Es war ein feuchtfröhliches Wochenende und wir haben einige gute Tropfen gekostet.
Am Freitagabend gings los. Aber erst um 22 Uhr. Da war das Gewitter vorbei und bis wir zu unserem Übernachtungsplatz in Heppenheim auf dem Schloßberg kamen, war das Kopfsteinpflaster schon wieder abgetrocknet.
Es war zwar bewölkt aber mild genug auch um 23.00 Uhr noch ein wenig draussen zu stehen und Wein zu trinken. Schade daß wir an diesem Vollmond-Abend dessen Lichtes beraubt waren.
Vollmond Nächte auf dem Heppenheimer Schloßberg waren und sind für uns immer etwas besonderes.
Am Samstagmorgen wird ausgeschlafen! Vor 10 Uhr stehen wir nicht auf, Frühstücken noch vor Ort und fahren dann noch kurz in die Innenstadt um uns mit etwas Geld zu versorgen. Nebenbei wird ein Reiseführer "Ardeche/Cevennen" erstanden, denn das soll im September unser Ziel werden, oder besser eine Durchgangsstation auf dem Weg in die bekannten Gefilde der Provence.
Die Fahrt geht weiter nach Gundersheim. Auf einem Feld versorgen wir uns mit Gladiolen zum Selberschneiden für unsere Freundin Heike und in Worms wird noch ein kleiner Einkaufsstopp gemacht und eine gegrillte Haxe fürs Mittagsmahl gekauft. Weiter gehts über Osthofen, Westhofen bis zum Park ansd Ride Platz bei Gundersheim.
Dort erst mal was kräftiges Essen, denn der Abend wird sicher hart. Danach schwingen wir uns auf die Fahrräder und radeln nach Westhofen zurück. Wir geniessen den ebenen Radweg, denn Elke ist nicht gerade so fit. Es ist trocken und kalt ist es auch nicht. Wir hatten vorher ein paar Minuten von der Deutschland-Tour gesehen: um Singen herum schüttete es wie aus Eimern. Wir haben Glück mit dem Wetter.
Wieder zurück am Womo gehts dann ins Ort zu unserer Freundin. Es ist noch Parkplatz vor ihrem Haus frei, also brauchen wir heute Nacht nicht mehr zu fahren und auch nicht rauszulaufen.
Der Stellplatz in Gundersheim ist noch in Arbeit, auch wenn man schon erkennen kann was es einmal werden soll. Drauffahren kann man noch nicht. Ich denke bis im nächsten Jahr im Mai das Weinwandern stattfindet wird er fertig sein. Wir natürlich hier sofort bekannt gegegben.
Der Abend kommt und wir beginnen unseren Spaziergang durch das Weindorf Gundersheim.
Schon im ersten Hof schmeckt mir der Graue Burgunder vorzüglich! Eine Brezel dazu zum Neutralisieren und danach weiter zum nächsten Winzer: hier ist der Grauburgunder nicht so gut wie beim ersten, was mich nicht davon abhält 3 Gläser zu trinken. Jedoch lasse ich mir ein Schmalzbrot schmecken und Elke hat Krautsalat.
Weiter durchs Ort.
Den nächsten Winzer laufen wir in der Absicht an Quiche Lorraine zu essen. Hier gibts keinen Grauburgunder, also wird ein anderer trockener Weisser getrunken. Den Namen hab ich vergessen, aber er war gut.
Und die Quiche Lorraine auch!
Gesättigt geht es weiter. Jetzt wird es lauter. Nach den beschaulichen Winzerhöfen kommt das Disco-Zelt der Dorfjugend. Hier steigen wir auf Hütchen um. Es ist mittlerweile schon halb zwei Uhr Nachts geworden. Der Mond lugt, noch immer voll und rund, aus den Wolken und beleuchtet unseren Heimweg.
Bei Heike angekommen wird mit Hütchen weitergemacht. Und jetzt wirds auch zuviel! Bis Morgens um 6 Uhr sitzen wir drei zusammen und erzählen uns Vergangenes und Heutiges, diskutieren dummerweise über Politik, was eigentlich gar nicht unsere Art ist, reden uns die Köpfe heiss und kühlen sie wieder mit dem nächsten Hütchen.
Es ist hell als wir die drei Schritte zum Womo torkeln und der Sonntag dient hauptsächlich dem Schlafen.
Abends um sechs (Elke hat bis 5 Uhr gepennt, währen ich schon um 2 Uhr wach war und Heikes Gulaschsuppe geniessen durfte) machten wir uns noch immer etwas benommen auf den Nachhauseweg.
Es hat lange gedauert bis ich heute wieder in der Realität angekommen bin.
Unser nächstes Treffen wird dann wohl am 13.11. in Worms sein: da spielt dann Dhalias Lane und das wollen wir, die wir die Gruppe ja gut kennen, Heike nicht vorenthalten.

