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Euro 6 - Reisen in Übersee


hunki am 21 Apr 2013 18:57:03

Servus zusammen,
ich komme gerade von der Bimobil-Hausmesse und habe folgendes erfahren:
Ab 2014 muss jedes neu zugelassene Fahrzeug die Euro-6-Norm erfüllen. Mein Traummobil auf Mercedes-Sprinter-Basis würde dann nur noch in bestimmten Ländern (Europa, Brasilien, USA) schadlos fahren können. In anderen Ländern (Peru, Bolovien, usw., oder auch auf Gogolo's Reiseroute durch Asien) würde dann je nach angebotener Dieselqualität der Motor Schaden nehmen.
Die Empfehlung bei Bimobil lautet: heuer noch den "alten Sprinter" bestellen und zulassen. Dieser habe die Euro-Norm-5, könne aber problemlos bei Bedarf auf Euro-3 (!!!) rückgebaut werden, was dann überall auf der Welt kein Problem mehr darstelle - so hab ich es jedenfalls verstanden. Für die Zukunft müsse man sich Gedanken machen, ob man nicht neue Kabinen auf gebrauchte Fahrzeuge bauen muss um diese WOMO überseetauglich zu machen.
Ich habe vor, in 4-5 Jahren die Panamerikana zu bereisen. Was soll ich tun? Jetzt mein "Weißwaren-WOMO" verkaufen und mich schon für die Zukunft "eindecken"? Abwarten, was sich in den nächsten 3-4 Jahren tut? Ein uraltes LKW-Expeditionsmobil ist nicht so ganz meine Sache, ich denke eher an sowas wie das (hier im Forum legendäre) Gogolobil.
Ich danke Euch jetzt schon für Eure Antworten!
hunki

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Gast am 21 Apr 2013 19:37:01

Es ist hier zwar nicht gern gesehen, an ein anderes Forum zu verweisen,
aber es gibt ein spezielles Forum für den Sprinter. Da sind auch Mitglieder
dabei, die Erfahrung mit dem jetzigen Modell in Übersee haben.
Ich würde die Frage dort noch mal stellen.

hunki am 21 Apr 2013 19:51:56

Hallo Thomas,
Danke für die Antwort. Das Euro-6-Problem betrifft nicht nur den Sprinter, sondern ALLE neu zugelassenen Fahrzeuge ab Januar 2014!
Liebe
Hunki

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Gast am 21 Apr 2013 20:08:33

hunki hat geschrieben:Hallo Thomas,
Danke für die Antwort. Das Euro-6-Problem betrifft nicht nur den Sprinter,
sondern ALLE neu zugelassenen Fahrzeuge ab Januar 2014!

Hallo Hunki,
ja, das ist mir klar. Aber es werden weiterhin Fahrzeuge für den Export produziert,
die mit schlechten Spritqualitäten zurechtkommen müssen. Ich würde das Thema
mal mit einem "qualifizierten" Techniker bei Deiner zuständigen MB-Vertretung
besprechen.

Gogolo am 21 Apr 2013 22:34:23

hunki hat geschrieben:.... heuer noch den "alten Sprinter" bestellen und zulassen. Dieser habe die Euro-Norm-5, könne aber problemlos bei Bedarf auf Euro-3 (!!!) rückgebaut werden, was dann überall auf der Welt kein Problem mehr darstelle - so hab ich es jedenfalls verstanden......



Ich wäre da sehr kritisch, ob es überhaupt möglich (und zulässig) ist, einen Euro5-Motor auf Euro3 zurückzubauen. Zuzmindest darfst du dann mit dem Fahrzeug nicht mehr in Deutschland fahren, da du dich sonst eines Steuervergehens schuldig machen könntest (weil Euro3 höher besteuerte wird als Euro5. Zumindest ist es bei meinem Iveco4x4 (Euro4) zwar möglich, den Dieselpartikelfilter (KAT) körperlich herauszubauen, jedoch geht dann der Motor auf Störung und läuft auf dem Notprogramm. Softwaretechnisch der Motorsteuerung einen heilen KAT vorzuspielen ist nicht möglich, da sich angeblich die Software diesbezüglich nicht manipulieren lässt. Gottseidank ist mein Iveco4x4 (S55W18) noch einer von der ersten Reihe mit Euro4, der ist bei weitem nicht so empfindlich wie die jetzigen Motorengeneration von Mercedes und auch Iveco (S55W17).


