Nachdem ich jetzt schon einige Reisen hatte bei denen ich kommunikationstechnisch tagelang auf dem trockenen sass hab ich mich nach meinem letzten Herbsturlaub mal hingesetzt und ein wenig gebastelt und recherchiert.
Man kann durchaus auch auf Internet verzichten - keine Frage. Aber ich fahre alleine. Und ich brauche das Internet halt als Fenster zur Welt und auch zum Planen.
Na ja- Vielleicht kann sich ja mal der eine oder andere einige Infos aus der Arie ziehen.
Da ich bereits vor einiger Zeit alles kabelgebundene auch zu Hause verbannt habe brauche ich ne Lösung die ich sowohl im WOMO als auch stationär verwenden kann.
zZ ist das UMTS mit zwei Karten in zwei verschiedenen Sticks. Nachteil: Der Empfang ist bescheiden, die Stick sind beim Netbock immer im Weg und blockieren einen USB-Port und die Ports leiern irgendwann aus.
Die Lösung wären 2 UMTS/WLan Router 12V Netzteil (Absicherung erfolgt im WOMO durch 3812 3A Festspannugsregeler. Sicherung natürlich auch noch) mit zwei Antennenfähigen und Simlockfreien Sticks. Wobei ein Router im WOMO steht und einer zu Hause. Man braucht dann im Grunde nur noch die Sticks auszutauschen (na gut - die apn muss geändert werden wenn ich den auslandsstick einstecke).
Kontakt vom PC/Netbock etc zum Router läuft via WLAN.
Versuch 1:
Die Sticklösung war mir für Unterwegs eigentlich zu wackelig. Ich habe mir dann einen gebrauchten Linksys-Router WRT54G3G besorgt. Der hat noch PCMCIA-Modems. Das ist alles nicht so wackelig wenn auch ganz schön altertümlich. Mit zwei verschieden Modems und dem Router habe ich mehrere Tage meines Lebens verschwendet. Ich würde ehr nicht zu der Lösung raten. Sowohl bei den PCMCIA-Karten als auch bei den Routern kursieren etliche Versionen die Carrier-gebrandet sind bzw ein simlock haben. Will heissen das sie eigentlich nur mit einem Carrier laufen oder uU auch bestimmte Hardwarevarianten erkennen die mal vom Carrier so vertrieben wurden und mit nichts anderem funktionieren.
Nach einer wahren Flashorgie bei der zT Flags mit einem Hexeditor in den flashversionen umgeschrieben werden mussten hab ich das Handtuch geschissen und den ganzen Mist wieder zurück geschickt/gegeben. Der Aufwand lohnt nicht für die alte Technik und funktionierende Kombinationen zu finden war mir nicht vergönnt.
Versuch 2:
Ein kleiner, moderner UMTS Router Alfa R36 (12V 1A externes Netzteil :D ). Kostet um die 40 Euro und kann was er soll. Der vorhandene Carrierstick von ZTE Modell MF190 rennt wie der Teufel in dem Ding. Beide Carrier-USB-Stick's haben keinen Antennenausgang. Also muss ich neue bestellen. Bestellt hab ich mir dann einen HUAWEI Model E169. Das Ding läuft wie ein Sack Sülze. Entweder die eingebaute Antenne hat einen weg oder sie ist einfach nur schlecht. Ich vermute letzteres. Also wieder weg mit dem Ding.
Versuch 3:
Router bleibt erst mal der Alfa R36 obwohl inzwischen regelmässig Verbindungsabbrüche im W-Lan auftauchen. Die Büchse ist dann einfach nicht mehr erreichbar. Wobei ich noch nicht weiss wer das Problem verursacht - das Asus-Netbock oder der Router. Ich denke mal der Router den wenn ich Wlan-Adapter in Windoof deaktiviere und wieder aktiviere ändert das nix an dem Status. Als ob irgend ein Timer abläuft. Mal sehen obs was ändert wenn man an der Verschlüsselung rumdreht.
Der neue Stick ist ein Huawei E353. Ich brauche zwar die hohen Bandbreiten nicht die er kann. Aber egal. Mal sehen ob der dann läuft.
Bei der Antenne habe ich mehrere Möglichkeiten. Ich brauche ja Rundstrahlantennen weil ich nicht ausrichten will. Alles unter 8db ist rausgeschmissenes Geld. Die Sticks machen selbst alle so um die 2db und selbst gute Kabel fressen noch 0,4 db pro lfdm.
Grundsätzlich stehen Pilz- und Stabantennen zur Verfügung. Zwei Pilzantennen habe ich gefunden die gehen. Beide sind passiv (also ohne eigene Stromversorgung) und bringen 8db bzw 14db. Leider kann der Hersteller keine Angaben zur Windlast machen auch wenn es outdoor-Antennen sind. Ausserdem sind sie (lt. Hersteller) mit Montagefuss 15+8cm hoch (8cm für die Montage. Umbau schwierig weil Antennenanschluss an der selben Seite wie der Fuss ist). Für einen Alkhoven sicher die ideale Lösung weil er sie hinter seinem Buckel windgeschützt verstecken kann und die Aufbauhöhe nicht so wichtig ist. Bei mir schon. Ich habe keinen Alkhoven und bei mir ist nix höher als 14 cm über Dach.
Bleiben Stabantennen. Da habe ich 2 Varianten aufgetrieben. einmal mit 10db (85cm lang) und 12db (117 cm lang). Die Antennen lassen sich ganz gut unauffällig am Fahrradheckträger montieren. Das Ganze hat bloss einen Nachteil - Verdeckt man mit dem Fahrzeug den Sendemast is Essig. Auf jeden Fall sollte man auch unter mässigen Bedingungen die Reichweite sowohl bei 10db als auch bei 12db gut verdoppeln können. Selbst wenn ich noch 3 db auf dem Kabel verbraten sollte. Beide Antennen sind mit einer Windlast von 180 K/mh angegeben. Das sollte reichen.
Wenn der nächste Stick funktioniert werde ich mir mal die grosse Antenne bestellen und sehen was es bringt. Danach kann man mal montieren und einbauen.
Auf jeden Fall ist das sehr nervig das das vorne und hinten alles nicht so wirklich zusammen past und funktioniert.

