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ich wollte mal eure Meinung zu einem kleinen Feuchtigkeitsproblem hören - wobei ich nicht glaube, dass es sich wirklich um ein Problem handelt.
Zur Vorgeschichte: Im Juni war ich mit meinem neuen Gebrauchten (5,5 Jahre alt) bei der Womo-Werkstatt, um den Unterboden konservieren zu lassen. Dafür hat die Werkstatt zunächst das Womo komplett auf Feuchtigkeit durchgemessen. Es war fast alles in Ordnung, nur an zwei Stellen am Unterboden gab es erhöhte Werte. Daher wollte der Fachmann im Juni noch kein Konservierungsmittel auftragen. Ich sollte im Herbst zur Nachmessung kommen, was ich heute getan habe.
Heute waren die Werte auch noch erhöht. Es handelt sich um die kleine innere Garagenwand zur Garagenabsenkung, die quer zum Fahrzeug verläuft (siehe Foto), sowie ein kleines Stück am Unterboden in der Nähe, etwa unterhalb des Boilers. Die Garagenwand hat über die gesamte Fahrzeugbreite Feuchtigkeitswerte von ca. 30-35%. Die Wand kann nur Spritzwasser von unten abbekommen, weil sich oberhalb die Garage befindet (also keine Heckwand) und der obere Teil der Wand, der von der Garage aus zugänglich ist, knochentrocken ist. Das kleine Stück Unterboden, das ebenfalls höhere Werte zeigt, liegt hinter dem Hinterreifen. Es sind dort einige Kabel verlegt und Schellen angeschraubt. Vor 6 Tagen bin ich eine Weile durch Regen gefahren, der Bereich ist also ausgiebig geduscht worden.
Sowohl Garagenwand als auch Unterboden sind hart, es blättert nichts ob oder so. Allerdings ist bei der Garagenwand die Stirnseite des Holzes dem Spritzwasser ausgesetzt, die ja bekanntermaßen empfindlicher ist. Daher mache ich mir auch keine Sorgen - na ja, fast keine Sorgen...
Wir sind jetzt so verblieben, dass wir die Winterpause abwarten, in der das Womo trocken steht. Dann wird noch mal gemessen und ggf. das atmungsaktive Konservierungsmittel aufgetragen.
wenn es übern Winter trocken steht...JA! (was willst du für ein Mittel auftragen lassen?)
Könnte es sein das an der besagten Kante innen ein Metallwinkel angeschraubt ist?..Metall verfälscht die Werte enorm...da kannst du jede schraube oder Klammer messen. :D
palstek am 02 Okt 2012 09:44:54
Ich glaube nicht, dass innen eine Metallleiste ist, werde aber sicherheitshalber noch mal nachsehen gehen.
Welches Mittel das genau ist, weiß ich jetzt nicht, aber da vertraue ich der Fachwerkstatt. Es ist zumindest speziell für diesen Anwendungsbereich vorgesehen und lässt noch Luft durch.
Meiner Meinung nach hat lediglich die Stirnseite auf wenige Zentimeter Tiefe mehr Wasser angenommen als die normalen Seiten der Platten. Die Werte sind ja auch nicht besonders hoch. Ich würde halt gerne wissen, ob es häufiger vorkommt, dass Stirnseiten feuchter sind.
Frank
Anzeige vom Forum
mv4 am 02 Okt 2012 11:01:12
auf die letzte Frage bezogen... JA...ist völlig normal das Holz stirnseitig Wasser besser aufnimmt. (Kappilareffekt) Dafür trocknet es dort auch schneller aus.
Frage mal bitte deine Werkstatt wie das Mittel genau heißt ...würde mich einfach mal interessieren und andere hier bestimmt auch.
Wenn die Werte nicht besonders hoch sind kann da schon sein das das die Reste der letzten Regenfahrt sind.
palstek am 02 Okt 2012 11:45:55
mv4 hat geschrieben:Frage mal bitte deine Werkstatt wie das Mittel genau heißt ...
