Ich weiß, ihr vertragt eine Menge an unterschiedlichen Reiseberichten. Leider hab ich die Sommertour noch nicht aufgearbeitet und auch beim Herbst bin ich im Verzug. Dieses Jahr hatte ich es nicht so mit dem abendlichen Schreiben. Vielleicht könnt ihr aber etwas mit dieser Variante anfangen. Entstanden ist sie aus folgendem Grund. Leider muss ich in der Schule feststellen, dass die meisten Schüler von Deutschland, geschweige dem Rest der Welt keine Ahnung haben. So habe ich z.B. zwei Klassen aus Fördermaßnahmen des Arbeitsamtes, in der Schüler von ohne Abschluss bis zur Fachhochschulreife sitzen. Um ihren Horizont zu erweitern, bringe ich auch gerne meine Erfahrungen aus den Reisen in den Unterricht ein. So ist auch die Aufgabe für den morgigen Unterricht entstanden. Ich hoffe, dass so ein fächerübergreifender Unterricht entsteht.
Also los:
Verfolgt die Reiseroute, indem ihr die angefahrenen Orte herausschreibt und mit Hilfe des Atlas und des Internet herausfindet, wo der Ort oder die Region liegt (unter anderem das Bundesland) und welche Besonderheiten (Landschaft, Stadtbild (Gebäude), Museen oder andere interessante Besichtigungen, Wirtschaft (also Industrie und Gewerbe), Freizeitmöglichkeiten) es dort gibt. Findet auch heraus an welchem Fluss oder Gewässer der Ort liegt:
Reiseroute Herbstferien 2005
Dieses Mal sollte unsere Reise von Aachen aus in die Lüneburger Heide und ins Alte Land gehen. Das erste Etappenziel ist Steinhude. Von dort reisen wir nach 3 Tagen nach Verden/A. Über Visselhövede geht es zum Löns Grab, wo wir beim Gasthof ?Zum Wacholderhain? übernachten. Nach einer Rundwanderung am nächsten Morgen rollen wir weiter nach Walsrode zu einem bekannten ?Park?. Da der Rest des Tages für den Besuch des ?Parkes? vergeht, bleiben wir gleich dort über Nacht. Nach dem Frühstück fahren wir weiter über Wietze nach Celle. Eine Stadtbesichtigung ist natürlich Pflicht und ich lasse mir zu Mittag ?Sauerfleisch? mit Bratkartoffeln schmecken. Nach einer kleinen Reparatur am Abwassertank des Fahrzeuges besuchen wir Wienhausen. Hier erhalten wir eine Privatführung in dem bekannten uralten Gemäuer. Über Müden/Ö rollen wir auf Nebenstrecken nach Gifhorn. Für einen Museumsbesuch ist es zu spät geworden und da wir morgen auf den Wochenmarkt in Lüneburg wollen, geht es weiter nach Norden. Bald wird es dunkel und der Hunger meldet sich. so fahren wir nach Hösseringen und essen im ?Haus am Landtagsplatz? die Spezialität der Lüneburger Heide, Heidschnucke. Übernachtet wird bei Uelzen auf einem Campingplatz. Schnell sind wir am nächsten Morgen in Lüneburg und streunen zu aller erst über den Wochenmarkt. Alles was die Landwirtschaft der Umgebung hervorbringt, wird hier angeboten, Fleisch- und Wurstwaren, Gemüse, Kartoffeln, Honig. Noch nie sah ich auf einem Markt so viele Kartoffelsorten. (--> Link) Nach einer ausgiebigen Stadtbesichtigung, unter anderem ein Blick vom Wasserturm auf die Altstadt, geht es wieder weiter nach Norden ins ?Alte Land? nach Jork. Im Restaurant ?Hotel Altes Land? wird wieder vorzüglich gespeist. Es ist Erntezeit und die Spezialität der Region bereichert auch die Speisekarte. Der nächste Tag sieht uns wieder auf der Straße und nach Einkauf von diversen Sorten der regionalen Spezialität, auch in flüssiger Form, in einem Bauernladen fahren wir weiter nach Wischhafen und setzen mit der Fähre nach Glückstadt über. Nun halten wir uns an die Nordseeküste und fahren immer an Deichen entlang nach Friedrichskoog. Im Sommer haben wir festgestellt, dass man hier direkt am Hafen super frische Nordseekrabben zu einem vernünftigen Preis bekommen kann. Bald geht es weiter, denn wir wollen heut noch in St. Peter Ording Bekannte besuchen. Zwei Nächte bleiben wir hier und genießen den nahe gelegenen Strand und das Watt. Dienstag soll es wieder nach Süden gehen. Doch erst fahren wir nach Husum und dort werden wieder Krabben gekauft und gleich eingefroren. In der Frische gibt es sie nicht bei uns. Auch der Preis ist mit 3,50 Euro pro Kilo nicht zu verachten. Natürlich kommen auch noch diverse Räucherfische in den Kühlschrank. Wir umfahren Hamburg großräumig und erreichen über Lauenburg/E[/ Scharnebeck. Das dortige technische Wunderwerk wird natürlich besichtigt und zum Übernachten suchen wir uns Bleckede aus. Direkt am Fluss übernachten wir an der Fähre und genießen die Küche im Alten Fährhaus. Übrigens war hier der Fluss früher die Grenze zur DDR. Der nächste Morgen sieht uns auf einer Rundwanderung durch das Naturschutzgebiet und wir erleben die Ankunft von hunderten von Wildgänsen auf den Altarmen des Flusses. Durch die Auen fahren wir dann flussaufwärts über Hitzacker an Dannenberg und Lüchow vorbei nach Lübeln. Das Museumsdorf zeigt eindringlich die Dorfstruktur dieser Gegend. Auf einem Bauernhof bei Clenze übernachten wir dann sogar in einem dieser speziellen Dörfer. Die Sonne des nächsten Tages sieht uns auf der Fahrt nach Hankensbüttel. Dort folgen wir dem Tierpfleger bei der Fütterungsrunde durch den Park und erfahren auch viel Neues über die dort gehaltenen Tierarten. Da es auch hier spät wurde, übernachten wir auf dem riesigen Stellplatz des Ortes. Am nächsten Tag sind wir wieder in Gifhorn und haben nun Zeit das dortige Museum zu besichtigen. Kurz, es war eindrucksvoll. Nun geht es langsam Richtung Heimat. Wir Fahren wieder einmal nach Steinhude und sind dann nach staufreier Fahrt am nächsten Tag wieder in Aachen. Schön wars. Am Montag warten wieder Schüler auf mich.
Natürlich wird irgenwann auf meiner HP der ausführliche Bericht erscheinen und Fotos hab ich auch zur Genüge parat. Also bis Bald.
Wolf

