Wir wollten nicht nur planlos umherfahren, sondern auch gezielt Schlösser, Gärten, Städte und Sehenswürdigkeiten besichtigen, und empfohlene Wanderungen mitnehmen. Dafür empfiehlt es sich gegen einen geringen Jahresbeitrag "National Trust" Mitglied zu werden, denn dadurch spart man Eintrittspreise. Außerdem wurden wir noch Mitglied im m"Caravan and Camping Club" und beantragten rechtzeitig die Einfahrgenehmigung für die "Low Emission Zone" rund um London (ist kostenlos).
Einen Monat vor Reiseantritt bekam der Bus noch eine neue Kupplung, einen neuen Kat und eine Autogasanlage, um die Kraftstoffkosten etwas zu senken thumbs up .
Die Route führte uns von Dresden nach Schiedam (Holland) für einen 3-tägigen Zwischenstop. Dann über Calais nach Dover, immer an der Küste entlang bis nach St. Ives. Über Bristol nach Oxford und London. Von da wieder Richtung Dover, Calais und in Deutschland über Mainz zurück nach Dresden.
Jetzt lasse ich einfach mal ein paar Bilder sprechen:
Das Einparken und vor allem das Aussteigen erfordert etwas Mut in Schiedam (Holland), da weder Bordstein noch Begrenzung vorhanden sind.
Pole Position in Calais
Bodiam Castle
Selbst Der Zutritt zu Stonehenge kostet für "Nicht National Trust Mitglieder" Eintritt.
Montacute House
Lyme Regis ist bekannt für seine Küste, an der man mit etwas Glück Fossilien finden kann. Sie wird deshalb auch Jurassic Coast genannt. WIr nahmen dort an einer geführten Tour entlang der Küste teil. Uns wurde von 2 Guides (Vater und Sohn) erklärt, wie man suchen muss, und was man dann finden kann.
Kurze Zeit später bekam jeder ein Eimerchen und Schaufelchen in die Hand und konnte sein Glück selbst versuchen. Wir waren verhältnismäßig erfolgreich und förderten neben noch anderen Abdrücken, Wirbeln, versteinerten Austern auch sowas zu Tage:
Uns gefiel es dort so gut, dass wir am nächsten Tag gleich noch einmal mit einem Hammer bewaffnet die Küste entlang gingen und "gezielt" Steine auf der Suche nach Fossilen spalteten.
In England waren auch viele T2 unterwegs (mehr als T3), welche oft von Firmen restauriert, und dann als Leihwohnmobil angeboten wurden.
St. Michaels Mount, eine Festung, welche nur bei Ebbe über eine schmale Kopfsteinpflasterstrasse zu erreichen ist.
Unser Stellplatz für die Nacht mit dem Ziel im Blick :)
Ein Blick von der Festung Richtung Festland. Bei genauem hinsehen kann man schon erkennen, wie sich rechts der Pfad zur Festung langsam abzeichnet, durch einsetzen der Ebbe.
Die Ebbe hat den Pfad inzwischen vollständig freigelegt.
Dann gabs eine ungewollte Unterbrechung...auf einem Parkplatz an der Küste hörte ich ein Zischen vom Fahrzeugheck. Bei genauem Hinsehen m usste ich feststellen, dass ich mir eine Schraube eingefahren hatte sad smiley . Ein Pannenset hatte ich zwar dabei, aber einem notdürftig geflickten Reifen wollte ich keine 2000km mit einem voll beladenen Bulli zutrauen. Deswegen kurz zu Euromaster und mal eben für 70 Pfund den Reifen tauschen lassen.
Jetzt kommen wir zu einem Geheimtip. Wenn ihr mal in der Nähe von St. Just seid und einen Stellplatz für die Nacht sucht, könnte das vielleicht was für euch sein:
Der Parkplatz ist nicht kostenpflichtig und zum Abend ist da auch nix mehr los. Der Spot bietet sich auch an, um einen schönen Sonnenuntergang zu erleben. Die genauen Koordinaten werden von mir noch nachgereicht.
St. Ives bei Ebbe.
Bei einer Wanderung entdeckten wir diesen Baumstamm. Der Ranger erzählte uns, dass irgendwann mal jemand eine Münze in die Rinde steckte und sie umbog. Warum weiss keiner. Inzwischen kamen unzählige Münzen hinzu...
Campingplatz bei Bostcastle
Der CP aus etwas Entfernung.
Bei einer Wanderung entlang der Küste nach Tintagel posierten an den Klippen mehr oder weniger wilde Ponys für uns.
Eine Mühle, die ihre besten Zeiten schon hinter sich hat.
Die Haveneinfahrt nach Bostcastle.
In den Schlössern und Herrenhäusern war dank National Trust alles noch original erhalten, bzw. wieder hergerichtet. So bekam man einen guten EIndruck von damaligen Lebensstandarts.
Montacute House mit Garten.
Die Straßen, auf denen wir unterwegs waren, sahen übrigens vielerorts so aus (solange keiner entgegenkommt sind sie einfach nur schön anzusehen...):
In einem kleinen Park bei Castle Drogo waren die Eichhörnchen schon so an Touris gewöhnt, dass sie keinerleich Scheu mehr hatten.
...und dann kam da natürlich noch London. Wir hatten uns 3 Tagen dafür Zeit genommen, was natürlich nicht annähernd ausreichte um diese Stadt zu "erleben".
Für das bevorstehende Queen-Jubiläum waren viele Straßen schon geschmückt.
Die insgesamt 4 Wochen gingen viel zu schnell vorbei...wir wären gern noch geblieben.
Der Bulli hat tapfer durchgehalten. Es gab weder Wasser-, noch Ölverlust auszugleichen. Die Gasanlage arbeitete bis auf minimale Ausnahmen auch zuverlässig (auch wenn das Gas-Tankstellennetz in GB sicher ausbaufähiger ist).
Ach ja, da war ja noch der Linksverkehr...
Nach dem ersten Tag wäre ich am liebsten zurück gefahren, da mich diese 3-spurigen Kreisverkehre ziemlich fertig machten. Ab dem zweiten Tag verstand und verinnerlichte ich aber das "britische Verkehrssystem" und es gab keine Probleme mehr (diese kamen erst , als ich in Calais von der Fähre fuhr und wieder umdenken musste).
Frau und Herr Artos
ps. sorry wegen der großen Bilder, aber reduziert ist wie "beschnitten"

