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Reisebericht von Hamburg über Turin nach Ligurien


margratete am 04 Aug 2012 23:19:55

So, nun versuch ich mich auch mal mit einem Reisebericht:

Sommerurlaub vom 14.07. bis 03-08.2012

Von Sommer kann dieses Jahr – zumindest hier in Hamburg – nicht geredet werden. Es ist nass und kalt. Darum haben wir beschlossen: Wir wollen Sommer – Sonne – Sand und Meer. Das alles finden wir in unserem Lieblingsland – Italien. Das erste Mal, dass wir Italien mit unserem Wohnmobil bereisen wollen. Wir, das sind Anke und Holger sowie unsere 20-jährige Tochter Isabelle und unser 15-jähriger Sohn Benedikt.

Ohne – zumindest grobe Planung – geht’s aber nicht. Also nichts wie ran an die Landkarte und ups: Zwischen Deutschland und Italien hat die Geographie die Alpen gelegt. Puh, die müssen überquert werden – mit dem Wohnmobil. Tja nun, die letzten Alpenquerungen erfolgen mit dem Autoreisezug. Das war recht entspannt. Aber Wohnmobil auf den Reisezug – geht leider nicht. Ich erinnere mich noch an Kindertage am Vierwaldstädter und am Genfer See und Alpenüberquerungen mit dem DKW über Pässe, bei denen einem schwindelig wurde. Darauf haben wir alle definitiv keine Lust – und ehrlicherweise trauen wir es uns auch nicht zu. Gott sei Dank gibt es Google-Earth und Routenplanung sowie das Forum. Also wird geprüft und abgewogen, welches die beste Strecke ist um über die Alpen mit Ziel Torino zu kommen. Da kommen der St. Gotthard oder der San Bernadino in Betracht. Wir entscheiden uns für den San Bernadino. Steigungen und Gefälle sollen sich in Grenzen halten, der Tunnel ist „nur“ 6 km lang.
Wir beschließen, in 2 Etappen zu fahren. 1. Etappe soll am Bodensee enden. Dort wollen wir uns ein oder zwei Tage aufhalten um dann weiter zu fahren bis Torino.
Das Wohnmobil in der Werkstatt durchchecken lassen, Ölwechsel – alles ok. Die Sachen sind gepackt, alles ist eingeräumt. Dann kann es ja losgehen
Am 14.07.2012 morgens um 5.30 Uhr geht’s gut gelaunt los. Rechtzeitig genug, um problemlos durch den Elbtunnel zu kommen. Immer der A 7 entlang einmal quer durch die Republik. Die erste Strecke fährt Holger. Alles ganz easy. Wir kommen gut voran – außer – das Fahrzeug ist laut – sehr laut. Was mag das sein – der Auspuff? Aber die Werkstatt hat gesagt, es ist alles ok. Dann die Kasseler Berge. Na gut, wir üben schon mal für die Alpen . Tja, und wie Männer nun mal so sind: Holger findet, wir seinen untermotorisiert. Es geht im nicht kraftvoll genug die Berge rauf. Kurz vor Hannoversch Münden. Es geht kräftig bergauf. Anscheinend glaubt Holger, dass das Fahrzeug kräftiger wird, wenn er kräftig ab Schalthebel reißt. Knack, peng und er hält den Griff vom Schalthebel in der Hand. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man ja lachen. (besser nicht – da ist Holger sehr empfindlich). Also Warnblinker an, raus auf den Standstreifen und zusehen, dass wir an der nächsten Abfahrt von der Autobahn runter kommen. Glücklicherweise haben wir einen Schutzbrief bei der Versicherung abgeschlossen. Angerufen, Schaden geschildert – und dann heißt es erst mal warten, warten, warten, bis der Pannendienst kommt. Dessen Kommentar: wo rohe Kräfte… (oh Mann, da bekommt Holger es aber dicke). Der Schalthebel wird notdürftig repariert. Es ist ja Sonnabend Nachmittag, da wird es nichts mit einer Werkstatt. Aber bis zum Bodensee soll es reichen – sagt der Herr vom Pannendienst. Nur in den Rückwärtsgang kann man nicht mehr schalten, aber das macht ja nichts, es geht ja nur geradeaus . Nun denn; wollen wir zusehen, dass wir schnell in Lindau am Bodensee ankommen.

