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Speist Batterie die Solaranlage? 1, 2


kurt2 am 15 Apr 2012 17:56:07

Hallo Forumsgemeinde,
ich habe ich mich gerade angemeldet und in der entsprechenden Unterkategorie kurz vorgestellt (Bilder folgen noch).

Nach einem herzlichen Grüß Gott habe ich mal eine Frage an die Elektroniker/Elektriker unter Euch (mit der Suchfunktion konnte ich leider keine Antwort finden):

Handwerklich mittelmäßig begabt, habe ich mir vor 2 Wochen eine Solaranlage auf das WoMo Dach montiert und angeschlossen (übrigens das „Know Hals Mitleser von Euch angeeignet). Verbaut wurden 2x 100 Wp Solarmodule parallel verkabelt(6mm2) und mit MC4 Steckern zum Solarregler verbunden. Solarregler ist ein Votronic Solar-Regler MPP 240 Duo Digital (Art.Nr. 3036). Weiter verkabelt vom Regler zu den parallel geschalteten Aufbaubatterien (2x Deta 105 Ah) mit 6mm2 Batterieanschlusskabel und 30A Sicherung am „Plus“. Ein Temperatursensor wurde auch angeschlossen. So weit - so gut. Die Betriebsleuchte des Solarreglers leuchtet. Lt. Beschreibung müsste das System somit funktionsfähig sein.
Das WoMo steht unter einem Carport!
Nun das Drama das mich regelmäßig ereilt: Die Höhen (bei mir Niederungen) der Elektrik!!
Weil ich sehen wollte ob die Anlage funktioniert habe ich die letzte Woche immer mal wieder gemessen.
WoMo war an Landstrom angesteckt. Batteriespannung 13,3 V. Am Ausgang des Reglers zu den Batterien ebenfalls 13.3 V. Diese 13,3 V blieben immer gleich.
Am Solareingang des Reglers von den Modulen war die Spannung jedes Mal zwischen 14,40 und 15,90 V. Gestern (bewölkt, ca 18° C) habe ich 15,49V gemessen. Heute morgen (bewölkt regnerisch ca 6° C) waren es 14,46V.
Nach dieser Messung habe ich das WoMo gegen 10.00 Uhr vom Landstrom getrennt.
Gerade eben (bewölkt ca 9° C) habe ich gemessen:
Batteriespannung 12,59 V. Am Ausgang des Reglers zu den Batterien ebenfalls 12,59 V.
Am Solareingang des Reglers von den Modulen 10,6V.

Jetzt habe ich bedenken, einerseits weil ich glaube, dass bei Ladung die z. T. erreichten 15,9 Volt zu viel sind und andererseits, weil die Batterie plötzlich nur noch 12,6V hat. Müsste doch bei voller Batterie 12,8V haben.
Kann es sein, dass mir der Solarregler die Batterie leer saugt und die Module mit dem Strom speist??
Ich hoffe auf Euer Fachwissen
Vielen Dank im Voraus und
Kurt2[/u]

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lisunenergy am 15 Apr 2012 18:16:35

Wenn das Womo unter einem Carport steht funktioniert die Solaranlage natürlich nicht.Wenn der Regler auf Säure eingestellt ist sind diese Spannungen mit Tempsensor völlig normal.

kurt2 am 15 Apr 2012 18:30:36

Hallo Sonnentau3,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Der Regler ist auf Säure gestellt.
Aber das ist es ja gerade, was ich nicht verstehe. Obwohl das WoMo unter dem Carport steht, habe ich am Solareingang des Reglers von den Modulen her eine Spannung zwischen 14,40 und 15,90 V gemessen :? Wie kann das sein? und warum wird nachdem ich das WoMo vom Landstrom genommen habe die Batterie immer leerer?? :(
Das war bis dato nicht so. Sie hielt sich immer wacker bei 12,8 V und viel dann langsam ab bis 12,6 V. Dann habe ich immer nachgeladen. Aber das dauerte z.B. während der Winterruhe 6-7 Wochen, so dass ich nur 2-3-mal je Winter nachladen musste.
Ratlose
Kurt

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wohnwagen-otto am 15 Apr 2012 18:35:15

Panelseitig hast du Spannungen weit über der Batterieladespannung, weil du einen MPPT-Regler hast, der das Panel in der höheren, leistungsfähigeren Spannungslage hält.
Da sollten bei guter Beleuchtung Spannungen bis 17-18V messbar sein.

Beim Ziehen der externen 230V fällt die Erhaltungsladung = 2. Ladequelle weg. Da Batterie noch nicht voll, wird die Solaranlage stärker belastet->
Spannungsabfall oder Wolke/Vogel vor dem Panel.

Ob die Solaranlage unglücklicherweise durch einen Deket im Regler doch einen Strom von über 4,5mA aus der Batterie zieht, lässt sich nur durch eine Strommessung an/aus der Batterie herausfinden.


----
Ich halte es für sinnvoll, jeden der parallelgeschalteten Panelzweige durch eine eigene Rückstromschutzdiode zu trennen.
So können geringfügige Spannungsunterschiede selbst baugleicher Module nicht ungenutzt in das Panel mit der geringeren Spannung abfließen.
Ich meine die "--> Link", nicht die oft schon im Anschlusskasten eingelöteten Bypassdioden.
Da konnte ich tatsächlich Unterschiede im Solarertrag messen.
Siehe auch meine HP unter "Solaranlage allgemein" ganz unten.

wohnwagen-otto am 15 Apr 2012 18:39:37

Edit:
Ob die Solaranlage unglücklicherweise durch einen Defekt im Regler doch einen Strom von über 4,5mA aus der Batterie zieht, lässt sich nur durch eine Strommessung an/aus der Batterie herausfinden.

Gast am 15 Apr 2012 18:51:07

"Das WoMo steht unter einem Carport!"
Dann hast du zwar etwas Grundspannung aber so gut wie keine Leistung auf den Panels. So kann es sein, dass dein Regler da nichts in die Batterien rein bekommt.
Stelle es einfach mal ins Freie, dann sollte die Akkuspannung schnell mV um mV ansteigen.

Wenn du ein Meßgerät mit mind. 10A Stellung hast, dann messe mal einfach den Kurzschlußstrom deiner Zellen unter dem Carport. Aber nicht enttäuscht sein, wie wenig da ankommt.

kurt2 am 15 Apr 2012 18:55:32

Hallo Wohnwagen-Otto,
ebenfalls Dank für Deine schnelle Antwort.
Kannst Du mir den Ablauf des Messvorganges an der Batterie erklären. Gibt es ein bestimmtes Prozedere (z.B. Zeiträume etc.) das beachtet werden muß?
Innerhalb welcher Zeit ist ein Spannungsabfall von 0,1 Volt normal??

Kurt

kurt2 am 15 Apr 2012 19:06:42

[@"raidy"]"Das WoMo steht unter einem Carport!"
Dann hast du zwar etwas Grundspannung aber so gut wie keine Leistung auf den Panels. So kann es sein, dass dein Regler da nichts in die Batterien rein bekommt.
Stelle es einfach mal ins Freie, dann sollte die Akkuspannung schnell mV um mV ansteigen.

