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Holland ist nicht nur ein Tulpenland - Februar 2013


Säcker am 27 Apr 2013 21:02:12

Nachdem unsere Fahrt zur alemannischen Fasnet in Schnee, Kälte und Erkältungen stecken geblieben ist, haben wir vom 18. bis zum 22. Februar 2013 eine Tour ans Ijsselmeer unternommen, und dabei 998 km zurückgelegt.

Text: Hans-Werner

Fotos: Hans-Werner und Lena


Montag, 18.02.2013
Wir starten unsere Fahrt bei einigem Verkehr am späten Vormittag und erreichen unser erstes Etappenziel, die Stadt Gorinchem, um 15.30 Uhr. Der SP am Yachthafen, Buiten de Waterpoort 8 an der Merwede, liegt etwa 800 m außerhalb des Ortes. Da der Hafenmeister nur morgens anwesend ist, richten wir uns auf dem SP ein. Mit dem Fahrrad machen wir eine Erkundungstour durch Gorinchem. Ein Kanal führt hindurch, gesäumt von vielen schönen alten Häusern. Alle Kirchen, an denen wir vorbei kommen, sind geschlossen, bis auf eine, darin ist jetzt ein Bekleidungsgeschäft. In der Fußgängerzone wird es mittlerweile links und rechts in den Geschäften sehr hektisch. Es ist 17.30 Uhr - Ladenschluß. Bei uns um diese Zeit unvorstellbar.









An dem Stellplatz ist es ruhig. Wir sind von der Maas und dem Hafen eingerahmt. Am Abend laufen noch einige Frachtkähne in den Hafen ein, von uns nur durch die wandernden Lichter wahrgenommen.





Tagesstrecke: 352 km


Dienstag, 19.02.2013
Bevor wir weiter ziehen, entsorge ich noch die Toilette und bezahle bei der Hafenmeisterin (!) meine Standgebühr von EUR 7,50 und EUR 2,00 Pauschale für den Strom. Es ist ziemlich neblig heute Morgen. Über eine gut ausgebaute Autobahn fahren wir bis Urk am Ijsselmeer. Der Stellplatz dort ist im Hafen an der Burgermester Schipperkade. Es ist ein Großraumparkplatz mit einem abgeteilten Bereich für Womos. Stromanschlüsse sind vorhanden. Die Stellplatzgebühr von EUR 13,00 wird vom Hafenmeister kassiert. Er kommt auf den Platz.















Trotz des Nebels und dem leichten Nieselregen machen wir einen Bummel durch den Ort. In den Gassen stehen die kleinen Reihenhäuser wie an einer Schnur gezogen. Es ist kaum Grundstück vorhanden. Doch viel Liebe zur Dekoration, außen wie innen, beeindruckt uns. Hinter der Kirche, zum Ijsselmeer hin, kommen wir zu einem Denkmal für die vielen "verlorenen" Fischer. Wenn ich mir einen Fisch kaufe, habe ich nie einen Gedanken daran verschwendet, wer dafür gesorgt hat, dass er bei mir auf den Tisch kommt. Gut, vom Direktvermarkter ist er frischer. Aber das eine solch große Zahl von "Urkern" nicht mehr nach Hause gekommen ist, ist erschreckend. Die "Klagemauer" hat so viele Namen.





Unser Mittagessen nehmen wir im "Het Haventje van Urk" ein. Es gibt eine Spare Ribs-Platte und ein Teller "Gemengde Hapjes".





Da wir nichts weiter zu tun haben. Spazieren wir noch mal durch andere Gassen, ans Ijsselmeer und zum Leuchtturm. Danach machen wir es uns im Wohnmobil gemütlich. Als dann auch noch der letzte von drei türkischen Lastern seinen Motor abschaltet, kehrt Ruhe im Hafen ein.

Tagesstrecke: 129 km


Mittwoch, 20.02.2013
Heute Nacht hat es gefroren. Der Tag begrüßt uns aber mit schönem Wetter. Also ziehen wir nochmals durch Urk, um noch Bilder mit blauem Himmel und Sonnenschein zu machen.









Da es auf Mittag zu geht, stärken wir uns in einem Fischlokal am Hafen mit Kibbeling und Mosselen. Um die Ecke haben wir in einer großen Halle auch ein großes Deko-Geschäft gefunden. Jetzt wissen wir, wo die ganzen Dekorationen in den Häusern herkommen.



