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Mit Hund nach Griechenland - Giftwarnung!


Elafonissos am 26 Okt 2012 19:32:47

GIFTALARM IN GRIECHENLAND

Unser Bourini ist tot!

Innerhalb von ca. 15 Minuten verstorben an einem Giftköder am 14.September 2012 am Taygetos in der Nähe von Kalamata/Griechenland 12 Stunden vor unserer Abreise von Patras.
.
Ein Schicksal, das ihm und vielen anderen Hunden erspart geblieben wäre, hätten wir und auch andere Hundebesitzer über die Praktiken der Griechen, sich Hunden zu entledigen, Bescheid gewusst.

Die Hintergründe: Laut griechischen Statistiken werden im gesamten Griechenland an die 10.000 Hunde pro Jahr mit einem Insektizid namens Lannate (Methomyl) umgebracht. Die Anwendung von Lannate ist im gesamten deutschsprachigen Raum und in vielen europäischen Ländern verboten. Ein entsprechender Antrag bei der EU, die Anwendung von Lannate in Griechenland zu verbieten, wurde jedoch abgelehnt. So darf dieses hochgiftige Insektizid in Griechenland weiterhin verkauft werden, wobei es offiziell nur an konzessionierte Personen abgegeben werden darf. Tatsächlich ist es jedoch von Jedermann überall erwerbbar.
Die Anwendung erfolgt pro kg Körpergewicht und ist dem entsprechend auch für Menschen tödlich. Der Hund verstirbt nach Aufnahme des Giftes innerhalb kürzester Zeit. Die Symptome sind jedes Mal dieselben: unkontrolliertes Zittern und Krämpfe, langsamer Herzschlag sowie starker Speichelfluss. Einzige mögliche Hilfe bei einer derartigen Vergiftung sind die sofortige Verabreichung des Brechmittels Filtalon (so heisst es in Griechenland, in Deutschland und Österreich wird es möglicherweise unter einem anderen Namen verkauft) sowie Atropin als Antidot zu Methomyl unmittelbar nach dem Auftreten der ersten Symptome! Viele griechische Hundebesitzer tragen diese Medikamente mit Kühlpatrone gekühlt und mit 2 Spritzen bereits bei jedem Hundespaziergang als „Notfallpaket“ mit sich.

Wir wussten es leider trotz der griechischen Verwandschaft und der vielen griechischen Freunde, großteils Besitzer von Hunden und Katzen, nicht.

Was wir heute wissen:

In Griechenland gilt das Vergiften von Hunden als Sport, es ist normal ein Tier zu verlieren, man sprach bis vor kurzem nicht viel darüber.

Gift wird vor jeder Tourismussaison, nach jeder Saison, wenn die Touristen weg sind, und vor dem 15. September - vor Beginn der Jagdsaison - ausgelegt, um die Hunde der Jäger zu töten.

Seit 2. Februar 2012 gibt es ein neues Tierschutzgesetz, dass u.a. bei Tierqälerei und Töten von Tieren bei Ergreifen des Täters dessen sofortige Inhaftierung und Strafen bis 30.000 Euro vorsieht, unabhängig von sonstigen Forderungen. Dieses Gesetz wird in letzter Zeit auch verfolgt, vorausgesetzt, man zeigt dies an. Dafür hat man 3 Monate Zeit.
Die Anzeige kostet 120 Euro und wird verfolgt. Es ist auch die Möglichkeit einer Meldung bei der Polizei, die jedoch nicht verfolgt wird.
Jedenfalls gab es bereits die ersten diesbezüglichen Verurteilungen.
SOMIT MUSS JEDE TAT ANGEZEIGT WERDEN!

Atropin und Filtalon sind ab sofort bei jedem Griechenlandaufenthalt mit Hund dabei.

Weitere Infos findet ihr auch auf der Website des Tierschutzvereines Kalamata unter Info/Gift: --> Link

Besprecht vor einer anstehenden Griechenlandreise mit Hund oder auch Katze unbedingt diese Problematik und die Dosierungsempfehlung der Medikamente mit euem Tierarzt, um eurem Hund ein Schicksal, wie das von Bourini und vielen anderen Hunden zu ersparen.

