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Es ist höchste Zeit: Schöne Geschichten aus Griechenland


Gast am 14 Feb 2012 11:44:14

Hallo,

nachdem in einem einem anderen GR-thread mal wieder heftig über die Schuld, Verantwortung von diesen und jenen und den anderen gestritten wird, versuche ich mal von einem Blickwinkel auf GR zu schauen.

Obwohl mein "Lieblingsland" nicht mehr Griechenland heißt, habe ich dort viele wunderschöne Tage und Wochen verbracht.

Und vielleicht wäre es jetzt an der Zeit - auf dem (vorläufigen?) Höhepunkt der Kritik an den Griechen - , dass sich die, denen GR in der Vergangenheit schöne Urlaube o.ä. beschert hat, zu Wort melden.

Vielleicht gelingt es ja, eine gaaanz kleine positive Gegenbewegung zur momentan vorherrschenden Hatz zu entwickeln?

(Ausdrücklich möchte ich nochmal betonen, dass es mir nicht um Schuld/Unschuld von Deutschen/Griechen/Europäern/Politikern/Banken/Steuerbetrügern o.ä. geht.
Das wir in anderen threads ausreichend (!) durchgekaut! Und die, die glauben Schuld verteilen zu müssen, sollen auch bitte in diesen anderen threads bleiben.)




Dann fange ich mal an:

1975 Mein erster, größerer, bis heute unvergesslicher Urlaub

Auf Samos einen wunderschönen Strandurlaub verbracht. Junge Leute - die meisten natürlich langhaarig - aus ganz Europa leben und schlafen am Strand. Abends gibt es immer ein großes Lagerfeuer und es wird immer bis zum nächsten Sonnenaufgang gefeiert. Fischer schenken uns was sie nicht verkaufen konnten, Bauern verteilen Obst, Wein und Käse gibt es auch....:blume: :prosit:: :musik: :wein: :male: :female: :love:




Peter

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Säcker am 14 Feb 2012 12:11:28

Ganz so lange können wir nicht zurück schauen. Unser erstes Griechenland-Erlebnis war Ostern 1982. Wir sind noch mit dem Zelt unterwegs und durch einen Griechen, dem unser Lieblingsrestaurant gehörte, bekamen wir die Adresse seines Hauses in GR.

Den Schlüssel holten wir bei einem Onkel in dem Ort. Das Haus war leer geräumt. Die Möbel standen in anderen verschlossenen Räumen. Wir breiteten unsere Luftmatratzen aus und schliefen dort wunderbar. Morgens beim Frühstück auf dem Balkon, sahen wir die Kinder mit Holzscheiten in die Schule ziehen. Die Leute aus dem Ort begrüßten uns lautstark und wollten wissen, wo Pan und Sofia seien. Wir bekamen zahlreiche Einladungen. :blume:

Dieses freundliche Miteinander haben wir in den folgenden Jahren bei unseren Touren durch GR immer wieder erfahren. Dadurch wurde GR nicht nur ein Lieblingsland für uns, sondern auch für unseren jüngsten Sohn, der mit 1,5 Jahren das erste Mal nach GR gefahren wurde. Mittlerweile ist er 23 und schwärmt immer noch von den Urlauben dort. :!:

Ein Hoch auf GR, Yamas. :bia: Upps, es ist noch etwas früh. Obwohl, in GR gäbe es jetzt schon Ouzo mit Meze.

Tipsel am 14 Feb 2012 12:35:45

Ich kann auch auf Erfahrungen in den Jahren 1974 bis 1978 zurückblicken.
Die Gastfreundschaft war einmalig. Wir bekamen trotz VW-Bus ein Sommerhaus fürs nächste Jahr angeboten und wurden mit einem vorbereiteten Lammbraten begrüßt. Wir haben im Dorf mitgefeiert und im 3. Jahr fühlten wir uns dort absolut heimisch.

Auch auf Kreta haben wir ähnliche Erfahrungen gemacht.

