EasyAmerica am 18 Aug 2013 15:27:17 Das Reise-Thema USA ist für uns nach über 25 Reise-Jahren inzwischen so "ausgelutscht", dass wir eigentlich nicht mehr hin wollen. Aber dann fällt mir ein WoMo-Überführungs-Angebot ab Chicago in die Hände, dass ich nicht sofort an meine Kunden (ich vermittlere Miet-WoMos für Nordamerika) weitergeben will: - Schlappe 620 Euro für ein fabrikneues WoMo nicht frei wählbarer Größe (vom kleinen 21 Füßler bis zum großen 40 Füße Bus ist alles möglich)
- für gut 2 1/2 Wochen (sonst ca. 2.000 Euro)
- inklusive 3.000 Meilen (sonst ca. 700 - 900 Euro)
- Einwegmiete (sonst 750 $)
- Fahrzeugbereitstellung (preparation fee) (sonst ca. 100 $)
- unbegrenzter Generator-Nutzung (sonst ca. 4 $ die Stunde)
- und 200 $ Gutschrift für Mehrmeilen oder Campingausstattung.
Die Überführung kann nach San Francisco, Los Angeles oder Las Vegas erfolgen. Spätestens am 14.6.2013 müssen wir das WoMo dort übergeben haben. Wir entscheiden nach einer Nacht drüber schlafen: "Das lassen wir uns nicht entgehen!" Das Wohin ist schnell klar: Von Chicago nach Las Vegas. Von dort aus wollen wir dann weitere 2 1/2 Wochen mit einem Mietwagen anhängen, damit sich die Tour auch lohnt. Aber woher??? Es gilt, uns nicht bekannte Lücken in den vielen von uns bereits bereisten Gebieten zu finden. Eine Nordroute scheidet aus. Nach unserem kalten, lang andauernden Winter wollen wir in die Wärme. Also die Route 66? Die kennen wir in weiten Teilen schon. Aber zu einem großen Teil auch noch nicht. Und sie führt in den warmen Süden. Also entscheiden wir uns für eine Route 66-Tour mit einigen Abstechern links und rechts davon. So, wie wir uns kennen, werden wir uns ohnehin nicht an einen festen Reiseplan halten. Aber so im Groben haben wir jetzt die Richtung.
EasyAmerica am 19 Aug 2013 00:11:02 27.Mai 2013: Flug Düsseldorf-ChicagoVorabend-Check-In genutzt. Entspannt und nur mit Handgepäck per Bahn zum Flughafen. - Schlechtes Wetter: Regen bei 13 Grad. - Abflug 12:45 Uhr. - Sehr angenehmer Lufthansa-Flug. - Ankunft in Chicago gegen 15:00 Uhr - Bewölkt bei etwa 19 Grad. Bevor wir unser WoMo übernehmen, bleiben wir noch zwei Nächte in Chicago. Für die Fahrt vom Flughafen zum Hotel und vom Hotel zur WoMo-Station ist ein Mietwagen bequemer und weit preisgünstiger als ein Taxi. Die Abholung des Hertz-Mietwagen erfolgt ohne Probleme. Alle Versuche, uns weitere Versicherungen aufzuschwatzen oder upzugraden werden erfolgreich abgewehrt. Trotzdem erhalten wir ein größeres Auto als gebucht. Umsonst natürlich! - Ankunft im Hotel gegen 17:00 Uhr. - Einfache saubere Zimmer. - Zentrale Lage. Die Parkhaus-Preise in Chicago ab 39 $ aufwärts für 24 Stunden waren uns bekannt. Trotzdem schockierend, wenn man es dann wahrhaftig vor sich sieht. :eek: Einsetzender starker Regen verschlägt uns ins Rock Bottom Restaurant and Brewery. Das Kolsch ist empfehlenswert. Die anderen Biere sind zumindest sehr gewöhnungsbedürftig. 
EasyAmerica am 19 Aug 2013 01:20:38 Leider kriege ich es im Moment nicht hin, Bilder hochzuladen. Nein, es liegt nicht am Forum, sondern an meiner Computer-Konfiguration. Er hängt sich beim Hochladen dauernd auf. Aber ich werd's noch hinkriegen.
So, die Computer-Bild-Probleme sind behoben. Die Bilddatenbank war defekt.