Wenn du ein Meßgerät mit mind. 10A Stellung hast, dann messe mal einfach den Kurzschlußstrom deiner Zellen unter dem Carport. Aber nicht enttäuscht sein, wie wenig da ankommt.[/quote]

Hallo Raidy,
danke auch Dir für die Antwort. Morgen werde ich zu meinem Prob den Tag erneut nutzen.
Sind 15,49 V (wie gemessen) eine Grundspannung?? Ich dachte 14,4 V sind Ladeschlussspannung, also die höchste zulässige Spannung für Säurebatterien. So gesehen dachte ich bis mich Morgentau3 aufgeklärt hat, die Panele würde mit zu hoher Spannung laden. Ich weiß aber jetzt, dass die gemessene Spannung am Solareingang des Reglers keine Gefahr darstellt.
Viel mehr Sorge macht mir, dass die Batterie sich offenbar selbständig entleert. Wie messe ich das, ob der Laderegler daran Schuld ist?

Kurt

kassiopeia am 15 Apr 2012 20:05:10

Hallo Kurt,

die Spannung die du am _Eingang_ des Solarreglers misst ist ja die der Module, und diese ist abhaengig von der Modulbauart, Lichtverhaeltnis und der Ladesituation.
(U.a.) genau weil diese Spannung bei Licht zum Laden zu hoch ist brauchst du einen Laderegler, dieser erzeugt die Spannung am _Ausgang_ von max. 14,x V.
Ausserdem verhindert der Laderegler genau den Rueckstrom, den du befuerchtest.
Willst du messen ob hier ein Defekt vorliegt bringe ein Multimeter (Strommessung mind. 15A) zwischen Solarausgang und Batterieplus.

Bei Licht sollte Strom fliessen, bei vollst. abgedunkelten Panelen keiner (bis auf den minimalen Eigenverbrauch des Reglers, dieser dann mit umgekehrtem Vorzeichen).
Wenn jetzt Strom mit gleichem Vorzeichen gemessen wird sind die Module nicht kpl. abgedunkelt, wenn mehr als minimaler Strom mit umgekehrtem Vorzeichen fliesst ist der Regler defekt.

Gast am 15 Apr 2012 20:09:39

Danke Kassi, genau so ist es.

"Am Solareingang des Reglers von den Modulen war die Spannung jedes Mal zwischen 14,40 und 15,90 V."

So muss das sein. Nur wenn du am Eingang mehr Spannung hast, kann der Regler auch den Ausgang mit Ladestrom versorgen.
Eine völlig unbelastete Solarzelle hat sogar bei Raumlicht schon um die 17V.
Sobald du aber auch nur die kleinste Last anschließt, bricht die Spannung zusammen.
Ich denke, dass bei dir alles in Ordnung ist und du einfach mal ins direkte Licht musst um den Regler arbeiten zu sehen.

rolfblock am 15 Apr 2012 22:23:51

und vergess bitte den Unfug mit den Trenndioden für die beiden Panels. Das hatten wir schon. Die sind nicht nur überflüssig, sie kosten auch Leistung - beim MPP Regler beonders.
Schalte beide Panels ganz einfach parallel. Fertig!

kurt2 am 16 Apr 2012 10:19:32

@ kassiopeia
@raidy
Danke für die detaillierte Auskunft. Werde die Messung heute vornehmen und dann berichten.
@ kassiopeia: Du schreibst: „Willst du messen ob hier ein Defekt vorliegt bringe ein Multimeter (Strommessung mind. 15A) zwischen Solarausgang und Batterieplus.“
Da mache ich ja im Prinzip das gleiche wie das „Plus“-Batterieverbindungskabel oder?, Multimeter zwischen Batterieplus und Solarreglerausgang auch „Plus“, richtig??

@rolfblock
Auch Dir Danke für den Hinweis. Trenndioden werde ich auch keine setzen. Zum einen habe ich im Forum schon reichlich die Beiträge über das „Für und Wider“ der Trenndioden gelesen aber vor allem fehlt mir hier das Know How. Ich wüsste gar nicht wo und wie ich diese Shottky Dioden setzen sollte. Wie gesagt, die Verkabelung habe ich mit MC4 Steckern gemacht, das ist narrensicher (für meine Elektrokenntnisse ideal). Also lass ich die Finger davon. :wink:
Dank und
Kurt

kassiopeia am 16 Apr 2012 11:21:48

kurt2 hat geschrieben:@ kassiopeia: Du schreibst: „Willst du messen ob hier ein Defekt vorliegt bringe ein Multimeter (Strommessung mind. 15A) zwischen Solarausgang und Batterieplus.“
Da mache ich ja im Prinzip das gleiche wie das „Plus“-Batterieverbindungskabel oder?, Multimeter zwischen Batterieplus und Solarreglerausgang auch „Plus“, richtig??

Ja, du kannst einfach das Pluskabel an der Batterie oder am Regler trennen und ueber den Strommesser verbinden...
Ich glaube uebrigens nicht, dass Strom von der Batterie in die Module fliesst. Das waere ein sehr ungewoehnlicher Fehler im Regler...

kurt2 am 16 Apr 2012 17:17:12

kassiopeia hat geschrieben:
kurt2 hat geschrieben:@ kassiopeia: Du schreibst: „Willst du messen ob hier ein Defekt vorliegt bringe ein Multimeter (Strommessung mind. 15A) zwischen Solarausgang und Batterieplus.“
Da mache ich ja im Prinzip das gleiche wie das „Plus“-Batterieverbindungskabel oder?, Multimeter zwischen Batterieplus und Solarreglerausgang auch „Plus“, richtig??

Ja, du kannst einfach das Pluskabel an der Batterie oder am Regler trennen und ueber den Strommesser verbinden...
Ich glaube uebrigens nicht, dass Strom von der Batterie in die Module fliesst. Das waere ein sehr ungewoehnlicher Fehler im Regler...


Hallo Kassi,
die Praxis hat mich Unwissenden leider eingeholt. Bitte nicht lachen aber ich weiß es eben nicht und vor der Elektrik habe ich Respekt.
Frage 1:
Ich habe ein Messgerät bis 10A. Genügt das für die Messung?
Frage 2:
Du schreibst: „Ja, du kannst einfach das Pluskabel an der Batterie oder am Regler trennen und ueber den Strommesser verbinden...“.
Das heißt für mich: Skala des Meßgerätes auf 10A stellen, dann Pluskabel des Verbindungskabels Regler - Batterie am Regler abschrauben und mit dem roten Pluskabel des Messgerätes verbinden. Wo muß denn jetzt das schwarze Kabel (eingesteckt am Messgerät in der Buchse COM) hin??

Im Übrigen habe ich gerade am WoMo die Batteriespannung gemessen: 12,20 Volt. Also haben sich die zusammen 210Ah Batterien über Nacht bei ausgeschaltetem Hauptschalter erheblich (von 12,6 auf 12,2 V) entladen. Das macht mir Sorgen, weil das bis dato (wie ich schon geschrieben habe) noch nicht vorgekommen ist. Daraufhin steckte das WoMo wieder an Landstrom an und begab mich ins Innere um den Hauptschalter einzuschalten. Dabei fiel mir eine Besonderheit auf, die vielleicht die Stromentnahme erklären könnte:
Als ich das Hauptpanel einschaltete sah ich, dass das Kontrolllämpchen der Außenbeleuchtung brannte. Ich muss wohl in jüngerer Zeit beim Ausschalten des Hauptschalters an den Knopf der Außenbeleuchtung gekommen sein und diese eingeschaltet haben. (Das fällt mir normalerweise nicht auf, weil ich per se gar keine Außenbeleuchtung montiert habe aber am Hauptpanel der Schalter dafür vorgesehen ist). Ich schaltete den Schalter aus und vernahm deutlich das Klicken eines Relais. Möglicherweise zieht dieses Relais ständig Strom aus der Batterie obwohl kein Verbraucher daran angeschlossen ist.
Ich werde das mal beobachten indem ich morgen abend (wieder aufgeladen) das WoMo erneut vom Landstrom trenne und dann über Nacht schaue ob sich die Batterie wiederum entleert.
Spätestens dann melde ich mich wieder.

wohnwagen-otto am 16 Apr 2012 22:59:31

rolfblock hat geschrieben:und vergess bitte den Unfug mit den Trenndioden für die beiden Panels. ... sie kosten auch Leistung - beim MPP Regler beonders.