Man mag uns jetzt für verrückt erklären, aber wir fahren in Kürze wieder nach Kalamata, um die Tat anzuzeigen und an der Straße zwischen Kalamata und Sparta über den Taygetos Plakate aufzuhängen, auf welchen eine (hohe) Belohnung für die Überführung des Täters ausgesetzt ist.
Aber das sind wir unserer Tochter, Ihrem Freund und ihrem Hund schuldig.

Wir haben Bourini in Griechenland vor Beginn der Jagdsaison halb verhungert aufgenommen und ihn nach 2 Jahren und 2 Tagen - wieder kurz vor Beginn der Jagdsaion - in Griechenland zurücklassen müssen.

Er war ein großartiger Hund, der uns und vor allem unseren Kindern ein wahrer Freund war.

--> Link

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daffi2222 am 26 Okt 2012 20:01:27

Sauerei.

rainer2 am 26 Okt 2012 20:40:55

Deswegen muß Griechenland seit 10 Jahren auf uns verzichten. In ein Land das so mit Tieren umgeht fahre ich nicht. Das ein angeblich zivilisiertes Land und Gesellschaft es nötig hat so mit Tieren umzugehen kann ich nicht verstehen.

Anzeige vom Forum


rapantenfrosch am 26 Okt 2012 22:40:18

Warum wundert mich das nicht? ... Mich wird dieses Land wohl auch nie sehen. Es tut mir sehr leid für Euch und Euren Hnd!

Maxima am 26 Okt 2012 22:52:29

So eine hübsche Fellnase Euer Bourini, einfach grauenhaft. Ihr habt mein Mitgefühl. :troest:

zeus am 26 Okt 2012 23:24:53

Mir kommen spontan die Tränen, hatten wir ja den Zeusi, der vor 3 Jahren verstorben ist, auch aus Griechenland.
Als wir 2005 das letzte Mal in Griechenland waren, haben wir einen Bekannten getroffen, der zur gleichen Zeit, als wir Zeusi fanden, auch einen Fundhund mit ins Womo genommen hat. Der Bekannte lebte das ganze Jahr in Griechenland und musste erleben, wie sein Hündchen auch Gift gefressen hat und einen schnellen und qualvollen Tod starb. Grausam!!!!!

thatslife am 26 Okt 2012 23:35:50

Elend!!!!

thatslife

allerleirauh am 27 Okt 2012 00:04:02

moin.

tut mir sehr leid für euren hund.
leider sterben auch in deutschland täglich hunde an giftködern.
irre gibt es eben überall.
in deutschland sicher genausoviele wie in anderen ländern.

lg magda

Elafonissos am 27 Okt 2012 08:54:58

Vielen lieben Dank für Euer Mitgefühl.
Ja, es passiert überall auf dieser Welt, dass Hunde vergiftet werden, in Griechenland jedoch gilt es als "Sport". Wir wollen uns dafür einsetzen, dass dieses Morden und die Tierquälerei in Griechenland ein Ende hat und dass dieses wunderschöne und einzigartige Gesetz endlich zur Anwendung kommt.

Dehalb habe ich eine Bitte an Euch:
Wenn ihr Leute kennt, die trotz allem mit Hund nach Griechenland fahren, schickt ihnen meinen Text bzw. den Link zu meinem Beitrag. Jeder der dieses Land besucht, das (noch) Mitglied der EU ist, soll wissen, was da unten abgeht.
Hätten wir es gewusst, wir hätten ein Atropin und Filtalon mitgehabt. Wir wussten es aber nicht, weil niemand darüber gesprochen hatte. Und die Leute, die einen Hund in Griechenland verloren hatten, sprachen nur von FOLA - GIFT. Dass Fola zu 99 Prozenz Lannate ist, wissen wir erst jetzt.

Wir haben einen befreundeten Rechtsanwalt in Arta. Er hat heuer bereits 2 Tierschutzprozesse in Arta gewonnen und er hat dafür appelliert, dass wir Anzeige erstatten.

