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Nach einen Ausflug in die Pfalz und durch kleine Nebenstraßen des Schwarzwaldes muss ich leider feststellen, dass der Zustand der Straßen immer noch schlechter und schlechter wird. Viele kleine Straßen werden seit Jahren nur noch geflickt oder gar nicht mehr in Ordnung gebracht. Das Verkehrsschild Straßenschäden hat wohl schon in vielen Gegenden Platz 1 erreicht. Was für Autofahrer nur "unbequem" und für WoMo-Fahrer lästig ist, ist für Motorrad- und Radfahrer langsam schon kriminell. Von der Pfalz in den Schwarzwald sind wir 80km durchs Elsass gefahren. Dort waren selbst die kleinsten Nebenstraßen in besserem Zustand. Nun frage ich mich: Ist das nur bei uns im Süden so extrem, oder vergammeln unsere deutschen Nebenstraßen? ( at)Raidy nicht nur im Süden......... auch im Norden, sind einige Strassen und Strecken in einem erbärmlichen Zustand.... Unsere Bundesstraße (ganz im Süden) muss nach zwei Jahren schon wieder saniert werden, da weit und breit keine Autobahn in Sicht, und der ganze Verkehr sich über diese Straße quält, jetzt über die noch kleineren im Hinterland, da gerade Stück für Stück gesprerrt war. Hier vergammelt leider auch alles und wenn mal geflickt wird, dann mit absolut schlechter Qualität, so daß ich mich manchmal frage ob es nicht besser gewesen wäre, es ganz zu lassen. Leider scheint Bundesregierung, Landesregierung und Kommunale Ebene nur noch Geld ins Nirvana zu schicken. Ständig höre ich: da haben wir kein Geld für aber bitte, ich darf ja nicht :polit: Leider fehlen die Mittel für den Straßenerhalt. Die Lkw-Maut, die für den Straßenbau bestimmt ist, nutzt nichts, weil alle anderen Gelder, die vor der Maut bereitgestellt wurden, um genau den Mautbetrag gekürzt wurden, also keine reale Erhöhung. Die anderen Kostenträger sind dermaßen belastet mit irgendwelchen anderen Ausgaben, da bleibt für die Straßen in Deutschland kein Geld übrig. Schade - hoffentlich wird sich da bald was zum Guten ändern
Dieses Argument lasse ich nicht gelten. Die Einnahmen durch KFZ-Steuer, Maut und Mineralölsteuer übersteigen die Kosten der Straßensanierung um ein Mehrfaches. Wurde dieses Geld bisher zweckentfremdet, weil es ging, so muss man es nun eben auch mal für den Zweck verwenden. Denn sind die Straßen erst mal vollends vergammelt, wird es richtig teuer. Ich rede ja nicht von ein paar Teerflicken, sondern von Straßen auf denen man als Radfahrer oder Motorradfahrer langsam aber sicher schon um sein Leben bangen muss. Schlaglöcher von enormer Tiefe, Risse in denen der Vorderreifen sich einhakt und Senkungen in denen sich Wasserpfützen bilden. Ein Zustand, den ich als grobe Verkehrsgefährdung bezeichnen würde. Unsere Straßen sind in einem beklagenswertem Zustand - keine Frage :!: Subjektiv wird´s jedes Frühjahr als "noch schlimmer" empfunden, weil sich dann zusätzlich auch noch die Frostaufbrüche des vergangenen Winters zeigen. Bis die beseitigt sind, dauert´s schon ein bissi, meist bis in den Sommer. Klar : der Flickenteppich wird dabei immer größer .. :(
