anne6676 am 19 Jan 2014 12:40:58 hallo an alle Rumänienfreunde, wir möchten gerne im Mai eine Rundreise durch Rumänien unternehmen, aber nicht ohne unserem kleinen Pudel. Zuerst dachten wir an eine geführte Reise, da wir noch nie dort waren, aber durch die durchwegs positiven Reiseberichte ziehen wir doch unsere Freiheit vor. Da mich auch der total massive Auftritt von ca 15 Womo + Wohnwagen auf den CP oder Stellpl. stört. Meine Frage: Ist wirklich die rumänische Bevölkerung zum größten Teil hundefeindlich eingestellt und muss ich meinen Hund evtl. verstecken, damit der nicht eingefangen wird oder er einen Fußtritt abbekommt. Können wir entspannt Städte besichtigen oder eine Wanderung unternehmen ? Hat jemand Erfahrung gemacht mit den angeblich vielen Straßen Hunden ? Oder soll ich meinen Rumänien-individuell reisen (M.Müller Verlag) wieder zurückgeben und ein hundefreundliches Land aussuchen. Danke für Eure Hilfe freundliche anne6676
Tipsel am 19 Jan 2014 12:51:32 Ich denke es wird ein Unterschied sein, ob da ein Streuner rumläuft, oder du deinen Wuffi an der Leine hast. Dem tut keiner was.
Straßenhunde gibts auch in Italien, Spanien und Polen usw. und machen normalerweise einen Bogen um dich. Sie haben leider genug schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht und lassen sich leicht verscheuchen, wenns denn überhaupt nötig ist. Wenn du wirklich Angst um deine kleine Fellnase hast, kannst du eine Spritzflasche mit Wasser einstecken. Gibt dir Sicherheit.
Christel am 19 Jan 2014 13:13:52 Ein Problem wird es höchstens auf auf den Campingplätzen geben. Die sind fast alle nicht "dicht" gegen Besuche von streunenden Hunden. Während sie tagsüber verjagt werden, kommen sie nachts auf der Suche nach Futter. Manche Campingplätze halten eigene Hunde, die den nächtlichen Besuch vertreiben sollen. Besonders die Leute mit Zelt sind wegen der nächtlichen Schnüffelei genervt. Da müßt ihr wissen, ob euer Hund nachts ruhig schläft, wenn um das Wohnmobil ständig Hunde streifen, egal ob die Wächter oder die Futtersucher. Es ist auch in der Nacht ständig Hundegebell zu hören, mal nah mal weiter weg. Einer fängt an zu bellen und hundert Hunde geben Antwort. Was tut dann euer Hund? Will der Campingwirt den Platz Hundefrei halten, bedeutet das für den eigenen Hund Einschränkung: Er darf auch auf dem Platz nicht frei laufen und keine Duftmarken setzen, damit andere Hunde nicht angelockt werden, sagt der holländische Platzbesitzer. Dafür passen die Leute dann Tag und Nacht auf, das kein unbekannter Hund den Platz besucht. Sie haben allerdings keinen Einfluß darauf, dass der Nachbarhund im Zwinger Tag und Nacht nach Gesellschaft jault. Christel
Tipsel am 19 Jan 2014 13:16:35 Das hört sich ja heftig an. Ich glaub, das wäre kein entspannter Urlaub für mich.
anne6676 am 19 Jan 2014 15:50:00 hallo Christel, so einen ähnlichen Beitrag von Ihnen hab ich schon gelesen und bin darum auch ziemlich unsicher geworden. Anscheinend stört sich kein Urlauber und um ständiges Hundegebell, denn so kann ja niemand ob mit oder ohne Hund schlafen. Das wird so denke ich von CP zu CP verschieden sein.