So auch die Bitte an Euch, auch wenn ihr nicht direkt betroffen seid:
Macht wenigsten eine Meldung bei der nächsten Polizeistelle. Zuständig ist immer die Polizeidienststelle der Präfektur, in der die Misshandlung oder Tötung geschieht, die bestenfalls in der nächstgrößeren Stadt zu finden ist. Die kostet nichts, aber es ist gemeldet.
Wenn ihr direkt betroffen seid: Unbedingt Anzeige erstatten!

In Arta z.B. gab es nach diesen beiden Tierschutzprozessen keinen einzigen bekannten Fall der Tötung oder Misshandlung mehr im heurigen Jahr.

Die Griechen müssen endlich erkennen, dass Tiere egal welcher Gattung nicht seelenlose Wesen sind, die man einfach zum Spass tot machen kann.
Und das erkennen Sie leider nur, wenn es Leute mit Zivilicourage gibt, die das nicht zulassen, sprich anzeigen oder melden.
Je mehr Anzeigen und Meldungen, umso besser.

Und: falls jemand die Möglichkeit hat, ein Tier mitzunehmen bzw. als "Flugpate" zu fungieren, bittet wendet euch an --> Link

Und wer will, kann ja auch hier mitstimmen: eu-protest1.aerztefuertiere.de/

Vielen Dank

sujokain am 28 Okt 2012 19:08:27

Schade,wenn das mit dem Gift stimmt,werde ich unseren Hund nicht mehr dieser Gefahr aussetzen
--> Link

volki am 28 Okt 2012 19:49:56

sujokain hat geschrieben:Schade,wenn das mit dem Gift stimmt,werde ich unseren Hund nicht mehr dieser Gefahr aussetzen
--> Link


In Deutschland wurde ein Kind umgebracht.
In Berlin und Hamburg wurden Autos abgefackelt


Wenn das stimmt, werde ich nie mehr mit Kind und Auto nach Deutschland fahren :D

Warum auch nur diese "dummen" Verallgemeinerungs-Sprüche?

Ich bin jahrelang mit unserm Belg. Schäfer-Hund in GR gewesen. Gestorben ist er an Altersschwäche, mit fast 17 Jahren und an keiner Krankheit die er sich dort aufgelesen hat und auch nicht an Gift. Wie wäre es mit Erziehung, dass er nichts Fremdes frisst? :!:

Warnung vor Gift, Warnung vor Chaoten, die an einem Ort Scheiben einschlagen
Könnte man solche Warnungen nicht auch für Deutschland schreiben?

rainer2 am 28 Okt 2012 20:00:21

ich glaube nicht das es das Thema war, wo dir auf der Welt so etwas passieren kann. Schön das dir sowas in Griechenland nicht passiert ist. Ich sehe da schon einen Unterschied da Griechenland ja das Urlaubsziel und nicht das Wohnland ist. Das Wohnland kann ich im Moment nicht bestimmen, aber wohl mein Urlaubsland.

steffen69 am 28 Okt 2012 20:03:31

volki- ich bewundere deinen Kampf gegen Verallgemeinerungen von Deinem Lieblingsland.

Aber der TE hat nur auf die Gefahr hingewiesen und sehr gute Tips ( Medikamente) abgegeben. Es kam keinerlei pauschale Verurteilung des Landes bei mir rüber.

Ich fand es informativ. :!:

pipo am 28 Okt 2012 20:05:55

Mein Beileid. Kein Hund hat das verdient.

Allerdings habe ich hier schon genug damit zu tun, dass unser Hund nicht
in Deutschland, also vor unserer eigenen Haustüre vergiftet wird.


peter

guenterp_de am 29 Okt 2012 09:13:05

Elafonissos hat geschrieben:Ein Schicksal, das ihm und vielen anderen Hunden erspart geblieben wäre, hätten wir und auch andere Hundebesitzer über die Praktiken der Griechen, sich Hunden zu entledigen, Bescheid gewusst.

Wir wussten es leider trotz der griechischen Verwandschaft und der vielen griechischen Freunde, großteils Besitzer von Hunden und Katzen, nicht.

Wir haben Bourini in Griechenland vor Beginn der Jagdsaison halb verhungert aufgenommen und ihn nach 2 Jahren und 2 Tagen - wieder kurz vor Beginn der Jagdsaion - in Griechenland zurücklassen müssen.



es tut mir sehr leid was da passiert ist und das meine ich ehrlich

aber:
wenn Ihr so ein zugelaufenes Tier dort aufgenommen habt, ist es schwer zu glauben,dass Ihr Euch nicht mit dem Problem auseinander gesetzt habt?