Sagen wir mal so: Vorhandene Mittel werden genommen, um andere Löcher zu flicken. Straßen stehen da erst an viel späterer Stelle Leider, muss man wirklich sagen Früher hat man sich gefreut, wenn man aus einer Reise aus Südeuropa wieder deutsche Straßen unter den Rädern hatte, mittlerweile sind wir Straßenbelagtechnisch das "Armenhaus" :cry: Hallo raidy, die einzige Möglichkeit, etwas zu unternehmen, ist, eine Klage gegen den Lastenträger der jeweiligen Strasse wg. Verstoss gegen seine Verkehrssicherungspflicht zu erwirken. Als erstes wirst Du eine Menge Arbeit damit haben, die Lastenträger zu ermitteln, weil teilweise Bund, Land, Kreis oder Gemeinde für die jeweilige Strasse zuständig ist. Dann must du vermutlich die entsprechende beanstandete Kilometrierung benennen und den Grund der Klage dazu. Sollte sich ausser der Staatsanwaltschaft mit einer Klageeinstellung überhaupt jemand melden, würde mich das schon wundern. Aber wie hieß das mal in einem Schlager: "Wunder gibt es immer wieder..." . Meine Erfahrung mit dem mangelhaften Strassenerhalt: Die etwa dreihundert Meter lange Anliegerstrassean meinem Haus war in einem so stark geflickten Zustand, dass sie total neu aufgebaut werden musste. So zumindest die Argumention der Stadt. Ergebnis war, das bei einer "abgängigen" Strasse nicht die Gemeinde die Kosten zu tragen hat sondern die Anlieger. Auf gut deutsch, man hat so lange nur oberflächlich geflickt, bis man die Kosten für eine "Totaloperation" auf die Anlieger umlegen konnte. Um noch etwas klarzustellen, das war in unserem Fall schon vor neun Jahren gängige Praxis in NRW.
Jetzt sind wir auf einer Welle. :ja:
Tempolimit durch die Hintertüre. :lach: Man fahre einmal durch die Niederlande und wundere sich. Da wird gar teilweise noch von Hand gepflastert. Und alle Autobahnen und Landstraßen sind glatt wie ein Kinderpopo. Es ist alles auch eine Frage der Ausführung. Hier wird alles über's Jahresetat geregelt und jedes Jahr ab November werden nochmal fleißig Aufträge an den Straßenbau vergeben. Bis zum nächsten Frühjahr sind dann auch die neuen Werke schon angefressen. Besser wäre es, mal eine Strasse zwei Jahre marode zu lassen und sie dann vernünftig zu sanieren. Und es geht komischerweise immer, wenn ein anderer die Zeche zahlt. Bei uns wurde durch eine defekte Leitung die Stadtautobahn unterspült und es brach eine komplette Fahrbahn ein. Die Leitung gehört einer dort ansässigen großen Firma und man sah die rechtliche Möglichkeit, diese heranzuziehen. In einer Rekordzeit von ein paar Monaten war alles großflächig saniert und man erahnt die Stelle nicht einmal. Bei uns laufen so Sparversuche, Strassenlaternen abzuschaffen und nächtens Ampeln abzuschalten, was dann letzt das Leben eines Rollerfahrers forderte. Wenn ich mit dem Motorrad unterwegs bin, müsste ich eigentlich freihändig fahren, so oft wie ich mir über diesen Schwachsinn der Weggestaltung an die Birne fasse. Jedes Jahr im Frühjahr, wenn man seine gewohnten Strecken fährt, fühlt man sich wie ein Minensucher und versucht sich die neu hinzugekommenen Schlaglöcher einzuprägen. Hat man sie im Hirn, kommt der Rollsplitt ins Spiel. :D Doppelpost, mein Tatterich. Sorry...
