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Amateurfunk: HF-P1, die Urlaubsantenne fürs Handgepäck


batchman99 am 29 Sep 2012 23:36:02

Mangels Antennenmöglichkeit bin ich gelegentlich gerne mal mobil auf der kurzen Welle QRV.
Sonst nur im PKW, bietet sich ein Wohnmobil gerade zu als rollender Shack an.
Im Laufe der Jahre haben sich einige Mobilantenne angesammelt, wie zum Beispiel das Mobilantennen-Set Yaesu-RSL (80-10m),
Monobandantennen von ProAm (40m&80m), ein Outback-Nachbau (80m bis 70cm) oder eine auf 20m verlängerte DV27S.

Vorwort
Als ich diesen Monat über die UKW-Tagung in Bensheim schlenderte und gerade gehen wollte, fiel mir am Stand von Difona die HF-P1 auf.
Es ist der Nachfolger der MP-1, deren Achillesferse Impedanzprobleme auf 40m sind.
Eigentlich habe ich schon lange keine neue Mobilantenne ausprobiert, und so nahm ich mir die Antenne mit und war schon etwas verwundert,
als ich einen nur 37cm kurzen Karton überreicht bekam, in dem eine Breitband-Antenne von 3,5 bis 440Mhz Platz haben sollte.



Theorie
Die HF-P1 wird aus mehreren Teilen zusammengeschraubt und hat eine Arbeitslänge von maximal 2,4m.



Kernstück ist eine Spule mit einer Schiebehülse, womit sich die Antenne schon mal von 6-30Mhz abstimmen läßt.



Für 80m gibt es eine zusätzliche Spule (rot), die die Antenne in Verbindung mit der Schiebehülse von 3-4Mhz tauglich macht.
Läßt man beide Spulen weg, bekommt an mit dem oberen Teleskopstück 11 und 6m abgedeckt. Wenn man unbedingt will,
kann man die beiden unteren Stäbe weglassen und das Teleskopstück alleine zusammenschieben auf eine Länge von 50cm (2m) oder 16cm (70cm).
Die Antenne kann mit der mitgelieferten Schraubzwinge z.B. an einen Campingtisch geschraubt werden.
Als Radiale diesen vier 3m lange Radiale aus Klingeldraht.


erster Praxistest
Da ich keine Telegrafie betreibe, interessieren mich zunächst die Phonie-Klassiker 10/15/20/40. Auf 80m traue ich dem kurzen Ding
nicht allzu viel zu, aber man kanns ja ma probieren.
Auf einem nahegelegenen großen Parkplatz wird die Antenne in zwei Minuten zusammengeschraubt und findet ihren Platz auf einem
ausgedienten Fotostativ.
Die vier Radiale lege ich kreuzförmig aus. Über 8m Aircell-5 ist die Antenne mit einem Kenwood TS-50 oder IC-706
verbunden, jeweils mit 100W. Als Stehwellenmessgerät dient die Kreuzzeiger-Anzeige im manuelle Tuner MFJ-941.



Nachdem ich längere Zeit die Mechanik und die Stehwelle zu einzelnen Bändern studiert habe, gehts ans erste QSOs.
Auf 20m höre ich einen deutsches QSO mit einem SV0, der mich nach kurzem Rufen auch gleich rein läßt.
Es handelt sich um OM Gerd DL6NBA, der sich über die Sommermonate auf der Insel Skiathos an der griechischen Ostküste aufhält und jeden
Mittag auf 14,328Mhz QRV ist. Ich erhalte 5/9, die Antenne scheint zu funktionieren.
Auf 40m gibts heute viele Franzosen und Italiener. Ich hätte gerne selbst mal gerufen, aber es war auf dem überfüllten lauten Band keine freie
QRG zu finden.
Bei einem früheren Test vor ein paar Tagen kam ich auf 40m mit einem OM aus Rostock ins Gespräch, der mit nur 15W sehr gut zu hören war.
Ein zweiter OM aus Siegen bestätigte mir auch 5/9plus.
Unglaublich, das 3m kurze Klingeldraht-Radiale auf 40m eine positive Wirkung zeigen.
Obwohl es früher Nachmittag ist, stimme ich die Antenne mal auf 80m ab und höre auf 3630khz zwei OMs schwätzen.
Am Bodensee werd ich nicht allzu stark gehört.
Da die Antenne und die Radiale auf 80m sehr stark verkürzt ist, kommt es zu enormen Mantelwellen auf der Stromleitung, was sich durch lautes
Klappern der Relais in der Bord-Elektronik bemerkbar macht.
Abhilfe schaffte ein EMC-Filter in der Stromversorgung, der beim IC-706 mitgeliefert wurde.



