Per Zufall habe ich gerade die Möglichkeit, das Gerät näher zu testen.
Ein Arbeitskollege hat sich das Gerät für seinen Kleinwagen gekauft, ihm wäre aber ein kleineres Navi lieber, und so testet
er gerade mein kleineres Garmin-1390.
Im Gegensatz zur österreichischen Hofer-Ausgabe im letzten Juni wird dieses Medion P5460 in der Aldi-Ausgabe nicht mit Gopal6, sondern mit dem brandneuen Gopal-7 ausgeliefert.
Die Unterschiede zwischen der V6 und V7 sind nicht so groß, es sieht auch sehr ähnlich aus.
Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Sprachsteuerung, die man durch langes Tippen auf das Display aktiviert.
In der Kartenansicht sind verschieden Sprachbefehle möglich wie z.B. "Splitscreen" oder "Lautstärke erhöhen".
In der Zieleingabe kann man das Ziel sprechen, was erstaunlich gut funktioniert, selbst wenn man testweise lispelt ;-)
Das Kartenmaterial ist vom 2.Quartal 2012, für das kostenlose Update kann man sich fast drei Jahre Zeit lassen.
Der Bildschirm ist in der
Navigation sinnvoll aufgebaut, Fahrdaten befinden sich am unteren Rand, nächste Abbiegungen oder Ziel neben der Route kann man mit einem Klick als flipchart ein- und ausblenden.
Bei größeren Richtungswechsel zeigt der Splitscreen entweder links den Fahrspurassistenten und rechts die Karte, oder links die Karte und rechts eine 3D-Ansicht der Abfahrt.
Für die Zieleingabe gibt es etliche Varianten wie Sonderziele (POI) in der Nähe oder an einem bestimmten Zielort.
Natürlich lassen sich auch Koordinaten in drei Formaten eingeben.
Es sind schon eine ganze Latte an POI vorinstalliert, für eigene POI muß man sich noch ein paar Tage gedulden.
Da Gopal7 erst seit 29. November auf dem Markt ist, arbeitet man gerade an den Updates der passenden POI-Manager wie z.B. POIbase. Ebenso sind Skins (anderes Aussehen und Funktionen der Oberfläche) noch in der Planung.
Insgesamt arbeitet das Gerät die Displayeingaben etwas träge ab, mit einer Verzögerung von ungefähr einer halben Sekunde. Dafür ist der GPS-Empfang mit dem modernen Chipsatz erwartungsgemäß fast sofort nach dem Einschalten verfügbar.
Über den TMC-Empfänger, der sich im 12V-Stecker des KFZ-Laders befindet, kann man auch nicht meckern.
Eigenartigerweise funktioniert der Staumelder auch dann, wenn der KFZ-Lader garnicht in der Steckdose steckt.
Wie das intelligente "Clever Route" (tageszeitabhängige Zielführung) und das intelligente Displaydimmen funktioniert, muß ich noch testen.