Das wird bei uns auch praktiziert! :? Mit dem Ergebnis, dass schon Viele ihr Haus verkaufen mussten weil einige die 50.000,- Eigenanteil nicht mal eben über hatten. :? Die Strategie mal eben 90% der Kosten auf die Anlieger umzulegen scheint ja auf zu gehen. Nicht nur vor den Kosten wurde sich gedrückt, auch die Mehreinnahmen der Grunderwerbssteuer durch die Notverkäufe füllen die Säckl. :D wenn sich alle einig wären keine Neuwagen zu kaufen und demzufolge keine 19% abzudrücken bis das Dilemma erledigt ist, wären Sie ganz schnell in Ordnung die Straßen. Auf unserer großen Asienreise 2011 hatte ich einen direkten Vergleich der Straßenqualität dieser Staaten zu Deutschland. Auf einer Skala von 1 (ausgezeichnet) - 10 (katastrophal) werte ich jetzt mal - rein subjektiv aufgrund meiner Eindrücke - die Straßen dieser Länder im Vergleich zu Deutschland: Deutschland: 5 Russland: 6 Mongolei: 7 China: 4 Kirgistan: 5 Usbekistan: 6 Turkmenistan: 7 Iran: 2 (!!!) - da war Flüsterasphalt bis in die kleinsten Dörfer Armenien: 3 Georgien: 4 Man sieht, Deutschland ist höchstens Mittelmaß und wird sogar von China, Iran, Armenien und Georgien in der Straßenqualität übertroffen. Habe die Ehre Gogolo Lieber Gogolo, vielen Dank für deine Einschätzung der unterschiedlichen Straßenqualitäten. Ja, irgendwie rutschen wir in vielen Dingen immer mehr ins Mittelmaß ab. Aber gute Straßen sind nun mal das A+O einer mobilen Gesellschaft. Und wenn man hier spart, dann schadet man der Volkswirtschaft im Gesamten. Alleine die vielen Millionen Außendienstler, Monteuere und Pendler. Wenn man die Millionen Arbeitsstunden durch schlechte Straßen und Staus mal hochrechnen würde und welcher Schaden hierdurch entsteht, würde einem wohl schwindelig werden. Es werden im Grunde genügend Steuereinnahmen über die Kraftfahrzeuge eingenommen, sie müssten halt auch den Straßenerhalt/-bau eingesetzt werden. Den Soli wollen/können sie ja nicht abschaffen, dann aber wenigstens 50 % in den Westen und die maroden Straßen investieren. Das es so funktionieren könnte kann man doch im Osten Deutschlands prima erleben und sehen. Da haben sie doch vielerorts was auf die Beine gestellt. Aber solange in diese Richtung nichts läuft nähren wir uns mit großen Schritten den trostlosen Zuständen der osteuropäischen (und leider sehr armen) Länder. Richtig schlimm wird die Sache erst, wenn der Strassenasphalt porös und brüchig wird etwa auf den Strassen, bei deren Bau der Strassenschotter aus dem Abraum der Urangewinnung Wismut in der Ex-DDR besteht. Das sind so 6 Mio To., bei denen man nicht einmal mehr genau weiss, wo man den eigentlich versteckt hat in Thüringen und Sachsen. :eek: Felix52 :) Zu richtig schlimm möchte ich dir mal ein ganz anderes Beispiel geben: Ich fahre im Sommer bei schönstem, heißem Wetter in eine Kurve, die Zentnerweise mit Bitumen geflickt wurde. Das ist das schwarze "Gummi", mit dem man Risse zupfuscht. Durch die Hitze war es so flüssig, dass mir das Hinterrad wie auf Eis wegrutschte. Ich konnte nur mühsam einen Sturz vermeiden. Darauf hin habe ich der Stadt eine Mail geschrieben und darum gebeten, solche Bitumen-Orgien zumindest mit Split griffiger zu machen. Es wurde nichts getan. Noch im gleichen Jahr stürzten dort 3 weitere Motorradfahrer, einer davon tödlich. Dann hat man es endlich gerichtet. Und es waren sicher