Christel am 19 Jan 2014 19:02:23 Hallo Anne, als Mensch kann man sich mit den Hunden gut arangieren. Man gewöhnt sich schnell daran. Aber das Land ist mit seiner Kultur und Natur so unvergleichlich schön. Da würde ich wirklich noch viel mehr in Kauf nehmen. Eine Reise reicht eigentlich nicht. Es ist ja ein großes Land und dafür noch ganz schön weit von Deutschland weg. Siebenbürgen würde für einen Urlaub schon reichen. Die verträumten ehemaligen deutschen Dörfer mit ihren Wehrkirchen und ihrer besonderen Geschichte. Im Norden die alten Klöster mit ihren Malereien. Und überall gibt es freundliche, hilfsbereite Menschen. Sie freuen sich über jeden Touristen und winken von den Pferdewagen oder vom Straßenrand. Es ist manchmal eine Reise in die Vergangenheit, wenn man die Feldarbeit beobachtet und die alten Frauen in ihrer altäglichen Tracht sieht. Aber auch sie trägt ein Handy in ihrer Schürzentasche dabei. Bald wird sich das Bild ändern, auf den Dörfern wird gebaut was das Zeug hält. Besonders da wo die Familien der Gastarbeiter wohnen, entstehen Paläste, eine neue Sehenswürdigkeit, die sogar schon im Fremdenführer steht. Selbst die Romas leben extrem unterschiedlich. Da haben z. B. die Kalderaschs, von Beruf oft Kesselflicker oder Metallhändler, riesige Paläste und tragen farbenfrohe Kleidung, während ärmere Roma in verlassenen Häusern oder primitiven Siedlungen wohnen. Dann gibt es noch die reichen Pferdezüchter, die auf dem Land leben. Die Holländer haben schon sehr frühzeitig Hilfsaktionen gestartet, um der Landbevölkerung Arbeit und Anschluß an die Welt zu verschaffen. Sie haben Campingplätze mitten in Armengebieten errichtet. Sie sind auch heute noch unter holländischer Leitung und beschäftigen Einheimische. Da kann man dann als Tourist, wenn man den Campingplatz verlässt originales Dorfleben unter Roma oder Rumänen erleben und im Dorf einkaufen und in die örtliche Kneipe gehen. Wer Berührungsängste hat, bleibt halt auf dem Campingplatz. Dort gibt es meistens auch was zu Essen. Christel
anne6676 am 20 Jan 2014 22:17:06 hallo Christel, vielen Dank für dein ausführliches Plädoyer für dieses noch nicht sehr bekannte Reiseland. Ich werde meine Pudeldame Sophie im Auge behalten und eine 8m Leine reicht auch für ihre Bewegung. Mit Vorfreude starten wir also im Mai nach Rumänien statt wie vorgesehen nach Sardinien. Eigentlich dachte ich es antworten mir einige Womo-Hundebesitzer (von denen es ja sehr viele gibt) aber diese bleiben anscheinend in Deutschland. Wir haben vor, unseren Roller mitzunehmen und vom CP die evtl. naheliegende Stadt oder ländliche Umgebung zu erkunden. Sophie fährt da auch mit. Berührungsängste haben wir zu niemanden, aber es ist halt Neuland für uns, vielleicht Verständigungsprobleme. Meinen Mann nervt es ziemlich, wenn ich keinen CP oder Stellplatz finde. Ist das schwierig ? Vielleicht hast du noch ein paar kleine Tipps für mich. Viele Anne
sloter am 20 Jan 2014 22:39:19 Hallo Anne Hier ein CP -Führer auf Deutsch --> Link
Verratnix am 20 Jan 2014 22:48:18 Stellplätze wie wir sie kennen wirst du nicht finden. Ich weiß nicht wo du hinmöchtest, in Siebenbürgen ist es kein Problem, einfach beim Pfarrer fragen (deutschsprachig). Oft werden in den riesigen Pfarrhäusern Zimmer für Touristen vermietet, da kann man auch im Hof stehen.
Aber eigentlich überall kein Problem, selbst im Donaudelta oder am schwarzen Meer kannst du privat bei jemandem im Hof stehen für wenig Geld. Wie gesagt, man müßte wissen wo du hinmöchtest.
Christel am 21 Jan 2014 00:15:00 Den Link von den Campingplätzen haben die Holländer erstellt. Davon gibt es auch einen guten Flyer mit einer Karte an den Rezeptionen. Da sind dann die grünen Plätze alle markiert. Wir waren auf fast allen grünen Plätzen und sie sind alle in Ordnung. Die überwiegend holländischen Campingplatzbesitzer treffen sich einmal im Jahr und kennen sich dadurch alle. Man kann auf dem ersten Platz schon gleich Erkundigungen und Material einholen. Fast alle Plätze bieten Programm, wie Kutschfahrten, Besuch einer Käserei, Sonntags ins Kloster. Man kriegt Vorschläge für Tagesausflüge. Druck dir die Karte im Link aus und markiere dir die grünen Plätze, wenn du überwiegend auf Plätze mit gutem Standard willst. Wenn du zu einzelen Plätzen noch fragen hast, kann ich sie gerne beantworten. Christel
anne6676 am 23 Jan 2014 20:24:07 hallo sloter, danke für den CP-Führer link. Ich habe schon einige Landesteile ausgedruckt.
hallo verratnix, wir wohnen ja nicht weit auseinander, Mü - Holzkirchen. Ich muss erst noch eine Rundroute mit Hilfe eines guten Rumänienführers ausarbeiten, die aber nicht sehr groß ausfällt, da wir nur ca 15-16 Tage im Land unterwegs sind und keine Hetze aufkommen lassen wollen. Jedenfalls möchte mein Mann nicht in Richtung Meer sondern ins Gebirge.
liebe Christel, das mit den CP Flyern ist ein beruhigender Tipp. So ist man schon einmal fürs erste gerettet.
Vielen Dank Anne
Verratnix am 23 Jan 2014 20:33:07 Vielleicht findest du hier ein paar Anregungen. --> Link
|
|