als Technik-Nerd will ich von meinem Lieblingsprojekt berichten:
Eine OUYA-Spielkonsole als Multimedia-Center. Die OUYA wird von einer Tegra-CPU angetrieben, als Betriebssystem werkelt ein Android unter der Haube. Tegra-CPUs stecken in fast allen Android-basierten Tablets und Handys, sprich: super Leistung bei minimalem(!) Stromverbrauch. Für gut 100 Euro erhält man die Konsole incl. eines Gamepads, 150€ für . Die Konsole bietet alle gängigen Schnittstellen: HDMI, USB, WLAN, Bluetooth und RJ45 (Netzwerkkabel).

Was kann man damit machen?
Zunächst kann die OUYA natürlich als Spielkonsole genutzt werden – ich ääh mein Sohn können damit natürlich die Zeit bei schlechtem Wetter überbrücken.
Die Konsole bietet jedoch dank der offenen Android-Basis die Möglichkeit, beliebige Software zu installieren. Zum Multimedia-Center wird sie mittels der kostenlosen Software XMBC, einem Open-Source Medienplayer und Entertainment-Zentrale. Sprich: das Ding spielt anschließend alles (Musik, Film, TV), solange es per USB oder Netzwerk gefüttert wird.

Die Details:
Internet
Als Zugang zum Internet habe ich noch einem UMTS-Router gekauft. Hiermit wird nicht nur die Konsole sicher mit dem Internet verbunden, auch alle anderen WLAN-fähigen Komponenten können hierüber ins Netz. (eine Internetverbindung ist für die Nutzung der Konsole nicht erforderlich)
Stromversorgung
Für den Anschluss an das Bordnetz habe ich mir bei Amazon lediglich einen 08/15-Autostromadapter für Notebooks gekauft. Dank der geringen Leistungsaufnahme bleibt der Preis an dieser Stelle klein :)
Der UMTS-Router wird über einen USB-Einbausteckdose versorgt. Praktisch: So lassen sich bei Bedarf auf ohne viel Kabelsalat Handys&co laden.
Beide Komponenten sind über einen Wippschalter („ein-aus-ein“) sowohl mit dem Bordnetz als auch mit dem Solarregler verbunden - natürlich separat mittels Sicherung abgesichert.
Der Clou: bei der Solarnutzung schaltet sich automatisch morgens der UMTS-Router ein. Die Aufbaubatterie bleibt somit völlig unbelastet.
Einbau
Der Einbauplatz war schnell gefunden: Hinter dem ausziehbaren TV war noch genug Platz für alle Komponenten. Die Bedienteile sind mit Klettbändern an einem kleinen Holzsockel befestigt, die OUYA thront auf einem extra gebauten Sockel. Zusätzlich wird die Konsole von extra-stabilen Klettstreifen gehalten. (die Klettstreifen sind so stark, dass man den Sockel eigentlich nicht benötigt …)
Nach der Benutzung versenkt man den Fernseher wieder in die Mulde und schließt die Schiebetür – von Außen völlig unsichtbar.
Der Einbau war eigentlich ziemlich einfach, lediglich der verdeckte Einbau der Stromversorgung (hinter dem rechten Panel) aufgrund der beengten Situation ein wenig fummelig.