Es ist kurz nach 18.00 Uhr, als wir in Lindau am Bodensee ankommen. Etwas genervt und gestresst wegen der Panne – aber ansonsten ganz ok. Nur der Lärm hinten im Wohnmobil ist unerträglich – was das wohl sein mag. Direkt am Bodensee finden wir leider keinen Stellplatz, aber am Gitzenweiler Hof finden wir einen Übernachtungsstellplatz mit Strom und Nutzung der sanitären Anlagen für 15,00 Euro. Auf dem hübsch gelegenen Campingplatz gibt es ein Restaurant, dort essen wir was bevor wir müde ins Bett fallen. Leider darf man den Übernachtungsstellplatz vor dem Campingplatz nur eine Nacht nutzen. Da wir wegen der Reparatur einige Tage bleiben „müssen“ suchen wir den Campingplatz auf (40 Euro pro Nacht!). Am Montag kontaktieren wir eine Werkstatt, die das Ersatzsteil bestellen muss damit es am Dienstag eingebaut werden kann. Nun gut, machen wir das Beste daraus und genießen wir ein paar Tage am schönen Bodensee.



Am Dienstag geht es also zunächst zur Werkstatt. Der Schalthebel ist schnell ausgetauscht. Dann noch schnell eine Fehlerdiagnose: alles ok. Also kann es weitergehen. Schnell noch eine Vignette für die Schweiz sowie eine Korridorvignette für Österreich gekauft (zusammen EUR 35,00) und dann rauf auf die Autobahn. Wie lang ist eigentlich der Pfändertunnel? Schulterzucken, keine Ahnung – oh da steht es ja – 6 km – na denn Augen zu – nein besser: Augen auf und durch. Ging doch. Kurz darauf über die Grenze in die Schweiz – Autobahn – ist aber nicht viel los. Das haben wir uns schlimmer vorgestellt.
Wir kommen gut voran in der Schweiz. Und ehe wir uns versehen, haben wir den San Bernadino erreicht. Ok, das ging ja wirklich easy. Oben am Tunnel angekommen ist eine Pause fällig. Für uns Flachländer sind die Berge schon beeindruckend. Da müssen natürlich ein paar Fotos gemacht werden. Einen Augenblick überlegen wir, doch über den Pass zu fahren, weil es bisher so einfach ging. Wir sehen in der Ferne einige Fahrzeuge den Pass rauf- bzw. runterfahren. Aber wir wollen mal nicht übermütig werden. Lasst uns zusehen, dass wir die Strecke gut hinter uns bringen. Der Lärm im Wohnmobil stört uns doch sehr.


