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Telefrolic - neben dem Stromstoß gibt es gleichzeitig noch ein LecGast und ein paar verständnisvolle Worte
:D :D :D
Das waere dann aber doppelt schlimm. 8)
Denn wer meint seinem Hundi was gutes zu tun, indem er ihn nicht wie all die andern "poesen poesen Menschen" mit Stromstoss "erzieht" und ihn stattdessen liebevoll mit LecGastes vollstopft ...
...der...
...erhaelt naemlich auch nicht den Respekt seines Hundes. Genausowenig wird der Hund erzogen. Erzogen wird bloss einer ...und zwar der Halter ....zum Futterspendeautomat :D :D :D
Und sobald der Futterbeutel mal leer ist zeigt dir der Hund den Stinkefinger.
Die sind naemlich nicht bloed, die Hunde
Wenn ich die Superfrauchen und Konsorten schon sehe ...ohne "Bewaffnung" mit nicht unter 5 Kilo LecGast im Beutel trauen die sich doch schon gar nicht mehr an einen Hund ran :wink:
Grundsaetzlich bin ich der Meinung, der Hund sollte so erzogen und trainiert werden, dass ich ihn ohne jegliche kuenstliche Hilfsmittel (ausser der Leine) dirigieren und kontrollieren kann.
Das andere Gelumpe hab' ich im Ernstfall ja doch wieder nicht dabei oder in der falschen Tasche oder krieg's nicht schnell genug raus :D
Oder habt ihr schon mal nen Schaefer mit LecGastbeutel, Wurfdisks oder aehnlichem gesehen? Und eine Pfeife haben die meistens auch nicht ...nur zwei Finger.
(Fuer die unsrigen brauchts nicht mal unbedingt ne Leine, denn die gehen nur mit Geschirr an die Oeffentichkeit und das hat nen Henkel zum festhalten.)
Die Hilfsmittel werden eigentlich auch nur in der ersten Phase der Ausbildung (12 Monate) benötigt. Da konditioniere ich den Hund eben auf mich. Das fängt schon in der Welpengruppe an mit dem Abrufen aus dem Spiel. Wir können das wunderbar sehen bei unserer Hündin, die wir mit 8 Wochen übernommen haben. Bei der reicht heute ein kurzes Schnalzen oder ein leiser Pfiff, dann kommt die selbst aus dem größten Getümmel angeschossen und schaut, was Herrchen schon wieder hat.
Unseren Rüden haben wir mit 18 Monaten total unerzogen übernommen, da hat die Ausbildung wesentlich länger gedauert. Für den würde ich auch keine Wette abschließen, das er immer kommt. Deswegen läuft der auch heute noch mit Schleppleine.
Eileen am 11 Okt 2005 10:54:03
Habe mich da vielleicht etwas missverstaendlich ausgedrueckt.
Wenn ich unseren Herrschaften etwas neues schmackhaft machen will, dann mach genau das ...ich mach es ihnen "schmackhaft". Mit etwas gutem zur Belohnung (egal ob fressbar oder Spiel). Aber wenn sie erst mal begriffen haben, was man von ihnen will, wird die Belohnung langsam wieder "ausgeblendet" ... ein simples Lob muss ihnen dann auch reichen.
Das ist auch nicht Altersabhaengig. Etwas neues wird erst interessant gemacht und dann zur Routine (hoffentlich), auch ein alter Hund kann noch gut neue Sachen lernen.
Anzeige vom Forum
wolfherm am 11 Okt 2005 11:05:00
Das ist klar, aber der ganz große Aufwand ist in der ersten Zeit. Danach finden unsere neue dinge auch immer wieder toll und anregend.
Gast am 11 Okt 2005 11:12:49
Was bitte ist eine Schleppleine?
wolfherm am 11 Okt 2005 11:20:43
mirazu hat geschrieben:Was bitte ist eine Schleppleine?
Schleppleine ist eine 10 bis 15 Meter lange Leine, die der Hund hinter sich herzieht. So hat er einen größeren Aktionsradius ohne ganz frei zu laufen. Sollte er plötzlich durchstarten, kann man auf die Schleppleine treten und hat ihn wieder. Oder man hält sie in der Hand. Damit kann man auch schön das Zurückkommen auf Kommando über. Kommt er nicht sofort, kann man durch ein Ruckeln oder Ziehen an der Leine an das Befolgen des Kommandos erinnern.
Man sollte nur eine breite Leine verwenden, bei den ganz dünnen kommt es schon mal zu einer Verletzung der Hand, wenn der Hund durchstartet und die Leine durch die Hand rauscht.
Eileen am 11 Okt 2005 11:33:30
Eine Schleppleine aber nur in Verbindung mit einem Geschirr verwenden, denn wenn ein Hund aus vollem Lauf in das Halsband "donnert", kann er sich boes verletzen.
[Admin] am 11 Okt 2005 11:42:58
wär da ein Nasenring nicht besser geeignet? :steinigung:
Gast am 11 Okt 2005 11:43:26
Danke für die Auskunft. Ich kenne das gar nicht, brauche ich auch bei meiner Rottine nicht, da sie eh nicht mehr so schnell laufen kann. Sie hat an beiden Hinterbeinen schon Bänder- und Meniskus-OPs hinter sich, ist jetzt auch schon älter und trottet ruhig neben mir her.
Lg
mirazu
austriaka am 11 Okt 2005 14:15:22
Eileen hat geschrieben:Strafe ist ein Konzept der Humanerziehung, das bei Hunden mit ihrem Kurzzeitgedaechtnis und ihrem lernen aus Routine und Verknuepfung absolut wirkungslos ist.