...In anderen Ländern (Peru, Bolovien, usw., oder auch auf Gogolo's Reiseroute durch Asien) würde dann je nach angebotener Dieselqualität der Motor Schaden nehmen...


Schaden nimmt der Motor zunächst mal nicht. Es verstopft (gerade bei Fahrten in höheren Lagen über 3000m) durch schlechten Diesel der Dieselpartikelfilter und der Motor läuft auf Notprogramm. Durch rechtzeitiges Freibrennen kann man dem entgegenwirken. Was aber mit dem Motor bei längerem fahren und verstopften DPF passiert, das ist mir nicht bekannt. Zwischen Chile und Arbentinien gibt es schon einige schöne Pässe über 4500m Höhe und der Diesel ist in Chile wesentlich besser als in Argentinien!


Habe die Ehre

Gogolo

Gogolo am 21 Apr 2013 22:40:55

Nachtrag:

Schlimmstenfalls nimmst du dir auf Reise in solche Länder auf Kommission einen Reserve-DPF mit und baust den dann ein, wenn der alte DPF seinen Geist aufgibt. Oder du lässt dir (nach Rücksprache mit deiner heimischen Wekstatt) von dort im Falle des Falles den DPF nachsenden, das kann aber in der Pampa etwas schwierig werden.

Dann gibt es in Österreich noch die Fa. Christ, die möglicherweise eine technische Lösung gefunden haben. Diese Fa. lässt sich das aber mit knapp 4000€ gut bezahlen. Und ob die Lösung und die Firma seriös ist, das ist mir nicht bekannt. Aus diesem Grund gebe ich zu dieser Fa. auch keine weiteren Details bekannt.


Habe die Ehre

Gogolo

Pepto am 22 Apr 2013 12:58:02

Gogolo hat geschrieben:Schlimmstenfalls nimmst du dir auf Reise in solche Länder auf Kommission einen Reserve-DPF mit ...

Dann gibt es in Österreich noch die Fa. Christ, die möglicherweise eine technische Lösung gefunden haben ...


Die Firma ist seriös, die Lösung ebenfalls. Wir haben unser Fahrzeug dort erworben. Erich Christ betreut viele Fernreisekunden und verfügt deshalb über exzellente Kenntnisse über außergewöhnliche Einsatzbedingungen, die kaum ein anderer Händler so schnell erwerben kann, weil dort der Fernreisekunde mit seinen Anforderungen in der Regel ein Exot ist.
Allerdings ist Christ Generalimporteur von Bremach und für den Bremach T-Rex ist die Lösung entwickelt worden und kann -soweit mir bekannt- deshalb nur für die Euro5 Iveco-Motoren realisiert werden. Wer also ein Fahrzeug mit Euro5 Iveco F1C-Motor hat, hat die Chance das Problem lösen. Alle anderen, die Fahrzeuge/Motoren anderer Hersteller für den Out-of-Area-Einsatz auf Euro3 umrüsten, haben vor jeder Wiedereinreise in die EU ein Problem, denn die kostet die Umrüstung jedes Mal Geld, Zeit und Nerven.

Mit einem Reserve-DPF kommt man vermutlich nicht allzu weit, denn in großer Höhe setzt sich das Teil innerhalb relativ kurzer Zeit zu und alle 300km den DPF wechseln und den zugesetzten wieder ausbrennen stelle ich mir nicht praktikabel vor. Ähnliches gilt für schlechte Diesel-Qualitäten (Schwefeldiesel).

Und hier vorsichtshalber der Disclaimer: Keine Unternehmensbeteiligung, keine Provision oder andere Vorteile. :D

Gogolo am 22 Apr 2013 14:46:31

Gut dass ich noch den Euro4-Motor von Iveco habe. Der hat mich in Asien auch auf Pässen um 4000 m nicht im Stich gelassen. Da brauche ich nichts ändern lassen, auch wenn Christ anderer Meinung ist. Andere Iveco-Euro4-Fahrer hatten auf den Pässen in Südamerika auch keine Probleme.


Habe die Ehre

Gogolo

SundL am 23 Apr 2013 06:13:02

hunki hat geschrieben:Hallo Thomas,
Danke für die Antwort. Das Euro-6-Problem betrifft nicht nur den Sprinter, sondern ALLE neu zugelassenen Fahrzeuge ab Januar 2014!
Liebe
Hunki


"Fast"

Es gibt einen großen Unterschied zwischen NEU-ZUGELASSENEN Fahrzeugen und NEUEN Fahrzeugen ....

Ein Auto was Du heute kaufst und am 21.08.2015 zulässt kann gerne die EURO V haben.