nicht alles verrückte Raser. Wer selbst noch nie Motorrad gefahren ist, kann sich die Gefahr von Bitumenstreifen nicht wirklich vorstellen. Diese Bitumenstreifen sind "Glatteis im Sommer" und fast nie ausgeschildert. --> Link Hallo, ich bin kein Motorradfahrer, Fahrrad eher mal innerorts. Aber es stimmt natürlich, die Straßen werden nicht besser, eher im Gegenteil. Als geborener Lübecker im bayrischen Exil durchquere ich das Land mehrmals im Jahr. Auf der A7 zu fahren habe ich inzwischen keine Lust mehr, da reiht sich eine Baustelle an die andere. Da sind die Autobahnen in den "Neuen Ländern" deutlich besser. Ich gönne das den Landsleuten, sind ja auch "meine" Autobahnen, ich darf ja auch drauf fahren. Die Straßen dort sind nunmal neuer und es war ja auch nötig. Wenn es so weiter geht, sind die Straßen dort in 20 Jahren im gleichen Zustand, wie im übrigen Land. Wenn dann was gemacht wird, dann wird auch noch gepfuscht, wie auf der "Bundesbröselautobahn" A1: --> Link Zwischen Hamburg und Lübeck ist es ganz ähnlich, da wird die Autobahn seit der Sanierung auch dauernd weiter geflickt. Das bindet ja auch Resourcen, die woanders eigentlich dringend gebraucht werden. Bei vielen Straßen ist die Warnung vor unebenem Belag und ein zum Teil drastisches Tempolimit auf jeden Fall billiger, als die ordentliche Sanierung. So kann die Straße dann ein paar Jahre länger durchhalten und wird dann kurz vor dem endgültigen Kollaps vielleicht geflickt. Gogolos Einschätzung war auch aufschlussreich. CarbonUnit Nochmal zum Bitumen und dessen Gefahr für die Motorradfahrer. Ich denke, es geht um diese Stricheleien auf den Straßen: ![]() War mir nicht klar, dass die Kameraden auf zwei Rädern damit Probleme haben können.
Und die Summe, die bis zum Jahresende nicht verbraucht wurde, um die wurde der nächste Etat gekürzt. Musste mir auch 3x erklärt werden, warum ab Herbst völlig intakte Wege neu hergestellt werden sollten. :ja: Manchmal frage ich mich, ob nicht ein Schild an der Grenze für ganz Deutschland genügen würde..... ![]() Hallo Catrin & Frank Ist schon schlau, zu denken, bei uns im Osten seien die Straßen besser, solltet euch vielleicht erst mal umsehen, ehe so ein Quatsch geschrieben wird und gleich recht hat das nichts mit dem Soli zu tun. Tatsache ist, in neu gebauten Straßen wird immer mehr Fräsgut eingebaut, damit es billigst wird und diese dann den Zuschlag bekommt. Unsere Straßen sind inzwischen wieder auf fast DDR Niveau angelangt. So mußte z.Bsp.die Neugebaute A 72 vor ca. 5 Jahren wieder abgefräst werden, weil der Asphalt nichts taugte. Die gleiche Firma, die die A 72 gebaut hat, hat auch unsere Straße vor ca. 8 Jahren gebaut, sie wurde mit 75 % GA Mitteln gebaut, weil an der Straße produzierendes Gewerbe( meine ehemalige Firma) ansässig ist. Nach ca. 5 Jahren ging die Straße bereits wieder kaputt, jetzt sind richtige Löscher drin, hat nichts mit Verkehr zu tun, sondern mit falsch verstandenen Sparen. Die ca. 1,5 km Straße haben 890 T Euro gekostet, ca. 240 T Euro mussten wir 20 Anlieger bezahlen, mitreden wer den Auftrag bekommt hatten wir natürlich nicht. Durch Zufall traf ich vor Monaten den Bauleiter der bayr. Firma, auf das Problem angesprochen, wir wollen doch in paar Jahren wieder Arbeit haben. Wenn der Staat die aus dem Verkehr fließenden Einnahmen für andere Sachen