Außerdem, gehe ich davon aus,dass der Hund frei gelaufen ist und dann kann egal wo soetwas passieren.
Es gibt überall böse Menschen die Hunde nicht leiden können.Ich habe sogar gelesen,da wurden Köder mit Reißzwecken ausgelegt.Einfach grausam.

Und Leute ein bißchen stimme ich da "Volki" zu.

Gerd Peter am 29 Okt 2012 13:15:19

Elafonissos hat geschrieben:Ein Schicksal, das ihm und vielen anderen Hunden erspart geblieben wäre, hätten wir und auch andere Hundebesitzer über die Praktiken der Griechen, sich Hunden zu entledigen, Bescheid gewusst.

Wir wussten es leider trotz der griechischen Verwandschaft und der vielen griechischen Freunde, großteils Besitzer von Hunden und Katzen, nicht.

Wir haben Bourini in Griechenland vor Beginn der Jagdsaison halb verhungert aufgenommen und ihn nach 2 Jahren und 2 Tagen - wieder kurz vor Beginn der Jagdsaion - in Griechenland zurücklassen müssen.




sorry, jeder Griechenlandkenner weiß um die Problematik Griechen und Tierschutz!
Und gerade Hunde sind da besonders betroffen, hast es ja leider selber miterleben müssen.

Natürlich tut es mir um euren Bourini leid, es ist schwer, ein Familienmitglied zu verlieren.

LG Peter

freiheit2012 am 29 Okt 2012 13:22:18

Wir kennen das nur zu gut aus der Türkei. Es waren so grausame Zeiten, wenn kurz vor Beginn ( und auch immer mal währenddessen ) der Touristensaison alle Hunde von den diversen Stadtverwaltungen in Großaktionen vergiftet wurden. In den knapp 1 1/2 Jahren, in denen wir in Bodrum gewohnt haben, waren wir von diesen Aktionen total geschockt und niemand konnte etwas dagegen unternehmen.

Elafonissos am 31 Okt 2012 06:32:24

sujokain hat geschrieben:wenn das mit dem Gift stimmt


ja, leider stimmt es, und es ist in nahezu eine flächendeckende "Sportart" der Griechen. Ich könnte Euch hunderte von Links schicken, die jedoch alle auf griechisch sind.
Wie ich jetzt allerdings erfahren habe, gibt es ganz starke Tendenzen, dieses Morden durch gezielte Aktion einzudämmen. So gab es z.B. nach einem 4-fachen Vergiftungsanschlag in Agios Lukas/Patras eine ganz tolle Aktion, wo die Fälle zur Anzeige gebracht wurden und die Besitzer der Hunde gemeinsam mit der Polizei die Region ausplakatiert hat, um den Täter zu finden.
Es gibt, wie ich ebensfalls im Zuge dieser ganzen Sache erfahren habe, auch Regionen, die bereits "giftfrei" sind, eine davon war heuer erstmals die Region Arta, nachdem dort diese 2 Tierschutzprozesse geführt wurden.

sujokain hat geschrieben:Ich bin jahrelang mit unserm Belg. Schäfer-Hund in GR gewesen

Wir waren 17 Jahre mit Hunden in Griechenand unterwegs und es ist nie etwas passiert. Unsere erste Hündin war noch dazu eine echte "Streunerin". Die war oft einen 1/2 Tag weg.
Erschreckend nur, dass - nachdem dies mit Bourini geschehen ist - plötzlich Verwandte (nahezu jeder in unserer griechischen Verwandschaft hat einen Hund) jetzt kommen, und uns mitteilen, dass viele ihrer Hunde in der Vergangenheit auch schon Gift erwischt hatten, aber gerettet wurden. Die dachten, dass in diesen Regionen, wo wir unterwegs sind (weit weg vom Rest der Welt), ohnedies nichts geschehen kann. Dass allerdings mitten am Taygetos, da wo nichts und der nächste Ort 8 km entfernt ist, so etwas vorkommt, hätte NIEMAND aus der Verwandtschaft oder dem Freundeskreis gedacht.