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rrgraf am 17 Feb 2012 18:58:29

In Griechenland war ich das erste Mal 1970 - wir waren insgesamt fast 100 Leute in 2 Reisebussen und Griechenland hatte eine Militärdiktatur. Danach sagte ich mir, daß ich Griechenland unbedingt wiedersehen muß, aber als Camper und nicht mehr mit dem Bus. Meine Eltern und ich waren dann auch fast 5 Jahre nacheinander in Griechenland (ich war zu der Zeit Student) im Wohnwagen und immer auf Campingplätzen.
Die letzten Griechenlandurlaube waren 2011 auf dem Festland im Frühjahr und auf Kreta+Rhodos im Spätherbst zusammen mit meiner Frau und unserer Katze. Aber wegen der Situation der freilaufenden Hunde und Katzen auf dem Festland lehnt meine Frau jetzt weitere Griechenlandurlaube ab. Schaun mer mal, was die Zukunft bringt.

BernhardK am 17 Feb 2012 19:47:53

rrgraf hat geschrieben:Aber wegen der Situation der freilaufenden Hunde und Katzen auf dem Festland lehnt meine Frau jetzt weitere Griechenlandurlaube ab. Schaun mer mal, was die Zukunft bringt.


Das ist doch in Griechenland noch harmlos gegenüber Spanien und Portugal.

Auf einem Campingplatz bei Barcelona, hatten wir mal 17 Katzen !!!
um uns herum sitzen, total abgemagert und ausgehungert.
Auf dem Weg zum Mülleimer liefen alle hinterher.

Um das auszuschließen, dürfte man eigentlich nur noch Urlaub in Deutschland machen, zumindest das südliche Ausland meiden.

Gast am 18 Feb 2012 13:27:54

Das ist ja nett, dass der ein oder die Andere den tröd doch wieder aufleben lässt. :blume:

Die Zeiten scheinen aber nicht so zu sein, dass man positives über GR erzählen möchte. Schade.

Aber wenn schon nicht so viele Geschichten kommen, vielleicht finde ich ja noch ein paar alte GR-Sehnsuchts-Fotos... :wink:

ductreiber am 18 Feb 2012 19:47:19

Ohne Worte :-)))

charly49 am 19 Feb 2012 10:07:35

eigentlich wollten wir wieder dorthin zum Urlauben

matro am 19 Feb 2012 10:50:20

Ich oder besser gesagt wir finden Griechenland toll!!!
Unsre 3 jährige Tochter babbelt sogar davon (wir waren letztes Jahr zum ersten mal dort, und total begeistert)...... Dieses Jahr gehts auch wieder mit der Fähre Richting Helas, zwar nur als Transit, aber alle freun sich schon riessig....
Und die meisten Menschen dort können auch nix für die momentane Misere...

tuga am 19 Feb 2012 13:03:11

Bei mir sind es schon 9 Jahre her. Es war eine gebuchte Reise, in 14 Tagen mit Mietwagen rund um Kreta. Ich hatte in der Zeit einige sehr schöne Begegnungen mit Griechen.

Nur zwei Beispiele:
Nachdem ich meinen Begleiter am Palast von Knossos absetzte wollte ich das Museum von Nikos Kazantzakis, dem Autor von Alexis Sorbas, besuchen.
Leider war es geschlossen. Da ich viel Zeit hatte spazierte ich durch das kleine Dörfchen, und wollte dann einen Kaffee trinken gehen, ein kleines Cafe mit Terrasse, nur mit einheimischen Männern besetzt, hatte offen und ich näherte mich ihm ganz vorsichtig (wusste nicht ob das geht, ich alleine als Frau).
Da saß ein alter Mann alleine der wohl sah dass ich unschlüssig war, und machte lächelnd eine einladende Bewegung an seinen Tisch, ich nahm dankend an und es wurde eine zweistündige Unterhaltung mit *Hand und Fuß* über Krieg, Gott und die Welt.
Er konnte ein bisschen deutsch vom Krieg her, wie er sagte. Das war meine erste Begegnung mit einem Griechen, den ich auch nie vergesse weil er so nett war.

Mein zweites Erlebnis war am Kai von Chania, mein Begleiter wollte die Tourizeile ablaufen und ich nicht, ich gab ihm zwei Stunden Zeit und steuerte ganz weit abseits auf eine Bank zu, fast gleichzeitig mit einem einheimischen Mann, ca 50 Jahre alt, wir setzten uns also beide hin, ich genoss die Ruhe und blätterte in meinem Reiseführer, er rauchte und spielte mit dieser seltsamen Kette die viele Männer dabei haben.
Da er seine Kippe einfach ins Wasser schnipste, schüttelte ich tadelnd den Kopf und zeigte auf den Mülleimer der neben ihm stand. Er musste so herzhaft lachen deswegen und wir lachten beide.

