Pktl. 12.30 Uhr verabschiede ich mich von meinen Kollegen für die nächsten 3 ½ Wochen. Das Womo steht fertig auf den PP. Hole meinen Mann vom Büro ab und es geht erst mal in die Werkstatt. Wir verlieren Öl.
Irgendwo am Getriebe muss etwas undicht sein. In der Werkstatt erst mal nur Öl aufgefüllt und nun los Richtung Lamsfeld an den Mochowsee. (Geburtstagsfeier). Wetter naja, Sonntagabend geht es weiter Richtung Köln, wir müssen unseren Junior am Mittwoch vom Zug abholen. Wir machen in Lutherstatt Wittenberg halt und suchen Montag früh die Fiat Werkstatt auf. Der Ölverlust wird nicht weniger. Gleich auf die Bühne und der Meister hat den Schaden erkannt. Dichtung defekt. Er kann die Teile bestellen aber nicht zusichern dass wir bis Mittwoch in Köln sind. Ok - wir planen um, fahren bis Köln in die Werkstatt. Dort wird das Auto repariert. Wir bummeln bei Regenwetter durch Köln und können noch an einer Stadionführung teilnehmen. Dann der Anruf, Auto fertig. Hurra. Die Urlaubskasse um 400€ erleichtert, aber wir haben ein gutes Gefühl das das Womo nun ganz ist.
Mittwochabend kommt unser Junge und es geht am Donnerstag weiter nach Belgien an die Nordsee. Leider hier kein Badewetter, sodass wir weiter nach Dünkirchen fahren. Die Frage nach einer Umbuchung der Fähre erübrigte sich dann beim Preis von 63€. Wir hatten 98€ für hin und zurück bezahlt.
Nutzen die Zeit und schauen uns ein wenig Dünkirchen an. Dann noch tanken und in dem riesigen Einkaufscenter shoppen, dann geht es zurück zur Fähre.
Sonntag geht dann endlich die eigentliche Reise los. Wir kommen in Dover an und fahren dem Konvoi hinterher. Erst mal an den Linksverkehr gewöhnen. Aber alles ist gut.
Es geht die Küstenstraße Richtung Beachy Head. Wir kommen durch Hasting hindurch. Alles was Beine hat ist unterwegs. An der Strandpromenade ist ein Piratenfest. Leider finden wir keinen Parkplatz und müssen somit weiterziehen. Das hätten wir uns gern angesehen. Was uns aber verwunderte - Palmen !! Sind wir Richtig??
Ja - alles ist gut.
Am Beachy Head wurde uns eine einmalige Aussicht geboten. Wunderschöne Landschaft, leider stehen überall Verbotsschilder, dass man dort nicht Übernachten darf. Und ich wollte keinen Kontakt mit der Polizei, sodass wir nach einem gemütlichen Kaffeetrinken weiterfuhren.
Wir lernen die ersten engen Straßen kennen, aber es sollte noch besser werden.
Wir fahren nach Uckfield auf einen sehr schönen SP/ CP und lassen die ersten Stunden auf Englands Straßen erst einmal sacken.
Montag 23.7.
Die Sonnenstrahlen wecken uns und nach einem ausgiebigen Frühstück geht die Reise weiter. Wir fahren nach Brighton. Bekommen an der Uferpromenade einen Parkplatz und machen uns auf den Weg zum Royal Pavilion.
Uns war aufgefallen, sobald eine Rasenfläche vorhanden war nutzt man diese zum verweilen oder zum Sonnen. In Deutschland würden Schilder stehen „Betreten der Rasenfläche verboten“!