Schöne Theorie! *ironie off* Das klingt mir ein wenig nach all den Erziehungsratgebern aus der Kindererziehung, nach deren Lesen man sich nur noch als Rabenmutter sieht... Prinzipiell hast du sicher recht, "man" "sollte" es "so" machen. Aber: es klappt nicht bei jedem Hund. Ich kenne hier eine, die lernt weder aus Routine noch aus Verknüpfung, sondern nur aus einem großen "Bums" bei Fehlverhalten, damit aber sofort und nachhaltig. Damit kann ich auch kein Fehlverhalten "korrigieren", sondern nur das unerwünschte Verhalten abbrechen. Da sie rassebedingt "the will to please" auf ihren Fahnen stehen hat, tut sie es auch nicht mehr wieder. Das gilt nun für _meinen_ Hund und wahrscheinlich für keinen zweiten auf der Welt. Meine Hündin lernt also durch Versuch und Irrtum - sowohl das allgemeine Wohlverhalten als auch das Abrufen unter allen Umständen (was ich mir bei dieser Erziehung selbst nicht vorstellen kann). An die Grenzen meiner Erziehung stoße ich bei ihr bei komplexen Aufgaben - beim Fahrradfahren auf dem Bürgersteig zu laufen, während ich auf der Straße fahre, klappt nur, bis das erste parkende Auto den Blick verstellt...
Langer Rede kurzer Sinn: ich habe die Diskussion gespannt verfolgt und sehe daraus, daß jeder hier für _seinen_ Hund eine erfolgreiche Vorgangsweise zur Erziehung gefunden hat. Die eigene Erziehungsmethode nun auf andere Hunde umzulegen kann nicht klappen - _ich_ kann _meinen_ Hund gut erziehen, ein anderer wird bei _meinem_ Hund mit _meiner_ Methode scheitern, weil es eben nicht _seine_ Methode ist.
Das ist wahrscheinlich auch die wirkliche Gefahr an den Superfrauchens: das Fernsehen verallgemeinert eine sehr spezielle Situation und wiegt Hundebesitzer in dem Glauben, wenn sie es genau so machen, wird das auch so klappen.
Von einigen grundlegenden Fehlern im Umgang mit einem Hund abgesehen, würde ich mir niemals anmaßen, jemandem die Art, seinen Hund zu erziehen, vorzuwerfen.
Eileen hat geschrieben:Er ist also staendig unter meiner Kontrolle.
Schön für dich und ein schönes Beispiel für unterschiedliche Ansätze durch unterschiedliche Umstände. Mein Hund ist beileibe nicht "ständig unter meiner Kontrolle": ich habe drei Kinder, und wenn wir im Wald spazierengehen, dann habe ich einen freilaufenden Hund und drei freilaufende Kinder, auf die ich meine Kontrolle verteilen müßte. Da das nicht geht, genieße ich den Spaziergang und vertraue auf das angelernte/anerzogene Verhalten der vier. Und wenn uns ein Hund an der Leine entgegenkommt (um zum Anfang zurückzukommen), werden alle, die sich für den Hund interessieren könnten (also der Hund und zwei der Kinder) abgerufen und das ganze in meiner Kontrollnähe abgehandelt.
Eileen hat geschrieben:Wenn jemand einer Katze beibringen will, das Katzenklo zu benutzen, so schaut der sich doch vorher auch nicht stundenlang irgendwelche Dokumentarfilme an die zeigen wie Tiger und Loewen ins Gebuesch schei..en ?
Der war allerdings gut ;-)
Nur zur Anmerkung: Großkatzen und Hauskatzen gehören in unterschiedliche Unterfamilien und darin dann verschiedenen Gattungen an:
Familie Felidae
Unterfamilie Felinae
Gattung Felis
Wildkatze (Felis silvestris)
....
Familie Canidae
Tribus Canini
Gattung Canis
Wolf (Canis lupus), einschließlich Haushund und Dingo
viele
KArin
wolfherm am 11 Okt 2005 14:32:38
Dem kann ich nur zustimmen. Es gibt nicht DIE ERZIEHUNGSMETHODE. Man muss für sich und seinen Hund aus den "angebotenen" Methoden die für sich und seinen Hund richtige Methode aussuchen.
eva b. am 11 Okt 2005 15:48:33
Ich habe die Diskussion mit viel Interesse verfolgt (sollte es in dieser sachlichen Form gerne öfter hier im Forum geben). Nur eine Anmerkung noch:
In vielen Hundebüchern steht geschrieben, dass der Hund ein Kurzzeitgedächtnis hat. Natürlich hat er das, genau so wie die Menschen auch. Warum das immer bei Erziehungsfragen betont wird, ist mir ein Rätsel. Natürlich haben Hunde auch ein Langzeitgedächtnis, d.h. sie können sich an Dinge erinnern, die Stunden oder Tage zurück liegen. Legt im Beisein Eurer Hunde einen Knochen an einen bestimmten Platz und lasst ihn erst am folgenden Tag wieder in diesen Raum. Wetten, dass er sich sofort erinnert! Nicht das Kurzzeitgedächtnis der Hunde führt zu Problemen in der Hundeerziehung, sondern die subjektive Bewertung des Verhaltens.
Angenommen, ich benutze den Kuli des Arbeitskollegen, und lege ihn nicht wieder an den ursprünglichen Platz, weil er für mich bedeutungslos ist. Dem Kollegen jedoch ist diese Stelle aus persönlichen Gründen sehr wichtig. Er kommt nach lägerer Zeit zurück in das Büro, und weil nur ich den Kuli verlegt haben kann gibt es ohne Erklärung eine Ohrfeige. Da kein zeitlicher Bezug mehr besteht, verstehe ich den Kollegen nicht. Er kann auch erbost auf den Kuli weisen, auch das werde ich nicht verstehen.