Irgendwann mal habe ich das klobige Ding steckbar gemacht und bin jetzt froh, das ich ihn wahlweise auch vor den Kenwood hängen kann.

Fazit
Mit gefällt sie Antenne.
Die ersten Tests sind vielversprechend, das Transportmaß ist mit 37cm fast Handtaschen-, aber auf alle Fälle Fluggepäck-Tauglich.
Für den Womo-Stauraum sowieso.
Im Internet gibts bereits einige Erfahrungsberichte über diese Antenne, die ähnlich positiv ausfallen.
Ende Oktober ist ein längerer Auslands-Urlaub geplant, das Zielgebiet liegt noch nicht 100% fest, aber ich werde Gelegenheit haben,
die Antenne ausgiebig zu testen.

Ob einem die 109€ für diese Breitbandantenne wert ist, muß wie immer jeder für sich selbst entscheiden.

Achim DJ3UE

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toscana17 am 30 Sep 2012 00:29:47

Hallo Achim,
ich mach es mit einer 8m Angelrute mit Wechselspulen für die einzelne Bänder.
Befestigt wird das ganze, in Sekundenschnelle mit 2 Saugnäpfen.
Preis ca. 20 € und ca. 2,5 Std. Arbeit

73 Jan




yakini am 30 Sep 2012 11:11:51

...auch ich habe eine lange Angelrute, die an der Leiter am Heck befestigt wird. Dran lassen sich diverse gewickelte Eigenkonstruktionen anbringen.
Allerdings bin ich mit dem ganzen vertikalen Kram nie so richtig glücklich geworden, höchstens auf 20m....

An der Leiter habe ich einen Antennetuner hängen, der so ziemlich jedes Schnipsel Draht anpasst. Daran habe ich eine Steckverbindung, so dass ich in einer Minute einen (endgespeisten) Langdraht anschließen kann.

In der Garage steht eine Rolle mit 200m isoliertem Draht, so kann ich abzwicken, welche Länge sich gerade für die Umgebung eignet und fix anstecken. Eine Rolle Polyvinylfaser als Isolator gibts auch noch.

Das andere Ende fliegt mittels eines Wurfgewichtes irgendwo in die Bäume.
Früher habe ich dazu Bleie aus dem Angelbedarf genommen, aber die Verluste in irgendwelchen Astgabeln waren mir zu hoch, so dass es jetzt mittelalterlicher zugeht.... Wurfgewichte hergestellt aus umwickelten Steinen und eine Wurftechnik, die auch an früher erinnert.

Mit diesen simplen Methoden hatte ich schon Funkkontakte rund um die Welt auf allen Bändern. Und wenn sich mal ein Fragment der Konstruktion untrennbar mit der Natur verbindet.... auch nicht so schlimm....

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batchman99 am 30 Sep 2012 17:18:49

toscana17 hat geschrieben:Hallo Achim,
ich mach es mit einer 8m Angelrute mit Wechselspulen für die einzelne Bänder.


Das ist eine gute und günstige Idee, dafür aber auch relativ unsicher.
Bekanntlich verlängern "Fußpunktspulen" nicht nur eine Antenne, sondern reagieren auch gerne mit der Umgebungskapazität zu einem "L-Netzwerk", besonders so dicht über dem Boden und bei höheren Frequenzen. Hast du auf jedem Stellplatz mit unterschiedlichem Untergrund immer die gleiche Stehwelle?
Was sagt die Bordelektronik zu den Strömen in der Spule in nächster Nähe? ;-)

batchman99 am 30 Sep 2012 17:19:23

Edit: Doppelpost

toscana17 am 06 Okt 2012 09:57:57

Achim du weist, Theorie und Praxis gehen oft auseinander. Nach meiner gemachten Erfahrung benötigt eine solche Antenne ein Radial welches am Boden ausgelegt wird. Das Radial habe ich zuvor auf das Antennengebilde mit dem Antennen- Analyser abgestimmt.

Ganz gute Erfolge hört man von einer Bazooka-Antenne, mich würde interessieren hat von euch jemand selber Erfahrungen damit gemacht.

batchman99 am 07 Okt 2012 16:07:15

toscana17 hat geschrieben:Ganz gute Erfolge hört man von einer Bazooka-Antenne, mich würde interessieren hat von euch jemand selber Erfahrungen damit gemacht.


