SiestaDirk am 24 Mär 2014 21:27:51 Hallo zusammen,
ich hatte im Herbst plötzlich ein Problem mit dem Ford Radio 6000, es ging nach einer Weile immer von selbst aus, egal ob auf Zündstellung 1 oder auf Zündung. Ich hatte das Problem jedoch dem Radio zugeschrieben und da ich sowieso ein neues Radio wollte, habe ich jetzt ein neues Kenwood gekauft und eingebaut. Dieses sollte nicht über Zündung laufen und beim Suchen einer 12V-Dauerplusquelle ist folgendes passiert und aufgefallen:
Der Plan sah vor, am Kabelbaum des ISO-Steckers Zündplus mit Dauerplus zu versorgen, also vom gelben Kabel vom Fahrzeug kommend dann mit Y auf gelb und rot (Zündplus und Dauerplus) am Radio zu gehen.
Wir haben zunächst am Kabelbaum des Radios Dauerplus gemessen, der aber ohne Zündung merkwürdigerweise nur etwas über 7V anzeigte. Komisch, aber damit läuft natürlich auch das Radio nicht. Also mal den Zigarettenanzünder gemessen, ebenfalls nur 7,x V. Innenraumbeleuchtung ... ebenfalls nur 7,xV. Vielleicht die Batterie defekt ?!? Also im Motorraum an dem "Pin für Fremdstarthilfe" gemessen … Ergebnis 13,xV. Zudem springt der Transit ohne weiteres an - also ein Zeichen dafür, dass die Batterie grundsätzlich in Ordnung sein muss.
Wenn wir die Zündung einschalten, springt die Spannung schlagartig auf 12,xV, fällt dann aber ebenfalls kontinuierlich wieder ab, bis das Radio ausgeht. Wenn wir den Motor 10min laufen gelassen haben und ein wenig über die LiMa laden, liegt ohne Zündung auf Zündstellung 1 oder auch 0 bereits wieder eine Spannung von 9,8V am Zigarettenanzünder oder am Kabelbaum des Radios an, das Radio läuft dann auch auf Zündstellung 1 oder auch auf 0 über Dauerplus, die Spannung fällt aber nach Abstellen des Motors kontinuierlich langsam auch wieder ab. Und wenn man dann einen größeren Verbraucher einschaltet (Klima, Gebläse, Licht) ist das Radio sofort wieder aus, weil die Spannung sofort zusammenbricht. Macht man den Verbraucher wieder aus, geht das Radio wieder an. An der Batterie liegen aber nach wie vor 13,xV an.
Zusammengefasst:
Mit laufendem Motor liegt volle Spannung an und die Starterbatterie wird offensichtlich auch geladen.
Mit abgestelltem Motor fällt die Spannung an den Verbrauchern, die von der Starterbatterie gespeist werden (Zigarettenanzünder, Innenbeleuchtung etc.) kontinuierlich ab, bis die Spannung nicht mehr ausreicht, um ein Radio zu betreiben, also bis auf ca. 7V. Egal, ob auf Zündstellung 1 oder 2. Zudem wird dann auch Motor-Systemfehler angezeigt, aber mein Freund (KFZ-Meister und Dekra-Fahrzeuggutachter) sagte, das ist klar - wenn Unterspannung anliegt, kommen die ganzen Steuergeräte damit nicht mehr klar.
An der Starterbatterie liegen konstant 13,xV an. Auch dann, wenn nur noch 7V an den Verbrauchern anliegen, und der Motor springt immer einwandfrei an.
Die Aufbaubatterie bzw. die 12V-Steckdosen im Aufbau zeigen immer volle Spannung. Also liegt das Problem hier nicht vor. Ich könnte mir natürlich nun von dort umständlich 12V holen, aber damit ist das eigentliche Problem ja nicht aus der Welt - also die Unterspannung der Fahrzeugverbraucher.
Mein Freund hat keine Ahnung und so einen Fall noch nie gehabt. Hat aber von der Steuerung eines Wohnmobils keine Ahnung - wenn die denn überhaupt anders ist, denn es ist ja nur die Versorgung der Fahrzeugverbraucher betroffen, nicht der Aufbau.
HAT JEMAND EINE IDEE ??? Wir sind mehr als ratlos. Ist übrigens - falls das wichtig ist - ein Hobby Siesta Ak 650 GFLC auf Transit MK7 140PS Diesel, EZ 2010.