Der Hafenmeister hat sich immer noch nicht gemeldet. Deshalb werden wir auch heute den Müll und den Toiletteninhalt nicht los.

Bei der Weiterfahrt halten wir uns östlich und kommen bei Sint Jansklooster an der Beulaker Wijde, einem Moorsee vorbei. Hier ist ein Besucherzentrum, bei dem man auf festen oder manchmal auch moorigen Wegen durchs Riet wandern kann. Das interessiert uns doch sehr. Es gibt einige Informationen zum Torfabbau und zur Schilfzucht. Außerdem sieht man auf dem Spaziergang, wie die Menschen hier früher gelebt haben. Es ist ein schönes Licht über dem See, doch der Wind ist eiskalt.

















Übernachten wollen wir heute in Hasselt, einer alten Hansestadt. Der Stellplatz liegt im Jachthafen "de Moolenward. Die Anfahrt erfolgt ein wenig schwierig durch den Ortskern. Wenn dann noch der Paketauslieferer der Post die Straße so verengt, dass ich nicht vorbeikomme, staut sich ganz schön viel Verkehr hinter mir. Wir haben es erlebt. Vor dem Hafen ist eine Schranke und man muss sich per Sprechanlage anmelden. Danach gibt es am Platz aber einen sehr netten Empfang. Ich hatte eigentlich vom Gespräch her eine Frau erwartet, die aber dann beim Heraustreten zum Mann mutiert ist. Wir zahlen EUR 10,00 alles inklusive, auch Strom.


wieder sind wir allein




mehr Schein als Sein


Kirche und Rathaus


Überall stehen Tische und Bänke zur Nachbarschaftspflege.

Draußen wird es kälter. Vorsichtshalber wechsele ich die Gasflaschen, obwohl noch etwas darin sein müsste.

Tagesstrecke: 58 km


Donnerstag, 21.02.2013
Heute Nacht hat es wieder ganz schön gefroren. Da wir weiter wollen, entsorgen wir Grauwasser und Toilette. Der Müllcontainer ist abgeschlossen, also geht der Müllsack mit bis zum nächsten Mülleimer.

Über Landstraße und Autobahn fahren wir zum Nationalpark "De Hooge Veluwe" bei Otterloo und nehmen den Eingang Hoenderloo. "De Hooge Veluwe" ist ein riesiges Waldgebiet, mit Rehwild und Wildschweinen als Bewohnern, und kostet pro Person und Tag EUR 16,80 Eintritt. Hindurch führen Wanderwege und Radfahrwege. Die weißen Fahrräder an den Eingängen sind kostenlos zu nutzen und können überall wieder abgestellt werden.



Im Zentrum liegt das im Preis enthaltene Kröller-Müller-Museum (montags geschlossen). Auf dem Parkplatz vor dem Museum machen wir uns zuerst eine Suppe, bevor wir los ziehen. Den Wald schenken wir uns heute, und nehmen uns nur die Kunst vor. Kunst in der Natur gibt es bereits vor dem Museum. Neben wechselnden Themenausstellungen kann man in dem Museum die eigene Sammlung von Künstlern wie van Gogh, Picasso, Renoir, Monet und Mondrian bestaunen. Im 25 ha großen Skulpturenpark kommt man bei der Wanderung an 150 Skulpturen verschiedenster Ausrichtung vorbei.
























56 Barrels von Christo

Als wir total beeindruckt aus dem Museum heraus kommen, merken wir erst, wie die Zeit vergangen ist. Nun fahren wir schnell noch weiter nach Süden auf den Stellplatz in Neer. Wir sind wieder allein und der Stellplatz ist noch im Winterschlaf. Während wir uns in unserem Womo vergnügen, fängt es draußen an zu schneien. Und zwischen den Wolkenfeldern hindurch erleben wir einen superschönen Sonnenuntergang mit ganz intensiven Farben. Die Kühe auf der anderen Maasseite stehen dort, wie auf einer sonnenverbrannten andalusischen Wiese.







