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vor rund 4 Jahren habe ich mir bei ebay eine gebrauchte Notstrombatterie einer Schaltanlage ersteigert, das hessische EVU war der Meinung daß man bei der Netzsicherheit etwas sparen kann. Nachdem eine 60V-Batterie incl. Lade- und Überwachungseinrichtung angebote wurde wollte die keiner haben und für 1 € war ich dabei. Wei Notstrombatterien dieser Art für lange Lebensdauer ausgelegt und bestens gewartet sind, ein gründlicher Check zuhause einen guten Gesundheitszustand ergab, habe ich die Batterie von 10 x 6 V auf 5 x (2 x 6) V umgebaut und als Stromversorgung unseres Wochendhauses eingebaut
letzen Herbst konnte ich mich rund 3 Monate nicht drum kümmern, und Weihnachten war die Batterie tot: alle 30 Zellen waren trocken, NULL Säure !!!
Meine Fantasie reicht für 2 Thesen:
SELBSTMORD: die Batterie hatte mehrere Transporte hinter sich, bereits beim Umbau konnte ich Teile drin sehen, ein aktuelles Foto als Beispiel.
Möglich wäre der Schluß einer Zelle, die restlichen Zellen speisen nach und das Wasser verdampft bis die Batterie 0 V hat. Dagegen spricht daß alle Zellen leer sind. Warum tritt der Schluß erst jetzt auf? Erdbeben gabs auch keins in der Gegend
MORD: Geladen werden die Batterien mit Solarpanelen mit 44V über MPP-Regler, speziell für offene Battieren mit Gasungssteuerung ausgerüstet Falls der Regler defekt ist liegt entweder die höhere Gasungsspannung des Reglers an, oder die volle Spannung der Solarpanele, was über 3 Monate das Austrocknen aller Zellen erklären würde. Neue Batterien sind jetzt eingebaut, der Regler ist ausgetauscht und wird irgendwann überprüft
Hat jemand eine weitere These die den Ausfall erklären würde?
Egal ob Mord oder Selbstmord - nachdem die erste Zelle leer ist, ist der Stromkreis unterbrochen und in den restlichen Zellen müßte zumindest noch ein Rest Säure verbleiben. Es sei denn, die Platten stehen in allen Zellen schon im Bleischlamm.
mv4 am 09 Mär 2014 13:52:22
es gibt ja eigentlich nur die 2 Möglichkeiten ein Batterie zum Kochen zu bringen..Überladen oder internen-Kurzschluss. Wobei ich Kurzschluss schon fast ausschließe. Weil ja alle Zellen trocken liegen. Schon komisch das alle Zellen trocken sind. meistens sind es die am - pol nächst liegende.
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rs270550 am 09 Mär 2014 13:56:24
Begraben würde ich sie noch nicht, sondern einen (letzten?) Wiederbelebungsversuch starten: Batt. mehrfach ausspülen, dann neu füllen und laden. Soweit mir bekannt sind da richtig dicke Bleiplatten verbaut, da sollte doch noch genug übrig sein. Siehst Du ja beim ausspülen. Rolf
macagi am 09 Mär 2014 20:26:56
Zu wenig info für eine Analyse....
wohnwagen-otto am 10 Mär 2014 00:07:21
Für Überladen fallen mir zwei Möglichkeiten ein:
1. Sofern der Regler für 12 und/oder 24V ist: Durch falsche Anschlussreihenfolge hat der Regler ungewollt auf 24V-System umgeschaltet. Die Gefahr des ungewollten Umschaltens besteht jedesmal wieder, wenn die Batterie abgeklemmt wird, solange die Solar-Panele noch Spannung in den Regler einspeisen. Z.B. auch durch Batterietrennschalter und beleuchtete Panele.
2. Habe im letzten Jahr diesen Fehler in einem Womo gefunden: Solarladeregler kann die Ladung nicht abschalten, da er elektrisch überbrückt ist. Auffällig war: Die Solarladung hörte trotz am Solarladeregler abgeklemmter M- Leitung nicht auf.
