rump
luftfederung
hallo
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Also doch: Windows Hintertürchen


pipo am 30 Jul 2013 15:03:07

Ich weiß ehrlich gesagt nicht was ich schreiben soll, obwohl ich es immer vermutet habe, aber allein die Tatsache weder Taliban noch Rechtsradikaler, Betrüger, Vergewaltiger oder ein ganz schäbiger Krimineller zu sein, also evt. nicht zur Zielgruppe solcher Überwachungen zu gehören beruhigt mich langsam nicht mehr.

Und jetzt bin ich mir 1000% sicher, dass Orwell kein Schriftsteller sondern ein flüchtiger englischer Geheimdienstbeamter war :roll:

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OttoWalke am 30 Jul 2013 17:14:05

Was hast Du denn erwartet,
wenn Du ein Schloss für Deine Haustür oder Safe suchst,
kaufste du das doch auch nicht beim Einbrecher oder? :mrgreen:

G OW

LowCostDriver am 30 Jul 2013 17:51:36

Den Artikel muss man erstmal genau lesen, um zu verstehen, worum es eigentlich geht.
Im Prinzip ist das nichts anderes, als ein Handwerker, der zu dir ins Haus kommt. Er wird authorisiert, z.B. von deinem Gasversorger. Also lässt du ihn ins Haus. Wo dann der Gasmann allerdings überall herum schraubt, kann man als Laie ja gar nicht richtig beurteilen.
Wenn man sich überhaupt selbst hinter den Handwerker stellt und die Arbeit beaufsichtigt!
Aber steht neben dem Gasmann ein zweiter Kontrolleur direkt vom Gasversorger? Nein.
So ist eben auch mit den Betriebssystemen. MS muss halt auch mal auf Externe zurückgreifen, denen man vertrauen können muss.

Meiner Meinung nach wird hier ein Hype um eine Funktion erzeugt, die schon seit Jahren in Windows enthalten ist. Lange bevor es die Abhörmechanismen überhaupt gab bzw. publik wurden.
Auch ist diese "Handwerker"- Methode, ja daran gebunden, dass ich diesen überhaupt erstmal brauche, also einen Mangel habe, um den Handwerker erstmal rein zu lassen in mein Haus.
Auf sowas setzen Geheimdienste und Co. m.E. nicht. Wer von denen durchleuchtet werden will, bekommt die Software unmittelbar auf den Rechner gespielt. Punkt und aus. Die warten wohl kaum darauf, dass ein Sicherheitszertifikat aktualisiert werden muss.

Mein Fazit: Viel Sturm im Wasserglas welcher nur bei denjenigen auf fruchtbaren Boden fällt, die offiziellen Stellen sowieso schon argwöhnisch gegenüber stehen.
Alle anderen dürfen sich bei dieser Lücke (die eigentlich keine ist) m.E. entspannt zurücklehnen und das locker sehen.


Björn

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nuvamic am 30 Jul 2013 18:03:45

Ganz so locker seh ich es nicht. Der Knackpunkt der mich (mal wieder) ärgert: Ich habe keinen Einfluss, welche Zertifikate genutzt bzw. geladen werden. Es passiert ohne mein Wissen im Hintergrund. Mir ist klar, dass viele User mit so was eh nicht behelligt werden wollen. Aber ich hab angefangen, mich mit diesen Geräten zu befassen, als PC noch hieß, der Mensch davor (die Person in "P"C) entscheidet, bestimmt - ok, und ist verantwortlich. Mittlerweile bin ich zwar rechtlich immer noch voll verantwortlich, mein Einfluss schrumpft aber zusehends. Einfache Eingreifmöglichkeiten machen sich SEHR rar. Die Entwicklung läuft falsch. Mit der Maßgabe, angeblich alles einfach zu machen, entzieht man mir den Einfluss auf mein Arbeitsgerät. Mit dem ich viel mache, beruflich, privat, ehrenamtlich. Nicht gut das. Ich geb zu, der Fakt in diesem Artikel ist an sich nicht neu - aber angesichts von Prism etc. fallen jetzt halt auch "normalen" Journalisten nach und nach immer mehr Punkte auf, an denen Außenstehende eingreifen, wo sie nix verloren haben.