Und so langsam kapiere ich auch hier, mit der Bilder-Technik umzugehen. :idea:
EasyAmerica am 28 Aug 2013 15:54:24 USA-Reise 2013 Teil I "Route 66 PLUS"28. Mai 2013: ChicagoHeimatliche Gefühle stellen sich ein: "Schlechtes Wetter: Regen bei 13 Grad." Machen wir also eine Stadtrundfahrt mit unserem Mietwagen. Das Fahren ist in Chicago schließlich deutlich billiger als das Parken. :wink: Navy-Pier-Park besucht, Küstenstraße bis South Chicago abgefahren. Dort unsere Einkäufe für die Wohnmobil-Zeit vorgezogen. Nachmittags deutliche Wetterbesserung. U. a. Grants Park und Holy Name Church besucht. Abends Bummel durch Downtown mit erneutem abschließenden Essen und Trinken im Rock Bottom Restaurant.  Chicago: Brunnen im Grants Park  Chicago: Navi Pier Wir sind nicht so die Stadtbesichtiger. Deshalb fällt der Chicago-Besuch eher lieblos aus... Er ist beinahe eine Pflichtübung... Wir freuen uns auf morgen, wenn wir unser WoMo übernehmen und raus in die Natur können. :ja:
EasyAmerica am 28 Aug 2013 16:12:05 29. Mai 2013: Übernahme Wohnmobil; Chicago - Villa Park - Joliet; 80 MeilenDie Übernahme des WoMos verzögert sich bis gegen 15:00 Uhr, da das fabrikneue Fahrzeug noch nicht eingetroffen ist. Wir erledigen in der Zeit einige Lebensmittel-Einkäufe. Da der Mietwagen bis 15:00 Uhr am Flughafen abgegeben sein muss, fahre ich dorthin und komme mit dem Taxi zurück. Das WoMo ist inzwischen angekommen. Es ist ein fabrikneuer 22füßler mit überraschend üppiger Ausstattung. Dass wir keinen großen Bus bekommen, erleichtert und enttäuscht uns gleichermaßen. Einerseits wäre es eine interessante Erfahrung, aber dem steht der extreme Benzinverbrauch und die mangelnde Flexibilität auf kleinen Campgrounds gegenüber. Das Bett im hinteren Teil des Wohnbereichs und die Essnische sind größer, als wir es bisher bei 27füßlern erlebt haben. Da haben sich die Innenarchtekten nach Jahrzehnten der Lethargie endlich mal etwas einfallen lassen. Die Stauräume sind unglaublich groß, weil der hintere Schlafbereich des WoMos um eine Stufe erhöht wurde. Kein Problem; wer schläft schon im Stehen. ;-) Aufrechtes Stehen ist bei mir mit 1,80 m trotzdem noch problemlos möglich. Sogar ein Fernseher mit DVD-Gerät ist an Bord!!!  In der Zwischenzeit hatte Brigitte das WoMo startklar gemacht, so dass wir gegen 16:00 Uhr aufbrechen können. :womobus: Das Wetter verschlechtert sich zusehens und geht in Unwetter über. Auf der Autobahn ist oft nur langsames Tempo möglich. In der Ferne ist der Schein eines Großfeuers zu sehen. Offenbar hat dort ein Blitz eingeschlagen. :wolke: Der vorgesehene Campground entpuppt sich als Jugend-Camp, allerdings ohne ...Ground. Wegen der Unwetter beschließen wir, keinen möglicherweise überflutungsgefährdeten Campground aufzusuchen, sondern auf einem sicheren, überwachten Walmart-Parkplatz zu übernachten,  auf dem wir morgens bei schönem Sonnenschein aufwachen.
EasyAmerica am 28 Aug 2013 20:40:43 30. Mai 2013: Joliet - East St. LouisEreignislose Autobahnfahrt. Einige wenige Route 66 Sehenswürdigkeiten, wie Elkhart aufgesucht. Amerikanischer Kulturschrott, den wir genügend auf unseren anderen Reisen gesehen haben, wird überall als Route 66 Ereignis dargeboten. Für USA-Neulinge sicher interessanter als für uns alte Amerika-Hasen.  Brigitte versucht sich daher in Waldorf-Manier ein altes Teilstück der Route 66 zu ertanzen. ;-)  Übernachtung im schönen Horseshoe Lake State Park (SP). 
EasyAmerica am 29 Aug 2013 15:59:36 31. Mai 2013: East St. Louis - JoplinMorgens Chain of Rocks Bridge. Zu Fuß auf der alten Route 66 Brücke den Mississippi überquert. Eine Meile hin, eine Meile zurück. Bis auf einige Regentropfen angenehm warmes Wetter.  Anschließend am Lewis & Clark State Memorial Park den Zusammenfluss von Mississippi und Missouri bewundern wollen. Da es an einer Anhöhe fehlt, ist der Anblick enttäuschend nichtssagend. Besuch des Cahokia Mounds SP. Längst verschwundene Indianerstämme haben dort vor Jahrhunderten auf mehr oder weniger großen künstlichen Erdhügeln (Mounds) gesiedelt.  Die Vorstellung vom damaligen Treiben der Ureinwohner erfordert von dem Besucher einige Fantasie, der im sehr gut präparierten Visitor Center eindrucksvoll nachgeholfen wird.  Vom östlichen Ufer des Mississippi schöner Blick von einer aufwändigen Aussichtsplattform auf St Louis mit Gateway Arch.  Weiterfahrt auf der I 44 durch die schöne Landschaft der Ozarks. So ansprechend haben wir die Landschaft hier nicht erwartet. Abstecher zu einigen aus unserer Sicht jedoch völlig unbedeutenden Route 66 Attraktionen. Unterwegs strömender Regen. Automatische Radio-Einblendung von Unwetterwarnungen mit Flash Flood Gefahr. Bewohner von Gebiete in der Nähe von Flüssen und Bächen sollen höher gelegene Gebiete aufsuchen. Noch ahnen wir nicht, was auch auf uns zukommen wird...  Übernachtung auf dem schönen Joplin KOA Campground.  Nach Wetterberuhigung ist sogar noch Grillen möglich. 