Als Fehler stellte sich ein am Dachblech durchgescheuertes Panel-Massekabel heraus, mit vollem Kontakt zwischen Panel-Massekabel und Fahrzeugmasse. --> Volle Panelladung ging ungeregelt in die Batterie. Fehler in der Verkabelung, Regler ist i.O.
Gast am 10 Mär 2014 01:29:47
Eine Parallelschaltung von 5 Akkusätzen zu je 2 macht man eigendlich nicht, denn ständig fließen Ausgleichsströme die alle Akkus schnell verschleißen und natürlich gasen die Akkus dabei auch. Das kann die Ursache sein oder eben ein Defekt der Ladeeinrichtung ( Solarregler )
Ich hätte die beiden Akkus mittels Sicherung und Relaiskontakt auf die Sammelschiene geschaltet. Wenn keine Ladung oder Entladung stattfindet, sind die Akkus getrennt.
viking92 am 10 Mär 2014 09:54:04
Hy Klaus,
das ist bitter :? Schade um die schönen Zellen.
Tippe mal eher auf den Regler. Wenn er unkontrolliert Spannung X da durchjagt, dann kochen sie sich kpl. "kaputt".
willi_chic am 10 Mär 2014 12:11:24
Hallo,
auf der Terrasse läuft jetzt ein Dauerversuch: kleines Panel -> alter Regler -> Motorradakku, mal sehen was dabei rumkommt
- der Regler läuft auf 12/24V, daher erst mal die Batterie angeschlossen, im Original war die Batterie nie abgeklemmt - Kurzschluß a la wohnwagen-otto kann ich ausschließen - sich totgasen geht erst wenn die Spannung über etwa 14 V liegt, Ausgleichsströme tun da nichts zur Sache - Relaiskontakte im Lastkreis gefallen mir nicht weil Imax = 100 A - Batterie prinzipiell gegen Überspannung schützen (wie es die Lithiumfraktion tut) ist eine Idee, -> Spannungsüberwachung & Schütz im Ladekreis
die neuen Batterien (5 x 12 V) waren deutlich teuerer als 1 €, deshalb ist vorsichtshalber jetzt auch ein neuer Regler drin
der Wiederbelebungsversuch mit dem Ausspülen klingt gut, allerdings bin ich mir nicht im Klaren über die notwendige neue Säuredichte
erste Tests mit dem alten Regler zeigen ein normales Betriebsverhalten, Kältespray an der Temp-Komp hebt die Spannung, Kältespray am Mikroprozessor bewirkt nichts
danke & grüße klaus
gespeert am 10 Mär 2014 13:07:48
Die Ursache war, wie richtig oben erkannt, die Serien-parallelschaltung ohne Balancersystem der die Zellen überwacht. Eine der Zellen ging in die Knie (durchaus Transportschaden möglich, dieser wird entweder mechanisch verursacht, oder schlimmer, die Batterien wurden für den Transport entleert und später mit falscher Säuremischung wieder gefüllt!!), durch Ausgleichsströme kochten dann alle Batterien aus!! Klarer Fall von Mord!!!
Mit der reinen Serienschaltung und 60 V war wie früher sichergestellt, daß nur ein Strom-Zweig besteht!! Zusätzlich konnte man direkt feststellen, wenn eine Zelle tot war.
Wenn Du nun wieder diese Schaltung anwenden möchtest, entkopple die Parallelzweige mittels Dioden.
viking92 am 10 Mär 2014 13:55:31
gespeert hat geschrieben:Die Ursache war, wie richtig oben erkannt, die Serien-parallelschaltung ohne Balancersystem der die Zellen überwacht.
...und je nach Intelligenz des LG verharrt es, aufgrund des dauerhaft hohen Ladestrom, in der Hauptladephase. Und das über Wochen oder gar Monate (z.B. CTEK Geräte). Dauerhaft mit 14,* V, da wird die beste Batt. dustig :wink:
Hatte ich selber letztes Jahr an meiner Batt.-bank. Eine von Beiden defekt.....LG ging partout nicht in die Erhaltung. GSD frühzeitig erkannt.