Ja, es gibt einen Leistungsverlust (z.B. 100Wp-Modul)
100Wp : 17V = 5,88A
5,88A x 0,3V(Spannungsabfall Schottky)=1,76W Verlust je Panel bzw. Diode. (unter 2/100 der Nennleistung!)

Aber wie soll der Mppt-Regler eine Leistung verwerten, die garnicht bei ihm ankommt, weil sie im 2.Panel (mit geringerer Spannung) ungenutzt in Wärme verbraten wird?
-------------------------------
Habe vor Montage meiner baugleichen 2x20Wp Module für das Mobilpanel
eine für jeden nachstellbare Testmessung unter einer Neonleuchte im Keller gemacht:

Einzelspannungen (baugleich)
Modul 1: 12,6V
Modul 2: 9,5V (In der Paraxis auch durch: Dämmerung/ Carportdach, teilverschattetes Modul)

a)Direkt parallelgeschaltet kamen durch die Ausgleichsströme nur 10V am gemeinsamen Anschluss heraus.
Reicht sicher nicht zum Laden.

b)Habe dann die Pluspole der Module über eine doppelte Schottky-Diode MBR2045 geführt. (nur 0,3V Spannungsabfall je Diode)
Jetzt mit Dioden kommt die volle Spannung 12,3V des stärkeren Moduls durch.
Reicht zum Laden einer teilentladenen Batterie.
Gegenüber der direkten Parallelschaltung beider Module mit keinem Ladestrom,
kann mit Entkoppelungsdioden wenigstens das eine Modul noch laden.
Optimiert für Dämmerung, bedeckter Himmel, Schatten.
Für diesen Vorteil nehme ich den o.a. geringen Verlust gerne in Kauf.

Die Skizze stammt von einer anderen Anlage.

OttoWalke am 16 Apr 2012 23:30:30

wohnwagen-otto hat geschrieben:
rolfblock hat geschrieben:und vergess bitte den Unfug mit den Trenndioden für die beiden Panels. ... sie kosten auch Leistung - beim MPP Regler beonders.

Ja, es gibt einen Leistungsverlust (z.B. 100Wp-Modul)
100Wp : 17V = 5,88A
5,88A x 0,3V(Spannungsabfall Schottky)=1,76W Verlust je Panel bzw. Diode. (unter 2/100 der Nennleistung!)

Aber wie soll der Mppt-Regler eine Leistung verwerten, die garnicht bei ihm ankommt, weil sie im 2.Panel (mit geringerer Spannung) ungenutzt in Wärme verbraten wird?
-------------------------------
Habe vor Montage meiner baugleichen 2x20Wp Module für das Mobilpanel
eine für jeden nachstellbare Testmessung unter einer Neonleuchte im Keller gemacht:

Einzelspannungen (baugleich)
Modul 1: 12,6V
Modul 2: 9,5V (In der Paraxis auch durch: Dämmerung/ Carportdach, teilverschattetes Modul)

a)Direkt parallelgeschaltet kamen durch die Ausgleichsströme nur 10V am gemeinsamen Anschluss heraus.
Reicht sicher nicht zum Laden.

b)Habe dann die Pluspole der Module über eine doppelte Schottky-Diode MBR2045 geführt. (nur 0,3V Spannungsabfall je Diode)
Jetzt mit Dioden kommt die volle Spannung 12,3V des stärkeren Moduls durch.
Reicht zum Laden einer teilentladenen Batterie.
Gegenüber der direkten Parallelschaltung beider Module mit keinem Ladestrom,
kann mit Entkoppelungsdioden wenigstens das eine Modul noch laden.
Optimiert für Dämmerung, bedeckter Himmel, Schatten.
Für diesen Vorteil nehme ich den o.a. geringen Verlust gerne in Kauf.

Die Skizze stammt von einer anderen Anlage.


Hallo wohnwagen-otto

sei mir bitte nicht böse,
aber das Thema hatten wir hier schon zig mal.

In Kurzform "Wer viel misst, misst Mist"
oder was nützen dir die Leerlaufspannungen einer vorwiegenden Stromquelle.
Solarmodule sind keine Batterien.

nur ein Beispiel Deiner Messung



Jetzt mit Dioden kommt die volle Spannung 12,3V des stärkeren Moduls durch.
Reicht zum Laden einer teilentladenen Batterie.


Halte ich für ein Gerücht :D

Schließ doch mal bei deinem Versuchsaufbau eine Batt. an und messe die Ströme nicht die Spannung. :wink:


Bei parallel geschalteten Modulen, gibts es kein Rückfließen und aufheizen durch das andere Abgeschattete Modul.

Was Du meinst sind Hotspots in in Reihe geschalteten Modulen oder sogar innerhalb eines Modul durch die ja in Reihe geschalteten einzelnen Zellen.
Was man ab einer bestimmten Anzahl von Zellen oder Modulen in Reihe mit Bypass-Dioden auf ein erträgliches Maß begrenzt.

OW

Gast am 16 Apr 2012 23:55:33

Glaubt ihr Herrn Prof. Dr.-Ing. Gregor Schenke von der Hochschule Emden/Leer, dem Leiter des Labors für Leistungselektronik & Elektrische Antriebe? Oder ist er euch auch zu unqualifiziert?

Denn er schreibt: "Beschattete Solarzellen im Parallelschaltung wirken als Verbraucher".
Und er schreibt: "Auch bei der Parallelschaltung von Solarzellen gibt es kritische Betriebszustände, die beachtet werden müssen. Am gefährlichsten ist der Zustand für die beschattete Zelle, wenn....."

und: "Nur Solarzellen gleicher Technologie, des gleichen Herstellers und des gleichen Typs dürfen parallel geschaltet werden."

Er schreibt aber auch, dass dies erst ab 4 parallel geschalteten Zellen kritisch werden kann

Aber ihr dürft es selbst lesen. : --> Link

Werden 2 Module parallel geschaltet und eine ist deutlich beschattet, dann brennt diese zwar nicht thermisch durch, es kommt aber zu deutlichen Leistungsverlusten.
Und für Praktiker (sind hier eher unbeliebt, hier gelten nur Theorien): Lege mal im Dunkeln 17V an ein PV-Modul und erkläre, warum der deutlich IN die Zelle fließende Strom nicht gilt, denn "weil wer misst, misst ja Mist (Forenregel #1)".
Als ich den Vorschlag mit den Schottky-Dioden mal hier machte wurde ich auch als dumm dargestellt. Also wohnwagen-otto, mach dir nichts draus. Wir sind halt die Dummen. :ja: Aber immer nur in mich reinschlucken und lesen wie immer wieder Falschheiten publiziert werden und Wahrheiten nieder gebügelt werden, halte ich nicht unbegrenzt aus. Sorry, aber das musste jetzt mal raus.