Elafonissos am 31 Okt 2012 09:07:41

Nachsatz, den ich heute von einem deutschen Pharmazeuten per Email erhalten habe und den ich so weiter geben darf:

sujokain hat geschrieben:wenn das mit dem Gift stimmt


Zitat: Neben Lannate sind auch Kaliumcyanat , Strychnin und Rattengift (Blutverdünner ) üblich. Nachdem unsere griechische Gekas-Hündin vor 12 Jahren ( auf dem Weg NACH GR. ) in KUFSTEIN unbemerkt Rattengift gefressen hatte und in Italien starb , haben wir grundsätzlich das Gegenmittel VIT. K dabei . Unser nächster Hund hatte 2mal Rattengiftköder gefressen (von einer unvorsichtigen griechischen Hausfrau unzureichend gesichert am Haus ausgelegt); da wir den Vorfall beobachtet hatten , konnten wir das Gegenmittel erfolgreich einsetzen . Seit Ende der 70er Jahre verbringen wir mehrere Monate im Jahr –früher in der Türkei , jetzt in Griechenland; unsere Hunde laufen frei, wir würden kaum mitbekommen.falls sie einen Giftköder schlucken. Bis jetzt haben wir Glück gehabt. Allerding gibt es in unserem Urlaubsort Kyparissi (Lakonias , bei Monemvassia ) inzwischen viele griech. Hundefreunde,so dass Giftköder aus der Mode gekommen sind ;der letzte Vergiftungsfall liegt 7 Jahre zurück , wahrscheinlich Kaliumcyanat .

In der Nähe von Loutraki hat eine griechische Bekannte gleich 2 Hunde auf einmal durch Giftköder verloren . Dort setzen sogen. „Jäger „ Gift gegen ihre größten Rivalen---die Füchse—ein . Fazit : Vorsicht besonders dort ,wo Patronenhülsen herumliegen . Zitat Ende.

volki hat geschrieben:Könnte man solche Warnungen nicht auch für Deutschland schreiben?


Es gibt ein "Giftköder Radar" App fürs Handy!

Elafonissos am 31 Okt 2012 09:17:58

Gerd Peter hat geschrieben: jeder Griechenlandkenner weiß um die Problematik Griechen und Tierschutz!

offensicht nicht. Wir hatten leider zu viel Vertrauen in "unser" Volk. Nach mehr als 40 Jahren im deutschprachigen Ausland (also mehr als die ersten 19 Jahre in Griechenland) habe ich anscheinend einiges verdrängt. Aber damit stehe ich nicht alleine da. Es waren uns wohl die Jagdpraktiken bekannt, nicht aber die in dieser Form durchgeführten standardmäßigen Vergiftungsaktionen.

kurt2 am 31 Okt 2012 10:32:01

Elafonissos hat geschreiben:
Wir waren 17 Jahre mit Hunden in Griechenand unterwegs und es ist nie etwas passiert. Unsere erste Hündin war noch dazu eine echte "Streunerin". Die war oft einen 1/2 Tag weg.


Hallo,

es gibt ja in GR (so viel ich weiß) eine Unmenge an verwilderten Hunden und Katzen.
Vielleicht gefällt eben gerade v.g. Haltungsform nicht und die Griechen wehren genau deshalb.

Elafonissos am 31 Okt 2012 12:02:05

guenterp_de hat geschrieben:wenn Ihr so ein zugelaufenes Tier dort aufgenommen habt, ist es schwer zu glauben,dass Ihr Euch nicht mit dem Problem auseinander gesetzt habt?


siehe Antwort an Volki

guenterp_de hat geschrieben:Außerdem, gehe ich davon aus,dass der Hund frei gelaufen

