lucky2408 am 20 Jul 2005 12:37:34 Hallo,
als WOMO-Mieter habe ich ein Problem.
Bei der Übernahme des Fahrzeug wurde von mir und dem Vermieter übersehen, dass der Tisch ein Loch hat (War mit einer Ablagekiste abgedeckt und keiner hat sie hochgehoben).
Nach Rückgabe soll ich jetzt den Tisch bezahlen weiss aber definitiv, dass ich ihn nicht beschädigt habe. Natürlich habe ich keine Beweise und der Vermieter zieht sich auf das Übergabeprotokoll zurück.
Meine Haftpflichtversicherung weigert sich den Schaden zu zahlen, da es sich um einen gemieteten Gegenstand handelt. Als Mietsachschaden wird es nicht anerkannt.
Hat jemand evtl. ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir Tipps geben :?:
Im Übrigen wir waren in der Provence und es war bärenstark
Lucky2408
Gast am 20 Jul 2005 12:57:43 Hallo Lucky,
na das ist ja ein Ding. Die Haftpflicht bezahlt das natürlich nicht; wir haben grad auch was mit einem gemieteten Gerät, außer, Du "konstruierst" mit jemand anderem einen Schaden ...
Gibt's jemanden, der bezeugen kann, daß der Tisch schon bei Übernahme beschädigt war? Irgendwelche Nachbarn, Freunde, denen Du das Wohnmobil gezeigt hattest oder habt Ihr den Urlaub mit jemandem verbracht, der das (notfalls sogar vor Gericht) bezeugt? Dann würde ich es u.U. drauf ankommen lassen, wie weit der Vermieter geht. Was will er denn dafür?
PS: Gibt's gelegentlich einen Reisebericht oder ein paar Infos, was Ihr alles gemacht habt??
berni01 am 20 Jul 2005 12:59:22 Rein gefühlsmäßig:
Aussage gegen Aussage. Vielleicht wäre ne gütliche Einigung möglich, fiftyfifty. Kommt auf das gegenseitige Verhältnis an.
Waren selbst über 10 Jahre Mieter, hatten das Problem aber nie.
lucky2408 am 20 Jul 2005 13:21:30 der Reisebericht ist in Arbeit. Ich denke, dass ich ihn kurzfristig einstellen kann.
Ich glaube auch das der Weg einer gütlichen Einigung der Beste ist. Die Tischplatte soll übrigens 330 € kosten.
Lucky2408
Dauerläufer am 20 Jul 2005 13:30:25 lira hat geschrieben:..., außer, Du "konstruierst" mit jemand anderem einen Schaden ...
Das halte ich für absolut falsch - und das kommt auch als Bumerang (an alle Versicherungsnehmer) zurück. Die Versicherung erhöht halt bei Bedarf die Prämien.
Dauerläufer
berni01 am 20 Jul 2005 13:30:47 lucky2408 hat geschrieben:Die Tischplatte soll übrigens 330 € kosten.
Lucky2408
AUA!!! :cry:
stahlhans1 am 20 Jul 2005 13:34:04 Dein Vorgänger hat auch schon 330 EUR bezahlt, und der davor auch.
Ebenso der nächste Mieter. Schwarze Schafe gibt es bei den Vermietern genug.
Übrigens, meine neue Tischplatte hat 98 EUR gekostet. (Eigentum)
Attila am 20 Jul 2005 14:01:11 330 € ist doch ein total überhöhter Preis!!!
Oder ist das ein Luxusgerät mit dem du unterwegs warst?
Gast am 20 Jul 2005 14:09:13 zunächst würde ich einmal nachfragen, ob die Gesellschaft, bei der Du Haftpflichtversichert bist, eine Deckungserweiterung für geliehene, gemietete und in Verwahrung befindliche Sachen anbietet. Dann würde ich mal den Sachbearbeiter fragen, ob eine Kulanzzahlung möglich ist, wenn Du deinen Versicherungsschutz erweiterst. Oft beteiligen sich die Gesellschaften mit 50% an einen Schaden, wenn Du deinen Vertrag erweiterst.