Nach ausgiebiger Besichtigung und Stadtbummel ging es weiter. Wir fuhren die Küstenstraße weiter und suchten einen Platz am Wasser zum Kaffee trinken. Dann sollte es weitergehen nach Portsmouth. Wir stellten das Navi ein und mussten feststellen, dass wir laut Navi in Berlin waren. Was sollte das bedeuten, die Erklärung kam einige Tage später. Das neue Navi hat sich aber berappelt und es ging nach Portsmouth. Der CP an der Strandpromenade war ok. Wir grillten am Abend noch und konnten bei sonnigem Wetter schön draußen sitzen. Hier hatten wir endlich auch mal Deutsche Urlauber getroffen. Sie kamen aus Cornwall und hatten uns gesagt wir sollten uns das überlegen mit dem großen Womo bis Cornwall zu fahren. Na wir überlegen noch.
Dienstag 24.7.
Sonne pur. Wir holten die Räder vom Womo und es ging die Strandpromenade entlang, Richtung Marinemuseum.
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Hier schauten wir uns aber nur draußen um. Dann fuhren wir zum Spinnaker Tower. Die Aussicht war natürlich traumhaft. Auch der Blick durch den Glasfußboden.
Dann meldete sich der Magen und wir wollten endlich Fish & Chips.
Nachdem wir uns gestärkt hatten ging es weiter zum D-Day Museum.
Meine Männer hatten sich in Anbetracht der geschichtlichen Bedeutung mehr davon versprochen.
Somit ging der Tag zu Ende und wir fuhren Richtung Torbay.
Wir suchten uns diesmal einen Platz irgendwo im Grünen
und hatten einen schönen Sonnenuntergang.
Mittwoch 25.7.
Am nächsten Tag sollte es erst mal nach Lyme Regis gehen.
Wir stehen mitten in der Pampa und nun hat das Navi komplett seinen Dienst eingestellt. Es lässt sich nicht mehr starten. Versuche es noch über den PC in Gang zu bekommen, aber es tut sich nichts. Nun heißt es wie vor 20 Jahren, Karte raus und los geht es. Das kurze Stück bis Lyme Regis ist ja noch zu bewältigen. Mein Mann will aber nicht wirklich ohne Navi weiterfahren. Ok, wir finden Lyme Regis auch ohne Navi und bleiben am Ortseingang auf einen Parkplatz stehen. Nun geht es zu Fuß in das Fischerdorf.
Aber so richtige Stimmung kommt nicht auf. Das defekte Navi beschäftigt uns zu sehr.
Wir marschieren zurück und planen erst mal um. Wir fahren nach Exeter, in der Hoffnung einen Laden zu finden wo wir ein Navi bekommen.
Wir fahren die engen Straßen Richtung Autobahn. Es geht hier nur sehr langsam voran. Dann passierte es. Wir standen fast und der Kleintransporter fuhr ohne abzubremsen an uns vorbei und der rechte Außenspiegel flog gegen die Fahrerkabine. Der Schreck saß tief. Der kleine Spiegel war aus der Halterung gebrochen und konnte nicht mehr befestigt werden.
Der andere Fahrer war natürlich weitergefahren. Wir haben wieder etwas gelernt. „ Fahre mit angeklappten Spiegel“.
Wir kommen in Exeter an und werden hier auf einen P + R Parkplatz geleitet. Eine schöne Sache, wenn die Höhenbegrenzung auf den Parkplätzen nicht wäre. Wir fanden aber am Straßenrand eine Parklücke für unseren Großen. Konnten von dort mit dem Bus direkt in die Innenstadt fahren. Wir fragten uns zu einem Elektronikmarkt durch und wurden fündig. Haben ein neues Navi gekauft und konnten dann nach diesen schwarzen Tag, mit Navi, weiterfahren.
In Exeter ist uns die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Engländer sehr bewusst aufgefallen.
Wir sind dann weiter Richtung Torbay und suchten uns den CP in Galmpton aus. Hier war es richtig schön. Terrassenförmig angelegt, mit Blick aufs Wasser.
Hier blieben wir ein paar Tage länger.
Donnerstag 26.7.
