Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.
bei unserem Transit hat die Winterpause bzw. das Streusalz mal wieder ein Opfer gefordert...Bereits zum 4 mal tauschen wir nun die Umlenk- bzw. Spannrollen des Keilriemenantriebes aus. Das erste mal nach ca. 4-5 Jahren, hat uns in der Werkstatt fast 800 Euro gekostet.(Hatte damals keine Zeit zum selber schrauben) Nur ein Jahr später das gleiche Problem wieder, dank gerade noch bestehender Ersatzteilgarantie dann für uns kostenfrei gewechselt worden, nun waren die Lager wieder laut. Alleine die Ersatzteile kosten trotz Rabatten über 300 Euro. Aber warum? Defekt sind eigentlich nur die Kugellager, aber die kann man nicht einzeln kaufen. Es ist ein Wahnsinn, welche Materialmengen man produziert und dann wegwirft, statt nur die defekten Kugellager auszutauschen. Beispiel gefragt?:
Gut zu sehen, links die neue Umlenkrolle, rechts die alte bei der das Kugellager eingepresst ist, nur das Kugellager gibts bei Ford nicht einzeln. Erfolg davon? Ein Preis von ca. 80 euro für die Umlenkrolle inkl Lager statt ca. 10 Euro für ein neues Kugellager.
Das ganze lässt sich noch perverser steigern: Im Bild zu sehen, die Umlenkrolle, die am Spannarm sitzt. Mit dieser Rolle wird der Keilriemen gespannt. Bild geliehen von: --> Link Die Rolle lässt sich problemlos abschrauben und das Kugellager ist auch wieder nur eingepresst. Stattdessen schmeisst man das ganze Teil inkl. der massiver Spannfeder weg, die im runden Unterteil sitzt. - Vorteil hier? Teil kostet bei Ford über 200 Euro statt wieder nur ca. 10-20 Euro für das Lager. Und warum in alles in der Welt kann man dann nicht wenigstens die Rolle inkl. Lager kaufen, wenn diese schon abschraubbar ist?
Bei diesem Teil sehe ich es ja noch ein. Das Lager zu wechseln wäre aufwendig:
Nachdem am Plastikteil der Motorabdeckung ein Nippel abgebrochen war, was ich noch gar nicht gesehen hatte, wollte ich das nicht auch alles wieder wegschmeißen, sondern erinnerte mich an den Treat von Goliver hier im Forum über das Plastikschweißen, also los:
das grüne ist eine Materialzugabe. Eine Bohrerverpackung hatte offensichtlich das selbe Plastik wie die Motorabdeckung, ließ sich gut mit einander verschweißen.
Man wird sehen, wie lange es hält, auf jeden Fall wird so nicht schon wieder ein Riesenteil weggeworfen.
Hier noch ne andere Form der Resourcenschonung: Mein selbstgebautes "Spezialwerkzeug" zum Kontern der Rolle, gebaut aus einer alten Regalschiene und 2 Bolzen:
Was mich neben den erhöhten Kosten so ärgert, ist diese Materialverschwendung, warum muss so etwas sein? Ich meine nicht und finde das sehr ärgerlich, und ich bin sicher kein "Grüner". Sicherlich wäre es noch besser, wenn der Hersteller gleich Lager verbauen würde, die ein ganzes Autoleben durchhalten. Werde mich,, wenn ich mal Zeit habe mit den alten Teilen beschäftigen und versuchen rauszukriegen was das für Lager sind, diese im Kugellagerhandel kaufen und die alten Teile aufarbeiten, denn der nächste Ausfall kommt ja bestimmt..