Der Hund frisst den Teppich an, der für ihn nichts anderes ist als ein Zeitvertreib, der Mensch ärgert sich, weil ihm persönlich dieser Teppich wichtig ist. Er kommt nach Hause, sieht den kaputten Teppich und schlägt den inzwischen andersweitig beschäftigten Hund. Da kein Bezug zu der Tat mehr besteht, versteht der Hund uns nicht.
In beiden Beispielen scheitert die Verständigung am zeitlichen Versatz und/oder der fehlenden verbalen Kommunikation. Das hat mit dem Kurzzeitgedächtnis überhaupt nichts zu tun.
wolfherm am 11 Okt 2005 16:03:02
Richtig, hier gehr es nicht um das Gedächtnis alleine. Die Verknüpfung der einen mit der anderen Handlung ist entscheidend.
Wenn unser großer dummer Rüde mal wieder was weggenascht hat, brauche ich ihn nur dahin zu führen, wo der Rest vom Wurstpaket liegt. Schon schaut er mich sehr betrübt an, weil ihm alle seine Sünden wieder einfallen. Wenn ich ihm dann sage: Böser Hund - ab, dann verzieht er sich und läßt sich eine zeitlang nicht blicken. Also: ein Gedächtnis haben die Hunde allemal, sonst würden sie ja die Kommandos und Gewohnheiten ständig vergessen.
Eileen am 11 Okt 2005 16:31:21
Er kommt nach Hause, sieht den kaputten Teppich und schlägt den inzwischen andersweitig beschäftigten Hund. Da kein Bezug zu der Tat mehr besteht, versteht der Hund uns nicht.
Der Hund versteht Schlaege so oder so nicht ...ob jetzt zum "richtigen" Zeitpunkt, oder zum "falschen".
Schlaege sind nicht Bestandteil des hundlichen Repertoires, sondern eine rein menschliche "Erziehungsmethode". Natuerlich "versteht" der Hund, dass Mensch ungehalten ist. Die Schlaege selbst sind jedoch voellig ueberfluessig ...ein dumpfes Poltern und Grollen reicht voellig aus.
Generell versteht der Hund keine ueberschuessige / ueberfluessige Gewalt. Hunde sind (sofern sie sich normal verhalten und nicht irgendwie asozial erzogen sind) untereinander sehr, sehr subtil im Umgang. Sie benutzen fein justierte Rituale und Verhaltensweisen, die nur einem dienen: Dem moeglichst Konflikt- und Gewaltfreien Umgang miteinander.
Richtig "Gewalttaetig" werden Hunde (nochmals ...normal sozialisierte Hunde) nur im Extremfall ..da muss es schon um's Ueberleben oder sehr wichtige Ressourcen gehen.
Einen Hund wegen eines Vergehens koerperlich zu zuechtigen ist aus seiner Sicht voellig ueberreagiert und unverstaendlich ...natuerlich kapiert er's auch schlussendlich, aber mit einer fein justierten "Antwort" erreicht man wesentlich bessere Erfolge.
Im schlimmsten Fall fasst der Hund eine koeperliche Zuechtigung als Angriff auf ...und das kann je nach Hund ganz boese in's Auge gehen. Im besten Fall versteht er sein "Herrchen/Frauchen" einfach nicht (mehr) und das Vertrauensverhaeltnis wird untergraben.
wolfherm am 11 Okt 2005 16:40:23
Es gibt dazu ein interessantes Buch: Signale der Hunde oder so. Da ist das gesamte Repertoire der Signale im Rudel beschrieben. Das hilft auch, wenn Herrchen die Signale einsetzt.
Adler am 11 Okt 2005 16:48:29
eva b. hat geschrieben:Angenommen, ich benutze den Kuli des Arbeitskollegen, und lege ihn nicht wieder an den ursprünglichen Platz, weil er für mich bedeutungslos ist. Dem Kollegen jedoch ist diese Stelle aus persönlichen Gründen sehr wichtig. Er kommt nach lägerer Zeit zurück in das Büro, und weil nur ich den Kuli verlegt haben kann gibt es ohne Erklärung eine Ohrfeige. Da kein zeitlicher Bezug mehr besteht, verstehe ich den Kollegen nicht. Er kann auch erbost auf den Kuli weisen, auch das werde ich nicht verstehen.
Der Hund frisst den Teppich an, der für ihn nichts anderes ist als ein Zeitvertreib, der Mensch ärgert sich, weil ihm persönlich dieser Teppich wichtig ist. Er kommt nach Hause, sieht den kaputten Teppich und schlägt den inzwischen andersweitig beschäftigten Hund. Da kein Bezug zu der Tat mehr besteht, versteht der Hund uns nicht.
Die Erklärung ist einfach Spitze :klatschen:
Ich liebe dieses Forum :razz:
Das war die best-geführteste Diskussion die ich je verfolgen durfte...
Jeder vertritt seinen Standpunkt und keiner beschimpft den anderen..
Und ich hab viel gelernt (bin ein Feltmann Fan )
Hoffe in Zukunft häufiger Diskussionen zu lesen, die so souverän geführt werden.
wolfherm am 11 Okt 2005 16:51:57
[/quote]
Ich liebe dieses Forum :razz:
Das war die best-geführteste Diskussion die ich je verfolgen durfte...
Jeder vertritt seinen Standpunkt und keiner beschimpft den anderen..
Und ich hab viel gelernt (bin ein Feltmann Fan )
Hoffe in Zukunft häufiger Diskussionen zu lesen, die so souverän geführt werden.[/quote]
:yau:
Adler am 11 Okt 2005 16:52:08
wolfherm hat geschrieben:Es gibt dazu ein interessantes Buch: Signale der Hunde oder so. Da ist das gesamte Repertoire der Signale im Rudel beschrieben. Das hilft auch, wenn Herrchen die Signale einsetzt.