Manche Dinge werden nicht richtiger, nur weil man sie gebetsmühlenartig wiederholt und aggressiv verteidigt.

wohnwagen-otto am 17 Apr 2012 09:36:56

Meine Anlage ist so optimiert,
daß alles was über 9mA Solarstrom hinausgeht zur Batterieladung genutzt wird.(3mA Solarladeregler+ 6mA Radiosenderspeicher)

OttoWalke hat geschrieben:Was Du meinst sind Hotspots in in Reihe geschalteten Modulen oder sogar innerhalb eines Modul durch die ja in Reihe geschalteten einzelnen Zellen.
Was man ab einer bestimmten Anzahl von Zellen oder Modulen in Reihe mit Bypass-Dioden auf ein erträgliches Maß begrenzt.

Genau die meine ich definitiv nicht! Es geht um völlig unterschiedliche Einsatzzwecke. Nicht verwechseln.
Ich habe im ersten Beitrag schon geschrieben:
"Ich meine die -->"--> Link", nicht die oft schon im Anschlusskasten eingelöteten Bypassdioden."

Im Übrigen:
Bei Photovoltaik-Großanlagen kann der Aufheizeffekt durch umgekehrte Bestromung der Module
sogar bewusst eingesetzt werden, um im Winter den Schnee von den Modulen abzutauen.
-->--> Link

Das Thema -->--> Link/Entkoppeldioden/ Isolation Diodes wird -wie raidy schon andeutet- noch ein langes Streitthema bleiben. Weiter gerne per PN.

OttoWalke am 17 Apr 2012 11:02:49

@ Raidy

Achte mal bei Deinem Link auf die Worte Solarzellen Solarmodule und Solargeneratoren, Serienschaltung und Parallelschaltung von Solarzellen und Solarmodulen zu Solargeneratoren.


Hier ist der einzige Absatz aus Deiner verlinkten PDF der sich überhaupt auf die direkte Parallelschaltung von Solarmodulen bezieht.

Die direkte Parallelschaltung von Solarmodulen gleicher Technologie (möglichst selektiert)
bis zu 3 Modulen (max. 4 Module) ist möglich.

Bei Beschattung einzelner Module oder bei dem sehr seltenen Störfall eines Kurzschlusses in einem Modul werden die anderen Solarmodule
nicht beschädigt.


Sollen mehr als 4 Module parallel geschaltet werden, dann müssen
alle Module einzeln mit einer Sicherung geschützt werden und eine Bypassdiode zur
gesamten Parallelschaltung parallel geschaltet werden. Diese Bypassdiode muss für den
Kurzschlussstrom aller parallel geschalteten Solarmodule ausgelegt sein.

Bei größeren Solargeneratoren werden die Solarmodule zur Erzeugung der notwendigen
Systemspannung zunächst zu seriellen Einzelsträngen zusammen geschaltet. Zur Erzielung
eines höheren Gesamtstroms werden dann mehrere Stränge parallel geschaltet.
Die im Bild
dargestellten Strangdioden sind nicht unbedingt notwendig.


Der Rest betrachtet immer wieder nur die Probleme der Serienschaltung von einzellnen Zellen (Wafer) im Modul zu Strängen,
und selbst zur parallel Schaltung von Strängen in einem Modul habe ich nichts gefunden, wo der Einsatz von Schottky-Dioden verlangt oder empfolen wird.


Und nochmal
Sollen mehr als 4 Module parallel geschaltet werden, dann müssen
alle Module einzeln mit einer Sicherung geschützt werden und eine Bypassdiode zur
gesamten Parallelschaltung parallel geschaltet werden. Diese Bypassdiode muss für den
Kurzschlussstrom aller parallel geschalteten Solarmodule ausgelegt sein.


- eine Sicherungen pro Modul, na von mir aus soll er halt,
- eine Beipassdiode zur gesamten Parallelschaltung, da fehlt mir eine Begründung was das soll, warum erst bei mehr als 4 Modulen usw.


Und nochmal, was sollen den "Strangdioden" auf unsere "Womo-Solar-Generatoren" wenn da nur ein paar Module parallel geschaltet werden.
Steht da auch nirgends. Da geht es immer nur um Großanlagen wo auch parallel geschaltete Stränge wieder in weiteren Strängen zur Spannungserhöhung seriell (in Reihe) geschaltet werden.


Ich betreibe derzeit 8 Module parallel auf dem Dach in verschiedenen Größen von 25-60Wp und sogar Mono und Polykristalline gemischt,
im Moment baue ich gerade eine 12 Modul Anlage auf unser weiteres Womo (haben zwei).

Ich habe vorher auch extra Versuchsaufbauten mit den Modulen gemacht um die Ausagen einiger "Spezialisten" nachzuvollziehen.

Ergebnis, ein oder mehrere komplett abgeschattete Module in meiner Anlage, beinflussen zwar minimal die Spannung, aber messbare Rückströme lagen bei mir unterhalb der Messtolleranzen meiner Geräte.
Und das egal ob gerade die Kleinen oder die größeren Module beschattet wurden.
Unschlagbarer Vorteil meiner Aufbauweise ist die optimal Flächenausnutzung auf dem Womodach, und vor allem die extrem geringe Anfälligkeit gegen größere Abschattungsverluste.

Merkt man besonders wenn man auf Stellplatzen mit Teilverschattungen steht, was ja nicht gerade selten Vorkommt.
Und was Teilverschattung bei großen Modulen noch an Leistung zulässt, haben hier ja ander Kollegen auch schon schön anhand von ihren eigenen Messungen dargestellt. Die mit meinen eigenen Messungen diebezüglich vergleichbar waren.

Also, ich konnte bisher weder Messtechnisch noch einsatzmäßig Nachteile ohne Verwendung von Schottkey Dioden bei auch mehr wie 4 Modulen parallel geschaltet feststellen.
Allerdings gab es bei meinem Versuchsaufbau messbare Verluste in der Leistung durch das verwenden von diesen Dioden, die alledings auch nur gering waren, mich aber mehr störten als das minimale Absinken der Spannung.
Die bei meiner PWM Regelung keinen Einfluß auf die Systemleistung hatte.
Da spielt der Spannungsabfall durch Kabellänge und Querschnitt bei Ladeleistungen bis zu 25A eine wichtigere Rolle.
Ob das bei MPPT Regelung anders ist, kann ich nicht sagen.

Gast am 17 Apr 2012 12:25:39

Hallo OttoWalke,

wieso sollt ich überhaupt noch versuchen, dich zu überzeugen. Du hast eine Meinung, die hast du einzemtentiert und nur die gilt. Aber ich akzeptiere deine Meinung.

So rein zum Spaß habe ich für die anderen einen Versuchsaufbau gemacht:

Zwei "Solarmodule" sind parallel geschaltet. Jedes "Modul" besteht aus 4 Zellen. Das linke Modul hat einen Schalter zum zu- und wegschalten.
Als Last habe ich eine LED verwendet, die im Bereich von 10mA bis 500mA einsetzbar ist und somit den gesamten möglichen Leistungsbereich der PV-Module abdecken kann.

Und jetzt zu den Bildern:
Oben: Beide Zellen sind beleuchtet. Beide Zelle sind parallel geschaltet, LED gut hell.
Unten links: Nur rechte Zelle ist beleuchtet, keine Parallelschaltung, da linke Zelle abgeschaltet. LED leuchtet akzeptabel
Unten rechts: Zelle links ist parallel beschattet, aber beschattet. LED leuchtet deutlich schwächer.