Um es abzukürzen, ich bekam Unterricht im Umgang mit der Kette, knipste ihn und schickte ihm sein Bild natürlich auch, zusammen mit einem von mir und meinem Sohn, er schwärmte vom SC Freiburg und dank meines Wörterbuches und ein paar Brocken englisch gingen die zwei Stunden ruckzuck vorüber.

Ach ja, die Kette, die er mir schenkte, hängt in meinem Womo als Andenken an viele, viele nette Erlebnisse meines Kretaurlaubes.
Die warmherzigen Menschen überall haben mich sehr beeindruckt.

charly49 am 20 Feb 2012 14:44:04


oder hier :)

tuga am 20 Feb 2012 15:22:58

Hi charly49,
dann erzähl doch auch ein schönes Erlebnis mit Einheimischen dazu…

JEFF und GITTE am 20 Feb 2012 17:31:57

Wahre Hilfsbereitschaft …

Nun noch die Sache mit dem Wasserkran. Immerhin tropft es in unserem Wohnzimmer durch den Anschlussschrank auf den Boden, um dann unten am Fahrzeug auszutreten.

Wir finden einen Laden, vor dem Rohre und Waschbecken sich in die Höhe stapeln.

Von den Griechen gelernt nur dann akzeptiert zu werden, wenn man zum allgemeinen Chaos beiträgt, parke ich das Hotel dann auch ebenso frech auf der Schnellstraße und überquere den vierspurigen Fahrdamm, zum Klempner. Vor mir sitzt eine betagte Dame, die sich mit einem jungen Mann unterhält. Natürlich verstehe ich nicht was sie sich erzählen.

Nach rund zehn Minuten bin dann endlich ich dran und beginne die Konversation, wie könnte es anders sein mit den Worten

„Do you speak English? No!? – German may be!? No?! No!

Der junge Mann der schon auf dem Weg nach draußen war wendet seinen Schritt und bietet an zu dolmetschen. Ich nehme gerne an und erkläre das Problem. Er schaut mich etwas ungläubig an und wir beschließen eine erneute, abenteuerliche Fahrbahnquerung, um ihn vor Ort den Schaden zu vermitteln.

Er versteht sofort und erklärt, dass es um diese Zeit, und überhaupt, sehr schwierig ist einen Installateur zu bekommen und das, dass, ganz schön kosten wird.

Kein Problem mit Geld, gebe ich ihm zu verstehen, denn wir wollen ja in unserem Camper trocken leben und ihn nicht etwas zum Aquarium ausbauen. Mangels Installateur vor Ort, bietet er seine Hilfe an.

Er sieht wohl die Ungläubigkeit in meinen Augen und beschreibt, dass er Lehrer an der Technischen Hochschule sei, und das, ausgerechnet im Fach Wasserinstallation.

Wie mir geholfen wird ist mir egal, das Problem lässt sich im Blaumann so gut lösen, wie von einem Akademiker, wenn er denn weiß was er zu tut ist und mit Wasserzange und Schraubzwinge umgehen kann.

Der junge Mann fragt mich noch, ob ich einem Griechen, der in Deutschland ein Problem hätte, auch helfen würde.

Ich versichere ihm, dass ich ebenso helfen würde, wenn ich es denn könnte, zumindest würde ich vermittelnd wirken.

Er zeigt mir schnell, dass er das kann und sein Fach versteht, denn er erkennt, dass der Wasserkran, eine Einhebelmischerbatterie auch noch eine elektrische Finesse aufweist.

Über zwei Kabel mit der Wasserpumpe, zwecks Druckerzeugung in den Leitungen, verbunden ist und bei Bedienung sofort diese, eben jene Pumpe, zum laufen bringt.

Erstmal ausbauen lautet die Devise und nach wiederum mehreren wagemutigen Fahrbahnquerungen, nun nur noch meinerseits, zwecks Werkzeugbeschaffung, geht er die Sache forsch an. Ich nehme nun die Rolle des Handlangers ein.

Das Problem ist relativ schnell ausgebaut. Nun geht es ans überlegen. Eine Mischerbatterie mit integriertem Schalter, in Heraklion, eher Fehlanzeige. Eine normale Mischerbatterie, kein Problem.