OK, habe ich gemacht, hilft aber nicht viel: TEC Spezialdichtspray, ein hauseigenes Mittelchen von TEC für diesen Zweck (die Werkstatt ist auch TEC-Händler).
mv4 am 02 Okt 2012 12:22:28
Danke dir trotzdem...da hat halt jeder Hersteller seine eigene Goldgrube :wink:
turbokurtla am 02 Okt 2012 19:09:41
Tag Frank
Also mit Deinen Prozentangaben kann ich nix anfangen, da jedes Messgerät andere Zahlen anzeigt.
Fakt ist aber, dass so eine Kante am Unterboden schon etwas Feuchtigkeit, also Spritzwasser anziehen kann. Dieses kann in der Wand aber nur geringfügig nach oben wandern.
Deine Werkstatt hat in sofern sehr recht, wenn sie den Schutzanstrich erst auftragen will wenn alles richtig trocken ist.
Also machs so, lass das Ding übern Winter austrocknen und fahr dann zur Werkstatt hin.
Kurt
palstek am 02 Okt 2012 19:47:24
Hallo Kurt,
die Prozentangaben sollen die tatsächliche Holzfeuchte angeben. Es wurde ein Messgerät von Caisson benutzt, auf dem eine Tabelle zum Umrechnen steht. Die Originalwerte auf dem Caisson waren im Bereich 6-9, wenn ich mich recht erinnere. Ein paar Zentimeter weiter fielen sie wieder auf 2 ab.
Mein Voltcraft MF-100 meldet Werte von um die 30, stellenweise auch etwas höher.
Frank
pepe53 am 02 Okt 2012 20:46:48
Für mich sieht die Kante nicht durchfeuchtet aus. Ich glaube eher das die Verfärbung von einem Kantenschutzanstrich herrührt.
turbokurtla am 03 Okt 2012 07:38:18
Genau das meine ich Frank,
sehr viele verschiedene Zahlen und Prozente. Das Chaisson hatte ich bei meinem Test Fred dabei. Hat aber den Nachteil, dass man damit nicht punktgenau messen kann.
Mit dem Voltcraft kannst das, und das ist hier auch sehr wichtig.
Wenn ne 4 cm breite, nasse Latte drunter ist, kannst die ganz genau rausmessen. Punktgenau daneben ists deutlich trockener weil nur Iso drunter ist.
@pepe, hast Du ne Glaskugel ? :wink:
Tossy3 am 03 Okt 2012 09:07:44
Hallo!
Ich habe noch einen anderen Vorschlag, um die Kante zu schützen:
Ich würde an das davor quer liegende Rahmenteil mit Sikaflex ein abgewinkeltes (Alu-) Blech kleben, das etwas Abstand zur betroffenen Holzkante hat, sie aber vor direktem Spritzwasser schützt.
Das Holz wird dann nicht so nass, kann aber weiter "atmen" bzw. ohne Probleme trocknen.
...nur mal so als Alternative zu einem versiegelnden Anstrich.
daffi2222 am 03 Okt 2012 11:25:31
@ Tossy3
Das kann dann wieder zu einer Stelle führen die feucht bleibt. Sobald nur eine kleine Stelle undicht wird und Wasser hinter die Leiste läuft.
Tossy3 am 03 Okt 2012 18:38:23
Hallo Ralf!
Das Blech soll nicht direkt auf das Holz, sondern wie beschrieben an die Quertraverse des (Leiter)rahmens. So hat es Abstand zum Holz (min. 2 bis 3 cm) und dient als Spritzschutz, ohne das Holz vollständig zu versiegeln.
Das Blech direkt aufzukleben führt zu Fäulnis, was ich dank des Vorbesitzer meines Womos leidvoll erfahren musste.
daffi2222 am 03 Okt 2012 19:21:54
Das habe ich jetzt verstanden :razz:
Gast am 03 Okt 2012 21:04:50
Hi Frank,
vielleicht täuscht das Bild aber es sieht aus als wären die Bretter (wenn es überhaupt Holzbretter sind) auf Stoß montiert.