Das Buch heißt
Calming Signals die Beschwichtigungssignale der Hunde
von Turid Rugaas
wolfherm am 11 Okt 2005 16:53:20
Stimmt, hatte es gerade nicht griffbereit. :D
GoldenAisha am 11 Okt 2005 17:19:24
@wolfherm
Du meinst bestimmt das Buch "Calming Signals" von Tuurid Rugas?!
LG
Solveig
GoldenAisha am 11 Okt 2005 17:20:55
Da war jemand schneller :D :D
LG Solveig
skylape am 12 Okt 2005 06:01:42
:skylape:
eva b. am 12 Okt 2005 09:09:37
Eileen hat geschrieben:
Er kommt nach Hause, sieht den kaputten Teppich und schlägt den inzwischen andersweitig beschäftigten Hund. Da kein Bezug zu der Tat mehr besteht, versteht der Hund uns nicht.
Der Hund versteht Schlaege so oder so nicht ...ob jetzt zum "richtigen" Zeitpunkt, oder zum "falschen".
Schlaege sind nicht Bestandteil des hundlichen Repertoires, sondern eine rein menschliche "Erziehungsmethode".
Wie wahr! Deshalb das genauso absurde Beispiel mit der Ohrfeige.
Gast am 12 Okt 2005 10:16:11
Passender als Uli Stein, kann man das nicht ausdrücken:
austriaka am 12 Okt 2005 10:27:11
Eileen hat geschrieben:... Schlaege sind nicht Bestandteil des hundlichen Repertoires, sondern eine rein menschliche "Erziehungsmethode".
Wenn es darum geht, ein Rudelmitglied auf seinen Platz in der Rangordnung hinzuweisen, setzt das ranghöhere Tier durchaus körperliche Argumente ein: Unblutige Bisse, heftige Stöße mit der Schnauze, Einsatz des Körpergewichts, um den anderen zu "unterwerfen" gehören genauso zum Verhaltensmuster wie aggressive Körperhaltung und entsprechende Lautäußerungen.
Ich bin kein Hund, deshalb gebe ich mich nicht dazu her, mit dem Hund in "hündisch" zu kommunizieren, indem ich ihn in die Ohren beiße oder ihn durch Einsatz meines Körpergewichts zu Boden drücke, wie es manche Hundehalter durchaus tun (jeder wie er mag - s.o.).
Ich bin bereit, die "Sprache" des Hundes zu verstehen und mit ihm (u.a.) über seine Verhaltensmuster zu kommunizieren (Rangordnung, Rudelzugehörigkeit etc.). Aber ich erwarte auch von meinem Hund, daß er mich versteht: er lernt also schon als Junghund, "mensch" zu verstehen. Dazu gehört nicht nur, daß er auf Pfiff oder Zuruf kommt (nicht wirklich "Rudelsprache"), sondern auch, daß ein Klaps auf den Po das gleiche bedeutet, wie wenn Rudel-Alpha ihn mit der Schnauze auf den Rücken dreht.
Versteht mich bitte nicht falsch: ich bin kein Befürworter von "Prügelstrafe". Aber ein Hund muß sich über seinen Rang im Rudel absolut sicher sein - wie ich das erreiche, hängt in erster Linie vom Hund ab. Und "körperliche Züchtigung" abzulehnen mit dem Argument, es käme im normalen Rudelverhalten nicht vor, dem kann ich so nicht zustimmen.
Nochmal: ich spreche nicht von übertriebener und/oder sinnloser Gewaltanwendung. Aber in manchen Situationen ist ein schnelles und eindeutiges körperliches Signal sinnvoller, als wochenlanges Trainieren mit positiver und negativer Verstärkung. Meine Meinung. Und verstanden hat das noch jeder meiner *nachzähl* 6 oder 7 Hunde.
KArin
Eileen am 12 Okt 2005 11:31:11
Versteht mich bitte nicht falsch: ich bin kein Befürworter von "Prügelstrafe". Aber ein Hund muß sich über seinen Rang im Rudel absolut sicher sein - wie ich das erreiche, hängt in erster Linie vom Hund ab. Und "körperliche Züchtigung" abzulehnen mit dem Argument, es käme im normalen Rudelverhalten nicht vor, dem kann ich so nicht zustimmen. Nochmal: ich spreche nicht von übertriebener und/oder sinnloser Gewaltanwendung. Aber in manchen Situationen ist ein schnelles und eindeutiges körperliches Signal sinnvoller, als wochenlanges Trainieren mit positiver und negativer Verstärkung. Meine Meinung. Und verstanden hat das noch jeder meiner *nachzähl* 6 oder 7 Hunde.
Dann lass mich mich auch mal nachzaehlen ...ja, das schaff ich grade noch ...1...2...3 Hunde momentan zu Hause.
Das "brutalste" was ich mit denen bisher veranstaltet habe (so ca. 1 x pro Jahr per Hund) ist sie unter "Donnergrollen" ueber den Haufen zu laufen. Will heissen, ich schiebe sie mit den Schienbeinen vor mir her (ohne sie zu treten oder gar irgendwo draufzutreten), schimpfe wie ein Rohrspatz, allerdings mit tiefer Stimme, draenge sie in eine Ecke und lasse sie dort abliegen. Ein solches Gewitter wirkt wahre Wunder und stellt den Respekt wieder dauerhaft her. Ganz ohne Schmerz oder Gewalt.
Ansonsten wird ge-"HEY!!" -t oder ignoriert ...funktioniert wunderbar.
Ein guter Chef (ob jetzt im Buero, im Wolfsrudel oder beim Gassigehen)
zeichnet sich aus durch angemessene Reaktionen, Ruhe, Sicherheit, Gelassenheit und Fairness.