Der Mann, so um die 33 Jahre wird er sein, entpuppt sich als sehr gewissenhaft und Macher. Nach einigen Telefonaten, spürt er ein Geschäft für Bootszubehör auf und erklärt dem Mann am anderen Ende der Leitung, oder besser des Satelliten, die Funktionsweise meines Problemmischers. Worte nützen nicht viel, offensichtlich gibt es da ein Teil was helfen könnte, aber das muss man vor Ort anschauen.

Er lädt mich in seinen Kleinwagen ein und es geht hinab zum Hafen. Unterwegs bekomme ich noch das eine und andere historische Stadtbild erklärt und Nachhilfeunterricht in Sachen griechischer Geschichte.

Nach 20 Minuten sind wir da. Schnell entpuppt sich das, dass, was auf Schiffen optimal, für ein Reisefahrzeug untauglich ist.

Es geht weiter durch die Stadt in einen anderen Laden. Hier gibt es dann zwar den Einhebelmischer, nicht aber mit Schalter. Egal, das Ding wird für € 26,50 angeschafft.

Die Pumpe muss dann eben per Schalter extra geschaltet werden. Den Schalter gab es dann auch gleich dabei. Unterwegs unterhalten wir uns noch über unsere Reise und sind einer Meinung, dass der Euro alles wesentlich verteuert hat und ich lieber wieder die DM und er die Drachme in der Tasche und auf dem Konto hätten.

Am Reisemobil beginnt er schnell mit dem Einbau und improvisiert hier und da und nach alles in allem zweikommafünf Stunden ist das Werk vollbracht.

Ich zücke meine Geldbörse und reiche ihm € 70 mit einem ehrlich gemeintem Dankeschön. Der junge Mann fragt zurück, ob ich ihn beleidigen wollte.

Er verstand sein Tun als Hilfsbereitschaft. Er erinnerte mich an seine eingangs an mich gerichtete Frage, ob ich denn einem Griechen in Deutschland helfen würde. Ich hätte dies bejaht und so würde er das als Gastfreundschaftsleistung verstehen.

Ich fühle mich irgendwie beschämt. Ich frage ihn noch ob er gerne Whisky trinkt und ich ihm eine gute Flasche aus meiner „Bordapotheke“, immerhin 20 Jahre alten schottischen Single Malt aus den Highlands, als Dank überreichen dürfte.

Er verneinte, ich dankte ihm vielmals und wir verabschiedeten uns.

Wir haben in Griechenland soviel Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft erfahren, dieses Erlebnis hier hat uns beide überwältigt.

Und hier ein Bild von dem guten Mann.


BernhardK am 20 Feb 2012 18:17:42

Hallo !

Die Gastfreundschaft kann ich 100%ig bestätigen. So ähnlich ist es uns ergangen, als wir das erste Mal in Griechenland waren und eine Reifenpanne hatten. Uns wurde ganz schnell geholfen, mit Reifenwechsel und Reparatur des Reifens innerhalb einer halben Stunde. Als ich dann statt der geforderten 10,- Euro 20,- Euro geben wollte, hat man fast beleidigt abgelehnt. So schnell und so billig hätte man mir in Deutschland bestimmt nicht geholfen.

JEFF und GITTE am 20 Feb 2012 18:35:22

Aus unserem Reisetagebuch. Treue, griechische Freunde, in diesem Fall Hunde:

Treue Freunde gewonnen ...

Unsere neuen, treuen Begleiter folgen uns auf Schritt und Tritt.

Der Schwarze geht sogar mit uns schwimmen.

Am Nachmittag kommt ein Polizeiwagen an dem sonst so einsamen Strand entlang gefahren. Unsere neue „Wachgesellschaft“ versucht sich gar in die Reifen zu verbeißen. Auszusteigen trauen sich die Beamten wohl nicht, denn sie fahren, nach kurzem Stopp, gleich weiter.

Nichts passiert!

Wir hingegen simulieren, uns an der Sonne labend im warmen Sand liegend, was wohl nun in Deutschland angelaufen wäre.

Die Polizei hätte den Tierfänger beauftragt die Hunde einzufangen und ins Tierheim zu überstellen. Wir wären, obwohl völlig unbeteiligt, es sind ja nicht unsere Hunde, vernommen worden.

Ein Polizeibericht würde alles dokumentieren. Mit Durchschlag an das Ordnungsamt, versteht sich von selbst.

Das Ordnungsamt hätte, weil ja offensichtlich Aggressivität der Tiere vorlag, Strafanzeige gegen unbekannten Hundehalter erstattet.