LowCostDriver am 30 Jul 2013 18:09:37

Ja, du hast Recht!
Das Problem hast du aber auch bei Updates!
Und da kommt die Software viel schneller auf deinen Rechner, als bei einem Zertifikat.
Nicht nur MS aktualisiert sich ständig, auch andere Programme wie Adobe, Java und Co.
Da siehst du heute praktisch gar nicht mehr, was auf deinen Rechner installiert wird. Wenn die Programme sich überhaupt melden, dass sie ein Update fahren.
Die Tatsache, dass du immer weniger "darfst" ist eben der Massentauglichkeit geschuldet. Zu Zeiten Win98 oder gar NT durftest du alles, hast aber auch schnell alles kaputt gemacht.
:D


Björn

Administrator am 30 Jul 2013 18:18:44

Dieser Thread kommt um Jahrzehnte zu spät. Es ist seit 1999 bekannt, dass bereits in recht alten Windows-Versionen die NSA einen Zugang zu jedem Windows hat. siehe z.B. --> Link Weltweit und auf alle PC. Den "NSA-Key" muß Microsoft seit Jahren im Quellcode mit einbauen - und (da es sich ebenfalls um eine amerikanische Firma handelt) könnt ihr euer Ei-Patt drauf verwetten, dass es diesen Zugang auch auf MAC Systemen gibt.

Wer halbwegs sicher und unabhängig sein - und bleiben - will, sollte sich mit Linux auseinandersetzen. So lange man keine spezielle Software benutzen MUSS - ist Linux heut zu Tage genau so einfach wie Windows. (Und Linux Nutzer behaupten sogar "viel einfacher" ;) )

macagi am 30 Jul 2013 18:38:38

wobei zB Red Hat ja auch in den USA sitzt. Man müsste schon den Kernel selbst kompilieren...und wo kommt dann der Compiler her?

rkopka am 30 Jul 2013 18:58:18

LowCostDriver hat geschrieben:Da siehst du heute praktisch gar nicht mehr, was auf deinen Rechner installiert wird. Wenn die Programme sich überhaupt melden, dass sie ein Update fahren.

Meistens kann man schon noch einstellen, daß man z.B. nur benachrichtigt werden will ohne automatisches Update. Aber dann muß man das jedesmal wieder auswählen, weil die SW natürlich immer die Automatik voreinstellen will. Außerdem noch mit diesem oder jenem Zusatzprogramm oder einer weiteren Menuleiste im Browser, die ich garantiert nicht brauche.

RK

LowCostDriver am 30 Jul 2013 20:13:24

Das stimmt. Aber dann nerven die Pop- Ups in der Taskleiste wenn das Update bereit steht. Das kann man ja noch wegklicken.
Und dann?
Irgendwann ist die Software veraltet, eine Sicherheitslücke tut sich auf und schon hat man ein echtes Problem.
Auf die Updates zu verzichten öffnet nun mal ganz anderen Individuen mit ganz anderen Interessen die Tür zum heimischen Rechner. Fragt sich dann, welches Übel das kleinere ist...

rkopka am 30 Jul 2013 21:21:45

LowCostDriver hat geschrieben:Irgendwann ist die Software veraltet, eine Sicherheitslücke tut sich auf und schon hat man ein echtes Problem.
Auf die Updates zu verzichten öffnet nun mal ganz anderen Individuen mit ganz anderen Interessen die Tür zum heimischen Rechner. Fragt sich dann, welches Übel das kleinere ist...

I.A. laß ich die ganzen Updates ja machen, ich will aber zumindest gefragt werden.

RK

Gast am 30 Jul 2013 21:35:00

Jetzt weißt du auch, warum Windows "Windows" heißt, wegen der vielen offenen Fenster und Türen. :lach:

LowCostDriver am 30 Jul 2013 22:42:56

rkopka hat geschrieben:I.A. laß ich die ganzen Updates ja machen, ich will aber zumindest gefragt werden.