Dies wäre eine höchst bedenkliche Verbindung, kleinste Harrisse in dem Isolieranstrich würden zum Wassereindringen führen.
Ein Versteifungwinkel aus Blech würde die die richtige Stabilität und Abdichtung gewährleisten. Dieses voll verkleben.
Die Annahme das das Holz durch diese kleinen Risse atmen müsse ist stark an zu zweifeln.
Durch kleine Risse kann Wasser ein aber nicht heraus kommen. Das Spritzwasser ist in dem Fall nicht das grosse Problem, es muss jegliche Feuchtigkeit von diesen "undichten" Stellen fern gehalten werden.
Diese Art des Fahrzeugbaus wie auf dem Bild ist bedenklich, man müsste erstmal sicher stellen ob es tatsächlich Stoss auf Stoss montiert ist und es tatsächlich Holz ist.....ich kann mir das nicht vorstellen....sowas macht doch niemand.
peter
palstek am 04 Okt 2012 09:43:18
Hallo Peter,
es ist Holz, und es ist auf Stoß montiert. Im Womo-Bereich ist beides nicht unüblich, würde ich mal sagen.
Frank
Gast am 04 Okt 2012 18:20:55
Hi Frank,
ich kenne eigendlich nur ältere Hymermobile.
Aber soch eine Verbindung kenn ich nicht.
Holz ist natürlich heute noch ein viel verwendeter Baustoff im Womo.
Aber diesen auf Stoss zu montieren.....kennt das noch jemand von anderen Womos :?:
Ich habe letzten paar Tage eine Bodenplatte erneuert, da der Boden nicht mehr dicht war an den Kanten kam Wasser rein und faulte!
peter
Tossy3 am 04 Okt 2012 20:15:44
Hallo Ralf!
Das freut mich :-)
palstek am 05 Dez 2012 16:19:36
Hallo allerseits,
ich wollte euch mal einen kurzen Zwischenstand zu meinem Posting mitteilen.
Das Problem war ja, dass Anfang Oktober die Vorderkante des Unterbodens der abgesenkten Garage über die gesamte Breite leicht feucht war und die Werkstatt daher den Unterboden nicht konservieren wollte. 6 Tage vor der Messung ist das Womo durch starken Regen gefahren, aber der Werkstattmann meinte, dass wäre unerheblich, weil die davon resultierende Nässe schon getrocknet sein müsste.
Nachdem das Womo seitdem keinen weiteren Regen gesehen hat, habe ich wieder nachgemessen, und es sieht alles fast perfekt aus: Der mittlere Teil, also der Bereich zwischen den beiden Längsträgern des Fahrgestells, ist mittlerweile ganz trocken. Bei den beiden äußeren Bereichen, die ja dem Spritzwasser der Hinterreifen am stärksten ausgesetzt sind, sind nur wenige Zentimeter um die Stoßkante herum (also dort, wo die Bodenplatte der Garage gegen die vordere senkrechte Platte stößt) leicht erhöhte Werte zu messen (30-40 auf dem Voltcraft).
Nach der Winterpause wird es wohl ganz trocken sein. Dann werde ich den Boden konservieren lassen und auch Schmutzfänger an den Hinterrädern montieren.
Was mich an der ganzen Geschichte gestört hat, war die unkooperative Haltung des Werkstattmanns. Er mag die Marke meines Womos nicht besonders, und das merkt man auch. Der Dialog war etwa so: Er: Der Boden ist noch feucht. Ich: Und was bedeutet das? Er: Das Ihr Fahrzeug nass ist. (Anmerkung: Bei der Dichtigkeitsprüfung sagte er noch, dass alle Wände trocken sind, obwohl "diese Dinger immer undicht werden") Ich: Was kann man da machen? Von oben kann's ja nicht kommen. Er: Verkaufen oder Hoffen.
Ich hätte an diesem Punkt eine etwas konstruktivere Analyse und Beratung erwartet... Kann schon sein, dass ich im Frühjahr eine andere Werkstatt ausprobieren werde.