Also gut – es geht weiter. Der Tunnel ist bekanntermaßen 6 km lang. Wenn es auf der anderen Seite auch einen Parkplatz gibt, wollen wir da auch noch mal aussteigen und Fotos machen. Also nichts wie los. Wir sind durch den Tunnel durch und – schluck – schluck. Einen Parkplatz sehen wir nicht, aber was wir sehen lässt uns die Luft anhalten. Dass es in Schleifen runter geht, das hatten wir bereits bei Google-Earth gesehen, aber wie steil – nein das haben wir nicht erkannt. Mein armer klaustrophobischer Mann muss da runter fahren – ich kann das nicht. Aber was ich kann, sind Bilder machen. Hoffentlich hat das bald ein Ende. Oh Gott, das hört ja nie auf. Wir fahren nie wieder nach Italien. Was wir alles so von uns geben, bis wir unten angekommen sind. Irgendwo anhalten – nein – bloß nicht. Wir wollen jetzt einfach nur in Torino ankommen, genauer gesagt, in Caselette, einem Vorort von Torino. Dort werden wir von Freunden bereits erwartet.
Gegen 19.00 Uhr kommen wir endlich an. Wir haben Hunger und Durst. Außerdem ist uns mächtig warm. Denn auf der Südseite der Alpen haben wir das Schmuddelwetter hinter uns gelassen. Und je weiter wir nach Süden kommen, je wärmer wird es. Mit unseren Freunden gehen wir in eine Pizzeria und fühlen uns endlich wie in Italien. Wir sind angekommen. Es geht munter los. Das Lokal war bei unserer Ankunft schon gut besucht. Schnell wurden die Tische umgestellt, einige Gäste mussten ihre Plätze wechseln, Tische wurden zusammengeschoben, Stühle gerückt und schon konnten wir, immerhin 10 Personen, Platz nehmen. Unsere Freunde sprechen italienisch und etwas englisch, wir etwas italienisch und englisch. Nur unsere Tochter spricht fließend italienisch. Sie muss nun dolmetschen in dem Chaos aus Sprachen und Stimmen; immerhin sind wir 10 Personen, die alle durcheinander sprechen. Es ist einfach herrlich und lecker sowieso.
Wir bleiben bis Freitag. Stehen mit dem Wohnmobil auf Privatgelände. Besuchen Torino und bekommen eine private Stadtführung. Es ist schon interessant. In Turin gibt es ein Filmmuseum. Das Filmmuseum ist in einer entwidmeten Kirche untergebracht. In führt ein Fahrstuhl einen Turm hinauf. Von dort hat man einen überwältigen Blick über die Po-Ebene bis zu den Alpen. Das Grabtuch Jesu haben wir auch besucht. Weiterhin gibt es in Turin die größte ägyptische Sammlung. Und in Turin fährt die fahrerlose U-Bahn. Eine von dreien weltweit. Turin ist wirklich eine Reise wert. Das beste Eis gibt es außerhalb von Turin. Es ist auf einem Agriturismo am Stadtrand. Dort wird das Eis in eigener Herstellung aus der Milch der dort gehaltenen Kühe hergestellt. Einfach lecker. Leider finde ich dort nie wieder hin. Übrigens: als wir in Hamburg gestartet sind, hatten wir Temperaturen von ca. 15 Grad. Hier in Turin haben wir 35 Grad.



Am Freitag geht es weiter nach Ligurien. Diano Marina ist das Ziel für unseren Badeurlaub. Diesmal muss ich fahren und die Strecke hat es teilweise in sich. Wir kennen sie schon von Autofahrten. Um an die ligurische Küste zu kommen, müssen die Seealpen über- bzw. durchquert werden. Und diese Strecke ist eine Transitstrecke. Das bedeutet LKW an LKW. Ich habe noch nie so viele rücksichtslose LKW-Fahrer erlebt, wie auf dieser Strecke. Es war einfach scheußlich. Es wurde gedrängelt und gehupt was das Zeug hielt. Es war unglaublich nervenzehrend. Schließlich haben wir auch das überstanden. Am frühen Nachmittag sind wir in Diano Marina angekommen. Wir haben uns im Stellplatzführer den Oasi Park ausgesucht. Den Platz haben wir schnell gefunden. Er ist nett gelegen, einfach zwar, aber das soll uns nicht stören, schließlich wollen wir den Tag am Strand verbringen. Es ist auch noch nicht so viel los, was sich aber im Laufe des Abends noch ändern wird. Wir sind – zunächst – die einzigen Deutschen unter lauter Italienern. Wir haben einen Stellplatz weiter hinten zugewiesen bekommen. Dort ist es recht ruhig. Das gefällt uns. Das Wohnmobil wird abgestellt, bezahlen sollen wir erst abends, wenn die Rezeption wieder geöffnet ist. Wir haben also Zeit, den Strand zu erkunden. Es ist nicht weit und es ist ein schöner Sandstrand, was in Ligurien nicht selbstverständlich ist. Die Promenade ist nett angelegt, man findet auch schattige Plätze. Aber unsere Kinder wollen ins Wasser. Da gibt es kein Halten mehr. Wie haben wir das warme Wetter und das warme Wasser vermisst.