thomas56 am 10 Mär 2014 14:48:17
mir wird schon wieder Angst und Bange wenn ich dass hier lese. Habe erstmal die Sicherung vom Solarregler gezogen, bei Sonne liegen sonst immer von neuen 14,5V an, um auf Erhaltung zu schalten langt die Zeit doch gar nicht. :eek:
viking92 am 10 Mär 2014 16:06:35
Mach Dich nicht verrückt....in der Nacht scheint keine Sonne. ...munkelt man zumindest :wink:
kintzi am 10 Mär 2014 23:22:26
Zu meinem Verständnis: Bei der wasserverdünnten Schwefelsäure kann doch nur das Wasser durch Hydrolyse entweichen, abgesehen von etwas Verdunstung. Der Schwefelsäureanteil, etwa 37% bleibt doch in den Zellen u. bleibt sicher noch mit etwas Wasser im Gleichgewicht. Richtig trocken gibt es daher nicht. Natürlich verstärkte Anreicherung v. Bleisulfat--> Batt-Tod. Liege ich richtig? Gr.R
gespeert am 12 Mär 2014 05:57:10
jein
Die Säure wird in den Platten gebunden oder freigesetzt, je nach Ladezustand. Das Wasser wird aufgespalten in Wasserstoff und Sauerstoff.
RIchtig tödlich ist es, bei unbekanntem Ladezustand bspw. für einfacheren Transport die Säure abzulassen und am Ziel mit Frischer aufzufüllen!!! Wenn man das macht, muß die Konzentration der Säure genau bekannt sein
andwein am 12 Mär 2014 13:55:05
thomas56 hat geschrieben:mir wird schon wieder Angst und Bange wenn ich dass hier lese. Habe erstmal die Sicherung vom Solarregler gezogen, bei Sonne liegen sonst immer von neuen 14,5V an, um auf Erhaltung zu schalten langt die Zeit doch gar nicht.
Meine Womos mit Solar, das 1 und 2.te mit Gel, das 3. mit AGM stehen seit 20Jahren im Freien und in der Sonne. Solar geht immer direkt auf die Batterien (Start und Aufbau) und das Messgerät zeigt zur Zeit 14,8V an den AGMs. Und ich habe in der ganzen Zeit noch keine Aufbaubatterien getauscht. Bei den Start.Batts fülle ich 1x jährlich ein bisschen Wasser nach, thats it. Andreas
willi_chic am 27 Mär 2014 17:33:16
ich hab mir die ganze Sache nochmal angesehen:
Mord scheidet aus, der Solarregler arbeitet seit 2 Wochen korrekt an einer Motorradbatterie
das Schema zeigt die ursprüngliche Verschaltung der Batterie, links oben steht die Nummer, rechts oben die jetzige Spannung, 20/10/0 steht für den Säurestand der einzelnen Zellen in Prozent. Beim Untersuchen habe ich auch das Inbetriebnahmedatum entdeckt: 11.02.98, also 16 Jahre alt
ich vermute daß einzelne Zellen einen Plattenschluß erlitten haben und damit die Spannung um 2V gesunken wäre, wenn sie nicht der restliche Verbund hoch gehalten hätte, was bedeutet daß dann ein 10V-Strang mit 12V überladen worden ist: Ergebnis ist daß deren Zellen sich totblubbern, und das Ganze sich über alle Stränge fortpflanzt
also klarer Fall von altersbedingtem Selbsmord
grüße klaus
felix52 am 27 Mär 2014 17:46:06
Requiescam in pace...... :)
a.miertsch am 27 Mär 2014 20:21:01
felix52 hat geschrieben:Requiescam in pace...... :)
Bin kein Lateiner, aber ich sage : "Amen von ganzem Herzen"! Albert
ulli55 am 28 Mär 2014 13:06:31
Moin zusammen,
wenn destilliertes Wasser kein Kostenfaktor ist würde ich est einmal alle Zellen wieder nur mit Wasser füllen denn die Säure ist ja noch drin. Dann jeweils einen 12 V Block nach dem anderen ans Ladegerät hängen und schauen ob die Zellen sich wieder bekrabbeln. Wenn Zellen mit Schluss dabei sind aussondern, die sind fertig für immer.
Vielleicht kannst du ja 6 oder sogar 8 Akkus wiederbeleben?