Und überhaupt, liegt hier ja Steuerhinterziehung vor, die Hunde haben ja keine Steuermarken.

Also, auch ein Durchschlag vom Ordnungsamt an das Finanzamt.

Ein besonders findiger Ordnungsamtmann erinnert sich dann auch noch, einmal etwas von Fliegenden Hunden gehört zu haben und schaltet, wegen des Verdachts der Vogelgrippe das Veterinäramt vorsichtshalber gleich mit ein. Der Staatsanwalt wäre inzwischen tätig geworden und hätte wiederum Beamte ermitteln lassen.

Fotos würden von den Tieren geschossen. Alter, Rasse, Größe, Gewicht, Farbe und besondere Merkmale hätte man peinlichst genau notiert. Ein Tierarzt hätte dabei vermutlich mitgewirkt und seine Ergebnisse mit entsprechenden Kopien an die Staatsgewalt, gegen Gebühr natürlich, zur Verfügung gestellt.

Dem Ordnungssinn folgend und das nicht sein darf was durchaus mal sein kann, wäre wohl eine Nachbarschaftsbefragung durch Hilfsbeamte, nach dem Motto, „Wer kennt diese Hunde?“, eingeläutet worden. In kleineren Städten wäre gar in der lokalen Presse ein Bild der Tiere mit Aufruf erschienen.

Nach 12 Monaten Widervorlage beim Staatsanwalt wäre dann, nach vorheriger Prüfung der Tiere durch einen Verhaltensforscher, das Verfahren vielleicht eingestellt worden, wäre da nicht diese verdächtige Nähe der Hunde zu uns am Strand liegend, im Protokoll aufgetaucht.

Auf diesen Verdacht hin würden wir vermutlich alsbald Post, als Angeklagte, vom Amtsgericht erhalten. Natürlich wäre vorher vom Veterinäramt noch ein Bericht an das Statistische Bundesamt gegangen, so was muss ja schließlich erfasst werden. Inzwischen hätten Dutzende von Schriftsätzen ihre begeisterten Leser auf Seiten unserer Anwälte und der Staatsanwaltschaft gefunden.

Mit einem Freispruch hätte das Verfahren, dann gegen uns, hoffentlich, nach irgendwann so 24 Monaten Kleinkrieg mit den Behörden, geendet. Der Schlusssatz des Richters hat dann gelautet: „Die Kosten des Verfahrens fallen der Staatskasse zur Last!“

Wenn, ja wenn, es hier enden würde und der junge, Karriere geile Staatsbeamte der Staatsanwaltschaft, nicht noch in Berufung ginge, denn Hunde fallen nun mal nicht vom Himmel.

Die armen Hunde wären inzwischen vermutlich an Altersschwäche eingegangen.

Vorsichtshalber hätte uns das Tierheim, über das Ordnungsamt, da hier die Gewalt des Staates durch Paragraphen besonders greift, schon mal die Kosten für Verpflegung der Tiere, Tierarzt und Tierkörperbeseitigung, in Rechnung gestellt. Frei nach dem Motto „man kann es ja mal versuchen!“

tuga am 20 Feb 2012 19:22:47

Hm na ja…
Hier konnte jemand wegen Hunden nicht aus seinem Auto aussteigen, ist das ok?

Ich finde das Verhalten der Polizei nicht ok und bin froh dass das bei uns nicht so läuft.

Aber Deine Geschichte mit dem hilfsbereiten Herrn ist schön, wenn das nur überall so wäre…

goofy2009 am 20 Feb 2012 19:54:14

Hallo, auch wir sind Griechenlandfreunde, seit 1996 immer wieder mal dort, zuletzt 2009. Diese Urlaube waren immer sehr schön.
Wir würden soooo gerne dieses Jahr wieder fahren trauen uns aber nicht.
Wer fährt mit uns????? Wir haben ab 20. August bis 15. Sept. 2012 Urlaub.
Ein paar Sehnsuchtsbilder.






Lieb Karin un Manfred aus dem Norden

JamesBond am 20 Feb 2012 20:17:54

goofy2009 hat geschrieben:

Lieb Karin un Manfred aus dem Norden



Hallo Karin oder Manfred,

dieses untere Bild gefällt mir sehr.