Abends dann an der Rezeption zahlen wir für 12 Tage Aufenthalt insgesamt 104 Euro inkl. Strom. Das geht in Ordnung.
Wir wollen uns erholen, den Strand genießen – aber auch ein wenig spazieren gehen in den Hügeln. Mehr ist bei den Temperaturen auch nicht möglich. Wir messen bis zu 40 Grad. An einem Tag ist in der Ferne auch zu beobachten, dass es dort brennt.
Wir genießen in Ligurien das frische Gemüse und Obst, das täglich durch Händler direkt am Stellplatz feilgeboten wird. Am Tag am Strand werden Liegen und Sonnenschirm gemietet. 2 Liegen und Sonnenstuhl kosten ab 16,00 Euro. Ab Ende Juli/Anfang August haben sich die Preise deutlich erhöht. Dann kosten die Liegen mit Schirm min. Euro 20,00. Auch der Stellplatz wird ab 1. August deutlich teurer.

Am vorletzten Tag in Ligurien machen wir einen Ausflug nach Cervo. Vom Hügel über unserem Stellplatz sieht es so nah aus, dass wir beschließen, zu Fuß zu gehen. Fehler, großer Fehler. Es ist heiß und es ist weit. Nach 3 km beschließen wir, mit dem Bus weiter zu fahren. Gesagt getan und Glück gehabt. Wir mussten nur 15 Min. auf den nächsten Bus warten. Die Fahrkarte kostet pro Person 1,45 Euro und ist 90 Minuten gültig. Das heißt, ich kann 90 Minuten fahren, egal wie weit. Aber beachten: In Italien kauft man das Ticket nicht beim Busfahrer sondern in der Tabaccheria. Beim Busfahrer kostet das Ticket 3-mal soviel. Cervo ist wunderschön. Wir klettern durch enge Gassen hinauf bis zur Kirche. Von dort aus hat man einen überwältigenden Blick über die ligurische Küste.


Einfach atemberaubend. Aber auch die Kirche von innen – ein Meer von Farben, es ist unglaublich. Während unseres Besuchs in Cervo war in einer kleinen Kapelle gerade ein Konzert und die Musik wehte mit dem leichten Wind durch die Gassen. Hoch oben über der Küste gibt es ein kleines Lokal mit einer Terrasse. Dort lassen wir uns nieder und trinken das In-Getränk des Jahres: Aperol-Spritz und fühlen das Dolce-Far-Niente. Es möge nie aufhören. Leider muss es das aber und so fahren wir abends mit dem Bus zurück nach Diano Marina.