Danke im Voraus …
Dirk
Gast am 24 Mär 2014 21:49:26 Wo hast du bei deinen Messungen den Minuspol des Messgerätes gehabt? Du solltest ihn immer direkt an die Batterie halten. Evtl. hast du irgendwo ein Problem mit einer schlechten Masse, z.B. von der Batterie zum Chassis.
SiestaDirk am 24 Mär 2014 22:16:06 Danke für den Tipp. Wir haben direkt an den Verbrauchern gemessen, da wir sonst den Fahrersitz hätten ausbauen müssen (und es hat geregnet). Glaube aber eher nicht an ein Masseproblem, da mit laufendem Motor die Spannung ja deutlich ansteigt und dann erst langsam wieder absackt. Wäre es ein Masseproblem, müsste die niedrige Spannung doch konstant niedrig sein, oder denke ich falsch?
Ich habe aber auch eben gelesen, dass Ford zwei Starterbatterien in diesem Sitz verbaut hat. Eine "startrelevante" Batt, die ist hinten platziert, die versorgt Anlasser und Motorsteuerung und eine "nicht startrelevante", sitzt vorne und versorgt Radio, Schließanlage, Bordcomputer, Innenlicht etc.. Vielleicht ist die einfach kaputt ? Würde Sinn ergeben, da der Motor anspringt und wir vorn im Motorraum ja die volle Spannung anliegen hatten.
Werde morgen mal den Sitz ausbauen und direkt an den Batterien messen.
Die Frage die ich mir aber stelle ist, wie bekomme ich als Laie raus, ob es die Batterie oder das Ladegerät ist? Denn wenn der Motor läuft, wird die Batterie ja offensichtlich geladen. Da ich aber ja auch am "Landstrom" mit 220V hänge, bleibt die Batterie leer, sollte aber doch - wie die Starterbatterie oder die Aufbaubatterie - ebenfalls geladen werden, oder?
ahd250 am 24 Mär 2014 22:20:09 Hallo Dirk,
gerade wollte ich Dir den Tip mit der 2ten Batterie geben, da sehe ich daß Du es schon selbst rausgefunden hast. :D
In vielen modernen Fahrzeugen gibt es 2 Batterien, speziell bei Autos mit Start/Stop-Automatik. Bei einem so schnellen Spannungsabfall tippe ich auf eine defekte Batterie. Sobald er läuft geht´s ja wieder, also=> LiMa i.O.
SiestaDirk am 24 Mär 2014 22:23:28 Moin Olaf … aber warum lädt die Batterie nicht, wenn ich an 220V hänge?
rorei am 24 Mär 2014 22:26:38 SiestaDirk hat geschrieben:Da ich aber ja auch am "Landstrom" mit 220V hänge, bleibt die Batterie leer, sollte aber doch - wie die Starterbatterie oder die Aufbaubatterie - ebenfalls geladen werden, oder?
Hallo Dirk, bei mir wird standardmäßig bei Landstrom nur die Aufbaubatterie geladen ( Sparausführung ), es gibt also unterschiedliche Ausführungen. Roland
ahd250 am 24 Mär 2014 22:35:11 Hallo Dirk,
entweder siehe rorei,
oder die Leistung reicht nicht. Wie viel Ampere bringt Dein Ladegerät? Davon das meiste in die Aufbaubatterie, den Rest müssen sich die beiden anderen teilen. Was ist, wenn die defekte Batterie den Strom schneller "verbraucht" als das Ladegerät liefern kann? Die LiMa bringt vermutlich so 100 oder 120Ampere. Und Du schreibst ja daß es selbst bei laufendem Motor ein paar Minuten dauert bis die Spannung wieder bei 9-10V liegt.
SiestaDirk am 24 Mär 2014 22:51:48 Ich weiß die Leistung des Ladegerätes leider nicht.
Die Bedienungsanleitung von Hobby spricht allerdings davon, dass bei 220V Aufbau- UND Starterbatterie geladen werden, spricht allerdings auch im Singular, also nicht von einer Aufbaubatterie und ZWEI Starterbatterien. Aber dass nur die startrelevante Batterie geladen wird und die nicht startrelevante Batterie nicht, wäre doch eigentlich unlogisch, oder ?