Du wirst es nicht glauben: gerade dieser Hund war - weil Jagdhund - an der Langlaufleine. Aber die Köder sind so klein und mit Lockstoffen versetzt und es reicht offensichtlich, den Hund nur kurz aus den Augen zu lassen. Nicht umsonst empfehlen die Griechen in ihren Foren LEINE UND GROSSEN BEISSKORB, damit der Hund auch nicht daran lecken kann. Das Zeug wirkt auch über die Haut. Es gibt sogar Anleitungen im griechischen Web, wie man den Hunden das Fressen vom Boden abgewöhnt. Unsere Grieche spuckte zwar bereits etwas auf Befehl aus oder ließ davon ab, wenn man gesehen hatte, dass er daran roch. Aber wir waren wahrscheinlich einen winzig kleinen Augenblick nicht aufmerksam genug, zumal wir mitten am Berg waren, wo weit und breit nichts ist.....
Jetzt sind wir klüger und ich hoffe, dass unser Beitrag dazu beiträgt, dass Griechenlandreisenden mit Hund(en) dies nicht auch wiederfährt. Lediglich das war Ziel unseres Beitrages. Wir wollen so viele Leute wie möglich damit erreichen!

kurt2 am 31 Okt 2012 13:15:16

kurt2 hat geschrieben:Elafonissos hat geschreiben:
Wir waren 17 Jahre mit Hunden in Griechenand unterwegs und es ist nie etwas passiert. Unsere erste Hündin war noch dazu eine echte "Streunerin". Die war oft einen 1/2 Tag weg.


Hallo,

es gibt ja in GR (so viel ich weiß) eine Unmenge an verwilderten Hunden und Katzen.
Vielleicht gefällt eben gerade v.g. Haltungsform nicht und die Griechen wehren sich genau deshalb.

guenterp_de am 31 Okt 2012 13:45:58

Elafonissos hat geschrieben:Wir waren 17 Jahre mit Hunden in Griechenand unterwegs und es ist nie etwas passiert. Unsere erste Hündin war noch dazu eine echte "Streunerin". Die war oft einen 1/2 Tag weg.


Also wenn die Erstellung des Threads auch einen traurigen Hintergrund hatte,denke ich,dass die Warnung an Griechenlandfahrer angekonmmen ist.

Dennoch verstehe ich Euch nicht,da ja Schritt für Schritt bekannt wurde,dass Ihr schon mehrfach in Griechenland wart und es als Euer "Volk" bezeichnet.

Da stellt sich für mich die Frage: Wart oder seit Ihr so leichtgläubig und unwissend andere würden sagen "blond oder ...."

Sorry ich verstehe das nicht und behaupte mal,dass Ihr hier nur Stimmungsmacherei verursachen wollt?

Bitte liebe Mods =====> Top Closed

Gast am 31 Okt 2012 21:07:25

das vergiften von tieren ist eine widerliche sauerei und gehört m.e. strengstens bestraft. aber jeder der nach GR+i+ES + TR usw fährt, weiß dass dort tiere bei weitem nicht den stellenwert haben, wie in nord-/mitteleuropa. unsere hunde dürfen in GR, TR+ES grundsätzlich nicht frei laufen
lg
olly

konkretus am 31 Okt 2012 21:23:58

Elafonissos hat geschrieben: wir fahren in Kürze wieder nach Kalamata, um die Tat anzuzeigen und an der Straße zwischen Kalamata und Sparta über den Taygetos Plakate aufzuhängen, auf welchen eine (hohe) Belohnung für die Überführung des Täters ausgesetzt ist.

alle achtung vor diesem vorhaben!

es tut mir leid, dass euch euer hund so genommen wurde.

danke, dass ihr andere leute informiert.

Elafonissos am 31 Okt 2012 23:31:48

guenterp_de hat geschrieben:Wart oder seit Ihr so leichtgläubig


ja,waren wir leider und dazu noch gutgläubig, zumal in Griechenland sich nie jemand uns gegenüber diesbezüglich geäussert hatte

guenterp_de hat geschrieben:Sorry ich verstehe das nicht und behaupte mal,dass Ihr hier nur Stimmungsmacherei verursachen wollt?