Naja, das ist im Prinzip ein etwas "verbreiterter" Dipol, der angeblich gutmütiger beim niedriger Höhe sein soll, obgleich ich noch nicht so recht sehe, warum.
Den einzigsten Vorteil seh ich in den Baukosten von unter 20€, aber es bleibt ein unverkürzter Monoband-Dipol, maximal zwei Bänder, den man irgendwo aufhängen muß, z.B. über 10m Spannweite bei einem 20m Dipol.
Es wird wohl kaum jemand sein altes RG-58 verschneiden, um diese Antenne zu testen, es sei den, es ist zu schade zum Wegwerfen ;-)
Die Beschreibung der Bazooka-Antenne halte ich eher für die Erklärung eines Funktionsprinzips als eine ernsthafte Alternative zu Portabelantennen....

toscana17 am 08 Okt 2012 18:50:48

Nein kein RG 58, das wäre zu schade dafür. Ich nehme ein Lautsprecherkabel und trenne es auf, einmal Strahler und einmal Radial. Die Spitz der Angelrute schneide ich ab und ziehe einen 1m langen und 2 mm dicken Schweißdraht ein, an dessen Ende das Lautsprecherkabel angelötet wird. Das Kabel läuft dann innen in der Angelrute.

Gast am 07 Feb 2013 22:52:32

Wir planen für diesen Sommer eine grössere Skandinavienreise mit einem gemieteten Wohnmobil.

Natürlich soll auch das Rig mit, ein IC 706MkII. Auf der Suche nach der "idealen" Antenne für diesen Trip bin ich auf diesen Thread und den Bericht von Achim DJ3UE über die HF-P1 gestossen.

Das Teil gefällt mir (theoretisch) sehr gut. Zwar kenne ich die Gesetze der Antennenetechnik auch: viel Draht, möglichst hoch usw. Ich bin aber für den Einsatz unterwegs ein Anhänger von Antennen, die schnell auf- und abgebaut, unkompliziert in der Handhabung und eher unauffällig bis stealth sind.

Ende Oktober ist ein längerer Auslands-Urlaub geplant, das Zielgebiet liegt noch nicht 100% fest, aber ich werde Gelegenheit haben,die Antenne ausgiebig zu testen.


Mich würde sehr interessieren, wie Deine Erfahrungen mit dieser Antenne im praktischen Einsatz waren. Worauf ist besonders zu achten?

Gibt es Alternativen zu dieser Antenne mit ähnlichen oder sogar besseren Eigenschaften?

Danke für jeden konstruktiven Beitrag.

73 de Franz, HB9EDU

batchman99 am 08 Feb 2013 23:33:23

FraMa hat geschrieben:Mich würde sehr interessieren, wie Deine Erfahrungen mit dieser Antenne im praktischen Einsatz waren. Worauf ist besonders zu achten?
Gibt es Alternativen zu dieser Antenne mit ähnlichen oder sogar besseren Eigenschaften?

Das mit dem Urlaubs-Test hat nicht geklappt, von daher konnte ich (letztes Jahr) nicht mehr viel Erfahrungen sammeln.
Wie schon geschrieben, funktioniert die Antenne, aber das Einstellen zum Frequenzwechsel könnte auf Dauer nervig werden.
Vorteil:
Durch die Klingeldraht-Radials muß man sich keine Gedanken um ein Gegengewicht machen.

Aber da ich am Liebsten Mobil funke und sich in den Jahren schon einige Mobilantennen angesammelt haben, ist das nächste Objekt
schon auf dem Radar:
In der aktuellen CQ-DL wurde die neue Hustler vorgestellt, ein Bausatz, mit dem man sich aus verschiedenen Masten und Resonatoren
eine Monobandantenne zusammenstellen kann.
Das besondere dabei ist, das man mit einem Adapter mehrere Resonatoren aufpflanzen kann wie bei einem Blumenstrauss.
Man kann also auf bis zu vier ausgewählten Bändern Betrieb machen, ohne die Antenne umbauen zu müßen.
Im Onlineshop des Alleinimporteurs Wimo gibt es auch den Testbericht aus der cq-dl als PDF --> Link

Da ich nicht weit weg wohne, bin ich heute ma aus Neugier bei Wimo vorbei gefahren.
Wie fast zu erwarten, ist die Hustler durch die cq-dl derzeit ausverkauft ;-)
Wenigstens konnte ichmeine Bestellung da lassen, bei Gelegenheit werde ich auch zu dieser Antenne gerne mal ein paar Zeilen hier schreiben.

toscana17 am 11 Feb 2013 18:01:59

Wer von Euch kennt die "Hy End Fed Antenna"

--> Link

73 Sigi

JohnDeere am 12 Mär 2021 17:50:46

Dieser Thread ist ja schon älter, aber vielleicht kann ich ihn wieder mit Interesse und Leben füllen.

Sind hier einige Funkamateure, die sich nicht nur über die Überschrift, sondern auch über Funkbetrieb mit WoMo austauschen wollen?

Vielleicht habt Ihr Tipps für den Fondsbereich der für den Afu umgerüstet werden soll, damit die liebe Gattin das WoMo hinten dann für sich hat.

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