Einer der nur rumbruellt, ueberreagiert und unproportionale Strafen erteilt wird a) nicht ernst gonommen b) strahlt alles andere als Souveraenitaet und Sicherheit aus und c) verdirbt das "Arbeitsklima"
Ein solcher Chef will ich nicht sein.
austriaka am 12 Okt 2005 12:22:01
Eileen hat geschrieben:...Ganz ohne Schmerz oder Gewalt. Ansonsten wird ge-"HEY!!" -t oder ignoriert ...funktioniert wunderbar.
Klasse, daß das bei deinen Hunden funktioniert! Nur erkläre bitte deine Methode nicht als "die" Methode für alle Menschen und alle ihre Hunde bzw. verurteile nicht andere Menschen, die andere Hunde und damit andere Methoden haben!
Eileen hat geschrieben:Ein guter Chef (ob jetzt im Buero, im Wolfsrudel oder beim Gassigehen) zeichnet sich aus durch angemessene Reaktionen, Ruhe, Sicherheit, Gelassenheit und Fairness.
Korrekt!
Eileen hat geschrieben:Einer der nur rumbruellt, ueberreagiert und unproportionale Strafen erteilt wird a) nicht ernst gonommen b) strahlt alles andere als Souveraenitaet und Sicherheit aus und c) verdirbt das "Arbeitsklima"
Richtig!
Eileen hat geschrieben:Ein solcher Chef will ich nicht sein.
Ich auch nicht
KArin
PS: die 6-7 Hunde sind die Hunde in meinem Leben, nicht gleichzeitig ;-)
Zur Zeit ist es "nur" eine, die reicht aber auch...
Eileen am 12 Okt 2005 12:57:39
Nur erkläre bitte deine Methode nicht als "die" Methode für alle Menschen und alle ihre Hunde bzw. verurteile nicht andere Menschen, die andere Hunde und damit andere Methoden haben!
Ich habe weder das eine noch das andere getan.
Ich habe lediglich an unserem Beispiel aufgezeigt, dass es auch anders gehen kann (kann ...nicht muss)
Warum also solltest du dich "verurteilt" fuehlen? Plagt dich etwa doch das Gewissen? :D :D :D
austriaka am 12 Okt 2005 13:20:47
Eileen hat geschrieben:
Nur erkläre bitte deine Methode nicht als "die" Methode für alle Menschen und alle ihre Hunde bzw. verurteile nicht andere Menschen, die andere Hunde und damit andere Methoden haben!
Ich habe weder das eine noch das andere getan.
naja *räusper*
was um Himmels Willen seid ihr mir denn fuer Hundehalter ??
Und der Rest der Herrschaften, die ihr die Vorzuege des Teletaktgeraetes lobt ...schaemt euch!!
-- ohne Worte --
Eileen hat geschrieben:Warum also solltest du dich "verurteilt" fuehlen? Plagt dich etwa doch das Gewissen? :D :D :D
Ich habe nicht mich "verurteilt" gefühlt, sondern einige andere hier, aus deren Worten ich eigentlich viel Sachverstand und Verantwortungsgefühl ihren Hunden gegenüber herausgelesen habe - auch wieder subjektiv...
LG
KArin
Eileen am 12 Okt 2005 15:01:14
Ach ...das teletakt ....
Das hatten wir doch schon vor drei Seiten abegehakt ... :D
Inklusive einer "guetlichen" Einigung auf "keine Einigung".
Ich habe nicht mich "verurteilt" gefühlt, sondern einige andere hier, aus deren Worten ich eigentlich viel Sachverstand und Verantwortungsgefühl ihren Hunden gegenüber herausgelesen habe
Also falls du Uller und MAN meinen solltest ...ich denke da ist die Luft geklaert ...ausserdem koennen die zwei Herren sehr gut fuer sich selbst sprechen.
wolfherm am 12 Okt 2005 15:33:31
Hier ein (satirischer) Beitrag aus einem Hundeforum zum Thema: Der tut nix - Ach, das hat er aber noch nie getan:
Aus, Rambo! Aus! Hierher! - Nur kai Angscht, der macht nix. Mormal beist der net. - Was isch`n des, Rambo? Fuß! Sitz! Brav. - Im Grund isch der völlig harmlos. Sie dürfe nur net zaige, daß Se Anscht habe. Des merkt der sofort. Schon, wenn jemand unkontrolliert schwitzt. Gehe Se völlig normal weider. - Platz, Rambo! Runner! Der Mann will nur vorbei. - Normal weitergehe, hab i doch g`sagt. Net schneller werre, womöglich springe. Aus jetzt, Rambo! Platz! Was soll des Knurre? - Also jeder Hund hat en Jagdinstinkt. Wenn Sie renne, werre Se für ihn sozusage zum Has. Dann kann ich für nix garantiere. Ob ich`n dann noch halte kann, waiß ich net. So`n Kerl hat ne unglaubliche Kraft. Un Se könne mir glaube, der isch schneller als Sie. Do hätte Se kai Chance. - Aber jetzt isch Ruh, Rambo!Sonscht wirds Herrle bös. - Gehe Se weiter. Nur zu. Ganz locker. Sie sin jo beinah vorbei. Ich habn am Halsband. Bloß net renne! Dann kann an sich nix passiere. - Herrgottsack! Halt!Rambo! Runner uff de Bode!So, zack, jetzt gibts aber! Derf mer denn des? Uff d`Leut losgehe! Zack! Jetzt isch s`Herrle sauer! Bei Fuß! Kain Mucks mehr. Un nimme g`rührt! Sonscht kommt d`Leine. - Sowas. Hat er Sie erwischt? Am Arm? Nur gezwickt. Gott sei Dank. Ich habs jo g`sagt, sowas macht er net, fescht zuschnappe. De Mantelärmel hat e bißle was, aber des wars scho, gell. Hab mer Glück g`habt. Wenn der so richtig zugebisse hätt, wie er könnt, wär de Knoche durch. Habe Se sei Zähne mol g`seh? Sie habe en Fehler g`macht. Sie hätte`m net direkt in dÀuge gucke dürfe. Des derf mer bei`me Hund niemache. Sonscht kriegt er Angscht. Un wird fuchsteufels... Rambo! Jetzt langts! Der Mann will Dir nix mache. - Mir sin natürlich versichert. Do ware mer schon froh drum. Jesses, Sie sin jo ganz blaß. Kai Sorg.Ich halt`n fescht, bis Sie weit genug weg sin. Aber langsam. Un net umdrehe. Nix für ungut. Noch en schöne Spaziergang. Guck mol, wie der geht. Dem habe mer en schöne Schreck ei`gjagdt, dem Hosenscheißer. Des wittere mir sofort, wenn ainer Angscht hat, gell Rambo!?
