr so schnell weg. wenn das öl im lager verkokt, bekommt das lager spiel weil es sich an dieser glasartigen substanz abschleift. wenn das lager zu viel spiel bekommt, gehen die laderschaufeln irgendwann ans gehäuse an, dann wars das... deshalb muss der motor weiterlaufen wenn der turbo heiss ist. es gibt für turbofahrzeuge extra kleine gadgets, sogenannte "turbotimer", zum nachrüsten. die klinken sich in die elektronik ein und lassen den motor noch 30 sekunden laufen, auch wenn der zündschlüssel schon abgezogen und das auto zugesperrt ist. ich kann mir jetzt durchaus vorstellen, dass sich autofirmen, um sich "start-stopp" und "sparsam" auf die fahne zu schreiben, bewusst erhöhten verschleiss beim lader in kauf nehmen. ich kann mir aber auch vorstellen, dass es vielleicht möglich ist, z.B. eine extra ölpumpe für den lader elektrisch in gang zu halten und die laderschaufeln noch eine weile irgendwie zu bewegen, auch wenn der motor aus ist.... technisch wär da sicher irgendwas machbar. das muss ja nicht viel sein, ein bisschen bewegung und duchfluss reicht völlig. edit: hab grad nochmal der interesse halber turbotimer gegoogelt zwecks preisen: der eintrag zu turbotimern auf wikipedia ist der brüller: das steht tatsächlich "Bei Turboladern in modernen Automobilen ist der Einsatz eines Turbo Timers nicht mehr nötig. Es muss allerdings gewährleistet sein, dass das Auto während der Fahrt in den Minuten vor dem Abstellen des Motors, keinen Volllastsituationen ausgesetzt wird." Moin,
jetzt traue ich mich doch mal: Ist es wirklich euer Ernst, dass ihr eure Autos vor dem Abstellen des Motors noch 30 Sek!!!!! in die Gegend dieseln lasst???? Ich kann mir so gar nicht vorstellen, dass man das aushält. Im Übrigen, ich habe 9 jahre einen Turbodiesel T4 als PKW gefahren und ihn niemals, auch nicht nach einer der vielen und langen Autobahnfahrten, auch nur 10 Sek. weiter dieseln lassen. Nie zuvor habe ich gehört, dass ein sofortiges Ausschalten dem Turbo schaden soll. In den 9 Jahren hatte ich niemals auch nur die Spur eines Schadens am Turbo und das Auto läuft, jetzt 16 jährig, immer noch unter den selben Bedingungen im Nachbarort. Also, ich könnte niemals eines unserer Dieselautos auf der Tankstelle oder einem CP 30 Sek nachdieseln lassen und damit die Umwelt verpesten. Markgräfin
Na ja: Es dürfte wohl auch sehr wenige Campingplätze geben, die Du mit Vollgas direkt von der Autobahn aus ansteuern kannst ;-) Aber bei der Anfahrt z.B. von Autobahntankstellen sollte man den richtig heiss gefahrenen Motor nicht sofort abstellen. Ersatzweise hilft auch die Hilfsformel: Die letzten 1000 Meter langsam machen. Das hier besprochene gilt wohl eher für das Ausklingen lassen nach absoluten Vollgasetappen. Weniger für gewöhnlichen Alltagsverkehr. zum Thema Turbo-timer noch in Nachtrag aus Wikpedia für die Versicherungs-Freaks:
"Eine Möglichkeit, das zu verhindern, sind so genannte Nachlaufregler (englisch turbo timer). Diese lassen den Motor eine einstellbare Zeit nach Abschalten der Zündung weiterlaufen. Hierbei ist zu beachten, dass manche Versicherungsgesellschaften das Fahrzeug dann nicht mehr versichern, da der Motor bei abgezogenem Zündschlüssel weiterläuft. Solche Nachlaufregler besitzen im Geltungsbereich der deutschen Straßenverkehrszulassungsordnung in der Regel auch keine Allgemeine Betriebserlaubnis." grüße klaus Hallo, also nix mit Timer. Ansonsten trifft das "heisse Abstellen" meist auf Rastplätze an der AB nach dem Motto `gejagt bis kurz davor`zu.
Wenn man`s die letzen 2 km vernünftig auslaufen lässt, passiert meist nichts. Richi wenn man hier mal die suche bemüht, kann man sehen wie häufig schäden an ladern sind. und aus meiner erfahrung meist aus dem vorgenannten grund.
aus meiner eigenen erfahrung besonders häufig bei kastenwägen, die ständig rücksichtslos getreten werden. natürlich muss man den turbo nur nachlaufen lassen, wenn er grade vollastbetrieb hatte, wenn man vor dem abstellen ein paar kilometer ordenlich fährt kann man die kiste ruhig gleich ausmachen. vollastbetrieb bedeutet aber nicht nur vollgas auf der autobahn, vollastbetrieb ist auch pass-strasse... daran denken wenn die wirtschaft auf dem pass angesteuert wird. und jetzt nochmal zur markgräfin mit ihrem T4: --> Link da steht: "Grundsätzlich gilt der Turbolader im T4 als langlebig und rein mechanische Probleme wie Beschädigungen der Leitschaufeln oder Lagerschäden sind eher die Ausnahme. Typische Ursachen für Probleme in diesem Bereich sind"... ..."Überhitzung durch zu frühes Abstellen des Motors nach Fahrt mit hoher Motorlast, "... also, wenn der motor normal belastet wird, kein problem. wenn der lader aber RICHTIG heiss ist ( und das ist nur unter hoher last der fall ), dann bitte ein bisschen nachlaufen lassen. Unser ehemaliger T4 mit 102 PS und unser jetziger Kasten haben eine zusäzliche Wasserpumpe die bei erhöhter Motortemperatur nach dem abstellen des Motors automatisch weiter läuft und damit ein überhitzen des Motors im Stand verhindert.
Wolfgang Die augenblickliche Diskussion gefällt mir! Da kann ich viel draus lernen. Vielen Dank dafür! Bei BMW wird bei den Fzg. mit Start-stop Automatik ein verstärkter Anlasser und einen größere Batterie verwendet. Zudem gibt es wohl einen Speicher um den Öldruck aufrecht zu halten und ein intelligentes Energie- und Temperaturmanagement.
Bei einem Fzg. ohne diese werksseitigen "Extras" würde ich pers. nicht mehr als nötig abstellen. Das Risiko die paar Cent Kraftstoffeinsparung im Nachhinein wieder in Reparaturen zu stecken ist IMHO groß. |
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