Hier nochmals die direkte Gegenüberstellung der Helligkeit der LEDs: oben nur ein Modul, unten zwei Module parallel aber eines beschattet. (Bild leider unscharf)

Oben: LED an nur einer Zelle (Zelle 2 abgeschaltet)
Unten LED an beiden Zellen, Zelle 2 zugeschaltet, aber beschattet)
Fazit: Das beschattete PV-Modul zieht die Leistung des nicht beschatteten deutlich runter. Dies erkennt man auch ohne Messgerät deutlich.
Ganz bewusst nicht gemessen, sondern nur was fürs Auge gemacht.

Ich habe schon mehrere PV-Minianlagen in Gartenhäusern verlegt und gerade wenn Beschattungsgefahr besteht, baue ich ich Shottky-Dioden ein.
Bei einer früheren Messreihe mit damals 2 40Watt Modulen hatte ich einen Verlust von über 20% bei starker Abschattung eines PV-Moduls mit mehreren Zellen.

Meine Schlussfolgerung aus den Messungen und der Erfahrung:

Der Einbau von Shottky-Dioden macht nur dann Sinn, wenn:
1) von öfters vorkommender Beschattung ausgegangen werden muss.
2) wenn nicht identische PV-Module im Einsatz sind.
Sollte einer der oben genannten Punkte aber zutreffen, so machen sie sofort Sinn.
3) So lange man volle Sonne hat, verliert man mit Shottky-Dioden ca. 2%. Aber unter voller Sonne hat man ja auch genügend Strom.
4) Ist unter volle Sonne eines von mehreren Modulen abgeschattet und man hat keine Shottky-dioden, verliert man auch einiges an Leistung, aber man hat immer noch genug Strom, weil ja volle Sonne ist.
5) Sind die Lichtverhältnisse aber nicht optimal und eine Zelle ist beschattet, verliert man ohne Shottky-Dioden weit mehr wie die 2% Shottky-Verlust. Und genau jetzt tut das dann weh.
Mein Fazit: Gerade unter nicht optimalen Lichtbedingungen und Teilbeschattung gewinnt man mit Shottky-Dioden wesentlich mehr, wie man durch sie verliert.

Lieber OttoWalkes,
wenn du mit deiner Konfiguration so zufrieden bist, dann ist das ja gut für dich. Aber wie erklärst du dir den obigen Schnelltest?
Lass uns also einfach unterschiedlicher Meinung sein. Viel wichtiger finde ich es jedoch, dass sich die "Experten" hier untereinander respektieren statt auf einander los zu gehen. Denn letztlich gilt für 2 Wissende, die zusammenarbeiten, dass 1 + 1 auch 3 sein können. :ja:

franz_99 am 17 Apr 2012 12:42:55

weiter so, man lernt daraus

OttoWalke am 17 Apr 2012 16:34:37

@ Raidy

Ich habe doch nicht behauptet das die Spannung ohne Diode nicht abfällt, und wenn ich deinen Taschenlampenlichtversuch nachstelle ist das garantiert genau so.
Bei den von Dir getesteten Lichtverhältnissen liegst Du aber in Spannungs und Strombereichen, die für eine Batt. Ladung im 12V Bereich nicht mehr relevant ist.

Bei zwei Modulen a25WP machte der Spannungsabfall bei 45° Sonneneinfall bei meinem Testaufbau genau 0,2V aus am Regler, der Ladestrom fiel genau um die Hälfte, dass sind für mich brauchbare und fürs Laden unserer Batt. relevante Werte.
Mach doch mal deinen Versuch mit 12V 5W Lampen.
Deine Leuchtdioden bringt auch ne fast leere 3V Batterie noch zum Glimmen.
Welche Spannung wieviel Strom lag denn bitte bei deinem Versuch überhaupt noch an?

Ich werde mich hüten Jemanden die Dioden auszureden, aber Eure Behauptung es müssen welche Verbaut werden weil es mehr Ladeleistung im 12V Bereich bringt, kann ich eben nicht zustimmen.

Auch wenn Deine Taschenspielertrick-Aufbauten bestimmt viel Spaß machen. :D
Nur werden da wieder mal Äpfel mit Birnen verglichen.
Weil es so gut wie keinen Unterschied macht, ob ich in der Abend(Morgendämmerung nun noch eine Stunde mehr Ladung mit 0,0??A habe.


Und keine Sorge, ich will überhaupt niemanden überzeugen, zu was auch immer.

Denke mal an diesen Beitrag von Dir

raidy hat geschrieben:Schaltbild ist richtig!
Aber warum überhaupt 3,3A Ladestrom fließen sollten, wenn nur 7V kommen ist mir rätselhaft.


Muß ich jetzt noch mehr sagen?


Macht mal ruhig weiter hier, ich klinke mich lieber wieder aus.
Soll sich doch jeder selber seine Meinung bilden. 8) :D



:hallo:

kurt2 am 17 Apr 2012 17:24:25

Hallo Gemeinde,
da hab ich aber einen Glaubenskrieg losgetreten, die ich natürlich nicht wollte.
Da die Antworten aber in meinem Thread stehen und irgendwie der Beantwortung meine Frage dienen, möchte ich folgendes dazu sagen: Egal wie es mit den Dioden auch sein mag, ich werde sie nicht einbauen, aber nicht weil mich einer der beiden User überzeugt hat, sondern weil mir das handwerkliche Geschick dazu fehlt. Ich habe, wie schon gepostet, die Kabel mittels MC4- Steckern zusammengesteckt. Ich wüßte gar nicht, wie ich hier die Shottky- Dioden einbauen sollte und MC 4- Stecker mit bereits integrierten Dioden gibt es nicht (habe ich im Netz jedenfalls nicht gefunden). So gesehen ist das Ding schon gelaufen.
Aber Danke, dass Ihr euch so viel Gedanken macht.
@ Raidy
Ich habe Deine Rat befolgt und heute bei leicht bewölktem Himmel das WoMo in die Sonne gefahren. Super, es waren 21,58 V am Solareingang. Einige Zeit später leuchtete die "Batt full" Anzeige und die AES- Anzeige(wäre ein Verbindungskabel zum Kühli angesteckt, würde er jetzt auf 12V umschalten). Die Messung an den Batterien ergab 14,58V. :D :D Also eines ist sicher: Die Solaranlage funktioniert und lädt die Batterie super auf :daumen2:
Nun gibt es nur noch das Problem der merkwürdigen Batterie-Entladung.
Um zu ergründen ob die Batterie von der zwar tatsächlich nicht vorhandenen aber am Hauptpanel (weil vorbereitet) irrtümlich eingeschalteten Außenbeleuchtung leer gesogen wurde, habe ich das WoMo wieder unter das Carport gefahren und den Hauptschalter ausgeschaltet. Da werde ich ja morgen vormittag sehen was passiert ist. Ich hoffe ja inständig, dass dies die Ursache für die Entleerung der Batterie über Nacht war.
:?
Also Dank an alle, die mich unterstützt haben - und kriegt Euch deswegen nicht in die Haare. :evil:

Gast am 17 Apr 2012 18:37:36

OttoWalke hat geschrieben:Auch wenn Deine Taschenspielertrick-Aufbauten bestimmt viel Spaß machen. :D
Nur werden da wieder mal Äpfel mit Birnen verglichen.


Die "Taschenlampe" ist eine spezielle Belichtungslampe (Wendel-Röhre) für Filmlacke mit 25W auf einer Fläche von ca. 15*15cm = 0,025qm gestrahlt. Oder auf den qm umgerechnet 1110Watt, was dem Sonnenlicht sehr nahe kommt.