Gast am 20 Jul 2005 14:12:00 @Dauerläufer
Will damit auch gar nicht ausdrücken, daß WIR das so machen, ganz im Gegenteil; ich weiß nur, daß die "Nehmer-Mentalität" bei Versicherungen generell gut vertreten ist. Und man kennt auch die Argumentation (schlechter) Vertreter, die einem zu solchen Schritten raten ... (Wir haben aber unser kaputtes Gerät auch selber bezahlt, nachdem wir der Versicherung den tatsächlichen Sachverhalt geschildert und eine Absage erhalten hatten.)
@Lucky
Wollte auch Stahlhans' Meinung bekräftigen, scheint eine miese Masche zu sein. 330 EUR sind eine Menge Holz, dafür würde ich mich evtl. beim Hersteller direkt erkundigen, auf jeden Fall den Betrag aber vom Vermieter einklagen lassen, wenn er denn meint, das tun zu müssen. Als Geschäftspartner wäre so einer aber für mich gestorben.
Generell ist offenbar im Wohnmobilsektor Kundenzufriedenheit immer noch weitgehend ein Fremdwort - egal ob bei Vermietung oder Service, der Branche geht's scheinbar immer noch (zu) gut. Freunde von uns haben aktuell auch mal wieder ein Fahrzeug angemietet, anbezahlt und bei Abholung eine völlig andere elende Kiste angedreht bekommen, als vereinbart war. Einen Tag bevor man in Urlaub fahren will, bekommt man dann halt leider auf die Schnelle keinen Ersatz - und diesen Sachverhalt nutzen diese Gauner dann halt schamlos aus.
Hoffentlich kommst Du aus der Sache gut raus, dann kannste Deine Negativ-Erfahrungen evtl. ja auch mal benennen ...
mauimeyer am 20 Jul 2005 14:28:52 330 €, das ist wohl ein schlechter Scherz. Nimmernich! Da würde ich einen Tisch woanders kaufen, und den alten Tisch behalten wollen allein um zu verhindern das es dem nächsten Mieter auch passiert.
Ich hasse diese Art der Abzocke wo die Verkäufer (Vermieter) meinen, Freiwild vor sich zu haben.
Tipsel am 20 Jul 2005 16:00:06 stahlhans1 hat geschrieben:Dein Vorgänger hat auch schon 330 EUR bezahlt, und der davor auch. Ebenso der nächste Mieter. Schwarze Schafe gibt es bei den Vermietern genug.
Den Verdacht hätte ich in diesem Fall auch, denn scheinbar gehen Tischplatten gern kaputt.
Wir haben ein Mietmobil gekauft - mit ausgebessertem Loch in der Tischplatte (die bestimmt auch vom Mieter voll bezahlt wurde).
(Genauso wie unser mitgekaufter und damals nicht bemerkter Hagelschaden mit Sicherheit versicherungstechnisch abgewickelt wurde.)
Ich würde drauf bestehen, dass der Vormieter bestätigt, dass die Tischplatte o.k. war. Wenn der Vermieter ein reines Gewissen hat, kann er dies ja veranlassen.
dokabastler am 20 Jul 2005 16:45:00 Rein rechtlich ist es eindeutig......nach Protokoll bei Übergabe vor dem Urlaub war da kein Schaden......nachher bei Rückgabe schon.....
Wenn es da auf eine gerichtliche Auseinandersetzung hinausläuft, hat man schlechte karten.
Zeugen werden auch nicht helfen, die bestätigen, daß bei Übergabe kein Loch im Tisch war....weil die wahrscheinlich befangen sind....
Schon blöd...wenn der Vermieter da stur ist, wird mans auf Nicht-Zahlung ankommen lassen müssen (wobei der vermieter ja evtl. noch die Kaution in der Hand hat.....) oder auf einen Streit....