EasyAmerica am 03 Sep 2013 00:06:17 01. Junii 2013 Joplin - Oklahoma CityFahrt vom Campground nach Joplin, um dort die Spur der Route 66 wieder aufzunehmen. Kurz nach Joplin erreicht die Route 66 Kansas. Mit 21 Meilen ist es der kürzeste Abschnitt in einem Staat, aber nicht der langweiligste. So finden wir diese sehenswerte historische Brücke  und insbesondere einen Abschnitt der Route 66, der heute als Feldweg dient und noch den originalen Straßenbelag aufweist.  Den für die Übernachtung vorgesehenen CG in Moore werden wir nicht aufsuchen. Wir wissen nicht, was uns dort nach dem zerstörerischen Tornado von vor etwa drei Wochen erwartet. Statt entschließen wir uns zu dem an der I 40 gelegenen KOA-Platz Oklahoma City East. Brigitte äußert Bedenken wegen der Tornadogefahr und möchte woanders hinfahren. Ich versuche zu beschwichtigen und verweise auf die riesige Größe der sogenannten Tornado Alley. “Woanders hinfahren” geht hier nicht. Ausserdem sei man beim Fahren ziemlich sicher, orakel ich weiter. Man könne Tornados im Auto wegen ihrer durch die Erdrotation vorgegebenen Zugrichtung von Südwest nach Nordost ganz gut ausweichen. Wenn man also die Wolkenbildungen im Südwesten beobachtet, kann man immer noch reagieren. Als Beispiel für eine gefährlich werdende Situation weise ich auf eine etwas seltsam geformte, aber scheinbar (noch) völlig harmlose Wolkenformation im Südwesten hin. Solche Wolken sollten wir im Auge behalten.  Im Radio wird wieder vor Flash Floods in verschiedenen Counties gewarnt. Offenbar schüttet es schon wieder irgendwo. Dann wieder eine automatisierte Warnmeldung. Diesmal ist es eine ganz, ganz ernste erste Tornadowarnung, der schnell weitere folgen. Da wir nicht ortskundig sind, sagen uns die genannten Orte und Counties nichts, in denen die Leute aufgefordert werden, “auf der Stelle” sichere "Shelter" aufzusuchen. Durch unsere Diskussion über nicht bestehende Ausweichmöglichkeiten und die ständige Beobachtung besagter Wolke haben wir uns unserem vorgesehenen Ziel schneller als geglaubt genähert und müssen die Autobahn verlassen. Von der Abfahrt aus sehen wir, wie sich einige hundert Meters links von uns Polizei und Feuerwehr organisieren und den in Richtung unserer Wolke fließenden Verkehr aufhalten und in unsere Richtung zurückleiten. Dringender Tornadoalarm der allerhöchsten Stufe auch wieder im Radio!!! Jetzt eindeutig für unsere Gegend.  Ehe wir uns versehen, erreichen wir nach ein paar Hundert Metern bereits das Schild zu unserem Campground. Wir halten kurz an... Was tun? Weiterfahren oder einchecken? Wir entschließen uns zu Letzterem, da der Verkehr chaotische, ja panikartige Zustände anzunehmen droht. Hektische Hand- und Hupzeichen sowie Zurufe vorbeifahrender Autofahrer fordern uns auf, uns vom Acker zu machen. Alles will weg von der immer größer werdenden Wolke. Ob es in dem Chaos jedoch gelingt? Brigitte sagt, ich soll entscheiden. Ich will mich nicht der Stampede fliehender Menschen anschließen. Im Stau können wir nirgends hin. Und auch auf Autoscooter-Spielchen mit panisch durchdrehenden Leuten ist mir nicht.  Im CG-Office erfahren wir, dass der CG ausgebucht ist. Es wird uns jedoch ein Overflow-Platz zugewiesen, den wir schleunigst anfahren sollen. Abgewiesen wird hier jetzt niemand mehr. Danach sollen wir sofort ins sichere, massive Blockhaus des Office zurück, in dem bereits viele Gäste des CG Schutz gesucht haben. Die Stimmung im Blockhaus ist im Gegensatz zu draußen absolut ruhig und gelassen. Auffallend ist, das selbst Hunde und Kinder nicht herumtollen, sondern sich ebenfalls - zumindest äußerlich - völlig ruhig und gelassen verhalten.  Über den Fernseher erfahren wir, dass sich unsere Wolke zu einer mächtigen Superzelle entwickelt hat, aus der heraus sich, insbesondere an den Rändern - aber nicht nur dort -, Tornados entwickeln werden. Sie dürfte nach meiner Einschätzung in etwa die Fläche einer Großstadt wie z. B. Dortmund umfassen.  Tornados werden alsbald um uns herum gemeldet, während über uns der riesige Kreisel der Superzelle sichtbar wird. Um uns herum gehen 12 Tornados nieder, davon drei in bewohnten Gebieten.  