Und diesmal sollte es auch an einem Freitag ohne Stau bis zu unserem Zielort Noordwijk gehen. Läppische 285 Kilometer und morgens noch auf der Arbeit, sieht man am Abend noch das Meer. Und so erreichten wir den Campingplatz de Duinpan um 17:45 zur besten Essenszeit des Besitzers, was er auch lautstark ein paar polnischen Feriengästen durchs Fenster von oben verkündete.
So kam Edda erstmal eingeschüchtert zurück ins Wohnmobil und wir machten uns mit unserem Pfeifenwasserkessel einen Kaffee um die Zeit bis 18:30 zu überbrücken, wenn denn wieder offen war. Aber schon um kurz nach sechs war Leben in der Rezeption und der junge Mann entschuldigte sich vielfach, das Edda das Gewitter mitbekommen hätte, die freundlichen Gäste würden wohl seit Tagen sich einen Sport daraus machen, ihn außerhalb der Öffnungszeiten mit Kleinigkeiten zu quälen.
Ihr kennt mich, ich bin schmerzfrei und fragte ihn nach einem Plätzchen bis zum Montag, was er freundlich ablehnte. Nee, erst ab morgen wären zwei Plätze wieder frei. Packte mich am Arm, zerrte mich raus in Richtung Ausgang, ging dran vorbei und zeigte auf ein gepflegtes Stückchen Wiese und meinte, das wir hier gut stehen könnten, es nachts sehr ruhig wär und wir auch noch draußen ein wenig Abendsonne genießen könnten.

Und so war es dann auch und da wir eh alles an Bord haben, fehlte es uns an nichts und wir schafften es gar noch im Hellen ans Meer, was nach diesem gefühlt unendlichem Winter so vermisst haben.

Am frühen Morgen des nächsten Tages, so etwa gegen 11:00 dann der Umzug auf die Parzelle.

Der Platz ist relativ klein, teilt sich in drei Bereiche auf und alle Wiesen haben drei Parzellen mit jeweils etwa 100qm, Wasser, Abwasser, Fernsehanschluß und Strom für jeden Platz. Ein Entsorgungsplatz für Wohnmobile steht zur Verfügung, muß nur etwas tricky angefahren werden, aber durch die "schräge" Lage kann wirklich jedes Mobil entsorgen. Ein kleiner Spielplatz steht zur Verfügung und das Sani-Gebäude bietet alles, was das Herz begehrt und alles ist im Pauschalpreis enthalten. Die Duschen machen zwar eine 5 Minütige Zwangspause, aber da huscht man einfach in die nächste Kabine und wieder zurück. :mrgreen:
"schleifling" wollte ein paar Bilder:
(bitte im Kopf drehen :D )
Direkt in neben dem Platz finden sich mehrere Restaurants und eine Pferdemanege, die Ausritte zum Strand anbietet. Fahrräder können am Platz gemietet werden. Zum Meer sind es etwa 1,5 km durch die Dünen und nach 1,5 km erreicht man Noordwijk, wo immer was los ist. Fast alle Geschäfte haben auch am Sonntag geöffnet.

Als wir jetzt da waren, lief gerade die legendäre Tulpenralley ein.


Ganz in der Nähe vom Platz am Duindamseweg, also unserem Standplatz findet man den Keukenhof. Wir aber scheuen das Gedränge und sind mit unseren E-Bikes mal einfach ein wenig durch die Botanik geradelt.


Außer Blumenfeldern und Meer gibt es natürlich auch schattige Wälder vor den Dünen.

Und auch für mich war gesunde Kost zu finden.

Wie das Wetter war, konntet ihr auf den Bildern erahnen. Holland ist immer wieder ein Wochenende und auch einen längeren Aufenthalt wert.