Nein,wollen nicht. Wir wollten eigentlich nur aufzeigen, was Fakt ist und dass es ein "Notfallpaktet" für dieses spezielle Gift gibt. Ende.

charlyone491 am 02 Nov 2012 21:58:25

Die sollen sich einen neuen Hund kaufen. Was mir aufgefallen ist; Es wird Diskret auf eine Hunde-Patenschaft hingewiesen, "Nachtigall ich höre dich trapsen"

Kalenichta

rainer2 am 03 Nov 2012 09:11:45

@ Charlyone - Vollkommen sinnfreier Beitrag. Den Hinweis hättest du dir sparen können

Labrador am 03 Nov 2012 10:16:05

charlyone491 hat geschrieben:Die sollen sich einen neuen Hund kaufen.


Für Hunde hast du offenbar nichts über. Auch das Leid von "Herrchen oder Frauchen" scheint dir völlig egal zu sein.

volki am 03 Nov 2012 12:50:33

Ich werde jetzt dann wohl wieder Vorwürfen zu hören bekommen, dass ich "MEIN" Urlaubsland hoch juble. :D

Bei allem Verständnis für die im vorigen Thread veröffentliche "WARNUNG vor GIFT" haben wir, auch auf der kürzilchen Reise, auch anderes erlebt.

Vielleicht sind das Einzel-Wahrnehmungen, aber wir haben das Gefühl, dass sich auch in GR ein gewisser Wandel in der Beachtung "wilder" Tiere eingestellt hat.

Ich kann zum Verhalten der Einwohnen im "Süden" nichts aussagen, da wir diese "Gegend" andern überlassen.

In Stomio oben haben wir kürzlich beobachtet, wie täglich ein-oder zweimal eine junge Frau in den Hafen gefahren kam. Zuerst dachte wir, sie wolle ihren dort fischenden Mann besuchen, aber dann öffnete sie den Kofferraum. Darin ein 25 kg-Sack mit Trockenfutter.

In der Zwischenzeit versammelten sich "alle" Hunde und Katzen, die von weither ihr Auto gesehen oder erwartet hatten, auf der Mole und wurden mit vielen Handvoll Futter bedacht. Darunter auch 2 "Mütter" mit einem Wurf ca. 1 monatiger und einem Wurf ca. 3 monatiger Welpen.

Viel weiter im Norden, in Toxotes, am Nestos, hatte es hinten am Fluss-Parkplatz auch mindestens ein verstecktes Nest, mit jungen Katzen und eins, dem Ton nach, mit ganz kleinen Hunden. Mindestens einmal täglich kamen 2 Frauen mit Nass-Futter für die Katzen- und Hunde -Mutter. Auch Wasserschalen wurden am Brunnen gewaschen und nachgefüllt.

das sind nur 2 Beobachtungen, die mir gerade in den Sinn kommen.

Aufgefallen ist auch, dass die "bettelnden" Katzen und Hunde gar nicht "abgemagert" aussahen, sondern sehr wohl genährt und als ob die nur zum "Zeitvertreib" auf ihrer Runden die Touristen für Leckerbissen und Liebkosungen aufsuchen.
Ob da jetzt verschiedene Zustände zwischen Süd und Nord oder Stadt und Land, herrschen, möchte ich dahin gestellt lassen, aber sicher ist es nicht richtig, einfach "DEN GRIECHEN" Tierhass vorzuwerfen. Wie überall gibt es auch da verschiedene Leute.

Diese Katze hatte uns im Mitikas für 2 Tage als Wirt ausgesucht und ist am dritten Tage ganz einfach mit 2 vorübergehende Frauen weiter gezogen


kurt2 am 03 Nov 2012 13:57:15

volki hat geschrieben:Ich werde jetzt dann wohl wieder Vorwürfen zu hören bekommen, dass ich "MEIN" Urlaubsland hoch juble. :D

Bei allem Verständnis für die im vorigen Thread veröffentliche "WARNUNG vor GIFT" haben wir, auch auf der kürzilchen Reise, auch anderes erlebt.

Vielleicht sind das Einzel-Wahrnehmungen, aber wir haben das Gefühl, dass sich auch in GR ein gewisser Wandel in der Beachtung "wilder" Tiere eingestellt hat.

Ich kann zum Verhalten der Einwohnen im "Süden" nichts aussagen, da wir diese "Gegend" andern überlassen.