Wir müssen nun Abschied nehmen. Montagmittag fahren wir los. Diesmal soll es über den Brenner gehen. Die Strecke soll noch am einfachsten zu bewältigen sein, alles nur Autobahn und einigermaßen geringe Steigungen und Gefälle. Außerdem sind da immer noch diese lauten Geräusche hinten im Wohnmobil. Holger verdächtigt entweder die Achse oder ein Radlager. Na Prost Mahlzeit. Wir wollen nach Rückkehr in Deutschland gleich eine Werkstatt aufsuchen. Zunächst müssen für die A 10 in Italien über die Seealpen zur Poebene fahren. Verkehrstechnisch geht’s. Es ist zwar dichter Verkehr, aber wir kommen gut durch. Nur diese LKW-Fahrer. Ich wiederhole mich… Und dann dicker Stau. Was war passiert. Ein LKW-Unfall. Eine Stunde stehen wir. Als wir endlich am Unfallort vorbeifahren sehen wir es. Zwei LKW zusammengestoßen. Einer hat sich quer über die Fahrbahn gestellt. Mich wundert es eigentlich nur, dass bei der Fahrweise, nicht mehr passiert. Auf dem Hinweg wurde ich einmal regelrecht abgedrängt und auch jetzt scheinen die Herren der Autostrada den Zeitverlust durch den Stau wieder reinholen zu wollen. Es ist unglaublich, wie manche LKW fahren. Erst in der Po-Ebene wird es langsam besser, der Verkehr weniger dicht. Wir kommen jetzt sehr gut durch, lassen den Garda-See links liegen und fahren auf die Brenner-Autobahn. Maut haben wir für die Strecke rd. 20 Euro gezahlt. Das geht ja noch. Uns machen die lauter werdenden Geräusche unseres Wohnmobils sorgen. Da wir sowieso tanken müssen also raus auf die Tanke. Dort prüft Holger noch einmal die Reifen und entdeckt eine in den Reifen eingefahrene Schraube. Hat der Reifen Schaden genommen? Besser wir machen einen Reifenwechsel, beschließen wir. Ein freundlicher LKW-Fahrer ist uns behilflich. Das Fahrzeug ist schnell aufgebockt, aber – das Reserverad will sich einfach nicht aus der Veranckerung lösen. Es hilft nichts. Der freundliche Lkw-Fahrer schaut sich auch noch einmal den Reifen an und meint, dass wir es riskieren können damit bis zur Werkstatt in Deutschland zu fahren. Wir vertrauen ihm und fahren weiter. Es ist aber schon spät geworden. Es wird schon dunkel als wir oben in Brenero ankommen. Kurzum beschließen wir, die Nacht dort zu verbringen. Diesen Entschluss haben noch eine weitere Familie mit ihrem Wohnmobil und eine Familie mit einem Wohnwagengespann gefasst. Es ist zwar laut dort, aber was solls. In der Nacht kommt noch ein weiterer Pkw mit zwei Frauen, die auch die Nacht dort oben verbringen. Kalt ist es. Von fast 40 Grad in Ligurien haben wir hier nur noch 15 Grad, brrrh. Wir schlafen einigermaßen gut. Trinken morgens noch Kaffee, kaufen die Vignette für Österreich und dann geht’s los. Ich wiederhole mich: Bis auf die LKW ist es eine angenehme Fahrt. Ich fahre immer wieder kleine Parkplätze an, um ungeduldig hupende LKW vorzulassen. Schnell geht es jetzt weiter. Rosenheim ist das Ziel und dort eine Fiat-Werkstatt. Wir kommen am frühen Nachmittag dort an. Der Werkstattmeister erklärt uns, dass an diesem Tag bereits zwei weitere Wohnmobile auf der Durchreise mit Pannen gekommen sind. Man will sich aber unser Fahrzeug ansehen und dann entscheiden, ob der Schaden am gleichen Tag behoben werden kann. Kleine Probefahrt durch den Meister und auch er sagt, Radlager. Soll noch am selben Tag erledig werden. In der Zwischenzeit gucken wir uns Rosenheim an. Es ist hübsch dort. Bestimmt eine Reise wert. Wir gehen was essen. Wollwurst mit Salat und Kartoffelpüree – wir müssen erst fragen, was das ist (gebratene Weißwürste) Echt lecker. Zwischendurch ruft die Werkstatt an – Radlager hinten links ist defekt, Reparatur ist erfolgt, kostet EUR 230,00. Der Reifen wurde auch noch einmal geprüft. Er ist in Ordnung, Reifenwechsel nicht notwendig. Es kann also weitergehen. Aber heute nur noch bis Bad Aibling. Hier gibt es einen Stellplatz beim Schwimmbad. Sehr schön und ruhig gelegen kostet die Übernachtung hier EUR 7,00, Strom kostet extra EUR 0,50/KW/Std. Wir beschließen, das Schwimmbad zu nutzen. Es ist wirklich schön und ab 17.30 Uhr bezahlt man auch nur EUR 2,00 Eintritt pro Person. So gehen wir mit den Alpen im Hintergrund schwimmen und danach nur noch ins Bett.
Am nächsten Tag lassen wir es ruhig angehen. Erst einmal wollen wir in Ruhe frühstücken, bevor wir weiter fahren. Unser Wohnmobil ist inzwischen flüsterleise, nicht zu fassen. Unser nächstes Ziel ist Rothenburg ob der Tauber. Mein Mann war vor 30 Jahren dort und möchte noch einmal dorthin und unseren Kindern zeigen. Auf der Autobahn kommen wir gut voran. Am Nachmittag kommen wir in Rothenburg an. Einen Stellplatz finden wir auch, auch mit Stromanschluss – wichtig zum Aufladen der Smartphones . 10 Euro kostet der Stellplatz, Strom kostet extra, wie gewohnt. Besonders schön finden wir den Stellplatz nicht. Außerdem ist er sehr laut, da direkt an der Kreuzung von zwei Hauptverkehrsstraßen. Wir besuchen Rothenburg bleiben bis zur Dämmerung. Es werden Fotos ohne Ende geschossen, irgendwann sind wir erschossen. Also zurück – es ist Vollmond – da wirkt die Stadt richtig stimmungsvoll.