hallo selbstschrauber , ich kann dich sehr gut verstehen, ich erlebe es auch immer wieder, kleines Bsp, viele Lager lassen die Herstellr speziell für sich fertigen, von skf oder anderen, diese düren dann im Handel nicht an den Privat kd verkauft werden, für meinen Volvo V 50 benötigte ich einen Diesel Druck sensor, ich hatte den Hersteller im Net gefunden , aber er durfte nur an Ford Bzw Volvo liefern , kosten währen gewesen ca 18 €, nein ich musste die komplette Rail kaufen für ca 280 € , an der rail kann nichts kaputt gehen , ich könnte Heulen . gr Rudolf
Gast am 13 Apr 2013 20:32:02
Lieber Selbstschrauber,
(coseb) Rudolf hat es treffend beschrieben, die Hersteller leben unter anderem auch sehr gut davon, das sie billig erworbene Ersatzteile teuer verkaufen. Bekanntlich geht vielen von ihnen der Spar- oder gar Umweltschutzgedanke ganz weit am Allerwertesten vorbei. Es zählt nur, übrigens wie bei Allen und überall, der Profit. Und den wiederum können sie nur bei uns, den Kunden, generieren. Ich schätze Dein handwerkliches Mechanikergeschick sehr, welches wir hier schon in div. Threads bewundern durften. :daumen2: :sky:
Anzeige vom Forum
rorei am 13 Apr 2013 21:13:32
Hallo selbstschrauber, ich würde die Lager auspressen lassen ( LKW-Werkstatt ) und aufgrund der Teile-Nr. oder gemäß den Abmessungen von SKF oder FAG neue Lager besorgen, sind mit Sicherheit geschlossene Standardlager. Die gleiche Werkstatt presst auch wieder rein. GRuß Roland
geloni am 13 Apr 2013 21:42:42
Geplante Obsoleszenz ist Kalkül der Hersteller: Reparieren ist out, Austauschen ist angesagt! Man kann dem wohl nur mit hoch entwickeltem bastlerischen Talent und/oder großem Improvisationsvermögen begegnen, oder man findet eine (freie?) Werkstatt, die so etwas kann.
geloni
azrael am 13 Apr 2013 22:08:19
Sehr guter Thread! Wir sind schon allein aus Kostengründen auch immer bestrebt, Teile zu reparieren anstatt unnötigerweise gleich komplett auszutauschen.
Die meisten Kunststoffe kann man auch wunderbar mit Plastik-Sekundenkleber kleben. Bei unserem Transit war der Haltenubbsi der Tankdeckelabdeckung abgebrochen. Haben wir geklebt, hält seit einem Jahr problemlos! Verschweißen ist auch gut, vor allem bei Kunststoffen, die man nicht kleben kann. So haben wir bei unserem alten T4 die Glashubdach-Mechanik repariert... die wäre übrigens nichtmal mehr in neu zu bekommen gewesen :-)
Ich werde diesen Thread hier mal abonnieren und freue mich auf viele Bespiele von Euch :-)
selbstschrauber am 13 Apr 2013 22:32:15
Hier der Link zum treat den ich meinte, müsst ein wenig runter scrollen: --> Link im rimor Absolut lesenswert, nicht nur wegen des Plastikschweißens. War nicht goliver sondern Reihwo LG
Selbstschrauber
dieter2 am 13 Apr 2013 22:43:25
Kann mir nicht vorstellen das sich hersteller extra Lager herstellen lassen. Einfach das Lager rausziehen und ein Neues mit loktite wieder einsetzen. Lagen gibt es bestimmt im Netz. Es gibt reichlich Lagershops. Ich repariere auch soviel selber wie möglich. Dieter
Gast am 13 Apr 2013 22:47:15
Für weit weniger als 300€ kannst du dir einen eigenen Rollenspanner in einer Dreherei anfertigen lassen mit austauschbaren Standardkugellagern. Der Preis ist eine Unverschämtheit und die reinen Herstellungskosten dürften deutlich unter 20E liegen. Sehe ich das richtig, dass der sogar aus Alu ist? Soweit ich es am Bild erkennen kann, hätte ein breiteres Kugellager der Konstruktion gut getan.
azrael am 13 Apr 2013 22:53:34
selbstschrauber hat geschrieben:Hier der Link zum treat den ich meinte, müsst ein wenig runter scrollen: --> Link im rimor Absolut lesenswert, nicht nur wegen des Plastikschweißens. War nicht goliver sondern Reihwo
Danke für den Link, selbstschrauber! Der Threadtitel macht mir aber angst... hab ja auch nen RIMOR :D
coseb am 14 Apr 2013 02:00:39
dieter2: du schreibst, Kann mir nicht vorstellen das sich hersteller extra Lager herstellen lassen.
aber genau so geht es , bmw, obbel, merc , ford Alle praktizieren Sie das , das fängt bei Radlager an und hört im Nirwana auf .
