wir haben es letzten Sommer endlich geschafft, einmal zu nördlichsten Festlandspunkt Europas zu wandern. In den Jahren vorher hatten wir entweden keine Zeit oder es herrschte unpassendes Wetter.
An 11.Juli war es soweit, wir verliessen mit gepacktem Rucksack unser Womo und liefen Richtung Fjell. Es war leicht diesig, unser Barometer sagte ein Hochdruckgebiet an, es waren 8 Grad draußen. Um 13 Uhr ging es los.

Die erste Zeit verlief der Weg über Holzbohlen, rechts und links sumpfiges Gelände, einige Bachläufe waren zu durchqueren. Solche Wege laufen wir gerne.

Einsam und verlassen stand ein Zelt dort irgendwo in der Pampa. Ein paar Tage später nahmen wir bei Dauerregen auf dem Weg nach Alta zwei junge Franzosen mit. Wir frischten unsere Französischkenntnisse auf und erfuhren, dass die Beiden am selben Tag wie wir diese Wanderung gemachte hatten und das ihr Zelt war. Die Jungs waren viel schneller als wir, auf dem Rückweg sahen wir nichts mehr von ihnen.

Wir orientierten uns an den aufgeschichteten Pyramiden. Die ersten Rentiere kamen in Sicht. Man musste schon genau hingucken, um sie zu entdeckten. Die Felsen, die sich bewegten, waren verdächtig.

Um 15 Uhr kam die Wetterstation am Nordkap in Sichtweite, von der Straße aus hatten wir die schon gesehen.

Wir näherten uns einer Senke, dort ging es auf Meereshöhe runter. Es war ein ziemlich ausgelatschter, nasser Weg recht steil nach unten. Dann noch eine Brücke über ein Flüsschen und wir standen am Strand.

Euphorisch genossen wir das vor uns liegende Panorama: das Nordkap-Plateau von unten. Dieses Bild kannten wir bis jetzt nur von Photos. Allein die Vorstellung war großartig, dass sich dort oben Menschenmassen bewegen, die Gebäude, die vielen Autos, Busse und Womos.

Wir machten erst einmal eine lange Pause, guckten das Strandgut an und die Kunstwerke daraus.

Gleich geht's weiter...
Walter und Sabine