Nach einer nicht so ruhigen Nacht wollen wir nach dem Frühstück weiterfahren. Göttingen ist das nächste Etappenziel, das wir auch nachmittags erreichen. Hier finden wir einen schönen Stellplatz am Schwimmbad Eiswiese. Der Stellplatz ist wirklich schön angelegt. Eine Wiese mit Tischen, an denen man sich zum Essen niederlassen kann. EUR 10,00 kostet der Stellplatz für die Nacht, Strom extra. Nicht weit entfernt ein Freizeitsee, die Leine fließt nicht weit entfernt an uns vorbei. Unsere Kinder haben Sehnsucht nach Mcdoof. Drei Wochen Entzug sind zuviel. Also gehen wir in die Stadt. Das McDonald App weist den Weg. Auf dem Weg passieren wir einige sehr schöne alte Fachwerkhäuser. Man müsste sich mehr Zeit nehmen… Aber unserem Sohn ist nicht nach Kultur. Auf dem Weg passieren wir einige sehr schöne alte Fachwerkhäuser. Man müsste sich mehr Zeit nehmen… Aber unserem Sohn ist nicht nach Kultur. Abends soll es noch ins Schwimmbad gehen. Ab 21.00 Uhr kostet der Eintritt für Schüler und Studenten nur noch EUR 1,90 und für Erwachsene EUR 3,60 zzgl. Je EUR 2,00 für das Solebad. Das gönnen wir uns. Es ist herrlich, im Solebad vom Salzwasser getragen zu werden. Für unseren Sohn ist natürlich die Rutsche wichtig. Das ganze Schwimmbad wird erkundet. Wir haben dafür 1 ½ Stunden Zeit, dann schließt das Bad. Wir bleiben bis zur letzten Minute, huschen dann nur noch rüber in unser Womo und dann ins Bett. Seelig schlafen wir, es ist herrlich ruhig dort. Unsere Kinder haben beschlossen, dass am nächsten Morgen nicht mehr im Womo gefrühstückt wird, sondern bei McDonald. Das spart den Abwasch . Na gut, wenns denn sein muss. Auf dem Weg zur Autobahn ein Zwischenstopp, ein leichtes Frühstück mit Croissant und Kaffee dann geht’s Richtung Heimat. Bei Hannover gibt es den ersten Stau. Man merkt, es wird voller auf der Autobahn. Dann Hamburg. Elbtunnel, wir hatten es im Verkehrsfunk schon gehört, wir stellen uns hinten an. Eine Stunde dauert es, bis wir durch den Elbtunnel sind. Der nächste Stau ist schon in Sicht, so dass wir beschließen, in Stellingen von der Autobahn abzufahren und die B4 bis Quickborn zu fahren. Gegen 16.00 Uhr sind wir wieder zu Hause. Es regnet – wie vor dem Urlaub.

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Waldi am 05 Aug 2012 06:16:58

Hallo margratet
Danke für deinen schönen Ligurienbericht. Wir waren das letzte mal 1998 in Ligurien das ist schon eine schöne Gegend.