In Stomio oben haben wir kürzlich beobachtet, wie täglich ein-oder zweimal eine junge Frau in den Hafen gefahren kam. Zuerst dachte wir, sie wolle ihren dort fischenden Mann besuchen, aber dann öffnete sie den Kofferraum. Darin ein 25 kg-Sack mit Trockenfutter.

In der Zwischenzeit versammelten sich "alle" Hunde und Katzen, die von weither ihr Auto gesehen oder erwartet hatten, auf der Mole und wurden mit vielen Handvoll Futter bedacht. Darunter auch 2 "Mütter" mit einem Wurf ca. 1 monatiger und einem Wurf ca. 3 monatiger Welpen.

Viel weiter im Norden, in Toxotes, am Nestos, hatte es hinten am Fluss-Parkplatz auch mindestens ein verstecktes Nest, mit jungen Katzen und eins, dem Ton nach, mit ganz kleinen Hunden. Mindestens einmal täglich kamen 2 Frauen mit Nass-Futter für die Katzen- und Hunde -Mutter. Auch Wasserschalen wurden am Brunnen gewaschen und nachgefüllt.

das sind nur 2 Beobachtungen, die mir gerade in den Sinn kommen.

Aufgefallen ist auch, dass die "bettelnden" Katzen und Hunde gar nicht "abgemagert" aussahen, sondern sehr wohl genährt und als ob die nur zum "Zeitvertreib" auf ihrer Runden die Touristen für Leckerbissen und Liebkosungen aufsuchen.
Ob da jetzt verschiedene Zustände zwischen Süd und Nord oder Stadt und Land, herrschen, möchte ich dahin gestellt lassen, aber sicher ist es nicht richtig, einfach "DEN GRIECHEN" Tierhass vorzuwerfen. Wie überall gibt es auch da verschiedene Leute.

Diese Katze hatte uns im Mitikas für 2 Tage als Wirt ausgesucht und ist am dritten Tage ganz einfach mit 2 vorübergehende Frauen weiter gezogen





Hallo,
ich bin mir nicht ganz sicher, ob man mit diesen Maßnahmen die Unmenge an verwilderten Hunden und Katzen eindämmen kann! :?:

charlyone491 am 03 Nov 2012 14:50:45

Hallo,
mein Motto ist eigentlich "Leben und Leben lassen" mit einem kleinen Unterschied, Mensch vor Tier. Es macht mich Zornig wenn Menschen umgebracht werden s. Syrien usw. Die Krise in GR bewegt mich ungemein wie viel Menschen da in die Armut gehen (müssen). Da bedeutet das Hunde Problem in GR soviel für mich als ob in China ein Sack Reis umgefallen ist.

Yassas

volki am 03 Nov 2012 15:14:37

kurt2 hat geschrieben:Hallo,
ich bin mir nicht ganz sicher, ob man mit diesen Maßnahmen die Unmenge an verwilderten Hunden und Katzen eindämmen kann! :?:


Nein, sicher nicht.
Die beste Methode wäre die im "Deutschen Fernsehen" gezeigte. (Spanien, Mallorca, Kanaren) . Finanzielle Unterstützung gewisser lokaler Tierheime, die alle eingefangenen "Streuner" erst kastrieren. Dann braucht es mit Ausnahmen, auch keine Flug-Paten, um ein paar "Streuner" nach Westeuropa zu importieren. Dafür hätten dann andere, im eigenen, lokalen Tierheim wartende Hunde/Katzen eine Chance

Auch hat dieses Thema gar nichts, mit der gegenwärtigen Sítuation der Menschen in Syrien zu tun. Da meine ich, das sollen die muslimischen Länder unter sich lösen, die brauchen unser Besserwisser-Ratschläge auch sonst nicht.

PS allerdings, wenn ich mir den ganzen Autotrouble, noch vor noch 2 Wochen, in GR angesehen habe, frage ich mich, wo denn eigentlich die ganze erwähnte "Armut" geblieben ist?
Wenn ich kein Geld mehr habe zum Essen, habe ich auch keins für teures Benzin. :D
Fahre doch einer durch ein Landstädtchen, noch immer alles dicht und lückenlos zugeparkt und dazu noch überall in 2.Reihe blinkende "Pannenauto".
Ob ihr da nicht ein bisschen zuviel auf die "Tränendrüsen" drückt?

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