Gast am 12 Okt 2005 15:51:00
Eileen hat geschrieben:Also falls du Uller und MAN meinen solltest ...ich denke da ist die Luft geklaert ...ausserdem koennen die zwei Herren sehr gut fuer sich selbst sprechen.
Sehe ich ebenso 8)
conga am 12 Okt 2005 16:04:33
@wolfherm
Von wegen Satire.....Mich hat mal ein Rottweiler vom Fahrrad geholt.
Kommentar des Besitzers: "Was fahren Sie denn auch so schnell, das weckt seinen Jagdinstinkt. Aber er will sowieso nur spielen".
wolfherm am 12 Okt 2005 16:17:32
conga7 hat geschrieben:@wolfherm Von wegen Satire.....Mich hat mal ein Rottweiler vom Fahrrad geholt. Kommentar des Besitzers: "Was fahren Sie denn auch so schnell, das weckt seinen Jagdinstinkt. Aber er will sowieso nur spielen".
OK, Realsatire :D . Du hast recht, in vielen Fällen passiert so etwas und die Besitzer geben dem Geschädigten dann die Schuld.
austriaka am 12 Okt 2005 17:40:31
Eileen hat geschrieben:Ach ...das teletakt .... Das hatten wir doch schon vor drei Seiten abegehakt ... :D Inklusive einer "guetlichen" Einigung auf "keine Einigung".
Habe ich gelesen. Ich nehme mir trotzdem die Freiheit, meine Meinung auch noch 3 Seiten später dazu abzugeben, ok?
Eileen hat geschrieben:Also falls du Uller und MAN meinen solltest ...ich denke da ist die Luft geklaert ...ausserdem koennen die zwei Herren sehr gut fuer sich selbst sprechen.
Das habe ich nie bestritten. Vielleicht bin ich da auch überempfindlich - ich mags halt einfach nicht, wenn jemand andere aufgrund ihrer Vorgangsweise runtermacht, ohne in deren Haut zu stecken...
In diesem Sinne
KArin
Eileen am 12 Okt 2005 20:35:52
Nochmal generell und auf niemanden bestimmten gemuenzt:
In einigen postings hier steht mehr oder weniger deutlich die Aussage ein Hund sei "antiautoritaer" nicht erziehbar ...mehr oder weniger deutlich mit dem "Vorwurf" an mich, ich wuerde genau das propagieren.
Dazu moechte ich ein paar Dinge klarstellen:
ein Internetlexikon hat geschrieben:Definition Autorität ist im weitesten Sinne eine soziale Positionierung, die einer Institution oder Person zugeschrieben wird und dazu führt, dass sich andere Menschen in ihrem Denken und Handeln nach ihnen richten. Sie entsteht durch Vereinbarungen in gesellschaftlichen Prozessen (Lehrer/Schüler, Vorgesetzter/Mitarbeiter), durch vorausgehende Erfahrungen von Macht, Fähigkeiten, Wissensvorsprung und/oder durch religiöse Überzeugungen. Die sprachlichen Wurzeln entstammen dem lateinischen „auctoritas“ ( Einfluss, Geltung, Ansehen, Würde, Macht) bzw. dessen Verb „augere“, das soviel wie vermehren, fördern, bereichern, wachsen bedeutet. Das Adjektiv zu Autorität lautet "autoritativ". Das Adjektiv "autoritär", welches oft mit "Autorität" in Zusammenhang gebracht wird, stellt hingegen die negativen Seiten der Autorität, d.h. Machtmissbrauch, Unterdrückung und Gewalt dar.
Es gibt also einen klaren Unterschied zwischen "autorativ" und "autoritaer"
Im Sinne der Definition erziehe ich meine Hunde also sehrwohl "anti-autoritaer" ...sprich ohne Unterdrueckung, Machtmissbrauch oder gar Gewalt.
Aaaber
ganz klar mit "Autoritaet", also "autorativ"
Denn das braucht ein Hund. Sein ganzes Wesen ist darauf ausgelegt, sich in ein soziales Gefuege einzupassen, entweder zu fuehren oder gefuehrt zu werden. Da es im Zusammenleben mit Menschen nicht machbar ist, dem Hund die Fuehrung zu ueberlassen, muss ich sie also uebernehmen.
Und wiederum mit "Autoritaet" ...denn sonst werde ich vom Hund nicht akzeptiert.
Was aber macht mich zur Autoritaet?
die Definition sagt ...Macht, Faehigkeiten, Wissensvorsprung ...
schoen und gut ...hab' ich (als Mensch) dem Hund alles voraus, sollte also klappen ...
Da gibt's nur ein Problem ...der Hund weiss das (noch) nicht :D
Ich muss es ihm also klar machen.