Ein Hersteller der mit großem TamTam am 01.01.2014 ein ganz neues Fzg. auf den Markt bringt muss dann EURO VI haben

(Vereinfacht gesagt)

(ganz Nebenbei, aber nur als Detail, gibt es einen großen Unterschied zwischen EURO 4..5..6 und EURO IV ...V...VI des hilft beim "googeln")

Gast am 23 Apr 2013 08:43:15

hunki hat geschrieben:Die Empfehlung bei Bimobil lautet: heuer noch den "alten Sprinter" bestellen und zulassen. Dieser habe die Euro-Norm-5, könne aber problemlos bei Bedarf auf Euro-3 (!!!) rückgebaut werden, was dann überall auf der Welt kein Problem mehr darstelle - so hab ich es jedenfalls verstanden. hunki



Das ist sowas von verrückt..., na ja, eben Bimobil.

Mein Tipp:

--> Link

Pepto am 23 Apr 2013 14:53:09

stuetzel hat geschrieben:
hunki hat geschrieben:Die Empfehlung bei Bimobil lautet: heuer noch den "alten Sprinter" bestellen und zulassen. Dieser habe die Euro-Norm-5, könne aber problemlos bei Bedarf auf Euro-3 (!!!) rückgebaut werden, was dann überall auf der Welt kein Problem mehr darstelle - so hab ich es jedenfalls verstanden. hunki



Das ist sowas von verrückt..., na ja, eben Bimobil.

Mein Tipp:

--> Link


Na ja, es ist mindestens eine mögliche Option. Die Alternative auf ein Mietmobil zurückzugreifen ist vielleicht etwas für Kurzurlauber, aber das angesprochene Problem mit dem eigenen Fahrzeug, löst man mit der Empfehlung ein Mietmobil zu nutzen genauso wenig wie mit einem: Du kannst ja Zug fahren. :D

Fakt ist, dass es für Euro 5 existierende Lösungen im Markt gibt, für Euro 6 eben noch nicht -wie auch, die Motorsteuerungen dazu sind ja noch nicht mal beim Händler.

Theoretisch sollte sich auch ein Euro 6 auf Euro 3 rückrüsten lassen, allerdings ist der Eingriff um einiges größer, da nicht nur die DPF-Sensorik, sondern auch noch die ganze AdBlue-Steuerung angepasst werden muss und das ganze natürlich so, dass die Motorsteuerung entweder nichts davon merkt, oder gezielt so konfiguriert werden kann, dass die relevanten Mess- und Regelzweige deaktiviert sind. An letzteres glaube ich allerdings selbst nicht, denn Out-of-Area ist für die europäischen Hersteller heute schon kein Thema, warum sollte das mit Euro 6 besser werden?

Wer jetzt kaufen kann, weiß, dass es funktioniert, den anderen bleibt -vorerst- nur das Prinzip Hoffnung.

Gast am 23 Apr 2013 17:01:32

Man kann ein Auto auch aus einer Mietflotte rauskaufen.
In dem Link ist die Rede von Leasing und Rückkaufgarantie.
Ich vermut mal, dass man sich für das Geld, was man dem HVL hinten reinschieben müßte, in Argentinien zwei guterhaltene Fahrzeuge kaufen könnte.
Aber träum' nur ruhig weiter.

Gast am 23 Apr 2013 17:08:07

Noch ein Nachtrag:
Ihr kennt sicher diese Geschichte.
Mit Crafter (5Zyl (PD) DPF). Deshalb nicht unbedigt vergleichbar.

--> Link

Pepto am 23 Apr 2013 17:52:16

stuetzel hat geschrieben:Noch ein Nachtrag:
Ihr kennt sicher diese Geschichte.
Mit Crafter (5Zyl (PD) DPF). Deshalb nicht unbedigt vergleichbar.

--> Link


Eine ähnliche Story gibt es auch von einem G-Modell in "Professional"-Ausführung, bei dem man die Kunden noch nicht mal aufgeklärt hatte, dass für Out-of-Area eine Umrüstung erforderlich ist. Die Armen hatten viel Vergnügen bis das Teil in Kairo dann umgerüstet wurde.

Ich weiß, warum wir den Bremach T-Rex haben. Und ein Gogolobil gibt es auch nicht mal auf die Schnelle beim Vermieter zu kaufen. Wem es egal ist, mit was er unterwegs ist, für den mag die Rückkaufgarantie oder das Leasing eine Option sein. Ich würde es nicht wollen.

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