Den Tornados folgen unglaublich heftige Gewitter und Regenfälle. Die große Gefahr haben wir jedoch unbeschadet überstanden. Irgendwann wollen wir in unser WoMo und noch eine Kleinigkeit essen, entspannen und schlafen. Ich stolpere in der stockdunklen Nacht Brigitte eng umfassend über eine in den Boden eingelassene Feuerstelle. Instinktiv ziehe ich Brigitte auf mich, dass ihr nichts zustößt. Ein paar harmlose Schrammen hat mir die Tornadonacht dann doch noch beschert.  Leichter Kollateralschaden  Ruhe nach dem Sturm Am nächsten Morgen erfahren wir, dass neben vielen, vielen Verletzten acht Menschen in den Tornados umgekommen sind. Die meisten sind in ihren Autos ertrunken, nachdem die Tornados sie in die überfluteten Straßengräben geweht hatten. Und zwar auch dort, wo wir auf der Interstate 40 weitergefahren wären, wenn...
EasyAmerica am 10 Sep 2013 00:16:15 02. Juni 2013: Oklahoma City - Black Kattle Grasland, OKDer Regen hat aufgehört. Die Sonne scheint. Es ist schönes Wetter. Die Spuren des Tornadoabends und der Gewitternacht erscheinen eher harmlos. Weit weniger harmlos ist jedoch das Objekt, über das wir in der Nacht gestolpert sind. Nicht auszudenken, wenn wir nicht neben, sondern auf die Feuerstelle gefallen wären...  Nun können wir uns auch ein Bild von dem Blockhaus machen, das uns als “Shelter” gedient hat. Es sieht in der Tat sehr stabil aus. Andererseits wären die Chancen wohl besser, wenn einem ein Brett aus amerikanischer Bauweise als solch ein Baumstamm auf den Kopf fallen würde...  Zum Einkaufen und um zu sehen, was uns erspart geblieben ist, fahren wir ins nahe Moore, dem ursprünglich geplanten Ziel der gestrigen Etappe. Moore ist alles andere als ein kleiner Ort, sondern mit 50.000 Einwohnern eine für amerikanische Verhältnisse recht große Stadt. Insofern hat der Tornado vor drei Wochen nicht große Teile der Stadt verwüstet, sondern - wie wir sehen werden - “nur” eine Siedlung und ein Einkaufszentrum. Trotzdem erreichen wir zufällig auf Anhieb das betroffene Einkaufszentrum im Katastrophengebiet und sind überaus entsetzt von dem Anblick sich stapelnder Autos, die vom Sturm offenbar hoch in die Luft gesogen wurden.   Unmittelbar daneben ist ein großes Einkaufszentrum voll in Betrieb. Viele andere Läden sind geschlossen, weil sie noch keinen Strom haben. Es ist schon ein skurriles Bild: Unmittelbar neben den Zerstörungen geht das normale Leben weiter und mitten in diesem Treiben werden Nahrungsmittel und Getränke an die Opfer verteilt.  Der Gleichmut, mit dem die Amerikaner diese Schicksalsschläge hinnehmen, ermutigt uns, zu der hauptbetroffenen Siedlung gleich gegenüber zu fahren. Auch hier scheint der Alltag auf den Durchgangsstraßen seinen gewohnten Gang zu nehmen. Wir biegen mit schlechtem Gewissen in eine Seitenstraße ab und sehen nun die furchtbaren Zerstörungen hautnah. Ein Ausmaß, das Bilder nicht vermitteln können. Und immer wieder diese unerklärlichen Dinge, dass es inmitten dieses Chaos Häuser gibt, die noch bewohnbar erscheinen, während andere Häuser komplett weg sind. Von Ihnen ist nur noch die Grundplatte da. Der Tornado muss diese Häuser komplett aufgesogen haben.   An vielen Stellen werkeln Anwohner in ihren verbliebenen Habseligkeiten. Sie grüßen freundlich. Wir werden also Gott sei Dank nicht als Schaulustige, sondern als mitfühlende Mitmenschen gesehen. Tief betroffen fahren wir ins nahe Oklahoma City um uns dort Downtown anzusehen. Die Stadt gefällt uns ganz gut. Von dem Tornado, der die Stadt gestern heimgesucht haben soll, ist zum Glück nichts zu sehen.  Auf der Fahrt Richtung Westen über die Interstate 40 liegen die gestern Abend betroffenen Orte Yukon und El Reno am Weg. Von der Autobahn aus sehen wir viele Trümmer. Auch die Autobahn selbst war hier gestern ganz schlimm betroffen und Menschen sind gestorben. Schweigsam und tief betroffen machen wir uns auf den Weg in die Natur zum Black Kattle Grasland an der Grenze zu Texas, um dort auf einem abgelegenen Campground zu übernachten. 