Und nach meiner Auffassung von Hunderziehung geht das eben nur in einer "Sprache" und mit Mitteln, die der Hund auch versteht und einordnen kann. Moeglichst ohne Hilfsmittel, geduldig und in "Ueberzeugungsarbeit" ...nur so werde ich vom Hund als Autoritaet er- und anerkannt. ...nur so kann ich davon ausgehen, dass meine Position auch gefestigt ist.
Wenn ich dagegen dem Hund meinen Willen "autoritaer" aufzwinge, kann unter Umstaenden das Resultat (der "gehorsame" Hund) das gleiche sein, die Rahmenbedingungen waeren mir persoenlich aber zu instabil. Schliesslich koennte sich's der Hund ja jeden Moment anders ueberlegen und "rebellieren". Besonders und vor allem bei einem grossen und kraeftigen Hund waere mir das zu gefaehrlich.
Hunde haben u.a. auch ein ausgepraegtes Gefuehl dafuer, wenn ein Gegenueber "Schwaeche" zeigt. Ueberreaktionen, Inkonsistenz* und sinnlose Gewalt werden von den meisten selbstsicheren Hunden als Zeichen der Schwaeche aufgefasst.
Daher halte ich es, schon alleine im Interesse der EIGENEN Gesundheit, fuer ausserst wichtig, einen Hund "autorativ" und eben nicht "autoritaer" zu erziehen.
Dass es dem Hund dabei meist auch noch besser geht, ist ein angenehmer Nebeneffekt.
*edit
Ich sehe grade, da ist mir ein englisches Wort mit reingerutscht ...und das passende deutsche faellt mir nicht ein :oops:
Was ich meine ist nicht konstantes Verhalten ...nicht immer gleich ...heute so, morgen anders ...oder heute mit Gebruell und morgen gar nichts ...also wenn sich die Regeln dauernd aendern und das "Strafmass" gleich mit.
Kann natuerlich jedem mal passieren ...heute ist's uns wurscht, was der Hund macht ...morgen sind wir gestresst und fahren ihn wegen allem an.
Bären am 17 Okt 2005 14:05:21
Mir hat mein eigener Hund bei einer Rauferei die Spitze des Zeigefingers an der rechten Hand gestutzt, Vorteil ich muss nur mehr 9 Nägel schneiden. Wir haben einen Aussie er wollte mich nur verteidigen!
Die Überraschung kam von Rückwärts, ohne Halsband und Leine. So ist das Hundeleben.
Wilfried der Bär mit den 9 Krallen
Tipsel am 17 Okt 2005 23:51:41
Auch ich hab durch einen durchgebissenen Finger gelernt, mich aus Hundeauseinandersetzungen rauszuhalten, obwohl ich eigentlich billiger niemals zu einem Fingerpiercing gekommen wäre. Hab leider vor Schreck vergessen, einen Ring durchzustecken :eek:
Seit dieser Zeit geh ich sofort auf Abstand, wenn irgendeiner mit meinem kleinen Zwockel was regeln will und wir der Angelegenheit nicht vorher aus dem Weg gehen können.
Gast am 18 Okt 2005 07:12:00
Sorry wenn ich jetzt etwas wiederhole, aber ich habe nur quer gelesen.
Die hier geführte Diskussion führe ich leider auch immer wieder auf meinen Hunderunden.
Situation: Wir haben 2 Hunde, davon eine sehr dominante, für ihre Rasse zu kleine, belgische Schäferhündin. Auf Grund der Dominaz und der Rudelbildung ist der Freilauf der beiden eingeschränkt, da oftmals die räumliche Übersicht zum klären der Frage, ob "die Luft rein ist" fehlt.
Es kommt wie es kommen muss, diverse freilaufende Hunde kommen bis auf wenige cm an unsere heran (die Besitzer interessiert das meistens wenig) und der Tanz beginnt.
Ergebnis: Unsere Hunde und wir sind verschrien.
M.E. bedarf es keiner Regelungen irgendeiner Ordnungsinstanz für dieses "Problem". Es muss für jeden Hundebesitzer eine Selbstverständlichkeit sein,
- die Sprache seines Hundes und die anderer Hunde zu verstehen
- Rücksicht auf andere Leute einschließlich Hundebesitzer zu nehmen
- und wenn es mal zu Problemen kommt, den "Fehler" auch erstmal bei sich selbst zu suchen.
Auch überlegen sollte sich mancher "Hundeimmerfrailauflassbesitzer", dass angeleinte Hunde auch wegen einer (ansteckenden) Krankheit oder z.B. Läufigkeit an der Leine sein können.
Wenn jeder diese Selbstverständlichkeiten berücksichtigen würde, wäre das Zusammenleben von Mensch und Hund in der Öffentlichkeit viel angenehmer und auch die einschlägige Presse müsste auf manche Zeile wie z.B. "17- monatiges Kuschelmonster reizt abgeklärtes Hunderudel bis auf die Zähne" verzichten.
@ Uwe
Versteh die letzte Zeile bitte nicht als Anspielung, aber die Medallie hat - wie von dir zwischen den Zeilen ja auch schon bestätigt - bekanntlich immer 2 Seiten.