Kannst Du mir bitte sagen, wo das aufgenommen wurde?

charly49 am 20 Feb 2012 20:25:23

Hallo Peter,
wenn ich dafür antworten darf, es ist die Bucht von Pale Epidavros. Der Blick vermutlich von oben von der Straße aus. Die ganze Bucht ist ein einziger Zitrushain. Wir kommen seit 10 Jahren jedes Jahr für ca. 1 Woche dorthin. Die schönste Jahreszeit dort ist April/Mai wenn die Zitrusbäume blühen.
Übrigens mein 1stes Bild ist er Hügel am linken Bildrand.

Leider werden wir heuer nicht fahren, es wird wahrscheinlich nur eine Italien Rundfahrt. Aber da kommen wir an den einschlägigen Fährhafen vorbei. Mal sehen was dann dort passiert :D

PS: schaut mal auf meine Reiseberichte

JamesBond am 20 Feb 2012 20:40:54

Vielen Dank Karl,

das ist ja gleich bei uns auf der Ecke.




Ich habe gerade Deine Reiseberichte auf Deiner Seite entdeckt.....


......da habe ich ja wieder super was zu lesen.

NaviGer am 21 Feb 2012 00:20:49

Das erste mal war ich 1976 auf Sithonia.

Da gab es in den kleinen Dörfern nur 1-2 Autos und viele Leute fuhren per Anhalter. Selbst Polizisten habe ich mitgenommen.

Einmal kurvte ich bei Ouranopolis herum - noch mit dem PKW -, da hatte eine ganze Familie die Straße gesperrt. Ich dachte zuerst an einen Überfall. So ähnlich war es wirklich. Als ich anhielt, haben die Familienmitglieder alle Türen aufgemacht. Rechts hinten haben sie die Oma reingestopft, links hinten einen Korb mit zwei Hühnern. Auf den Beifahrersitz kamen einige Körbe mit Gemüse und Nektarinen. Einer wurde mir per Handzeichen zugeteilt.
Mir drückten sie einen Zettel in die Hand, wohl mit der Zieladresse. Diesen Zettel habe ich dann in fast jedem weiteren Dorf vorgezeigt und die Oma hat von hinten Kommentare dazugegeben. Am Ziel hat mir dann - wohl ein Enkel - gleich das Auto gewaschen.

Damals gab es auch noch Benzin-Coupons. Diesel gab es nicht für PKWs, ausgenommen Taxis.

In Agios Nikolaos (Sithonia) durfte ich sogar unter Aufsicht der Polizei das Auto eines Griechen aufbrechen - natürlich ohne Beschädigung. Nach der anschließenden Feier war ich allerdings nicht mehr fahrfähig...

Einmal blieb ich am Strand stecken. Ich lief hoch zur Straße, da waren gerade Bauarbeiten. Der Arbeiter mit dem Radlader bedeutete mir, daß er erst ab 5 Uhr kommen könne. Hat aber dann noch etwas anderes gemacht: Sobald ein Auto kam, hat er den Radlader quer auf die Straße gestellt und mit dem Fahrer verhandelt. Beim dritten Auto hat es dann geklappt. Der Fahrer hatte eine Schwager / Bruder / Freund in Sarti mit einem Trecker und dieser war dann nach ca. einer Stunde da. Und sprach auch noch deutsch...

tuga am 21 Feb 2012 17:18:12

Toll, Deine Geschichte!
Wir haben auch drei mal Anhalter mitgenommen, waren immer alte Männer, irgendwo in der Pampa.

rrgraf am 25 Feb 2012 19:34:41

Hier nochmal was positives zur Hilfsbereitschaft der Griechen.
Auf einer unserer Griechenlandreisen in den 1970ern (noch mit Wohnwagen) in Nordgriechenland ging ein Radlager des Wohnwagens kaputt. Natürlich am Samstag Nachmittag. Wir hielten vor einer Werkstatt - und der Besitzer war noch da. Nach Begutachtung des Schadens fuhr er weg, erreichte tatsächlich noch einen Bekannten in einem Geschäft für Kugellager (deutsches Fabrikat), holte das richtige Lager und baute es ein. Wir konnten weiterfahren - der Urlaub war gerettet. Und die Kosten waren erheblich niedriger als in Deutschland - nur hätte ich hier bis Montag warten müssen.

bert am 25 Feb 2012 21:33:09

Wir waren 2006 und 2007 in Griechenland.
Unsere Zwillinge waren gerade drei Jahre.
Es gibt wirklich wunderschöne freie Plätze.