Tagesstrecke: 199 km


Freitag, 22.02.2013
Als wir wach werden, ist draußen alles weiß. Nach dem Frühstück geht es in Richtung Heimat. Kurz vorher biegen wir aber noch in den Westerwald ab. In Lena's Heimatort liegt viel Schnee und es ist sehr kalt. Unter solchen Voraussetzungen bringt der Pfarrer auch die Beerdigung einer Tante ganz schnell hinter sich. Wie immer trifft man anschließend bei dem Beerdigungskaffee die Cousins und Cousinen aus Nah und Fern, um sich mal wieder mit ihnen auszutauschen. In Limburg angekommen, können wir auf eine schöne Woche in einem winterlichen und trotzdem attraktiven Holland zurück schauen.

Tagesstrecke: 260 km

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al am 28 Apr 2013 16:00:04

schöne kleine tour.

ein kleiner schlenker über den deich bei lelystad nach enkhuizen solltet ihr beim nächten mal mit einplanen.

bedankt für den bericht.

schalle am 28 Apr 2013 16:15:09

Danke für den schönen Bericht.
Hat uns sehr gut gefallen.Auch im Winter gibt es genug schöne Reiseziele.

Anzeige vom Forum


Rodja am 28 Apr 2013 18:06:59

Danke für den Bericht zu einer sicher spannenden Reise. Vor allem die Bilder sind teilweise spektakulär. Gratuliere. Weiterhin gute Fahrt.

reisetanteuta am 28 Apr 2013 19:51:40

Vielen Dank fuer den schoenen Bericht. Mal wieder habe ich gedacht, wir sollten eigentlich viel oefter nach Holland fahren. Es gibt dort wirklich wunderbare Ecken.

Das Kroeller-Mueller Museum ist sehr beeindruckend, wir waren bereits zweimal da, und als Paul und ich in den Osterferien die Neue Galerie in Dresden verließen, stand fuer uns beide fest: das Kroeller-Mueller hat uns mehr beeindruckt.
Aber sicher liegt das auch an der herrlichen Lage in diesem weitlaeufigen Naturschutzgebiet: die Verknuepfung Kunst drinnen und draußen mit einer ausgedehnte Radtour durch die herrliche Heidelandschaft im Anschluss - wir sahen sogar Hirsche - ergab einen ausgesprochen runden Tag.
Die Naechte verbrachten wir uebrigens auf dem Campingplatz, der sich am Rande des Gelaendes befindet. Nicht ganz billig, aber idyllisch.

Grueße

Uta

Säcker am 28 Apr 2013 21:54:44

Vielen Dank an alle. Auch wir sagen uns immer wieder, Holland ist so nah und man kann so schön Rad fahren. Ja, Enkhuizen hatte ich auch in Erwägung gezogen. Es gab aber zwei Punkte die dagegen sprachen. Erstens die Zeit, weil wir einen festen Endzeitpunkt hatten; zweitens der Wind, der dermaßen von der Seite geblasen hätte, was ich mir bei 3,25 m hoher steiler Seitenwand ganz einfach auf dem Deich nicht antun wollte. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

christine w am 28 Apr 2013 22:03:39

Danke für die wunderschönen Bilder

Säcker am 29 Apr 2013 13:41:05

Gern geschehen Christine! In dieser Woche wird in Holland ja bestimmt viel Trubel sein. So einen Regentenwechsel gibt es ja nicht alle Tage.

clarissa am 03 Mai 2013 18:09:50

Dieser Reisebericht war für uns sehr aktuell und informativ. Da wir kommenden Sonntag eine 12-tägige Reise in die Niederlande antreten, habe ich mir die Reiseroute notiert. Da wir anscheinend die gleichen Interessen wie "Säckel" haben, waren die Tipps auf dem Punkt.
Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns mit einem "MOIN" aus dem Norden allen in diesem Forum als Neue vorstellen. Wir, meine Mann Armin und ich sind seit Herbst letzten Jahres infizierte WOMO-Fahrer u.- Besitzer eines Eura-Mobils BJ 2001. Dieses Forum hat uns schon viel Fragen beantwortet. Allso, nochmals ein Hallo in die Runde.

Säcker am 04 Mai 2013 10:44:44

Hallo clarissa,
dann wünscht der "Säckel" Euch eine schöne Tour durch Holland. Bei uns spricht man auch oft vom "Säusäckel". Bei mir kommt der "Säcker" aber von den früheren Sackträgern in Limburg. :D

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