Gast am 18 Okt 2005 08:22:42
Tja, als Fazit der Tatsache, einen zu Weibchen und Menschen zwar sehr freundlichen und verspielten, gegenüber anderen Rüden aber äußerst rauflustigen Rüden zu halten, dessen Lieblingsfeind nur 50 m entfernt wohnte, hatte ich mir angewöhnt, morgens von 7.00 auf 8.00 Uhr (auch in Dunkelheit im Winter) eine Runde zu gehen, während dieser ich GARANTIERT keinen Hund mit oder ohne Hundebesitzer traf. So wurde es auch mit des Feindes Frauchen abgesprochen, andere Leute gehen mit ihren Hunden sowieso später und wer läuft schon mit Stirnlampe und (angeleintem) Hund im dunkeln im Wald ... ?? Eben, keiner. Drum ist das Gassigehen dann auch entsprechend entspannt. Soziale Kontakte hat der Hund dadurch zwar im Hundebereich nicht, aber ich auch weniger Stress. Und die Zeit heilt alles: Jetzt läuft er nicht mal mehr bei weit geöffnetem Tor weg, wo wir früher Angst hatten, drüber zu springen, und der Lieblingsfeind ist seit einem halben Jahr tot ...
Beduin am 18 Okt 2005 08:25:04
Bei uns im Verein wurde vor einigen Wochen ein Motivationsseminar gemacht.
Zur Untermauereung der Führrung soll das Beutespiel sehr gut geeignet sein.
Bei Intresse kann ich mal nach meinen Notizen schauen und es hier reinstellen.
Meine Alica habe ich von hier --> Link und kenne von dem her Beispiele, von wegen intelligente Hunde, wo selbige an der Schleppleine hervorragend hören und wenn diese dann weg ist, eben nicht mehr. :P
Und die Hundeausbildung, muss, auf die Individualität von Hund und Halter ausgerichtet sein, sonst hilft alles nichts.
Von dem her finde ich Hundeerziehungssendungen auch so gefährlich.
wolfherm am 18 Okt 2005 13:13:28
Beduin hat geschrieben:Bei uns im Verein wurde vor einigen Wochen ein Motivationsseminar gemacht. Zur Untermauereung der Führrung soll das Beutespiel sehr gut geeignet sein. Bei Intresse kann ich mal nach meinen Notizen schauen und es hier reinstellen.
Meine Alica habe ich von hier --> Link und kenne von dem her Beispiele, von wegen intelligente Hunde, wo selbige an der Schleppleine hervorragend hören und wenn diese dann weg ist, eben nicht mehr. :P
Und die Hundeausbildung, muss, auf die Individualität von Hund und Halter ausgerichtet sein, sonst hilft alles nichts. Von dem her finde ich Hundeerziehungssendungen auch so gefährlich.
Wenn er ohne Schleppleine nicht hört, ist er noch nicht so weit. Also, wieder an die Schleppleine. Unser Rüde wird immer an der Schleppleine laufen, weil er sehr schreckhaft ist und bei einem ungewohnten Geräusch möglicherweise die Flucht ergreift und evtl. unter ein Auto kommt.
Das Anleinen eines freilaufenden Hundes bei einer Begegnung mit einem - aus welchem Grund auch immer - angeleinten Hundes ist ein Gebot der Rücksichtnahme und - zumindest bei uns - in der Hundeschule Lektion 1, erster schlauer Spruch. :D
Eileen am 18 Okt 2005 14:26:48
Und die Hundeausbildung, muss, auf die Individualität von Hund und Halter ausgerichtet sein, sonst hilft alles nichts. Von dem her finde ich Hundeerziehungssendungen auch so gefährlich.
Das unterschreib' ich !!
Aber nicht nur die Fernsehsendungen sind "gefaehrlich" , sonder nahezu jede andere Publikation auch. Egal jetzt ob Buecher, Magazine, sonstiges. Ein Grossteil der Autoren behauptet immer DAS Patentrezept gefunden zu haben. Da werden dann immer wieder neue Begriffe gepraegt, Methoden gepredigt, Juenger versammelt ...manchmal koennte man meinen eine bestimmte Art der Hundeerziehung waere eine Glaubensrichtung.
Und wenn's nicht klappt, ist nie die "Methode" schuld ...sondern immer der mangelnde "Glaube" der Anwender.
Dabei ist es ganz einfach ...jeder muss fuer sich, seine Umstaende und seinen individuellen Hund seine eigene "Methode" finden. Das ist nicht schwierig ...so lange man sich Muehe gibt, und seinen Hund genau kennen lernt und ihm nicht irgendetwas "aufpropft" fuer das er nicht geeignet ist.
Uwe
Beduin am 18 Okt 2005 15:16:08
wolfherm hat geschrieben: Wenn er ohne Schleppleine nicht hört, ist er noch nicht so weit. Also, wieder an die Schleppleine.
Der Halter mit der Führung?
Was ich eigentlich damit sagen wollte :)
Das einige der Hunde so schlau sind, das sie merken wann sie ne Schleppleine dran haben und wann nicht, wann sie kommen "sollen" und wann es sich erübrigt :D
wolfherm am 18 Okt 2005 15:58:04
Na ja, mit schlau hat das nur begrenzt was zu tun. Diese Hunde sind unter Erziehungsgesichtspunkten nicht gehorsam. Der Halter sollte hier die führende Rolle haben und der Hund nicht die Entscheidungsmöglichkeit. Sowas ist natürlich nicht so einfach und erfordert mühsame und langwierige und immer wiederkehrende Übungen. Deshalb sind die Sendungen im Fernsehen immer so fatal, dort wird der Eindruck erweckt, nach 2 - 3 Tagen Supermami ist das Problem gelöst.
Wir machen mit unserer Hündin (6 jahre alt), die wir mit 8 Wochen bekommen haben, und die sehr gut im Gehorsam steht, auch noch regelmäßig unsere Übungen. Wir werden immer wieder von anderen Hundehaltern gefragt, wie lange muss man eigentlich in die hundeschule bzw. den Hund ausbilden? Unsere Antwort: Die Hundeausbildung endet eigentlich nie, sie wird vielleicht in den späteren Jahren nicht mehr so aufwändig sein. Aber anfangs ist das schon mit viel Konsequenz und Aufwand verbunden.