Ich könnte dich auch nicht überzeugen, wenn ich es mit 2 130W Panels bei Tageslicht mache und einen Notar dazu hole. Ich will es auch gar nicht mehr.

Prof. Dr.-Ing. Gregor Schenket: "Beschattete Solarzellen im Parallelschaltung wirken als Verbraucher".

Wenn dir schon die Aussagen eines Prof. Dr.-Ing. Gregor Schenke von der Hochschule Emden/Leer, dem Leiter des Labors für Leistungselektronik & Elektrische Antriebe nicht genügen, dann die eines Raidys schon 100 mal nicht.

Aber werfe mit bitte nicht vor, dass ich hier mit faulen Tricks arbeite. Das ist unterste Schublade und Niveaulos. So gehe ich mit dir ja auch nicht um.
Ich werde jetzt auch nicht begründen, warum dieser Aufbau ein gültiger Versuch war, wozu auch.

Ich gebe es mit dir jetzt auch auf und sage einfach: Die Leser hier sollten bitte urteilen, wem sie glauben.

kassiopeia am 17 Apr 2012 18:54:05

Mir ist nicht ganz klar wo der Unterschied zwischen parallel geschalteter Solarzelle und parallel geschaltetem Solarmodul sein soll.

Bei beiden sollte eine hoehere Leerlaufspannung vorhanden sein, letztlich ist das Modul ja nur eine Ansammlung von in Reihe geschalteten Zellen plus ein paar Bypassdioden...

Ein Modul wird wohl immer aus gleichartigen Zellen bestehen, somit ist ein Modul homogener als parallele Module, somit sind Module erst recht gefaehrdet wenn schon Zellen gefaehrdet sind.

Habe ich was uebersehen?

Gast am 17 Apr 2012 19:27:33

Ich versuche es mal zu erklären:

Nehmen wir ein typisches Modul mit 36 Zellen:
Davon sind die ersten 18 in Reihe geschaltet.
Die anderen 18 sind auch in Reihe geschaltet.
Ich habe also 2 Stränge mit je 18 Zellen, die in Reihe geschaltet sind.
Die Reihenschaltung ist notwendig, damit ich überhaupt auf über 12V komme.
Ich habe jetzt also 2 Reihen, von denen jede rund 17-18V (Leerlauf ca. 22V) hat.
Eine Reihe liefert ca.7,5A. Ich will aber mehr Strom.

Also werden die beiden Reihen wiederum parallel geschaltet.

Jetzt habe ich zwei Reihen a (bestenfalls) 17,5V mit je (bestenfalls) 7,5A, was dann im Echtbetrieb trotzdem nur so ungefähr 130W werden dürften, da man nicht einfach die bestmögliche Spannung mit dem bestmöglichen Strom multiplizieren darf um die Leistung zu berechnen.

Vereinfacht:
Reihenschaltung für die gewünschte Spannung.
Parallelschaltung für den gewünschten Strom.

Es ist übrigens dieses Modul: Link zum eBay Artikel

Hoffentlich konnte man es verstehen.
Raidy

OttoWalke am 17 Apr 2012 19:44:49

kassiopeia hat geschrieben:Mir ist nicht ganz klar wo der Unterschied zwischen parallel geschalteter Solarzelle und parallel geschaltetem Solarmodul sein soll.


Das mußte mal den Hern Prof/Dr. fragen. Genau so warum bis 4 parallele Module keine Probleme machen aber beim 5 und mehr die Welt untergeht. :D

kassiopeia hat geschrieben:Bei beiden sollte eine hoehere Leerlaufspannung vorhanden sein, letztlich ist das Modul ja nur eine Ansammlung von in Reihe geschalteten Zellen plus ein paar Bypassdioden...

Serie (Reihe) = Spannungserhöhung
Parallel = Stromerhöhung

Ich hatte hier schon Module wo man im Klemmkasten selber entscheiden konnte ob sie als 12 oder 24V Module laufen sollen, (Brücken ändern)


Ps. Raidy war schneller :wink:

kassiopeia am 17 Apr 2012 20:00:53

Da hatte ich mich wohl nicht klar ausgedrueckt, natuerlich ist mir klar wie Reihenschlatung vs. Parallelschaltung wirkt.

Meine Frage (oder Aussage) war, warum sollte sich ein Modul unempfindlicher bzgl. Rueckstrom verhalten als eine Zelle, wenn man sie jeweils parallel schaltet.

Gast am 17 Apr 2012 21:48:58

kassiopeia hat geschrieben:Da hatte ich mich wohl nicht klar ausgedrückt, natuerlich ist mir klar wie Reihenschaltung vs. Parallelschaltung wirkt.
Meine Frage (oder Aussage) war, warum sollte sich ein Modul unempfindlicher bzgl. Rückstrom verhalten als eine Zelle, wenn man sie jeweils parallel schaltet.

Parallel geschaltete Module verhalten sich was den Rückstrom betrifft wie parallel geschaltete Zellen, sofern keine zusätzlichen Maßnahmen getroffen wurden.

@kurt2: Du hast ganz bestimmt keinen Glaubenskrieg losgetreten. :)
Das waren, wenn man das überhaupt so negativ nennen will, schon "wir".

Was den Einbau oder Nichteinbau der Dioden betrifft:
Wir reden hier nicht von erschütternden Differenzen, wir reden von Prozenten (vermutlich sogar <=10%). Und diese auch nur unter Beschattung. Ich habe zwar schon mal erwähnt, dass ich vor langen Zeiten um die 20% Verlust gemessen hatte, aber selbst ich will diese Zahl nicht so im Raum stehen lassen. Denn vor 15-20 Jahren waren die thermischen und elektrischen Eigenschaften bei Weitem nicht so optimal wie bei den heutigen Zellen.
Sicherlich wirst du auch so mit deiner Lösung glücklich werden, solange du der Sonne auch die Chance gibt es, auf die Zellen brennen zu dürfen. :ja:

Altmaerker39638 am 18 Apr 2012 10:00:44

sonnentau3 hat geschrieben:Wenn das Womo unter einem Carport steht funktioniert die Solaranlage natürlich nicht.Wenn der Regler auf Säure eingestellt ist sind diese Spannungen mit Tempsensor völlig normal.
`
:D Stimmt so aber nicht, mein Carport hat ein Plexidach und daher laden die 2x140 Wp Panele auch. Etwas gemindert, aber zur Erhaltung reicht es allemal. :roll:

kurt2 am 18 Apr 2012 10:32:29

Altmaerker39638 hat geschrieben:
sonnentau3 hat geschrieben:Wenn das Womo unter einem Carport steht funktioniert die Solaranlage natürlich nicht.Wenn der Regler auf Säure eingestellt ist sind diese Spannungen mit Tempsensor völlig normal.
`
:D Stimmt so aber nicht, mein Carport hat ein Plexidach und daher laden die 2x140 Wp Panele auch. Etwas gemindert, aber zur Erhaltung reicht es allemal. :roll:


Hallo Altmaerker39638,
in meinem Fall hatte er aber recht. Mein Carport hat ein Blechdach. Somit ist Anlage im Schatten und lädt nur ganz leicht. Sieht man auch daran, dass die "Charge"- Anzeige am Solarregler nur ganz leicht glimmt. Also ich das WoMo gestern in die Sonne gefahren habe haben sich die Panele direrkt gefreut und haben mit über 21 V geladen. :D
Das mit dem Plexiglasdach ist ja eine super Idee. Hätte ich auch gemacht. Leider habe ich vor 3 Jahren, als das Carport gebaut wurde noch nicht an eine Solaranlage gedacht. Habe ich erst heuer installiert, nachdem die Modulpreise erschwinglich wurden. Jetzt rechnet sich das auch vielleicht irgendwann. :)

kurt2 am 20 Apr 2012 12:50:43

Hallo an alle Forumianer,
möchte hier noch abschließend das Ergebnis meines Problems mitteilen.
Nachdem sich bei mir jüngst die Aufbaubatterien über Nacht zu 50% selbst entladen haben und ich kürzlich eine Solaranlage auf mein WoMo gebaut habe dachte ich zuerst, der Regler wäre defekt und würde über Nacht die Batterien leersaugen und damit die Solaranlage speisen.
Das ist nicht der Fall .
Ich weiß jetzt, dass eine der beiden Batterien einen Zellenschluss hat und dadurch die zweite Batt mit in den Abgrund zog. (Vergl. Thread: Aufbaubatterie defekt?). Witzigerweise fiel der Aufbau der Solaranlage und der Defekt der Batterie zeitgleich zusammen.