übrigens für die welche es nicht Wissen , in jedem Kunststoff Artikel ist ein Keisrunder Stempel darinnen befindet sich eine Zahl oder Mehrere, dies ist ein Code welcher besagt aus welchem Material das Teil besteht , für die Schweisser ist dies wichtig , sonst gibt dat nix mit der rep. Zumin bei Karrosserie teilen ...... Rudolf
kamann am 14 Apr 2013 02:23:38
hallo; tja, so kann man auch mit keinen sachen dem kunden eine freude machen! und alle wollem dem kunden oder klientel dienen und an ihm verdienen. die einen mit reparatursätzen, mit werkstattsätzen, Beitragsätzen, Gebührensätzen Festpreissätzen, diese reihe kann man endlos fortsetzen! das system ist doch klasse, so lange man auf der richtigen seite steht!! Aber wenn man dann auf der betroffnenen seite steht is des alles plötzlich SCH...e!! So isses halt jeder will der GEWINNER sein!! mfg KH
Gast am 14 Apr 2013 07:30:30
dieter2 hat geschrieben:Kann mir nicht vorstellen das sich hersteller extra Lager herstellen lassen. Einfach das Lager rausziehen und ein Neues mit loktite wieder einsetzen. Lagen gibt es bestimmt im Netz. Es gibt reichlich Lagershops. :!: Ich repariere auch soviel selber wie möglich. Dieter
Absolut korrekt -> Ich drücke die Lager mit der Presse aus und klebe neue Lager mit Loctite ein :!: Die Kugellager kosten Peanuts -> Ich habe die Möglichkeit und nutze sie auch :D
coseb » 14 Apr 2013 02:00:39 dieter2: du schreibst, Kann mir nicht vorstellen das sich hersteller extra Lager herstellen lassen.
aber genau so geht es , bmw, obbel, merc , ford Alle praktizieren Sie das , das fängt bei Radlager an und hört im Nirwana auf .
Falsch -> Die bauen alle den gleichen "Tüll" ein :( Nur die Ersatzteile sind vom Preislichen her oft 500% überteuert -> davon leben "Sie"
Gizmo am 14 Apr 2013 08:31:19
Selbstschrauber schrieb: „....Streusalz mal wieder ein Opfer gefordert...Bereits zum 4 mal tauschen wir nun die Umlenk- bzw. Spannrollen des Keilriemenantriebes aus.“
Hallo, ich würde versuchen, den Motor-Unterschutz (Spritzschutz) zu verbessern.
, Gizmo
selbstschrauber am 14 Apr 2013 09:14:26
[quote="raidy"]Für weit weniger als 300€ kannst du dir einen eigenen Rollenspanner in einer Dreherei anfertigen lassen mit austauschbaren Standardkugellagern. Der Preis ist eine Unverschämtheit und die reinen Herstellungskosten dürften deutlich unter 20E liegen. Sehe ich das richtig, dass der sogar aus Alu ist?
Hi raidy,
der rollenspanner selbst ist ja in Ordnung, nur das Lager der daran befestigten Rolle hat einen Lagerschaden. Das besonders perverse ist dabei, dass diese Rolle nur geschraubt ist, also leicht austauschbar wäre. Und ja, das Unterteil, in dem die Feder sitzt ist aus Alu. Allerdings ist dieser Spanner zwar das teuerste Bauteil, kostet aber "nur" ca. 200 Euro, der Rest des Geldes geht für die anderen Rollen drauf. - Leider hat der Transit davon 3.
an alle
hatte ja schon geschrieben, dass ich versuchen will die Lager auszupressen und Standartkugellager von FAG oder SKF zu bekommen. Nur sowas braucht Zeit und die hat man in der Saison ja nur begrenzt, denn ohne fährt der Wagen nicht (lang).
Halte Euch auf dem Laufenden wie ich da weiter komme.