Hmm.
Kann ich nachvollziehen, mache ich auch so ehrlich gesagt.
Aber es ist eine Schein- Kontrolle. Man kommt um das Update nicht herum, wenn man es sicher haben will. Was genau dann aber auf den eigenen Rechner kommt, kann man eben weder kontrollieren, geschweige denn wenigstens sichten.
Ist wie ein Vertrag, wo man das Kleingedruckte nicht lesen darf.
:(

lonsome am 30 Jul 2013 22:44:45

Hallo,

das ist doch schon lange bekannt, dass Microsoft mit der NSA zusammenarbeitet, auch was Daten angeht. Wen wurndert es da, wenn Programme Hintertürchen haben. Meint Ihr, dass da andere Systeme besser sind? Oder dass die vielen Wolken, auf die wir gelockt werden sollen (Es gibt auch eine Apfel-Wolke!) sicher sind?

Ich halte es für Augenwischerei, wenn es an Betriebssystemen festgemacht wird. Egal ob Linux, Apfel oder sonst, sicher ist wohl nichts. Es fehlt nur noch ein Hirnstromscanner ...


Klaus

nuvamic am 30 Jul 2013 22:48:35

Radio Eriwan... im Prinzip, ja. Aber es hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten gezeigt, dass man am meisten Selbständigkeit noch hat, wenn man sich an Open Source hält. Leider geht es nicht um absolute Sicherheit, ging es wohl nie, wird es nie geben. Aber um gewaltige Tendenzen. Darum bevorzuge ich z.B. Firefox vor IE. Beim Betriebssystem gehe ich Kompromisse ein, weil ich nicht die Zeit hab, beruflich und privat alles parallel in verschiedenen Welten aufzubauen. Aber sobald ich irgendwo die Wahl habe, eben lieber Open Source als "Marktführer".

pipo am 31 Jul 2013 08:00:26

Ok wir hätten es wissen können oder akzeptieren können.

Aber denken wir doch jetzt mal weiter:
Wer garantiert mir, dass der Backdoorzugang wirklich nur von "offizieller Seite" genutzt werden kann?
Beispiel: Rechner wird gehakt, Konto wird abgeräumt, Bank lehnt Kulanz oder Schadenregulierung ab, da Fahrlässig gehandelt wurde.
Mit dem jetzigen Wissen kann ich Argumentieren, dass es ein Backdoor gibt und weiß der Teufel wer dort alles einen Zugang hat.
Gerichte haben solch eine Möglichkeit immer zu 1000% ausgeschlossen. Die haben ab jetzt ein echtes Problem.

Oder Industriespionage: Die Amis müssen sich doch ein Loch in die Mütze gelacht haben über Mögliche Spähproramme die per USB Stick verteilt werden :mrgreen:
Stattdessen ziehen sie sich exklusiv die neuen Forschungsergebnisse per Backdoor und haben damit immer einen technologischen Vorsprung. Kein Wunder das Deutschland nicht mehr das Land der Erfinder ist obwohl wir die meisten Weltmarkführer haben :?: :!: :roll:

berniebo am 31 Jul 2013 09:16:01

Zu Zeiten von 9/11 war ich Inhaber eines Softwarehauses hier in Deutschland. Zu meinen Kunden zählten auch Tochterunternehmen amerikanischer Konzerne. Was in den Wochen nach diesem schrecklichen Ereignis auf die deutschen Software-Dienstleister - insbesondere wenn sie amerikanische Unternehmen zu ihren Kunden zählten - zukam, ist in der Öffentlichkeit kaum bekannt geworden.

Ich möchte nicht allzu viele Details ausplaudern. Aber so viel sei gesagt: Noch nie in meinem Leben vor 9/11 hatte ich ein solches Gefühl von absoluter Ohnmacht gegenüber einer ausländischen Behörde. Bei Nichtkooperation hätte ich meine Leute entlassen und meinen Laden schließen können.

Ich bin seit dieser Zeit mehr als vorsichtig. Und ich weiss eines. Auf den Schutz von "oben", wer auch immer das sein mag, sollte sich niemand verlassen. Auf PC's, Handys und Tablets sollte man wirklich keine relevanten Daten speichern. Schon gar keine Zugangsdaten zu wichtigen Seiten. Alle gängigen Betriebssysteme, Browser und Anti-Virensoftware stammen aus den USA. Dass bei Windows auch verschlüsselte Daten mitgelesen werden können, wundert mich nicht.

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