Leider bin ich in diesen Dingen Laie. Die Frage ist, wie kann ich das herausfinden oder wo kann man mit dem Problem am besten hingehen? Ford, Hobby oder besser Bosch-Dienst?
ahd250 am 24 Mär 2014 23:20:30 Hallo Dirk,
die Batterien müssen bei Motor aus ja von ein ander getrennt sein, sonst würdest Du ja immer eine Mischung aus beiden Batterien gleichzeitig messen. Das wiederum bedeutet, wenn Dein Netzgerät beide Ford-Batterien mitladen soll müßtest Du ja 2 Trennrelais haben. Kann ich mir nicht vorstellen. Ich denke, daß es nur die Starterbatterie mit lädt. Fahr in irgendeine Werkstatt, muß kein Bosch sein, und lass die Batterie prüfen. Das sollte jede Werkstatt hinkriegen die nicht ganz hinterm Mond ist. :) Meine Meinung: 100% Batterie kaputt.
SiestaDirk am 24 Mär 2014 23:59:34 Hallo Olaf,
ich habe leider keine Ahnung, aber hier ist die ganze Geschichte:
Ich hatte im Herbst plötzlich ein Problem mit dem Ford Radio 6000, es ging nach einer kurzen Weile immer von selbst aus, egal ob auf Zündstellung 1 oder auf Zündung. Ich hatte das Problem jedoch dem Radio zugeschrieben und da ich sowieso ein neues Radio wollte, habe ich jetzt ein neues Kenwood gekauft und eingebaut. Dieses sollte nicht über Zündung laufen und beim Suchen einer 12V-Dauerplusquelle ist folgendes passiert und aufgefallen:
Der Plan sah vor, am Kabelbaum des ISO-Steckers Zündplus mit Dauerplus zu versorgen, also vom gelben Kabel vom Fahrzeug kommend dann mit Y auf gelb und rot (Zündplus und Dauerplus) am Radio zu gehen.
Wir haben zunächst am Kabelbaum des Radios Dauerplus gemessen, der aber ohne Zündung merkwürdigerweise nur etwas über 7V anzeigte. Komisch, aber damit läuft natürlich auch das Radio nicht. Also mal den Zigarettenanzünder gemessen, ebenfalls nur 7,x V. Innenraumbeleuchtung ... ebenfalls nur 7,xV. Vielleicht die Batterie defekt ?!? Also im Motorraum an dem "Pin für Fremdstarthilfe" gemessen … Ergebnis 13,xV. Zudem springt der Transit ohne weiteres an - also ein Zeichen dafür, dass die Batterie grundsätzlich in Ordnung sein muss.
Wenn wir die Zündung einschalten, springt die Spannung schlagartig auf 12,xV, fällt dann aber ebenfalls kontinuierlich wieder ab. Wenn wir den Motor 10min laufen gelassen haben und ein wenig über die LiMa laden, liegt ohne Zündung auf Zündstellung 1 oder auch 0 bereits wieder eine Spannung von 9,8V am Zigarettenanzünder oder am Kabelbaum des Radios an, das Radio läuft dann auch auf Zündstellung 1 oder auch auf 0 über Dauerplus, die Spannung fällt aber nach Abstellen des Motors kontinuierlich langsam auch wieder ab. Und wenn man dann einen größeren Verbraucher einschaltet (Klima, Gebläse, Licht) ist das Radio sofort wieder aus, weil die Spannung sofort zusammenbricht. Macht man den Verbraucher wieder aus, geht das Radio wieder an. An der Batterie gemessen im Motorraum-Pin liegen aber nach wie vor 13,xV an.
Zusammengefasst:
Mit laufendem Motor liegt volle Spannung an und die Starterbatterie wird offensichtlich auch geladen.
Mit abgestelltem Motor fällt die Spannung an den Verbrauchern, die von der Starterbatterie gespeist werden (Zigarettenanzünder, Innenbeleuchtung etc.) kontinuierlich ab, bis die Spannung nicht mehr ausreicht, um ein Radio zu betreiben, also bis auf ca. 7V. Egal, ob auf Zündstellung 1 oder 2. Zudem wird dann auch Motor-Systemfehler angezeigt, aber mein Freund (KFZ-Meister und Dekra-Fahrzeuggutachter) sagte, das ist klar - wenn Unterspannung anliegt, kommen die ganzen Steuergeräte damit nicht mehr klar.
An der Starterbatterie liegen konstant 13,xV an. Auch dann, wenn nur noch 7V an den Verbrauchern anliegen, und der Motor springt immer einwandfrei an.