Heute musste mal Wäsche gewaschen werden. Irgendwie hatten wir die falschen Sachen eingepackt. Wer denkt denn auch, dass in England durchweg 25 Grad und mehr sind. Die Männer machten sich mit den Rädern auf, um die Fiatwerkstatt aufzusuchen. Vielleicht können die uns mit dem Spiegel weiterhelfen.
Nachdem sie zurück waren sollten wir am Freitag mit dem Womo vorbei kommen und sie wollen den Spiegel reparieren.
In Paignton sollte am Abend ein Motorradtreff an der Strandpromenade stattfinden. Wir machten uns mit den Rädern auf den Weg. Ich kann nicht sagen wie viel km ich das Rad geschoben habe. Diese Berge und Steigungen!!.
Es waren bei diesem Bikertreffen alle Marken vertreten und schön anzusehen.
Aber der Rückweg mit dem Fahrrad stand noch bevor. :ooo:
Freitag 27.7.
Ich genieße die Sonne und die Männer fahren mit dem Womo in die Werkstatt. Leider konnten sie uns dann doch nicht helfen. Na gut dann muss es ohne gehen. Meine bessere Hälfte machte sich noch mal mit dem Rad auf zum Strand.
Ich hatte von Fahrradfahren und Fahrradschieben die Faxen dicke und legte mich schön in die Sonne. Am Abend hatte ich dann die Bescherung mit einem kleinen Sonnenstich. Wir planten nun noch wohin die Reise weitergeht. Cornwall war nun endgültig gestrichen. Wir waren solche engen Straßen gefahren was nicht wirklich entspannt war.
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So ging es Samstag nach Bristol.
Samstag 28.7.
Wir hatten am Samstag ausgeschlafen und dann in Ruhe gefrühstückt, danach ging es nach Bristol.
Und wir verabschieden uns von der Englischen Rivera.
Der Cp ist gut besucht, aber es gibt für uns noch ein Plätzchen.
Direkt hinter dem Platz ist ein Fähranleger.
Von dort aus ging es ins Centrum. Hier schlenderten wir durch die Straßen, Pups und Cafes. Überall saßen die Leute, bei herrlichem Sonnenschein, draußen. Es war eine tolle Stimmung.
Sonntag 29.7.
Wir wollen weiter Richtung London. Aber erst muss noch die Clifton Suspension Bridge besichtigt werden. Die Anfahrt dorthin ist schon wieder ein Alptraum. Aber alles geht gut und die Brücke ist wirklich Wahnsinn, ein unglaubliches Bauwerk.
Dann ging es weiter bis Oxford. Dort nutzen wir wieder den P+R Platz und sind dann mit dem Bus in die Innenstadt. Hier gibt es so viel zu besichtigen, dass ein Nachmittag nicht ausreicht. Leider hatte uns hier dann auch der Regen erwischt.
Am Montag ging es dann nach London. Wir hatten uns schon im letzten Jahr bewusst für London und den olympischen Spiele entschieden. Im Vorfeld hatten wir Karten geordert und einen CP gebucht. Der CP war im Internet sehr schön beschrieben und wir buchten diesen dann. Er lag im Norden von London.
Als wir dort ankamen, dachten wir, dass wir auf einen falschen Platz gelandet sind. Denn wir hatten kein Zigeunerlager für viel Geld gebucht. Aber es war der Platz. Das einzig schöne war die Internetseite. Aber was soll‘s, wir wollen nur zum schlafen hierher kommen. Man hat uns eingewiesen, Strom sollte in den nächsten Tagen kommen, sie hatten nicht mit so einem Andrang auf die Stromsäulen gerechnet.
Es war eine riesengroße Wiese, am Eingang stehen Toilettenwagen und Duschwagen. Ein großes Zelt wo man die Olympischen Spiele am Fernsehen verfolgen konnte und ein Freiluftgrill, wo zu jeder Zeit Essen angeboten wurde. Platznummern oder ein System wie/ wo gestanden wird gab es nicht. Als wir am Abend wiederkamen hatten wir uns umgestellt und kamen auch an eine freie Steckdose.