EasyAmerica am 12 Sep 2013 13:09:17 03. Juni 2013: Black Kattle Grasland, OK - Tucamcari, NM; 279 MeilenNach den stürmischen Ereignissen der letzten Tage bin ich von dem eigentlich beabsichtigten Tagebuchstil in den Erzählstil verfallen. Jetzt werde ich wieder eher nüchtern berichten. Das “Black Kattle Grasland” hält nicht, was der Name erwarten lässt. Es ist eine öde steppenartige Landschaft. Wir hatten eine ursprümgliche Landschaft mit hohem Büffelgras erhofft. Das fanden wir zwar nicht in der freien Natur, aber zum kleinen Trost auf angrenzenden Weiden.  Ereignisarme Fahrt über den US 60 Highway durch das Texas Penhandle. Für die Beschreibung der Gegend gibt es keine bessere Bezeichnung als der Name der Stadt Pampa auf halber Strecke bis Amarillo. In Cataline, TX finden wir ein altes Gefängnis und eine transportable Zelle aus alten Zeiten.    Die Gegend um Amarillo ist uns von früheren Reisen bekannt. Das Big Texan Steakranch ist noch touristischer geworden und an der oft einsamen Cadillac Ranch herrscht buntes Treiben.   Einziger Aufreger: Starker Gegenwind treibt den Benzinverbrauch bei nur Tempo 60mi/h (95km/h) auf 28 l auf 100 km. Ich habe ausgerechnet: Das ist beinahe eine kleine Flasche Bier pro Kilometer! Einfacher und zweckmäßiger KOA-Campground in Tucumcari, NM. Ein heftiger Sandsturm mit nachfolgenem starken Gewitter begleitet von Flash Flood Warnungen im Fernsehen lässt böse Erinnerungen aufkommen. 
EasyAmerica am 15 Sep 2013 12:53:07 04. Juni 2013: Tucumcari, NM - Las Vegas, NM; 276 MeilenTucumcari rühmt sich als “besonders geschichtsträchtigen Ort” an der Route 66 und reiht sich damit in die lange Reihe angeblich “besonders geschichtsträchtiger” Orte an der Route 66 ein. In Wirklichkeit ist es eine “Kennst-Du-Eine-Kennst-Du-Alle"-Stadt. Der Gegenwind auf der Interstate 40 lässt nicht nach. Ziel ist die ehemalige Geisterstadt Madrid, NM, die sich heute zu einem ansprechenden Künstlerort entwickelt hat. Bei meinem ersten Besuch in den 80ern gab es sechs Künstler und Aussteiger als Einwohner. Inzwischen sind es einige Hundert Einwohner.    Der Wetterbericht verheißt Wetter aller Art in allen möglichen Richtungen: - Auf der Westseite der Rockys soll es nur 16 Grad C haben: Das hatten wir zu Hause auch. Und genau dort wollten wir eigentlich hin. - Für den Süden werden kräftige Gewitter angesagt. Davon haben wir endgültig genug. - Im Norden soll schönes Wetter sein: Unser Blick aus dem Fenster verheißt etwas ganz anderes. Außerdem ist der Rauch massiver Waldbrände zu sehen und auch zu riechen.  - Bleibt der Osten: Da kommen wir gerade her. Trotzdem entschließen wir uns für Las Vegas, NM, am Ostrand der Rockys und hoffen auf den nächsten Tag. Wir erreichen bei herrlichem Wetter den etwas in die Jahre gekommenen Storri Lake State Park. Große Umwege gefahren, aber alles richtig gemacht! 