2007 sind wir über das Parnass Gebirge gefahren,
dort ist auch ein Schigebiet.
Wir haben einen Platz zum übernachten gesucht und
sind zu einem Bauernhof gekommen.
Wir haben mit Händen und Füßen gefragt ob wir über Nacht stehen bleiben dürfen.
Die Familie hat es freundlich bestätigt.
Nach einer Weile klopfte es am Mobil.
Wir bekamen frische Eier, gefärbte Eier und Kuchen. Es wurde gerade das griechische Osterfest gefeiert,
Zum Glück hatten wir noch eine gute Flasche Wein aus der Wachau und die einheimischen Kinder bekamen einen riesigen Sack mit Haribo-Leckereinen.

Die Gastfreundschaft war wirklich riesig,
wahrscheinlich kommt da nicht so oft Besuch vorbei.
Leider haben wir fast keine Unterhaltung führen können,
es passte aber auch ohne Worte.








bert

kurt2 am 06 Mai 2012 18:03:44

Hallo,
ich möchte diesen Fred noch mal hoch holen weil ich finde, dass die Griechen liebe nette Leute sind und von der Politik genauso verar… werden, wie wir übrigens auch.

Nun zu meiner Geschichte:
Ich bereiste Griechenland in jungen Jahren jährlich von 1976 - 1983 mit dem Rucksack (Flieger bis Athen, mit dem Bus nach Piräus und dann mit der nächsten Fähre auf eine Insel) und später ab 1983 mit dem Motorrad. Meist nahm ich den ganzen Urlaub mit Überstunden und verbrachte 6-7 Wochen ab Mitte September vorwiegend auf Inseln.
Bei einem der letzten Motorradreisen (6 Wochen Kreta) überraschte uns (mein Nachbar und ich auf 2 Motorrädern) auf dem Heimweg zwischen Patras und Igoumenitsa ein heftiger Regenschauer. Wir fuhren von der Haupstrasse ab in eine Nebenstrasse und suchten ein Dorf mit Taverne zum Unterstellen. Nach etlichen Kilometern fanden wir eine kleine Ortschaft mit einer „Taverne“. Wir stellten unsere Motorräder davor ab und gingen hinein. Die Taverne war letztlich die Küche eines Hauses mit 3-4 Tischen. Wir waren alleine. Der Wirt schlenderte zu uns heran, lächelte und fragte freundlich, was wir möchten. Wir bestellten etwas zu essen und zu trinken. Daraufhin räumte der Wirt vermutlich seine ganze Speisekammer aus und servierte ununterbrochen neue Speisen, angefangen von Dolmades zu Suvlaki, Musaka über Nachspeisen etc, bis wir echt nicht mehr konnten. :D
Nebenbei beobachteten wir, dass sich vor unseren Motorrädern eine ganze Traube Kinder versammelt hatten, die ständig um die Motos herumliefen. Die Motorräder selbst konnten wir aber nicht sehen. Irgendwie hatten wir ob der wuselnden Kinderschar ein bis dahin nicht gekanntes ungutes Gefühl und hofften, dass nach dem Essen noch alles dran sein würde. Nachgeschaut haben wir aber nicht. :?:
Der Regen hatte inzwischen aufgehört und nach einem starken griechischen Kaffee bedankten wir uns für das vorzügliche und überreiche Essen, bezahlten und kehrten zu unseren Motorrädern zurück. --- Und da sahen wir die BESCHERUNG --- !!! :razz: :razz:

Die Kinder hatten unsere Motorräder nicht demontiert, sondern vom Regen befreit und auf Hochglanz geputzt!!!!!!!! !:daumen2:

Bezahlt hatten wir im übrigen so ca 20.-- DM. – Zusammen --!!!!!!!!

Griechenland eben!!!!!! Deshalb mag ich dieses Land. :love:

NaviGer am 06 Mai 2012 19:01:11

Noch etwas zur Hilfsbereitschaft der Griechen:
Der Betreiber eines Internetcafes in Amaliada hat mir die Unterschiede zwischen D und GR so erklärt:
Ist etwas am Auto kaputt und möchte es selbst reparieren, geht man in GR zur nächsten Werkstatt und leiht sich das Werkzeug aus.
In D geht man in den Baumarkt und kauft sich das Werkzeug.

