Sonntags in aller Frühe ging es los. Erst mal in Richtung Pfalz und weiter durch Luxemburg und Belgien. Mein Mann hatte sich tatsächlich in den Kopf gesetzt an einem Tag die Küste zu erreichen.
Haben wir dann auch geschafft. Allerdings nicht ganz ohne Schaden. Wir waren schon recht Nahe am Ziel, da kam eine Unterführung und die war 2,60 Durchfahrthöhe. Und wir waren uns nicht ganz einig ob das nun reicht oder nicht. Naja es reichte fast. Wir mussten dann feststellen, dass Metall stärker als Plastik ist und unsere Dachluke der Verlierer war. Wir blieben an einem Höhenbegrenzer vor der Unterführung hängen und konnten dann noch eine Ausfahrt nehmen.
Am frühen Abend kamen wir dann in Honfleur an. Ein wunderschön gelegener Stellplatz.
Nun konnten wir die Haube notdürftig wieder festkleben. Gut dass wir immer Panzerband dabei haben. Danach gingen wir in die Stadt.
Ein englisches Pub. Das hatten wir nicht erwartet. Passt aber hier hin.
Leider regnete es und es war auch schon dunkel. Also suchten wir nach was essbarem. Da mein Mann weder Fisch noch Muscheln mag, wurde es schwer. Dazu kamen dann auch noch unsere fast nicht vorhandenen Französischkennnisse. Naja aber wir wurschteln uns immer irgendwie durch, und so fanden wir einen Schnellimbiss (ja sehr französisch ;) ) und gönnten uns eine Portion Pommes. Danach gings zurück und ins Bett. Nach der langen Fahrt waren wir dann doch sehr müde.
Die Nacht haben wir dann trocken verbracht. Unsere Notlösung hatte gehalten. Nun wollten wir aber Honfleur auch bei Tag anschauen. Leider regnete es inzwischen aber das sollte uns nicht abhalten.
Morgens kam auch noch ein Bäcker auf den Stellplatz und wir konnten die ersten Croisants und ein Baguette kaufen. Der Bäcker meinte noch so etwas wie: „Schade dass es regnet, aber das ist halt die Normandie.“ Ein sehr netter Franzose. Hatte ich nicht erwartet, aber davon haben wir noch viele getroffen. Die Backwaren haben wir im Womo für später verstaut und gingen nochmal bei Tag in die Stadt. Auch bei Regen absolut sehenswert. Leider konnten wir die Holzkirche nur von aussen besichtigen, weil da gerade eine Trauerfeier war. Aber wir waren sicher nicht das letzte Mal dort.
Also weiter den Berg rauf, denn wir wollten doch mal das Meer sehen. Und Hurra da war es denn. Oder besser wäre es gewesen, leider war gerade Ebbe.
Also wieder runter. Inzwischen waren wir doch etwas durchnässt. Am Hafen fanden wir ein nettes Cafe. Dort genossen wir einen Milchkaffee und ein Croissant.
Danach führen wir weiter. Die Brücke der Normandie hatte es uns angetan und wir wollten die näher anschauen. Eigentlich wollten wir nur nahe dran aber irgendwie waren wir nun doch auf der Brücke und mussten drüber fahren. Ich weiss nicht mehr genau was es gekostet hat, aber es war es wert.
Wir beschlossen dann auf dem Rückweg nicht wieder drüber zu fahren sondern aussenrum. War ein sehr langer Umweg. Aber gut. Wir hatten Urlaub und daher auch Zeit. Nach ca. 2 Stunden waren wir dann wieder in Honfleur und fuhren weiter in Richtung Süden. Immer an der Küste entlang.
Nun begann die Deutsch/Englisch/Amerikanische/Französische Geschichte. Überall Panzer, Bunker und Denkmäler die dem D-Day gedachten. War ein sehr berührendes Gefühl.
Am frühen Nachmittag suchten wir uns einen Campingplatz. Was gar nicht so einfach war, da in Frankreich die Saison ja bereits zu Ende war. Aber wir hatten Glück und fanden in der Nähe von Bassin de Plaisance einen wunderschönen Platz auf einem Campingplatz. Direkt am Strand. (Sword Beach) Wir konnten die ganze Nacht auf Meer schauen. Auch kam am Abend endlich die Sonne wieder raus. So konnten wir einen schönen Spaziergang am menschenleeren Strand machen. Auch die ersten Bunker haben wir angesehen.
Tag 3. Auf zum Juno- und Goldbeach. Wieder viele Bunker und Denkmäler. Es berührt uns sehr wenn wir daran denken, dass hier so viele Menschen gestorben sind um Europa zu befreien. Weiter nach Arromanches. Die Überreste des Hafens sind schon sehr beeindruckend. Wir wollen auf jeden Fall noch runter an den Strand und das aus der Nähe anschauen. Aber erst mal die Bunkeranlage hier oben anschauen. Wieder so ein Gänsehauterlebnis. Überall Einschusslöcher und Granatenkrater. Klar ist inzwischen „Gras darüber gewachsen“, aber es macht doch alles sehr nachdenklich.
Weiter zum 360° Kino. Das ist ein absolutes Muss wenn man hier ist. Es zeigt in sehr beeindruckender Weise die Zeit um den D-Day und die Befreiung Frankreichs. Wieder Gänsehaut.
Danach runter an den Strand. Wirklich riesig diese Teile.