EasyAmerica am 18 Sep 2013 15:12:17 5. Juni 2013: Las Vegas, NM - Abiquiu Reservoir; 208 MeilenWir mögen dem Wetterbericht einfach nicht glauben, dass es auf der Westseite der Rockys so kalt sein soll und beschließen, in Richtung unseres beabsichtigten Ziels, dem Chaco Canyon zu fahren. In etwa am Weg liegt das Taos Pueblo. Ein für weibliche Begleitung unwiderstehlicher Anziehungspunkt für indianischen Schmuck und Tand.  Schmuckprobe im Taos Pueblo  Taos Pueblo Über einsame Nebenstrecken mit schönen Aussichtspunkten  Herrlicher Aussichtspunkt im (N)Irgendwo, New Mexico erreichen wir völlig unerwartet einen wunderschönen See.  Abiquiu Reservoir Es ist noch zu früh, um dort zu übernachten. Nach 25 Meilen überlegen wir es uns anders und fahren wieder zurück: Super angelegter Campground mit toller Aussicht auf Landschaft und See.  Riana Campground am Abiquiu Reservoir
EasyAmerica am 19 Sep 2013 12:09:48 06./07. Juni 2013: Abiquiu Reservoir - Chaco CanyonSchöne Fahrt durch die Einsamkeit ohne besondere Vorkommnisse. 07. Juni 2013: Chaco Canyon - Grants, NM Einige kurze Wanderungen und Besichtigungen der 1.000 und mehr Jahre alten indianischen Siedlungen. Besonders sehenswert ist das Pueblo Bonito.  Chaco Canyon: Filigranes Mauerwerk, das bereits 1.000 und mehr Jahre überstanden hat  Chaco Canyon: Große Kiva (Versammlungs- und Gebetsstätte)  Chaco Canyon: Pueblo Bonito Einsame Weiterfahrt nach Grants, wo uns die Zivilisation mit ziemlicher Hitze empfängt. Übernachtung auf dem trostlosen KOA-Campground, von dem aus wir aber einem Cowboy beim Training zusehen können und dürfen.  Cowboy beim Training Der abendliche Versuch, aus dem zähen Walmart-Ribey-Steak Geschnetzeltes zu zaubern, misslingt kläglich. Wir leben vegetarisch allein von den selbstgemachten Pommes. Das Geschnetzelte wird zu Gulasch verkocht und nachdem es danach immer noch teilweise zäh ist, in Gulaschsuppe umgewidmet. Gegen den guten Geschmack der Soße/Suppe kam das zähe Fleisch einfach nicht an. Fleischliche Metamorphose: Ribeye Steak - Geschnetzeltes - Gulasch - Gulaschsuppe - ...  Ex-Ribeye Steak mit Pommes  Vom Ribeye Steak zur Gulaschsuppe
EasyAmerica am 03 Okt 2013 12:27:36 07. Juni 2013: Chaco Canyon - Grants, NMDass der heutige Tag der bisher schönste dieser Reise werden könnte, haben wir nicht geahnt. Er hat sogar das Zeug, der schönste Tag der gesamten Reise zu werden. Dabei war die Tour völlig anders geplant. Nach Colorado hätte es gehen sollen, aber dort schien es uns zu kalt. Dafür sollte es nach Utah gehen, aber dort ist es momentan zu heiß. Also haben wir uns einen Campground im El Morro NM ausgesucht, wo es aufgrund der Höhenlage von über 2.000 m nicht ganz so heiß wird.  Einfahrt El Morro National Monument Eine kurze, nur 3,5 km lange Wanderung auf den Felsrücken ist ausgewiesen und erscheint uns angesichts der Temperaturen angemessen. Vom Visitor Center aus geht es zunächst zu einem durch einen Wasserfall gebildeten natürlichen Pool.  Pool An der Nordost- und Nordseite des Felsens führt der Weg an zahlreichen “Petroglyphs” von Siedlern, aber auch frühen Gouverneuren und anderen Herrschaften vorbei.  Petroglyphs Dann windet sich der Weg in vielen Kehren auf einen Grat mit schöner Aussicht.  Serpentinen  Fernsicht & Tiefsicht Bunte Felsen in allen nur erdenklichen Formationen und eine hier beginnende Schlucht laden zum Schauen, Klettern, Stöbern und Verweilen ein.  Formen & Farben  Farben & Formen  Schauen & Staunen  Klettern & Stöbern Selbst eine indianische Ruine aus alter Zeit fehlt nicht.  Indianische Ruine aus alter Zeit Der Abstieg wir durch eine lange Treppe erleichtert, die schon fast ein wenig Schwindelfreiheit erfordert.  Langer, steiler Abstieg Nach drei Stunden - oder waren es vier? - verbringen wir einen wunderschönen Abend auf dem naturbelassenen, kostenlosen Campground des National Monuments.  Naturbelassener Campground
EasyAmerica am 04 Okt 2013 12:26:38 09. Juni 2013: Grants, NM - Hoolbrook; 184 MeilenFahrt über Nebenstrecken zur Südeinfahrt des Petrified Forest National Park. Die Hitze von etwa 40 °C lässt Wanderungen nicht zu. Daher nur Abfahrt der Viewpoints mit kurzen Wegen zu den Haupt-Attraktionen.  Petrified Forest National Park: Versteinerte Bäume  Petrified Forest National Park: Versteinerte Baumstücke  Petrified Forest National Park: Painted Desert  Petrified Forest National Park: Painted Desert
EasyAmerica am 04 Okt 2013 21:28:48 11. Juni 2013: Ash Fork AZ - Sedona, AZDie Hitze hat etwas nachgelassen. Also trauen wir uns ins etwa 1.000 m tiefer liegende Sedona. Unterwegs schöne Blicke auf die Straße in den Oak Creek Canyon und eine indianische Kette.  Straße in den Oak Creek Canyon  Indianerkette Schließlich weitet sich das enge Tal und gibt den Blick frei auf die typisch rot-grün gefärbte Landschaft bei Sedona.  Oak Creek Canyon Vom günstig gelegenen, schön angelegten Ranch Sedona RV-Park erreichen wir in 15 Gehminuten das aufgehübschte Städtchen.  Sedona Gegen die noch immer starke Hitze wird unentwegt Wasser gesprüht.  Sedona im Nebel  Benebelt in Sedona
thatslife am 04 Okt 2013 22:17:10 Klasse, total spannend- weiter so!