berndt am 06 Mai 2012 21:39:17

Also, ich find die Idee für diesen Thread super!
Wir fahren seit 1985 nach GR und zwar bisher jedes Jahr mindestens einmal. Das Land ist schön und von der Sonne verwöhnt, aber der Grund warum es uns immer wieder hinzieht sind die Leute, die Gelassenheit und Ruhe, die Du spürst wenn Du von der Fähre rollst.
Das ist es! Ich könnt viele Geschichten erzählen von Menschen, die einfach natürlich und sympathisch sind, hilfsbereit und doch nicht aufdringlich. Wo soll ich anfangen - bei der Crew des Ausflugsschiffes, mit denen wir nach dem Trip in einer Taverne bei Wein, Fisch und Ouzo bis in den Morgen gelacht und geratscht haben. Bei den Bauern, die uns mit Früchten von ihren Feldern beschenkten als wir in einer Traumbucht allein standen.
Am meisten bin ich den Griechen aber dankbar für die schönen Orte, an denen wir frei und unbehelligt mit unserem Womo stehen konnten!
Ich hoffe, ihr könnt ein wenig spüren wieviel mir dieses Land und die Menschen bedeuten und wie traurig mich die momentane Situation macht. Umso wichtiger ist es, dass Ihr wie in diesem Thread das aktuelle Bild von GR graderückt.
Weiter so!

Viele ,
Berndt

Gast am 06 Mai 2012 22:15:58

Find ich ja dolle, dass der tröd noch mal hoch kommt :) :) :)

schulgarten1 am 24 Jun 2012 13:20:32

sollte es auch sein!
wir müssen alle 1-3 Jahre nach GR. Das land, die Leute, das feeling..sind einfach genial.
Seit 1982 fahren wir regelmässig nach GR und auch, letztes jahr, trozt Türkeiurlaub, einen Abst4echer über GR gemacht und einige Tage dort geblieben.
Wie sagt Mac Donald: ??? I am loving it!
Und noch für alle Nörgler und meckerer: GR ist die Wiege unserer Kultur, sollten wir solidarisch sein und hoffen, dass sie ihre probleme bewältigen.

geloni am 12 Jul 2012 12:17:01

Seit vielen Jahren fahre ich nun im Urlaub nach GR, wüsste nicht, wo sonst es mir so gut gefallen hätte wie bei den Hellenen.
Eine ganz typische griechische Geschichte, die ich im vergangenen Jahr erlebt habe, will ich kurz erzählen. Sie trägt den Titel

Der Gambrós kam spät

Abenddämmerung auf der noch völlig unbelebten Terrasse eines Lokals, das ein Freund, nennen wir ihn Costa, betreibt. Die meisten Touristen sind weg, Griechenland gehört fast wieder den Griechen. Kokino (der rote Wein) und eine kleine Spanferkel-Meze, leise Rembetiko-Musik, Seele baumeln lassen.
Da setzt sich Freund Costa mit sehr ernster Mine zu mir: "Du, oben im Ort gab es eine Hochzeit." - lange Pause - "Der Gambrós (Bräutigam) kam EINE STUNDE zu spät!!" fährt er schließlich fort und bricht jäh in brüllendes, ungeheuer ansteckendes Gelächter aus.
Während dessen kommt Maria aus der Küche: "Oben im Dorf gab es heute eine Hochzeit - der Gambrós ist EINE STUNDE zu spät gekommen!!", sagt sie und schüttelt sich vor Lachen.
Während Costa und ich in das Gelächter einstimmen, biegt ein älterer Mann im feinen Nadelstreifen um die Ecke, steigt die Stufen der Terrasse hoch, schaut sich um: "Xérete pediá", sagt er und deutet hoch zum Dorf, "oben war Hochzeit, und..." (er macht eine Kunstpause, um die Spannung zu steigern)... "der Gambrós, er kam..." Der Rest ging in allgemeinem Gelächter unter.
Costa hatte mittlerweile weitere Karaffen mit Kokino, Gläser und Meze gebracht, wodurch die bereits sehr gute Stimmung noch beflügelt wurde, sodass jeder weitere der etwa zehn noch eintreffenden Gäste mit Gelächter empfangen wurde.
Und der zwingend folgende Text wurde dann von der wachsenden Gemeinde gemeinsam gesprochen:
"OBEN GAB ES EINE HOCHZEIT. DER GAMBRÓS, ... ER KAM E I N E S T U N D E ZU SPÄT !"

Es wurde ein ganz wunderbarer Abend!

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