Ciao Waldi

gartendersinne am 05 Aug 2012 07:50:56

Hallo,

danke für den tollen Bericht. Muss gleich erstmal googeln wo Ligurien ist, hihihi!

Ein Glück, das euer Womo wieder fit gemacht werden konnte und auch mit dem Reifen nix schlimmeres war.

Wir überlegen ja auch grad nach Italien zu fahren, deshalb freu ich mich um so mehr, das du auch so ausführlich über die Autobahnen und Tunnel geschrieben hast. Wobei, das was du schreibst hält mich eher davon ab, doch so weit zu fahren.

Aber eure Bilder vom Bodensee sehen auch nicht so sonnig und warm aus (w3as wir nun als Alternative in Betracht gezogen haben), oder täuscht das?

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Gast am 05 Aug 2012 08:21:04

:daumen2:
Toller Bericht und schöne Bilder :wink:
Wir waren voriges Jahr dort , allerdings im Oktober , da ist ruhiger :D
Eine schöne Gegend dort unten -> Ja . Cervo sieht "Dicht " aus :lol: diese Erfahrung haben wir auch machen dürfen ..... :lol:
Der Markt hat uns am meisten faziniert -> frisches Obst und Gemüse -> ich mag dieses Flair und hoffe wieder einmal dort hin zu kommen ....Für Kinder ist es ja gradezu ideal , wenn man den "kurzen Weg" zum Strand mal ausser acht lässst..
Ich hoffe Ihr habt das tolle Eis probiert , was es unten an der Straße gab :?:

margratete am 05 Aug 2012 16:42:51

gartendersinne hat geschrieben:Hallo,

danke für den tollen Bericht. Muss gleich erstmal googeln wo Ligurien ist, hihihi!

Ein Glück, das euer Womo wieder fit gemacht werden konnte und auch mit dem Reifen nix schlimmeres war.

Wir überlegen ja auch grad nach Italien zu fahren, deshalb freu ich mich um so mehr, das du auch so ausführlich über die Autobahnen und Tunnel geschrieben hast. Wobei, das was du schreibst hält mich eher davon ab, doch so weit zu fahren.

Aber eure Bilder vom Bodensee sehen auch nicht so sonnig und warm aus (w3as wir nun als Alternative in Betracht gezogen haben), oder täuscht das?


Hallo Gartendersinne,

das täuscht ein wenig, aber das Hochladen der Bilder war gestern Abend sehr mühseelig. Wir waren ja um den 15. Juli 2012 am Bodensee. Es war zwar auch wechselhaft, d.h. es hat auch geregnet, aber nicht so wie bei uns in Norddeutschland, wenn es sich da erstmal eingeregnet hat.... Außerdem war es ein warmer Regen :D
Da wir von vornerhein geplant hatten, nach Italien zu fahren (auch um Freunde zu besuchen) kam in diesem Jahr nicht in Frage, was wir uns aber bei Ankunft am Bodensee überlegt haben: man müsste den Bodensee einmal umrunden. Es ist wirklich wunderschön dort und wir waren nicht das letzte Mal dort.

Was die Autobahn/Autostrada-Fahrten anbelangt: Wir kannten die italienischen Autobahnen in Ligurien ja schon von Fahrten mit dem PKW. Da wir unser Womo noch nicht so lange fahren (2. Saison) war es uns wichtig, vorher zu prüfen, was für uns machbar ist und Klarheit über die Straßenverhältnisse zu verschaffen. Die Leute, die in den Bergen wohnen finden das möglicherweise übertrieben (unsere Freunde in Italien schmunzeln auch über uns :wink: )aber ich denke besser so als Selbstüberschätzung. Alles in allem ein toller Urlaub nur leider viel zu kurz.

Hier noch ein paar Impressionen



(Gassen von Cervo)
(Diano Marina Strandimpressionen)

Weitere Bilder folgen nach und nach
Liebe

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