thatslife
EasyAmerica am 05 Okt 2013 09:44:48 thatslife hat geschrieben:Klasse, total spannend- weiter so!
thatslife
Danke für die Reaktion. Ich dachte schon, ich wär allein im Universum. :smilingplanet:
Ganzalleinunterhalter am 05 Okt 2013 11:32:45 :daumen2: :daumen2: :daumen2: Danke fürs Mitnehmen
pipo am 05 Okt 2013 11:47:10 Liesst sich wirklich sehr Spannend zumal wir im kommenden Jahr ebenfalls solch eine Tour vorhaben.
Nur leider sind die Bilder wirklich sehr klein. Kannst Du nicht im 800x600 Format posten?
EasyAmerica am 05 Okt 2013 12:21:21 pipo hat geschrieben:Nur leider sind die Bilder wirklich sehr klein. Kannst Du nicht im 800x600 Format posten?
Das System hier hat sie so verkleinert. Sie wollen angeklickt werden, dann werden sie gaaaanz groß. :wink:
norbertgruenen am 05 Okt 2013 15:24:05 Klasse Bericht. Spannend und informativ geschrieben. Bitte weiter so. :bindafür: Wir haben 2008 eine Tour durch den Südwesten gemacht, übrigens auch mit El Monte. Da werden Erinnerungen wach.
Liebe Norbert und Beate
heidchen am 05 Okt 2013 20:15:36 Auch von mir ein dickes Dankeschön für's Mitnehmen. Regt zum Nachreisen an :ja: ... aber Eure Tornadoerlebnisse brauche ich wirklich nicht :eek: .
EasyAmerica am 05 Okt 2013 20:33:57 12. Juni 2013: Sedona, AZ - Ash Fork, AZ; 129 MeilenWir hatten überlegt, zwei Tage in Sedona zu bleiben, aber die Hitze lähmt alle Aktivitäten. Also nehmen wir wieder Fahrt auf Richtung Route 66 und landen auf einem staubigen Campground in Ash Fork. Ein schöner See in felsiger Landschaft...  Watson Lake bei Prescott, AZ ... und ein umgestürzter Truck sind die Ereignisse einer ansonsten ereignisarmen Fahrt.  Truck wird aufgerichtet. Nichts Schlimmes passiert. Die schöne Abendstimmung lassen wir uns durch den hässlichen Campground nicht verderben.  Grillen  Chillen
zeus am 05 Okt 2013 20:46:17 Route 66 - ein Traum - mein Traum. Ein sehr schöner Bericht, habe ich sehr gerne gelesen und meinen alten Traum wieder ans Licht befördert. Danke für den tollen Reisebericht. :hallo:
handyman2 am 05 Okt 2013 21:29:58 EasyAmerica hat geschrieben:thatslife hat geschrieben:Klasse, total spannend- weiter so!