verwendet, brauchen wir uns über immer größeren reparatur Rückstau nicht zu wundern Wer selbst noch nie Motorrad gefahren ist, kann sich die Gefahr von Bitumenstreifen nicht wirklich vorstellen. Diese Bitumenstreifen sind "Glatteis im Sommer" und fast nie ausgeschildert. --> Link[/quote] Wenns dann noch darauf geregnet hat kann man schon fast Schlittschuh drauf fahren, oder wie wärs mit den berühmten Spikes vom Eis-speet. Fahr mal im Schwarzwald Rote Lache, da bekommt man als Motorradfahrer das große Bibbern wenn man keine Enduro hat. Auf der Gemarkung unserer Gemeinde liegt eine recht gut befahrene Landstraße (Verbindung von uns nach Stuttgart). Lange Zeit wurde man dort schon überholt, wenn man 100 km/h fuhr, weil das vielen zu langsam war. Unser Bürgermeister und die Mehrheit des Gemeinderats möchten die Straße schließen und den Verkehr über eine sogenannte Tangente auf eine andere Landstraße leiten. Dafür müsste eine Brücke über ein Landschaftsschutzgebiet gebaut werden. Vor mehr als zwei Jahren durften wir Einwohner abstimmen. Ergebnis war gegen die Schließung der Straße und den Bau der Tangente. An diesen Beschluss muss sich unsere Verwaltung nur zwei Jahre halten, die sind rum. Seither betreiben sie ihr Projekt weiter, eine Abstimmung darüber ist nicht mehr vorgesehen. Schon vor vielen Jahren (meine Vermutung ist, seit die Pläne erfunden wurden) wurde auf dieser Straße nicht mal mehr geflickt, geschweige denn richtig repariert. Seit nunmehr ca. einem Jahr ist die Straße auf unserer Gemarkung auf 50 km/h gesetzt. Ist wohl unnötig zu sagen, dass sich daran praktisch niemand hält. Wer es mit 60-70 versucht, wird natürlich ständig (auch gefährlich) überholt. Begründung sind die Straßenschäden, die meines Erachtens nach vorsätzlich in Kauf genommen wurden. Die Situation ist bekannt, aber ich sehe keine Chance, da was zu ändern, weil ja "alle die Straße bald schließen wollen"... Nochmals zur Eingangsfrage: Wie ist es in euren Bundesländern? Gibt es noch Gebiete, wo man die Mehrzahl der Straßen als gut bezeichnen kann? #Waldtroll: Ich glaube nicht, dass hier viele der Meinung sind, dass unsere Straßen nur deshalb so elend sind, weil zu viel Geld gen Ostbundesländer geflossen sei/ist. Das Problem ist schon Hausgemacht. Allerdings sind die Autobahnen im Osten im Durchschnitt noch von wesentlich besserer Qualität, wie ich mich schon öfters selbst überzeugen konnte. Aber dies ist doch kein Vorwurf an den Osten sondern an unsere westlichen Bundesländer. Also bei uns in Friesland gibt es gute Strassen in der Mehrheit. Und an die Schlechten gewöhnt man sich. Eine 10 km lange Verbindungsstrasse, die ich täglich befahre, wurde von ehemals 100 km/h auf zuerst teilweise 80, nach 2 weiteren Wintern auf 70 und jetzt teilweise auf 50 km/h reduziert. Dies in einem Zeitraum von 10 Jahren. Da gewöhnt man sich dran... :D . Wir sehen das nicht so eng. Bei unseren Fahrten zu Verwandten in Erfurt von der Nordsee aus wird allerdings schon klar, wo sich die ehemalige Grenze zur Ex-DDR befindet. Ab dann darfs auch viel schneller sein. Ganz schnell und gaaaanz gerade gerne auch am Flughafen in Leipzig vorbei. Vielleicht, damit man nicht sofort erkennt, dass das Alles riesig, aber total tot ist. 8) Werner, an einem meiner bevorzugten Urlaubsziele, bei Euch im Erzgebirge, ist jedenfalls schönes Fahren