Die Aufbaubatterie bzw. die 12V-Steckdosen im Aufbau zeigen immer volle Spannung. Also liegt das Problem hier nicht vor. Ich könnte mir natürlich nun von dort umständlich 12V holen, aber damit ist das eigentliche Problem ja nicht aus der Welt - also die Unterspannung der Fahrzeugverbraucher.
Mein Freund hat keine Ahnung und so einen Fall noch nie gehabt. Hat aber von der Steuerung eines Wohnmobils keine Ahnung - wenn die denn überhaupt anders ist, denn es ist ja nur die Versorgung der Fahrzeugverbraucher betroffen, nicht der Aufbau.
Nach dem Lesen des Threads hier und den Erfahrungen heute gehe ich also davon aus, dass in der Tat die Versorgungsbatterie nicht über 220v geladen wird und hinüber ist. Wahrscheinlich im letzten Urlaub über ständiges Radio hören tiefentladen, da ich dachte, dass es über Landstrom geladen wird.
SiestaDirk am 25 Mär 2014 00:11:36 Sorry, der letzte an Olaf sollte hier gar nicht hin. Bis auf den letzten Satz :-)
viking92 am 25 Mär 2014 09:39:18 SiestaDirk hat geschrieben:Ich habe aber auch eben gelesen, dass Ford zwei Starterbatterien in diesem Sitz verbaut hat. Eine "startrelevante" Batt, die ist hinten platziert, die versorgt Anlasser und Motorsteuerung und eine "nicht startrelevante", sitzt vorne und versorgt Radio, Schließanlage, Bordcomputer, Innenlicht etc.. Vielleicht ist die einfach kaputt ?
Moin Dirk, Du hast den Fehler schon selbst erkannt. Die "vordere" Batt. ist kpl. hinüber. Sobald Zündung aus, versorgt nur die "Vordere" die FORD Elektrik, so auch Dein Radio. Bei Zündung an werden beide Batt. per Trennrelais zusammengeschaltet. Daher steigt die Spannung auch wieder auf etwas über 12 V. Also: vordere Batt. entsorgen & Neue rein.....dann lüppt es wieder :wink: Die Frage ist, wie kann ich das herausfinden oder wo kann man mit dem Problem am besten hingehen
Du hast es selbst schon herausgefunden :wink: Bei Zündung aus z.B. am Zig.-anzünder messen: zeigt die vordere Batt. an. Am Starthilfekontakt (Motorraum) messen: zeigt Dir die Werte der hinteren Batt. & wird schon :wink:
SiestaDirk am 25 Mär 2014 09:44:53 Äh ... jetzt bei der Vorschau deinen Kommentar gesehen, hatte aber fast gleiches schon geschrieben :-) So .. folgendes hat die Recherche gestern Abend noch ergeben - einmal zusammengefasst und abgesehen davon, dasss die Versorgungsbatterie platt ist: Ford verbaut zwei Batterien unter dem Fahrersitz. Eine "startrelevante" Batt, die ist hinten unterm Sitz platziert, die versorgt Anlasser und Motorsteuerung und eine "nicht startrelevante", sitzt vorne unterm Sitz und versorgt Radio, Schließanlage, Bordcomputer, Innenlicht etc.. Bei Starten und Fahren werden wie beiden plusseitig zusammengeschaltet und ohne Zündung wieder mit einem Relais getrennt. Bei Landstrom werden die Aufbaubatterie und die Starterbatterie geladen, die nicht startrelevante "Versorgungsbatterie" aber leider nicht. Scheint ein bekannteres Problem zu sein. Ich bin jetzt leider elektrotechnischer Laie, wenn man aber das Ladegerät einfach so umklemmnen könnte, dass BEIDE Batterien vorne geladen würden, hätte der eine oder andere das sicher schon getan. Aber aus irgendeinem - mir (noch) nicht bekannten - Grund scheint das wohl nicht zu gehen. Mein Gedanke nach Recherche in den Foren ist jetzt eher, dass ich den eingebauten Lader umklemme, so dass anstelle der Starterbatterie bei 220V-Landstrom die nicht startrelevante Verbraucher-Batterie geladen wird. So kann ich bedenkenlos - wenn ich am 220V-Netz hänge - Radio hören. Die Starterbatterie hat bei Stillstand keine weiteren Verbraucher dran, in der kurzen Zeit wohl auch kaum Selbstentladung und wird beim Starten bzw. in Zündschalterstufe 2 plusseitig sowieso mit der (dann immer vollen) Verbraucherbatterie zusammengeschaltet und beim Fahren werden ebenfalls beide geladen. Die aktuelle Schaltung bzw. Trennung der Batterien beim Transit macht für Transporter, Handwerker usw. sicherlich Sinn, da die Starterbatterie eigentlich nicht versehentlich leergesagt werden kann. Selbst wenn man Licht und Radio anlässt, kann man bei leerer Verbraucherbatterie immer noch einwandfrei Starten. Es ist aber m.E.n. für ein Wohnmobil (bzw. für mein Verbrauchsverhalten mit kaum autarker Standzeit) sinnvoller, das interne Ladegerät an die Verbraucherbatterie zu hängen. Apropos ... wenn bei "Zündung an" die Batterien zusammengeschaltet werden, müssten doch an 220V-Landstrom auch beide geladen werden. Oder?? Dann bräuchte ich ja gar kein Ladegerät dranhängen (und den Sitz nicht ausbauen) sondern bei Anschluss an 220V einfach die Zündung anlassen .... Kann das so einfach sein?!?