thatslife
Danke für die Reaktion. Ich dachte schon, ich wär allein im Universum. :smilingplanet:
Wir verfolgen deine Berichte fast atemlos.... :-o Daher vielleicht keine schnelle Reaktionen, man möchte den Erzähler ja nicht "unterbrechen, Heinz" Wir haben für nächstes Jahr auch eine West USA-Reise gebucht, daher werden alle Amerika-Berichten ausnahmslos gelesen. Danke auch für deine schöne Foto's. M.fr. Gr. Daniël
EasyAmerica am 06 Okt 2013 17:21:05 handyman2 hat geschrieben:Wir verfolgen deine Berichte fast atemlos.... :-o
Bitte weiterathmen... :)
EasyAmerica am 06 Okt 2013 17:29:03 13. Juni 2013: Ash Fork, AZ - Laughlin, NV; 129 Meilen
Heute ist wieder Route 66 Time. Erste Station ist Seligman, wo nach deutscher Inititive der Route 66 Mytos ins Leben gerufen wurde. In Amerika war die Route 66 längst unter Asphalt begraben. Bunter Kitsch und Krempel beherrscht die Szenerie auf wenigen Hundert Metern.  Seligman, AZ  Seligman, AZ Wenige zig Meilen weiter in der Ghost Town Hackbarry: Die selben Leute, diesmal vor wirklich echtem alten Krempel.  Hackbarry, AZ In Kingman frische ich die Erinnerungen an ein Reiseerlebnis aus dem Jahre 1989 auf. Die Facebooker unter euch können es hier lesen: --> LinkDer Bahnhof ist modernisiert und nicht wieder zu erkennen. Aber die nervigen Züge mit ihren vier oder fünf den Bahnübergang freibrüllenden Loks und den ohrenbetäubend ratternden 101 Waggons gibt es immer noch.  Kingman, AZ Oatman darf auf einer Route 66 Tour natürlich nicht fehlen. Aber es ist spät geworden. Selbst die Esel sind nicht mehr da. Nur wir...  Oatman, AZ
travelrebell am 06 Okt 2013 17:51:46 danke für die Teilhabe an einer USA-Reise die auch mal etwas abseits der Hai-Lights stattfindet.
Thx dafür
meitemark am 07 Okt 2013 00:10:50 Hallo Heinz, ein schöner Reisebericht der einige Erinnerung an unsere USA-Reise 2001 zurück holt. Danke ;D
pe-100ci am 07 Okt 2013 19:07:16 Danke Heinz, super Fotos und ein schöner Reisebericht entlang der 66. LG Rudolf
EasyAmerica am 08 Okt 2013 12:57:19 14. Juni 2013: Laughlin, NV - Las Vegas, NV; 135 MeilenEigentlich gehört der Casino-Besuch ja noch ins gestrige Tagebuch, aber das bedeutsame Ereignis fand nach Mitternacht statt. :) Brigitte hatte beim Aufbruch zum Casino Sorge, dass wir das WoMo in dunkler Nacht nicht wiederfänden. Also schalteten wir die Außenbeleuchtung ein und nahmen auch noch eine gute Kopflampe mit. Als wir dann das Casino verließen, erwies sich die Sorge als völlig unbegründet. Als ob wir Nachteulen das Casino jemals im Dunklen verlassen würden...!!!  Morgenstimmung am Casino-RV-Park Jedenfalls hat sich der Besuch überaus gelohnt. Neben reichlich auf Kosten des Hauses genossenen “Cocktails” in Form von Bier, Wodka und Wodka/Cola habe ich auch noch diesen prächtigen Gewinn, den wir bis zum Schluss recht gut verteidigen.  250 $ Gewinn Nach ein paar Mützen Schlaf geht es dann zur letzten Station der WoMo-Reise nach Las Vegas. Unterwegs besichtigen wir kurz die neue Colorado-Brücke mit schönem Blick auf den Hover-Damm.  Hover Damm Der überlaufene Strip interessiert uns nicht. Uns reicht das in der Nähe des Campgrounds liegende Downtown, um ein wenig Las Vegas Atmosphäre zu schnuppern.  Downtown Las Vegas
EasyAmerica am 08 Okt 2013 13:04:43 15. Juni 2013: Las Vegas, NV; 5 MeilenÜberpünktlich geben wir das fabrikneue 22 Fuß-WoMo unbeschädigt, besenrein und aufgeräumt gegen 10:30 Uhr bei El Monte ab. Die Aufteilung war besser, als in vielen größeren WoMos. Geht doch, liebe Amis!!!  Großes Doppelbett im Heck  Bequeme Rundumsitzecke  Spüle und Herd mit Backofen. Mikrowelle ist nicht im Bild  Großer Kühlschrank mit üppigem Gefrierteil  Größter "Keller" den wir jemals hatten mit vielen Fächern und Unterteilungen Sooo, liebe Mitreisende, anschließend sind wir dann noch gut zwei Wochen mit dem Pkw unterwegs gewesen. Eine Tagebuch darüber habe ich auch, aber wir sind hier ja in einem WoMo-Forum, weshalb ich euch den Teil II erspare. Hier bin ich gerade rechtzeitig vor unserer ersten größeren WoMo-Tour in Europa fertig geworden. Heute Abend oder morgen früh geht es nach Südfrankreich und in die Toskana - falls wir es uns unterwegs nicht doch anders überlegen. :wink:
deedee am 08 Okt 2013 13:16:09 S c h a d e . . . . schon rum der trip im USA-Land .... wär gern noch weiter mitgefahren. Dann kommt heil wieder heim aus 'Europa' .... Du wirst sehen, hier ticken die Uhren viel hektischer .....
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