möglich. Man kann die durch kleine Ortschaften mit vielen Windungen am Berg Gott sei Dank nicht rasen und sie auch nicht breiter machen. Aber sie sind in einem guten Zustand seit 10 Jahren, meine ich. Und das ist gerade mit dem Womo toll. Die kleinen Ortschaften selbst in etwa Thüringen, gerade in der Umgebung von z.B. Jena, sind (da den Gemeinden die Mittel fehlen), oft katastrophal. Aber das gilt ja auch für Eure Bergbaugemeinden im Erzgebirge. Felix52 :) Ich bin jeden Tag als Busfahrer auf unseren wunderbaren Strassen im Taunus unterwegs.Manches mal denke ich mir zerreißt es den Bus und bin heilfroh das ich auf einem Luftgefederten ISRI Sitz sitze.Die Schäden an den Fahrwerken der Busse sind mittlerweile deutlich gestiegen.Ich freue mich schon auf meinen Urlaub wenn ich wieder auf erstklassigen Strassen in Österreich und Italien unterwegs sein kann. Arno Hallo, wir sind heute mit dem Motorrad durch den Teutoburgerwald gefahren... Zum Teil sehr schlimm!! Ich bin im Außendienst und daher viel im Ländlichen unterwegs. Es ist überall das gleiche.... Löcher und Flickwerk. Aber es ist ja kein Geld da... deshalb soll ja die PKW-Maut kommen... davon sollen dann die Straßen gemacht werden. Und wollen die jetzt solange warten bis die PKW-Maut da ist? Uli Hallo, ach Raidy, was hast du hier wieder für ein thema angefangen. Eigentlich kann man ja nur feststellen, kritisieren und jammern über die baulichen zustände auf deutschen straßen, was die meisten ja auch machen und entsprechende beispiele einbringen. Bisher waren lediglich zwei beiträge etwas lösungsorientiert - einmal rundefan Werner mit der gesetzlichen verkehrssicherungspflicht und zum anderen helge63 mit dem aufruf zur teilnahme an der petition - --> Link Aber, so schlecht können ja die straßenzustände nicht sein, wenn bei einer ca. 4 wochen alter petition nur 25 unterschriften bisher zusammengekommen sind, aber hier im forum seit ca. 8 stunden 31 kommentare und 526 zugriffe kommen - meist jammern und kritisieren - viel was anderes ist ja nicht möglich sonst droht das rote vorhängeschloß. Die einschätzung von Gogolo ist sehr interessant und er hätte bestimmt auch noch die straßenverhältnisse Skandinaviens mit in die bewertung einschließen können. So und nun abschließend noch ein beispiel wie in N mit dem problem umgegangen wird. In den medien wird periodisch dazu aufgerufen kritikwürdige straßenzustände, ob winterdienst, straßenbeleuchtung, fahrbahnzustand usw. von den einwohnern und verkehrsteilnehmern zu melden an die entsprechend zuständige behörde. Dazu ist eine HP eingerichtet - --> Link und für die ganz fixen gibt es schon eine App, wo man foto und gps-daten der straßenschäden oder -mängel mitschicken kann.
Hatte ich auch nicht so aufgefasst, raidy. Bringt auch nichts, gegenseitige Schuldzuweisungen, betroffen ist größten Teils das ganze Land. Natürlich gibt es viel neu gebaute AB bei uns, auch wurden Umfahrungsstraßen angefangen, aber die gehen wie ich schon schrieb, bevor diese vollendet sind, schon wieder kaputt. Es ist ja nicht nur der zunehmende Verkehr, sondern auch die Qualität der Bauausführung. Stellt euch nicht so an. Mein Opa hat immer gesagt, früher waren die Schlaglöcher so groß, da sind die Schafe drin verschwunden......
Da hatten die Fahrzeuge auch größere Räder und brauchten keine Winter oder Sommerreifen.