viking92 am 25 Mär 2014 10:12:11 Hy Dirk,
bei unserem wird die Vordere durch den EBL mitgeladen/erhalten. Zusätzlich kann ich manuell noch einen Solarkreis aufschalten, dann wird sie richtig geladen. Hab ich bisher nur 2-3x genutzt Die Hintere habe ich mit einem CTEK Schnellanschluss versehen und aus dem Batt.-kasten rausgeführt. So kann man dann nach Bedarf mal eben ein LG anschliessen.
Bei unserem hatte sich die Vordere nach bereits 3 Jahren verabschiedet....war wohl chronisch unterladen :D
Ossobuco am 25 Mär 2014 10:33:50 SiestaDirk hat geschrieben:Apropos ... wenn bei "Zündung an" die Batterien zusammengeschaltet werden, müssten doch an 220V-Landstrom auch beide geladen werden. Oder?? Dann bräuchte ich ja gar kein Ladegerät dranhängen sondern bei Anschluss an 220V einfach die Zündung anlassen .... Kann das so einfach sein?!?
Moin, ohne den Ford jetzt genau zu kennen, vermute ich mal, dass die beiden Fahrzeugbatterien über das Trennrelais nur zusammengeschaltet werden wenn der Motor läuft (Stichwort D+) Zündung an reicht nicht. Was spricht dagegen dein Autoradio an die Aufbaubatterie zu hängen? Vermutlich ist die Kapazität deiner Aufbaubatterie wesentlich grösser als die der Autoversorgungsbatterie. Hier im Forum und auch im D;-) Forum gibt es jede Menge Anleitungen für alle möglichen Szenarios: Umschalter Zündungsplus oder Aufbaubatterie, Anschluss nach dem Hauptschalter, Steuerung per Relais etc.
andwein am 25 Mär 2014 11:03:29 Hallo SiestaDirk, das mit den verschiedenen Batterien hast du ja jetzt erkannt, nun zur Ladung. Wenn du den Sitz schon ausbaust um die "nicht startrelevante Batterie zu kontrollieren (Wasser fehlt, Wasser OK, vielleicht kaputt) kannst du auch nach der EBL-Ladeleitung Startbatt schauen. Ist meist mit einer 20A Sicherung abgesichert. Wenn du diese gefunden hast, baust du einen 20A Kippschalter in die Sitzkonsole ein. Dann kannst du manuell umschalten. Auf meiner HP ist das beschrieben (ich habe es so für meinen Ford gelöst), ich will aber nicht mehr verlinken, es könnte als "Eigeninteresse" interpretiert werden und gegen die Forumsregeln verstossen. Viel Erfolg, Andreas
viking92 am 25 Mär 2014 11:06:16 Ossobuco hat geschrieben:Moin, ohne den Ford jetzt genau zu kennen, vermute ich mal, dass die beiden Fahrzeugbatterien über das Trennrelais nur zusammengeschaltet werden wenn der Motor läuft (Stichwort D+) Zündung an reicht nicht.
Hy, es wäre sinnvoller, wenn FORD es so realisiert hätte. Es ist jedoch wirklich so, das beide Batt. zusammengeschaltet werden werden, sobald nur die Zündung an ist.
SiestaDirk am 25 Mär 2014 11:10:52 Hallo Andreas, könntest du mir den link per PN schicken bitte? ohne den Ford jetzt genau zu kennen, vermute ich mal, dass die beiden Fahrzeugbatterien über das Trennrelais nur zusammengeschaltet werden wenn der Motor läuft (Stichwort D+) Zündung an reicht nicht.