Ich bedanke mich für Euere Anregungen, die mir sehr geholfen haben.

Gast am 20 Apr 2012 16:14:27

raidy hat geschrieben:Ich versuche es mal zu erklären:
Nehmen wir ein typisches Modul mit 36 Zellen:
Davon sind die ersten 18 in Reihe geschaltet.
Die anderen 18 sind auch in Reihe geschaltet.
.....

Korrektur: Bei nur 36 Zellen stimmt das so nicht. Denn 36*~0,5V Lastspannung sind ja nur 18V. Ich meinte natürlich bei großen Panels mit 72 Zellen sind je 36 in Reihe und die zwei Reihen parallel geschaltet für 12V Anwendung. Für 24V sind alle seriell (in Reihe).
Das Grundprinzip hat gestimmt, die Zellenanzahl (oder Ausgangsspannung, ihr dürft es euch raus suchen) im Beispiel war falsch. Sorry. :oops:

Gast am 20 Apr 2012 16:17:13

Hallo Leute, was mich jetzt ein wenig verunsichert hat, ist Folgendes: Bei meinen Panelen habe ich bei den Anschlüssen jeweils eine Diode gesehen und somit ohne weitere verbaut und angeschlossen. Funzt auch nach meiner Meinung völlig problemlos.

Und trotzdem geistert die Frage in meinem Kopf: Handelt es sich bei den werkseitig verbauten um die Shottky-Dioden? Die Frage beschäftigt mich deshalb, da meine Panele doch des Öfteren teilweise beschattet sind (ergibt sich einfach durch die Anzahl 2, die dadurch naturgemäß unterschiedliche Lage und eventuelle Bäume, die der Sonne den Weg versperren).

Lieben

thoreau

kassiopeia am 21 Apr 2012 01:19:59

Hallo thoreau,

die in den Modulen verbauten Dioden sind Bypassdioden, d.h. sie schuetzen die in Serie geschalteten Straenge innerhalb eines Moduls, nicht aber mehrere parallel zusammen geschaltete Module...

Gast am 21 Apr 2012 10:15:56

Servus kassiopeia,

das heißt, wenn ich dich richtig verstanden habe, dass bei parallel geschalteten Panelen nach den Bypassdioden noch eine Shottky am Plus eingelötet werden sollte?

Lieben

thoreau

andwein am 21 Apr 2012 12:44:45

thoreau hat geschrieben:Servus kassiopeia,
das heißt, wenn ich dich richtig verstanden habe, dass bei parallel geschalteten Panelen nach den Bypassdioden noch eine Shottky am Plus eingelötet werden sollte?
Lieben
thoreau

Vielleicht mal eine kleine Begriffserklärung:
"schottky-Diode" ist der Begriff für eine bestimmte Fertigungs/Technologie Methode. Die Diode hat eine sehr niedrigen Spannungsabfall in Durchlassrichtung (0,4V) unjd vernichtet deshalb weniger Spannung als eine normale Siliziumdiode (3V)
Der Begriff "Bypassdiode" beschreibt den Zweck der Diode also als Bypass oder Alternativweg für den Strom am der beschatteten Solarzelle/Reihe vorbei
Der Begriff "Sperrdiode" beschreibt auch den Zweck und verhindert, dass der Strom "rückwärts" fließt, z.B. von der Batterie in den Solarregler

kurt2 am 21 Apr 2012 16:02:20

andwein hat geschrieben:
thoreau hat geschrieben:Servus kassiopeia,
das heißt, wenn ich dich richtig verstanden habe, dass bei parallel geschalteten Panelen nach den Bypassdioden noch eine Shottky am Plus eingelötet werden sollte?
Lieben
thoreau

Vielleicht mal eine kleine Begriffserklärung:
"schottky-Diode" ist der Begriff für eine bestimmte Fertigungs/Technologie Methode. Die Diode hat eine sehr niedrigen Spannungsabfall in Durchlassrichtung (0,4V) unjd vernichtet deshalb weniger Spannung als eine normale Siliziumdiode (3V)
Der Begriff "Bypassdiode" beschreibt den Zweck der Diode also als Bypass oder Alternativweg für den Strom am der beschatteten Solarzelle/Reihe vorbei
Der Begriff "Sperrdiode" beschreibt auch den Zweck und verhindert, dass der Strom "rückwärts" fließt, z.B. von der Batterie in den Solarregler


Hallo andwein,
im Hinblick auf die Diskussion über Sinn und Unsinn dieser Schottky Dioden verstehe ich gar nicht, warum die Hersteller von MC4- Steckern und MC4- Y-Verbindungsstecker diese Dioden nicht gleich in die Stecker mit einbauen. Dann wären sie verbaut und keiner braucht mehr löten etc. (Können doch eh die Wenigsten professionell).
Diese Stecker, insbesondere die Y- Stecker, werden ja gerade dazu verwendet um Solaranlagen parallel zu verdrahten.
- Marktlücke :razz:

Gast am 22 Apr 2012 10:45:34

Hallo andwein,

das heißt also, dass diese Bypassdiode nicht sperrt und sie somit ein Rückfließen zulässt?

Lieben

thoreau

kassiopeia am 22 Apr 2012 12:36:03

Sie ermoeglichen, wie der Name schon andeutet, dass der Strom um verschattete Straenge herumfliesst, damit diese sich nicht aufheizen und noch Strom aus den nicht-verschatteten Straengen gewonnen werden kann.

Den Fluss in Rueckwaertsrichtung verhindern sie.

kassiopeia am 22 Apr 2012 12:46:22

kurt2 hat geschrieben:im Hinblick auf die Diskussion über Sinn und Unsinn dieser Schottky Dioden verstehe ich gar nicht, warum die Hersteller von MC4- Steckern und MC4- Y-Verbindungsstecker diese Dioden nicht gleich in die Stecker mit einbauen.

Das waere nicht 'mal bei Y-Steckern eine gute Idee. (bei den normalen sowieso nicht, da sie auch oder sogar vornehmlich zum seriellen Verbinden verwendet werden)
Stell dir vor du hast 4 Module und schliesst sie jeweils mit Y-Steckern zusammen. Dann haettest du pro Modul einen Spannungsverlust von z.b. 0,3V, d.h. jedes Modul liefert eine unterschiedliche Spannung zum Regler. Sobald man mehr als zwei Modulen hat haette man dieses Problem.