:gut: Hab mal in jungen Jahren für eine Tief- und Straßenbaufirma gearbeitet. Da gab´s nach Beendigung der Baumaßnahme eine große Abnahme, mit Protokoll und Änderungsanweisungen (ohne Erfüllung dieser ---> keine Schlußzahlung). Wen ich heute so manche Neubaustrecke anschaue und mal drüber fahre, DAS hätten uns die damals im Leben nicht abgenommen :( . Warum das so weit gekommen ist ... :nixweiss:
Ich denke es liegt an der Ausschreibungsmethode. Der billigste gewinnt. Und zwischen "Erfüllung der Anforderungen" und echter Qualität ist eben doch ein großer Unterschied. Da werden die billigsten Baustoffe genommen welche gerade noch die Anforderungen erfüllen, da wird Personal genommen, das nach der Methode "Hauptsache billig" organisiert wurde. Da werden Subunternehmer beauftragt, welche selbst wieder Subunternehmer beauftragen, welche selbst wieder Subunternehmer beauftragen....... Qualität hat seinen Preis und wer billig kauft, kauft nochmals. Und wie gut der Unterbau verdichtet wurde, zeigt sich oft erst nach Jahren. Und nach Jahren gibt es dieses Bauunternehmen oft gar nicht mehr. Denn seine permanente Unterbietung aller Ausschreibungen hat ihm längst das Genick gebrochen. So verständlich auf der einen Seite der Zwang zur Ausschreibung ist, so schlecht sind genau dessen Schattenseiten. Traurig. Aber was solls, die Zeche zahlen ja doch immer wir. Also bei solchen "Rundumschlägen", muss ich doch eine Lanze für die Branche brechen... :wink:
Ersteres stimmt. Aber zwischen "Erfüllung der Anforderungen und "echter Qualität" liegt nicht zwangsläufig ein Unterschied. Die DIN Normen und im Straßenbau die ZTV geben die zu erfüllenden Qualitätskriterien vor. Hält der Unternehmer diese ein, ist alles O.K. Dass diese eingehalten und überprüft werden, kann ich glaube ich für 90% derjenigen, die mit der Überwachung betraut sind, versichern.
Auch das kann man so nicht stehen lassen. Es gibt keine "billigen" Baustoffe, die die Anforderungen "gerade so" erfüllen. Wenn sie sie erfüllen, ist das O.K. Es wird nirgendwo verlangt, dass die Materialanforderungen um einen Faktor "X" übererfüllt werden müssen. Auch das Thema Subunternehmer ist im Straßenbau keines. Asphaltarbeiten werden in Deutschland i.d.R. nie von Subunternehmen ausgeführt. Für diese lohnt sich die Anschaffung der sehr teuren Geräte gar nicht (Fertiger, Walzen, usw.) Ebenso benötigt man extrem erfahrenes Fachpersonal, um diese Geräte zu bedienen. Da kann man sich nicht irgendwen "von der Straße" holen.
Womit wir wieder bei der Kontrolle wären. Eine Straße wird lagenweise aufgebaut. Auf jeder Lage werden sog. Lastplattendruckversuche gemacht (Erdplanum, Frostschutzschicht, Schottertragschicht). Ebenso wird das Asphaltmischgut vor und nach dem Einbau beprobt. Nein, dass unsere Straßen so aussehen, wie sie aussehen, hat einen einfachen Grund. Die oberste Schicht, in der Regel 4,0cm stark, nennt man auch die Verschleißschicht. Diese wird bewusst "geopfert". Sie sollte, um den Wert der Straße so lange wie möglich zu erhalten, bei ersten Rissbildungen, Spurrinnen, o.