Hallo,
So mal ein kurzer Reisebericht von unserem ersten Reisemobilurlaub.
Montag 22.8, um 15 Uhr war Übergabe des Fahrzeugs bei der Firma Heck in Langenselbold . Da stand für uns ein Pössl 2 win style, ein schickes Ding. Die Einweisung und Formalitäten waren recht schnell erledigt und schon ging es Heim um einzuladen. Stühle, Tisch, Liegen usw. unter den Stauraum vom Bett und wie vom Camping so gewohnt war alles andere in Reisetaschen verpackt. Also Bett bezogen und rein mit den Reisetaschen, Oha Reisetaschen passen ja gar nicht in die Schränke ??? Aha wir haben ja Schränke !!!!, also auspacken und in die Schränke und Schubladen einräumen.
Um 20 Uhr dann Abfahrt, erstes Ziel war Cognac in Frankreich, gemütlich bis hinter Paris gefahren und dann erst mal geschlafen, gegen 9 Uhr dann weiter, hier und da mal angehalten und so gegen 14 Uhr auf dem Campingplatz in Cognac angekommen, Toller platz, Stühle raus und die Sonne genossen, des abends zur Campingbar und den einheimischen Spezialitäten ziemlich heftig zugesprochen. Am nächsten Morgen, ein dröhnender Schädel, pelzige Zunge, Tür leicht offen, alle Anzeichen für einen Gasangriff waren erfüllt, aber es fehlte nichts außer dem Inhalt einer Flasche eines berühmten Getränkes diese Stadt. Nun denn, nach dem Frühstück nach Cognac gelaufen, die Stadt besichtigt , Cognacmuseum und und und.
Donnerstag morgen weiter nach Gijon in Spanien , wo wir gegen abend auf dem Campingplatz Deva eintrafen, auch ein schöner Platz mit einen großen Pool, in der Bar etwas gegessen und dann den asturischen Apfelwein probiert- für die Hessen und den Äpplerfreunden hier im Forum, unbedingt mal probieren- also sehr lecker nicht zu vergleichen mit dem Cidre aus Frankreich oder Cider aus GB, uns hat er sogar noch besser geschmeckt als unser Stöffche von daheim. Das asturische Einschenkritual ist etwas gewöhnungsbedurftig da der Apfelwein aus größtmöglicher Höhe in das Glas gegossen wird, was die Umgebungsfeuchtigkeit stark erhöht. Nach einer geruhsamen Nacht dann am Freitag mit dem Bus nach Gijon, die Stadt besichtigt und uns umhertreiben lassen, am Abend noch am Campingplatzleben teilgenommen.
Samstag sind wir nach Getafe bei Madrid gefahren. Dort sind wir so gegen 16 Uhr am Campingplatz Alpha eingetroffen. Der Campingplatz liegt im Poligono los olivos also im Industriegebiet. Der Platz mit seiner Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel ist ein idealer Ausgangspunkt für Madridbesuche. Mensch kann auch einen Fahrservice in Anspruch nehmen. Der fährt vom Platz zum Palast in Madrid und holt einen abends zu einer vereinbarten Zeit auch wieder ab. Kostenpunkt 7 Euro pro Person. An der Campingbar kann Mensch sich zu sehr zivilen Preisen verpflegen, auch die Arbeiter und Fernfahrer gehen dort hin. Sonntag dann in Madrid - staun, guck, schön- und dort lebt auch noch die Tapastradition. Am Abend wieder zurück auf dem Campingplatz haben wir in der Bar noch etwas gegessen und uns wohl etwas vom spanischem “Lebensgefühl” mitreißen lassen. Wie dem auch sei, Montag früh den zweiten gefühlten Gasangriff überlebt und so wie ich aussah war auch an fahren nicht zu denken,aber für was hat Mensch Urlaub. Ab an den Pool vom Platz. Ein Gebirgsbach während der Schneeschmelze ist wärmer als das Wasser im Pool. 3-4 Sekunden haben wir den Pool genossen, dann erst mal einen warmen Kaffee an der Bar. Es wirkt schon etwas befremdlich, wenn man so in Badeklamotten und Handtuch um den Hals zwischen den ganzen Arbeitern sitzt, die grade Mittag machen. Da ich zwar schon öfters beruflich (Fahrer) in Getafes Industriegebieten war aber noch nie die Stadt gesehen habe sind wir dann mit dem Bus nach Getafe Centro und haben noch einen netten Nachmittag dort verbracht.
Dienstag ging es dann weiter nach Oliva bei Gandia zu einem Campinplatz namens Kikopark. Dort sind wir bis Samstag geblieben und haben Badeurlaub gemacht. Der Platz ist ruhig, hat ein sehr schönes Restaurant ( haben wir nicht ausprobiert, sah schon sehr teuer aus) aber mit einer netten Strandbar und einem sehr sauberen Strand. Die Wassertemperatur vom Pool lädt zum verweilen ein und Mensch ist vom Ausblick auf Hochhäuser verschont.
Samstag sind wir dann weiter nach Tarragona und haben uns erstmal den Campingplatz La Mora bei Altafulla angesehen, der aber sehr voll war, sodas wir uns entschlossen auf den Campingplatz Las Palmeras zu fahren. In Las Palmeras waren wir auch oft zum Campen gewesen und mögen diesen schattigen Platz direkt an einem tollen Strand, aber leider liegt er immer noch direkt an der Bahnlinie. Leider trog auch unsere Hoffnung das im Womo die gefürchteten nächtlichen Güterzüge nicht so zu hören wären. Es war genauso laut, einzig die Erschütterungen des Bodens waren nicht zu spüren. Beim Campen, so auf der Isomatte wusste ja man 3 minuten vorher das der Zug kommt. Wir blieben bis Donnerstag und haben uns des Lebens erfreut.
Donnerstag Vormittag sind wir nach Estartit gefahren auf den Campinplatz El Molino. Estartit war unser erster gemeinsamer Campingurlaub , damals noch Rucksack, Bus und Bahn. Der Strand unverändert schön, ansonsten Costa Brava wie wir sie kennen. An dieser Stelle ein kleines Dankeschön an das spanisch/englische Paar das unsere Markise rettete als wir am Strand waren.
Samstag großes Wehklagen-Heimreise-wir sind gefahren bis in die Gegend von Bresse in Frankreich haben dort auf einem Parkplatz übernachtet und waren pünktlich am Sonntag abend den 10.9.11 zum Unwetter über Offenbach zuhause.
Montag war dann die Rückgabe des Womos, völlig problemlos.
Nun was soll ich euch sagen zum erstem Urlaub mit einer Toilette und einem Bett im Rücken
Das war LUXUS PUR und es war ein traumhafter Urlaub,
von Tom und Inge