Ausserdem sind Schottkydioden bei identischen Modulen, solange eines nicht 'total' verdunkelt ist, vermtl. nicht unbedingt noetig (solange die Leerlaufspannung noch ueber der Effektivspannung der besonnten Module liegt)
Aber zu desem Punkt gibt es noch verschiedene Meinungen...

kurt2 am 22 Apr 2012 14:51:36

kassiopeia hat geschrieben:
kurt2 hat geschrieben:im Hinblick auf die Diskussion über Sinn und Unsinn dieser Schottky Dioden verstehe ich gar nicht, warum die Hersteller von MC4- Steckern und MC4- Y-Verbindungsstecker diese Dioden nicht gleich in die Stecker mit einbauen.

Das waere nicht 'mal bei Y-Steckern eine gute Idee. (bei den normalen sowieso nicht, da sie auch oder sogar vornehmlich zum seriellen Verbinden verwendet werden)
Stell dir vor du hast 4 Module und schliesst sie jeweils mit Y-Steckern zusammen. Dann haettest du pro Modul einen Spannungsverlust von z.b. 0,3V, d.h. jedes Modul liefert eine unterschiedliche Spannung zum Regler. Sobald man mehr als zwei Modulen hat haette man dieses Problem.

Ausserdem sind Schottkydioden bei identischen Modulen, solange eines nicht 'total' verdunkelt ist, vermtl. nicht unbedingt noetig (solange die Leerlaufspannung noch ueber der Effektivspannung der besonnten Module liegt)
Aber zu desem Punkt gibt es noch verschiedene Meinungen...


Hallo Kassi,
abgesehen davon ob sie unbedingt nötig sind, ist es doch auch bei teilabgeschatteten Modulen so, dass diese unterschiedliche Spannungen zum Regler schicken. Letztlich kommen doch am Regler nur ein Plus- und ein Minuskabel an. Der Spannungsverlust von 0,3V wäre doch (vorausgesetzt sie wären nötig um Rückfluss zu verhindern) sicher geringer, als der Rückfluss den sie verhindern.
So gesehen denke ich würden es schon Sinn machen, (vorausgesetzt sie wären nötig), diese Schottky- Dioden zumindest bei den Y- Steckern zur Parallelschaltung mehrerer Panele von Hause aus einzubauen.

wohnwagen-otto am 22 Apr 2012 16:55:19

Nach einer netten KN-Diskussion mit OttoWalke, habe ich in den letzten Tagen einiges dazugelernt.
Update zu den Strangdioden:

U.a. habe ich mein neues 50Wp-Modul umgedreht auf die Werkbank gelegt und als Spannung die 12,6V von einem Akkuschrauberakku drangehängt.
Ich konnte einen Rückstrom von nur 33mA in das komplett verdunkelte Panel messen. Möglicherweise ist dieser Rückstrom je nach Modulbauart unterschiedlich.
Als ich das Panel Richtung Leuchtstoffröhre hielt, fiel der Strom schnell auf unter 20mA.

Für mich neu ist, daß der tatsächliche Rückstrom selbst im ungünstigsten Fall (totale Verdunkelung) sehr klein sein kann
und unter Restbeleuchtung weiter rasch abfällt.

Hat man Module mit unter Restbeleuchtung schnell abfallenden Rückstrom
halte ich nunmehr dieses Problem für vernachlässigbar,
insbesondere, wenn die Panele regelmäßig dem direkten Tageslicht ausgesetzt sind.
--> Dann geht es ohne Strangdioden.
-------------------------------------------------------------------------------------
Mein Sonderfall:
48 von 52 Wochen steht unser WoWa unter einem Schleppdach beim Bauern. Das Lichtwellplatten-Fenster im Dach ist teilweise mit Moos zugewachsen.

Damals noch ohne festen 230V-Anschluss und der langen Ruhezeit (48 von 52 Wochen) unter dem dunklen Schleppdach,
war es mir wichtig auch wenige mA der Panele zu nutzen, um die Selbstentladung der Batterie auszugleichen.
Mein Hauptschalter ist mit einer Diode gebrückt.
Nur 1-2mA Entnahme aus der Batterie für den Batterieaktivator, sonst nichts. Aber die Panele können über die Hauptschalterdiode trotzdem einladen.


Für mich entscheidend, sind in meinem Sonderfall mit den Strangdioden -in der Batteriezuleitung nachgemessene mA- rauszukitzeln,
im Gegensatz zu 0mA ohne Dioden.

Wohlgemerkt für meinen Sonderfall: 48 von 52 Wochen unter dem lichtschwachen Schleppdach und ohne 230V-Anschluss.

Ich wollte auch eine sichere Funktion im Schadenfall: Kurzschluss eines Panels durch z.B. Hagelschaden.
Als eine Lösung sehe ich da die Strangdiode, ein Weiterbetrieb wäre quasi automatisch möglich.
Man könnte aber auch die Panel-Kabel in Reglernähe einzeln aufsteckbar machen, um im seltenen Schadenfall das betroffene Panel im Urlaub abzuziehen.

-------
Der "Nachteil" der Strangdioden ist der geringe Spannungsabfall und damit der Leistungsabfall über den Strangdioden im Betrieb.

Beispiel meiner kleinen 25Wp Module:
25Wp : 17V = 1,47 A
0,2V (Spannungsabfall über der Diode, bei sehr geringem Strom) x 1,47V= 0,29W Leistungsverlust (etwas mehr als 1/100 der Nennleistung)

Dieser geringe Leistungsverlust ist der "Preis" den ich bewusst bezahlt habe,
um auch unter dem dunklen Schleppdach noch einige nachgemessene mA Ladung zu haben, weil ich keine feste 230v-Ladung hatte.

------------------------------------------------------------------------------------
Bei mir läuft jedes einzelne Panelkabel durch die Decke bis zum Solarladeregler. Dort vor dem Regler kann ich beliebig umstricken.
U.a. sind dort meine bisherigen Strangdioden in die Kabel eingelötet.
Für weitere Tests werde ich meine Dioden per Umschalter überbrückbar machen um auch im Dämmerungsbereich Vergleichs-Werte zu sammeln.

kassiopeia am 22 Apr 2012 19:59:49

kurt2 hat geschrieben:So gesehen denke ich würden es schon Sinn machen, (vorausgesetzt sie wären nötig), diese Schottky- Dioden zumindest bei den Y- Steckern zur Parallelschaltung mehrerer Panele von Hause aus einzubauen.

Wie oben schon geschrieben ist dies nur bei zwei Modulen ein gangbarer Weg.
Ab drei Modulen hast du durch die Kaskadierung der Y-Kabel unterschiedlich viele Dioden in Reihe geschaltet, die jeweils ein paar Dezivolt kosten.

Besser ist es in dem Fall, die Dioden parallel anzuschliessen, damit der Strom jedes Moduls nur durch eine Diode muss.
Ich habe zu dem Zweck eine Feuchtraumdose unter einem Modul angebracht, von jedem Modul laufen die Anschlusskabel in diese hinein.
Innen laeuft jedes Pluskabel auf eine Schottkydiode, deren anderer Anschluss zusammen mit den anderen am Kabel zum Regler haengen.
Wenn man sich also entschliesst Dioden einzubauen dann sollte man es so machen...

OttoWalke am 23 Apr 2012 09:35:57

wohnwagen-otto hat geschrieben:Nach einer netten KN-Diskussion mit OttoWalke, habe ich in den letzten Tagen einiges dazugelernt.


Hallo Otto,

Danke, dass kann ich nur zurückgeben, auch ich habe dabei wieder zugelernt/profitiert. :)

OW

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