ä. ersetzt werden. Genau dies wurde aber in ganz Deutschland in den vergangen Jahren, von Ausnahmen abgesehen, kaum gemacht. Vor allem in den Kommunen fehlt dazu das Geld, zumal bei einer solchen Sanierung vom Anlieger keine Beiträge verlangt werden können. Und dann beißt sich die Katze in den Schwanz. Irgendwann, bleibt nur noch die Erneuerung. Machen wir ein kleines Beispiel. Eine Kommune mit 15.000 Einwohnern besitzt 160 Straßen. Davon wären heute mind. 40 zu erneuern. Eine Straße mittlerer Länge kostet ca. 450.000 bis 500.000 Euro. Das entspricht etwas einem Drittel des Iinvestiven Haushaltes der Gemeinde. Also kann die Gemeinde unter Berücksichtigung der Anliegerbeiträge wenn es gut läuft, 1-2 Straßen im Jahr grundhaft erneuern. Das bedeutet es dauert ca. 30 Jahre, bis die 40 Straßen erneuert sind. Die anderen 120 Straßen tun uns nun nicht den Gefallen, intakt zu bleiben, also kommen pro Jahr mindestens wieder 2-3 zu sanierende Straßen hinzu, womit wir wieder bei unser Katze wären..... :D Derzeit haben die Kommunen eigentlich nur die Möglichkeit, Straßen aus technischer Sicht wider besseres Wissen, halbherzig zu sanieren. Auf diese Art, kann ich u.U. im Jahr mehr Straßen wieder in einen befahrbaren Zustand versetzen, als neue zu sanierende Straßen dazu kommen. Das könnte günstigsten Falls bedeuten, dass in 20-30 Jahren die Katze ihren Schwanz nicht mehr erreicht..................... :mrgreen: Roman Es gibt überhaupt keine schlechten Straßen, nur ungeeignete Autos und unangepasste Geschwindigkeit. Wenn ich in den ganzen Autosendungen die Kriterien sehe nach was da bewertet wird, immer nur schneller tiefer härter. Da werden selbst SUV gelobt, das sie fürs Gelände nicht mehr geeignet sind, dafür aber rennstreckentauglich. Es müsste noch viel mehr Schlaglöcher geben. Mit meinem 19 Jahre alten Hydropneumat macht immer noch jedes Schlagloch Spaß. :ja: G OW
Und, Georg, leider nicht nur die Zeche in monetärer Form, sondern auch wieder die vielen, vielen Staustunden, die ich hier verbraten werden muss. Bereits beim Neubau der besagten A8 in den Jahren 2009 bis 2011 stand ich schon Tag für Tag und nun wird es wieder kommen. Dieser volkswirtschaftliche sowie betriebswirtschaftliche Schaden ist ja dort noch überhaupt nicht einberechnet. Den wird die Baufirma natürlich auch nicht übernehmen müssen/können. :( Lieber Roman, ich wollte hier nicht die Bauunternehmer pauschal angreifen. Sehr wohl glaube ich, dass viele gewissenhaft arbeiten und nur wenige, schwarze Schafe darunter sind. Aus eigener Erfahrung in unserer Gemeinde weiß ich aber auch, dass es schwarze Schafe gibt. Und genau auf so eines ist unsere Gemeinde gestoßen. Zwar ist die Schuldfrage klar, aber der Unternehmer im Insolvenzverfahren. Oder kurz gesagt: Die Gemeinde bleibt auf dem Pfusch sitzen. Der örtliche Bauunternehmer konnte und wollte es nicht zu diesem Preis machen. Unterm Strich haben wir jetzt nach 3 Jahren Setzungen und Risse ohne Ende und niemanden, den man dafür real haftbar machen kann. Sicher, man hätte dies evtl. durch eine strengere Abnahme vielleicht feststellen können. Aber darin kenne ich mich nicht aus. Jetzt sitzt der Gemeinderat da und überlegt, wo er das Geld für die Sanierung einer eigentlich neuen Straße abzwacken soll. Denn es ist ein Neubaugebiet und in diesem Zustand ist das Interesse an den Grundstücken sagen wir "eingeschränkt". Die potentiellen Käufer haben sicher keine Lust die Erschließung (den Teil der Straßen) doppelt zu bezahlen. Mein Nachbar arbeitet in einen großen Baustoffhandel (gewerblich, keine Endkunden). Er sagt immer "DIN ist DIN und Qualität ist Qualität und A ist nicht immer auch B". Das glaube ich ihm jetzt mal so. |
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