So nun ging es zu U-Bahn Stadion, die gleich neben dem Platz war. In 25 Min. war man in der Innenstadt. Wir fuhren bis zum Hyde Park und stürzten uns in die Menschenmengen. Viele Menschen sind unterwegs, aber es ist ein gutes durchkommen. Es ging weiter zum Hard Rock Cafe und dann zum Buckingham Palace.
Dann zurück durch den Hyde Park zur Busstadion. Wir wollen London erst mal mit dem Bus erkunden. Wir fanden das eine gute Idee, weil man Aussteigen kann und in den nächsten Bus wieder einsteigen und das Ticket gilt 24 h. Vom Doppeldeckerbus aus kann man sehr schön sehen. Nach 3 Std. machen wir Schluss, wir sind so erschlagen von Informationen und dem was wir gesehen haben, dass das alles erst mal verarbeitet werden muss.
Dienstag 31.7.
Für Dienstag hatten wir für die Boxveranstaltung Karten. Am Vormittag wollten wir noch in den Tower of London. Leider gab es an diesem Tag Probleme mit der U Bahn, sodass wir 2 Std. benötigten um am Tower zu sein. Aber der Besuch hat sich gelohnt.
Dann ging es mit der Bahn zur ExCel Arena. Leider waren wir schon etwas spät und wollten uns nach dem Wettkampf die Arena ansehen. Gut - Boxen war der Wunsch des Juniors. Ihm hat es gefallen. Wir wurden aber nach Ende der Veranstaltung aus der Halle geleitet und konnten uns nichts mehr ansehen. Das war schade.
Mittwoch 01.08.
Wir wollen zum Wembley Stadion. Mit den Verkehrsmitteln alles kein Problem. Durch die Olympiade ist aber ein Blick in das Stadion nicht möglich.
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Somit geht es in die Innenstadt zum schauen, staunen und shoppen. Wir fahren bis zum Oxford Circus und bummeln die Straße entlang. Hier und da verschwinden wir in ein Geschäft. Das Hamleys ist der Hammer. So etwas haben wir noch nicht gesehen und waren danach auch platt.
Es ging dann weiter zum Piccadilly Circus und ruhten uns am Brunnen erst mal aus.
Hier sagt man, wenn man lange genug sitzen bleibt trifft man einen Bekannten. Wir saßen wahrscheinlich nicht lange genug. Dann ging es in das danebenliegende Sportgeschäft. Hier hatten wir einiges an Geld gelassen.
Mit der Bahn fuhren wir nach Stratford, in das Einkaufscenter Westfield. Was hier geboten wurde war wiedermal unglaublich. Irgendwann waren wir so kaputt und fuhren zu unserem Zigeunerlager zurück.
Donnerstag 02.08.
Nach dem Frühstück ging es gleich in den Olympiapark. Bis zum Start der Handballwettkämpfe hatten wir viel Zeit und konnten uns alles ansehen, soweit man an die Hallen ran kam. Es ist eine sehr schöne Anlage, mit vielen Grünflächen, Wasserarmen und Blumenwiesen.
Ich war erstaunt über die Sauberkeit und das nicht nur im Olympiapark.
Dann ging es zum Handball, erst spielte Kroatien gegen Ungarn, danach gab es Großbritannien gegen Argentinien. Das war stimmungsmäßig der Kracher, spielerisch müssen sie noch viel aufholen. Sie waren aber dabei!!
Ach ja wir haben ja schon Donnerstag und unser Urlaub geht zu Ende. Wir fahren am Abend noch nach Dover. Früh um 6 Uhr fährt die Fähre nach Dünkirchen.
Es war für uns eine tolle Reise und wir werden bestimmt wiederkommen. Am Ende der Reise standen knapp 3500km auf dem Tacho.
Was mich aber am allermeisten geärgert hat, dass ich damals ständig den Englischunterricht geschwänzt hatte. Ohne unseren Jungen hätten wir ganz schön alt ausgesehen.

