volki am 20 Aug 2013 18:33:52
Ist zwar hier ein bisschen OT
aber ich erzähl euch die Geschichte trotzdem.
Vor vielen Jahre waren meine Frau und ich auf einem Fischertripp durch Chile und Argentinien.
In beiden Ländern war noch Militär-Diktatur
Dank Vitamin B wurde ich als "Visitor aus der Heimat" beidseits der Genzen von Landleuten empfangen und "bemuttert"
In Chile hat man von Diktatur als Tourist nicht viel gemerkt, Mietwagen hatte aber grosses T am Heckfenster.
Wir sind ohne Probleme von Santiago bis nach PuertoMontt gefahren. Nach der Ankunft hat mich mein dortiger Gastgeber gefragt, wie es mit Kontrollen unterwegs gewesen sei.
Wir sind dann über die dort niederen Anden nach Bariloche in Argentinien. Da beganns dann.
Am Grenzübergang, an einem gottverlassen Ort, nur gerade 1 Haus, wurden wir und unsere 4-5 Mitreisende (Amis) vom dortigen Militär so richtiggehend gefilzt. Als Auflage hätten alle Touristen sich JEDEN Tag, am Morgen, auf die örtliche Polizeistation zu begeben, zweck Registrierung. Der Direktor des riesigen Nationalparkes dort, ein "Landmann", meinte dann, das würde nicht so eng gesehen, als sind wir nie auf die Polizei.
An einem Tag wollte uns ein anderen Landsmann auf seinem Boot zeigen, wie gross die Forellen im See seien, 20 KILO aufwärts !!, dazu sind wir ans untere Ende des Sees gefahren.
Schon als wir Bariloche verliessen kam der erste Checkpoint. "Habt ihr die Pässe dabei und habt ihr euch auch jeden Morgen "vorgestellt"? Als ich sagte noch nie, ist ihm der "Angstschweiss" auf die Stirne getreten, aber der Checkpoint war nicht bemannt, so sind wir durch gefahren.
Am unter Ende des Sees bildet der Seeauslauf auch die Grenze zweier Provinzen und da stand wieder so eine Art Telefonzelle in der Mitte der Brücke, diesmal aber bemannt mit 4-5 Soldaten, mit Maschinen-Pistolen im Anschlag
Mein Begleiter "Carlitos" war da aber gut bekannt, so dass wir durchgewunken wurden. Diese Boca di Limay war weltberümt für die grossen Forellen, die dort immer wieder gefangen wurden. Als wir da ein bisschen fischten, kam einer der Soldaten ans Wasser runter, zog seine Kleider aus, und wusch seine wohl einzige, Unterhose im Fluss aus.
Quintessenz:
mit Maschinenpistolen sind alle Leute stark und gross, auch wenn sie weder lesen noch schreiben können und nur eine einzige Unterhose besitzen.
Einmal gemachte "Vorschriften", noch aus der Tito-Zeit, gabs zB in Slowenien noch nach dem EU-Beitritt. Nichts "lebt" länger als Vorschriften, nur hält sie niemand ein, aber euer Aussenamt wiederholt diese wohl seit Jahrzehnten :D