Doch reicht. Wenn man die Zündung anmacht, springt die Spannung von 7 auf 12V, d.h. beide Batterien sind zusammengeschaltet. Frage ist, ob eventuell die Ladung durch das EBL bei 220V evtl. durch ein Relais unterbrochen wird, wenn der Motor läuft? Viele wenns ... :-) Was spricht dagegen dein Autoradio an die Aufbaubatterie zu hängen? Vermutlich ist die Kapazität deiner Aufbaubatterie wesentlich grösser als die der Autoversorgungsbatterie.
Der Aufwand, das Kabel sauber zu verlegen :-) Und das Problem, dass die Versorgungsbatterie bei langen Standzeiten eben immer noch nicht geladen wird.
viking92 am 25 Mär 2014 11:20:19 SiestaDirk hat geschrieben:Frage ist, ob eventuell die Ladung durch das EBL bei 220V evtl. durch ein Relais unterbrochen wird, wenn der Motor läuft? Viele wenns ... :-)
Hy, welches Fabrikat ist bei Dir denn installiert? Der Schaudt z.B. lädt munter weiter, wenn 230 V anliegen & Motor läuft.
SiestaDirk am 25 Mär 2014 13:27:26 Ich baue heute abend den Sitz aus und schaue mal ...
SiestaDirk am 25 Mär 2014 20:07:25 So, eben mal den Sitz ausgebaut. Mann ist das kalt draussen.
Und so sieht es aus: Tatsächlich hängt nur die hintere Starterbatterie am Lader, die vordere Versorgungsbatterie wird also bei Landstrom nicht mit versorgt. Sind übrigens exakt die gleichen Batterien. Die vordere Batterie ist allerdings definitiv hinüber.
Da hat aber einer mal nicht mitgedacht !
Ich besorge also eine neue Batterie und klemme das Ladekabel an die vordere Verbraucherbatterie. So wird bei Landstrom die Entladung bei Radiobetrieb verhindert. Da die Starterbatterie ohne Zündung über das Relais plusseitig getrennt ist, wird diese auch nicht belastet. Wie im PKW auch denke ich, dass Standzeiten bis zu ein paar Wochen nichts ausmachen. Bei Starten werden die beiden Batterien sowieso zusammengeschaltet und beim Fahren geladen. Sollte die Starterbatterie mal zuwenig Saft haben, reicht ja offensichtlich auch eine volle aus. Und welche nun leer ist, ist ja egal.
Sicherheitshalber werde ich mir dann von der Starterbatterie durch den Sitzsockel ein paar Bananensteckerbuchsen (heißen die so) legen, so dass ich bei Bedarf ohne Sitzausbau die Batterie laden kann. Außerdem klemme ich einen kleinen Spannungsanzeiger mit an, dass ich die Spannung der Starterbatterie direkt ablesen kann.
Und dann kann ich endlich das Radio zu Ende einbauen! :)
Vielen Dank für eure Unterstützung!
SiestaDirk am 28 Mär 2014 23:54:10 Für alle, die vielleicht ähnliches vorhaben oder vor der gleichen Problematik stehen, ergänze ich noch, da ich heute nun doch einen Umschalter eingebaut habe. War am Ende dann alles ganz einfach:
Am roten Kabel vom Lader in der Sicherung (50A) das zur Batterie führende Kabel mit dem Umschalter verbunden und von dort aus wiederum je ein Kabel zur vorderen (Versorger)Batterie und eins zur hinteren (Starter)Batterie gelegt und mit den angelöteten Kabelaugen an die Pluspole geschraubt, jeweils nochmals abgesichert mit einer 20A-Sicherung. Das Massekabel muss man nicht verändern, da die Batterien masseseitig sowieso verbunden sind. Für den Umschalter habe ich dann ein12mm Loch in den Sitzsockel gebohrt und den Schalter an einer unauffälligen, nicht störenden Stelle angebracht.
So kann man nun bequem auswählen, welche Batterie versorgt wird, wenn man am Landstrom hängt, außerdem wird im Panel der Ladezustand der jeweils ausgewählten Batterie angezeigt. Standardmäßig habe ich nun die Versorgungsbatterie ausgewählt, um nicht noch einmal nach längerem Radiogenuss oder laden der Handys am Zigarettenanzünder mit einer platten Batterie dazustehen. Einmal den Schalter umlegen und schon wird die Starterbatterie bei Bedarf geladen.
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