LG
Selbstschrauber
Sorry Raidy wollte eigentlich deinen Post nicht verstümmeln, aber er war zu lang für die Zitatfunktion. Auch ein E-mailzeichen hatte ich drin bei "an alle", auch das verboten. Bischen bekloppt sind diese Beschränkungen m.E. schon
Gast am 14 Apr 2013 10:57:48
selbstschrauber hat geschrieben:Sorry Raidy wollte eigentlich deinen Post nicht verstümmeln, aber er war zu lang für die Zitatfunktion. Auch ein E-mailzeichen hatte ich drin bei "an alle", auch das verboten. Bischen bekloppt sind diese Beschränkungen m.E. schon
Mir klar, dass du den Text nicht verstümmeln wolltest. Zu den Beschränkungen: ******Eigenzensur****** :lach:
Ich weiß dass nur das Lager defekt ist. Aber falls es kein Ersatzlager gibt und das Teil alle Jahre stirbt, dann lohnt es sich, ein neues zu drehen oder das bestehende so zu ändern, dass genormte Lager rein passen. Also altes Lager ausbauen, aufdrehen und Normlager rein. Und da ich meine, dass das Lager eh sehr schmal ausgelegt ist, hätte ich für mich gleich das ganze Teil neu gedreht und mit einem breiteren Lager versehen.
klausevert am 14 Apr 2013 11:20:15
Evtl wäre es ja ne Idee, aufbereitete "Altteile" im Tausch anzubieten, dann kann auch der mit linken Händen und der mit nur wenig Zeit davon profitieren
Es sind ja meistens immer dieselben Dinge, die kaputt gehen
Stefan-Claudia am 14 Apr 2013 12:37:29
Der Verkauf von Ersatzteilen ist sicherlich lukrativ, aber auch auch aufwändig und ist eigentlich nur ein Abfallprodukt der Produktion.
Und da wird Geld verdient und Kosten eingespart indem die Zulieferer immer komplexere Teile anliefern, die sich mit minimalstem Aufwand in kürzester Zeit einbauen lassen. Früher gab es z.B. Lampeneinheiten, die aus verschiedenen Lampen bestanden (also sep.Blinker etc.) heute liefert Hella aus Lippstadt nur noch komplette Einheiten mit Haupt,Fern,(Nebel)sowie dem Blinker. Dadurch sehen sich fast alle Autos immer ähnlicher.
Das gleiche Prinzip gild natürlich für alle Teile, die von Zulieferern kommen. Plastikteile wie Stoßstangen und auch ganze Antriebsteile werden "Just im Zeitplan" angeliefert und schnellstmöglich verbaut. Und kein Hersteller baut eine Ersatzteilversorgung auf die auf kleineren Teilen als die verbauten Einheiten besteht.
Stefan
a.miertsch am 14 Apr 2013 13:30:06
ääät Stefan, Und kein Hersteller baut eine Ersatzteilversorgung auf die auf kleineren Teilen als die verbauten Einheiten besteht. Warum auch, er hat doch niemand, der das Teil reparieren kann. KFZ-Mechaniker sterben aus. Es gibt nur noch die Ausbildung zum Austauscher. Bin wie immer mittags mit meiner Tine durch unser angrenzendes Gewerbegebiet Gassi gegangen und komme da immer an einem kleinen Schrotthändler vorbei. Regelmässig alle 4 Wochen liegt vor seinem Tor eine LKW-Ladung mit zum größten Teil nagelneuen kompletten Fahrhilfen für Kranke und Behinderte. Die werden verschrottet, weil es die Hygienevorschriften so fordern. Man könnte ja desinfizieren. Ein Krankenhausbett wird ja auch nicht entsorgt, wenn der Patient so oder so das Bett freigibt. Ein Vergeudung ohnegleichen, die zum Himmel stinkt, ausgetragen auf dem Rücken aller Beitragszahler. Albert
geloni am 14 Apr 2013 15:00:08
[quote="a.miertsch" (...) Warum auch, er hat doch niemand, der das Teil reparieren kann. KFZ-Mechaniker sterben aus. Es gibt nur noch die Ausbildung zum Austauscher. (...) Albert[/quote]
Das trifft sicherlich auf die allermeisten markengebundenen Werkstätten zu. Darum habe ich mich schon vor vielen Jahren von denen verabschiedet und habe mir sowohl für den PKW als auch für das Womo eine kleine, gut ausgestattete freie Werkstatt gesucht, in der nicht nur ausgetauscht, sondern zu vertretbaren Preisen v. a. repariert wird. Dabei werden, wenn Ersatz unumgänglich ist, auch Teile aus der Bucht eingebaut. Meine Erfahrungen damit sind ganz überwiegend positiv!