Samstag vormittag Ankunft auf dem Campingplatz in Trollhättan (Trollhättans Camping Hjulkvarnelund). Hatte vorher drei Tage frei gestanden, also warum nicht mal bis Montag früh die Annehmlichkeiten eines Campingplatzes genießen?
Trotz Hinweisschild "ab 8 geöffnet" nach langer Wartezeit (schon mal Ver- und Entsorgung gemacht) dann Hinweis durch einen der wenigen Gäste "kommt erst um 12 jemand". Man müsse sich selbst einen Platz suchen, Anmeldung später.
Okay. Nach wochenlang "erhöhter Luftfeuchtigkeit" :D mal vorsichtig den Platz umrundet. Unter den Rasenflächen ist etwas tiefer Fels, der auch schon mal hier und da durchschaut. Das wird doch tragen! Trotzdem bei einem sehr harmlos aussehenden Rasenstück dann schlurps! und festgesessen.
Half alles nix, also um 12 mal zur Rezeption geeiert und um Assistance ersucht. Die Angestellte dort war, um es noch extrem positiv auszudrücken, mindermotiviert. Am Montag ganz früh um 8 sei der Kollege mit dem Allradler-Jeep da und könne mich rausziehen. Meine Frage, ob sie das nicht mal eben mit ihrem V70 und der AHK machen könne (hab ja selbst so einen Schlitten, der packt das), nein nein nein .... keine Zeit.
Auch der dezente Hinweis, wenn man schon den Gästen die freie Wahl des Platzes läßt (steht auch so im Flyer!), dann wäre doch zumindest mal eine Warnung vor den besonders glitschigen Stellen angebracht ... sollte eigentlich eine Art Schuldgefühl auslösen, leider keine weitere Reaktion.
Okay, wollte sowieso nicht weg und Fahrzeug stand eigentlich auch gerade, also kann man ja bis Montag abwarten. Hab dann bezahlt und mir die anderthalb Tage eben zu Fuß vertrieben, ist ja auch gesünder! :D
Am Montag trifft mich um Punkt 8 schier der Schlag: "Saisonschluß" - geschlossen. Das hat sich Samstag aber anders angehört, das Schild hing da auch noch nicht!
Mein folgender kurzer, aber lautstarker Wutausbruch war auf dem Nachbargrundstück zu hören (es gibt auch Hinweise, daß der eine oder andere das noch in Göteborg gehört haben will ...). Dann drehte sich alles zum Guten, und ich glaube doch wieder an die Sage vom gastfreundlichen Schweden :D
Es kam dann nämlich neugierig zum Nachsehen der Herr Nachbar, der zufällig einen uralten Ford-Traktor hatte ... zack war der Ducato wieder frei, und der nette Herr hat noch geholfen, die von mir eingesauten Matten sauberzukriegen. Das war tolle Hilfsbereitschaft vom Feinsten, danke!
Am Sa /So sind fast alle anderen Gäste verschwunden - hab ich in meiner Ecke nicht gesehen, weil man von dort nur Stugor sah. Trotz Saisonschluß waren Ver- und Entsorgung noch zugänglich ...
Moral von der Geschichte: auch unterwegs ab und zu mal ganz kräftig "SCHEI**E" schreien, dann kommt Hilfe :wink:
Andreas