Ich würds auch mit kulanter Einigung versuchen....vielleicht ist es dem vermieter ja wichtig, daß Ihr wieder mietet oder gar mal was bei ihm kauft.....
wenn sowas tatsächlich verbreitete Masche sein sollte, daß Vermieter Schäden mehrmals hintereinander Mietern in die Schuhe schieben (was ja leicht geht, wer untersucht ein Mobil schon so gründlich bei Übergabe....immerhin ist man ja Mieter und kennst sich nicht aus)....oh Mann...aber klar, schwarze Schafe gibts überall
günter
günter
[Admin] am 21 Jul 2005 02:14:26 Doka hat Recht, Protokoll ist Protokoll - zivilrechtlich ist da eher nichts zu machen - wenn ihr aber ein wirklich reines Gewissen habt (und darüber hinaus 100% sicher seid, daß ihr den Schaden auch nicht unbemerkt verursacht habt) würde ich dem Vermieter für den Fall einer Schadensersatzklage mit einer Betrugsstrafanzeige drohen. Wenn ihr den Schaden tatsächlich nicht verursacht habt, kommt neben einem Versehen nur noch die Möglichkeit eines Betruges in Betracht. In so einem Falle würden auch die Vormieter des Fahrzeuges ermittelt und befragt werden...................
Ich würde (nochmal betont! wenn ich sicher wär, den Schaden nicht verursacht zu haben) Strafanzeige erstatten. Schon allein durch den hohen Preis der Tischplatte ist ein gewisser Anfangsverdacht gegeben.
Troll am 21 Jul 2005 10:05:07 Hallo,
vielleicht bin ich ein bißchen blauäugig aber warum fragt niemand nach dem Vormieter. Wenn der Vermieter ein reines Gewissen hat dann kann er doch ohne Probleme den Namen rausgeben und wenn er sich weigert hat man wenn es vor Gericht geht einen guten Zeugen. Ich bin kein Rechtsanwalt aber besteht nicht die Möglichkeit an den Vormieter heran zu treten?
Viele !
[Admin] am 21 Jul 2005 11:00:36 der Vermieter wird den Namen nicht herausgeben....und darf es auch garnicht. (Datenschutz) Deshalb mein vorangegangenes Posting. Der einzige Weg zu Namen von Vormietern geht über eine Strafanzeige.
lucky2408 am 22 Jul 2005 10:47:57 Ich habe nochmal mit dem Vermieter gesprochen. Er besteht auf die Bezahlung der Tischplatte.
Vom Grundsatz her war ich immer sehr zufrieden mit ihm. Er hat auch einen guten Ruf und ich will ihm nichts unterstellen. Übrigens war ich erst der 2. Mieter des WOMO.
Es hat mich nur irritiert, dass einige im Forum gezuckt haben als sie den Preis gehört haben. Ich habe inzwischen den Hersteller angeschrieben und den Preis erfragt. Mal sehen was kommt.
Wenn noch jemand eine Idee hat wie ich an den Preis komme, immer her damit.
Gast am 22 Jul 2005 11:58:42 Wenn er die Tischplatte haben will, bleibt wohl nichts anderes übrig. Die 330 EUR (habe ich das noch Recht in Erinnerung) sind ein stolzer Preis, aber - fragt mal bei euren Herstellen nach. Die Preise gehen wirklich in diese Bereiche.
Was ich aber machen würde, wenn ich den Tisch bezahlen müsste, ich würde mir die alte Tischplatte aushändigen lassen. Schließlich kann der WoMo-Vermieter sie nicht mehr gebrauchen :D
wolfherm am 22 Jul 2005 13:38:04 quote="Tipsel"] stahlhans1 hat geschrieben:Dein Vorgänger hat auch schon 330 EUR bezahlt, und der davor auch. Ebenso der nächste Mieter. Schwarze Schafe gibt es bei den Vermietern genug.
Den Verdacht hätte ich in diesem Fall auch, denn scheinbar gehen Tischplatten gern kaputt. Wir haben ein Mietmobil gekauft - mit ausgebessertem Loch in der Tischplatte (die bestimmt auch vom Mieter voll bezahlt wurde). [/quote]
Wir hatten in unserem Mobil auch ein solches Loch in der Tisch- und auch Arbeitsplatte. Bei der Übergabe har der Vermieter das von sich aus schon im Protokoll vermerkt und ausgebessert. Als wir den Wagen dann endgültig übernommen haben, hat er alle diese "Macken" durch neue Platten usw. ausgebessert.
Es gibt also auch andere.....
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