Nachfolgend eine kleine Zusammenfassung über unsere Erfahrungen und Erlebnisse, auch als Dank an die, die schon hier waren.
Heute möchte ich mal wieder über unseren Stellplatz berichten, was wir erlebt haben und welche Fragen sich inzwischen aufdrängen.
Der Bericht in der pm vom Dez. 2012 hat uns viele Besucher gebracht. Viele davon die uns als Zwischenstation auf dem Weg nach Spanien ins Winterquartier besucht haben, aber auch viele, die uns ganz gezielt mit dem Ausschnitt aus dem Artikel angefahren haben. Der lag dazu auf dem Armaturenbrett und wurde uns bei der Begrüßung gerne gezeigt. Wir haben geglaubt, dass nach einiger Zeit schnell weniger Fahrzeuge kommen würden. Das war ein Trugschluss. Manchmal kamen bis zu 5 Fahrzeuge am Tag, was aber nicht weiter problematisch war. Auf jeden Fall haben wir uns sehr gefreut, dass wir grosse Zustimmung gefunden haben.
Dann kam im März der grosse Regen. Mit dem Regen kamen viele auf der Rückreise aus Spanien. Und dann kam das Chaos, weil unsere Wiese abzusaufen drohte. Es hörte und hörte nicht auf zu regnen. Obwohl das Erdreich teilweise festgefahren war haben die schweren Fahrzeuge und die Reifen alles aufgewühlt. Einer musste herausgezogen werden, weil er all zu forsch vorwärts ins Gras fuhr und bis an die Achsen einsank. Manch einer beherrschte auch die Technik des schaukelns nicht und grub sich erst beim Anfahren so richtig ein. Einige baten mich ihr Fahrzeug auf die Strasse zu fahren. So weit es ging haben wir schwere Wohnmobile direkt auf unsere Zufahrt gestellt um keine Probleme zu bekommen. Klar war, dass wir schnell Kies bestellen mussten.
Es regnete auch, nachdem 20 Tonnen Kies abgekippt wurden. Der konnte erst nicht verteilt werden weil es weiter regnete. Inzwischen habe ich den Kies mit dem Minibagger verteilt und es ist auch wieder trocken. Jetzt aber beschäftigen wir uns mit der Zukunft.
Sicher sind nochmals 20 Tonnen Kies nötig. Und dann. Die Angebote die wir eingeholt haben wie man eine feste befahrbare Unterlage schafft, lagen weit über dem Budget das man auf Jahre erwirtschaften kann. Wie geht man richtig vor zwischen Investition, Kapitalrückfluss und wie bleibt die Resonanz auf den Platz. Ich kann sagen, dass ich schon manchen Gedanken damit zugebracht habe. Zu 90% ist es so trocken und hart, dass man keinen Spaten in den Boden bringt. Soll man wegen 10% investieren und wieviel oder schliessen?
Inzwischen habe ich auch die Beschilderung der Zufahrt angebracht. Die Sträucher und Äste die leider oft in den Zufahrtsweg hingen, habe ich jetzt mit dem Stromaggregat aus dem Wohnmobil und einer elektrischen Teleskop-Säge abgeholzt. Fast alle Besucher haben von dem guten Wein gekostet und danach entschieden Vorräte anzulegen. Sehr oft habe ich mich auch als Helfer in der Not einbringen müssen. Neue Versorgungsbatterien holen und einbauen, Werkzeug ausleihen, Einkaufstouren in den Supermarkt.
Es war immer etwas los. Oft hat mich meine Frau suchen müssen, weil ich wieder bei den Wohnmobilisten zu einem Schwätzchen (oder Bierchen/Weinchen) war. Es war einfach schön und wie man so sagt „supergeil“. Lasse mich überraschen wie es weiter geht. Wir haben viel Lob bekommen und glauben, dass es allen Besuchern gefallen hat soweit wir das aus der Resonanz erfahren haben. Wir freuen uns auf weitere angenehme Besuche.
von inzman

