underdog am 22 Aug 2014 18:25:42 Es lief letztens Wasser aus dem Spülenunterschrank, der Teppich war nass. Der moderne Jüngling sieht dann in den Spiegel ob die Haare noch schön sind und ruft sodann auf seinem iPhone das wohnmobilforum.de auf.
"Hilfe Hilfe, hier läuft Wasser aus was soll ich tun!"
Ich bin kein Jüngling und ich habe auch kein iPhone, ich suche selbst nach dem Fehler. Es war der Warmwasserschlauch am Küchenwasserhahn abgerutscht, ich selbst bin unschuldig, wir haben das ganze so gekauft. Den Schlauch wieder aufzuschieben und zu befestigen war nicht so wirklich das Problem, leider tropfte es danach immer noch leicht wenn die Pumpe Druck aufgebaut hat. Ein Geschirrtuch hat das aufgenommen.
Ich habe mir eine neue Küchenarmatur bestellt, leider ist die Auswahl begrenzt, weil sich der Auslauf unter einer Platte verstecken können muss. Es ist das Vollplastik-Modell London von Comet, nix dolles. Vorher war es auch drin und es hat gereicht, es wird wieder seinen Dienst verrichten.
Derzeit gibt es noch ein Problem mit den vorhanden Schläuchen weil die nur 8 mm Innendurchmesser haben, ich brauche 10 mm, der vorherige Spezialist hatte eine kräftige Wärmequelle und die dünnen Schläuche passend gemacht, die originalen Schläuche wurden wohl mal abgeschnitten und mussten dann verlängert werden, kann man machen, nur muss der Schlauchdurchmesser stimmen.
Wie auch immer, die Schläuche sind bestellt.
Meine Frage ist, ist es normal, dass der Warmwasseranschluss an der alten Armatur sich sichtbar verformt hat, so als würde er die 60-70°C Warmwasser nicht vertragen? Die letzten Tage vor dem Abrutschen des Schlauchs hatte ich auch absichtlich die 60°C Einstellung an der Trumatic eingestellt, das Abwaschen geht dann besser. Wurde so ein "Schmelzen" bereits beobachtet?
Machen kann man wenig, sollte die neue Armatur die Warmwassertemperatur auch nicht vertragen muss ich mir was einfallen lassen.
ulf8 am 22 Aug 2014 19:30:56 Ich kann mir nicht vorstellen das 70°C genügen den doch recht kompakten Kunststoff zum "schmelzen" zubringen. Ich tippe da eher auf die oben genannte Wärmequelle die eventuell eingesetzt wurde. Ich hatte bei meinem jetzigen WoMo allerdings das Problem ,das die Schläuche die direkt an der Heizung und Therme verwendet wurden bei zuviel Wärme ganz weich wurden und das WoMo unterwassergesetzt haben :( ( 3x , dann wurde das Problem von dem Händler behoben mit der Bemerkung das sind die falschen Schläuche , die sind noch nicht gewechselt worden :eek: ).
underdog am 22 Aug 2014 21:50:27 Dann kannst du es dir eben nicht vorstellen. Was bedeutet in diesem Fall "kompakt"? Die Anwärmspuren sind am Schlauch vom Kaltwasseranschluß, da habe ich den Schlauch nicht herunter bekommen. Der Warmwasseranschluß ist sozusagen zu klein geworden und darum ist der Schlauch dort abgerutscht. Es ist nur traurig dass ein Kunststoff genommen wurde der nicht richtig beständig gegen übliche Warmwassertemperaturen ist.
viking92 am 22 Aug 2014 23:15:37 underdog hat geschrieben:Meine Frage ist, ist es normal, dass der Warmwasseranschluss an der alten Armatur sich sichtbar verformt hat, so als würde er die 60-70°C Warmwasser nicht vertragen?
Hy, nein.....ist nicht normal. Es ist hier zumindest nicht vermehrt angetragen worden.
broeselmobil am 22 Aug 2014 23:48:38 Hallo, bei mir ist ein Kaltwasserschlauch direkt mit Kabelbinder an ein Heizungsrohr verlegt worden. Bei betätigen der Wasserpumpe spritzte durch ein geschmolzenes Loch Wasser auf die Elektroverteilung. Es gibt Hitze beständige Wasserschläuche. Bei Berger als Meterware und sicher auch wo anders. Seit diesem Umbau habe ich Ruhe mit geschmolzenen billig Wasserleitungen .
underdog am 23 Aug 2014 00:34:42 Das mit dem geschmolzenen Schlauch will ich gern glauben. Nur ist bei meiner Armatur kein Schlauch defekt sondern das originale Warmwasser-Anschlußteil, offenbar nur durch den Einfluß des durchfließenden Wassers.
underdog am 26 Aug 2014 18:55:21 nein.....ist nicht normal. Es ist hier zumindest nicht vermehrt angetragen worden.
Ich habe zwischendurch einen Versuch mit meinem Wasserkocher gemacht, sowohl das Anschlussteil für Kaltwasser als auch das für Warmwasser in auf 70° C erwärmtes Wasser gehängt (an einem dünnen Draht) und nach einigen Minuten herausgenommen und gedrückt, die Teile waren weich wie Kaugummi. Auch nach einem Wasserbad von 60° C war die mechanische Stabilität eingeschränkt. Vermutlich liegt es an meinem Wohnmobil welches ich vom Sozialamt habe, der ganze Plunder ist eben doch zu billig. Auch ein sehr kurzes Wasserbad von weniger als einer Minute macht die Teile weich. Ich werde die neue Armatur ungerührt wieder anschließen, wobei ich versuchen werde, mit den neuen Schläuchen möglichst wenig Kraft auf die Anschlüsse auszuüben, mal sehen wie lange das dann hält. In die alte Armatur will ich 6 * 1 mm Kupferrohre einkleben, diese Bastelei kommt dann zum Einsatz, wenn die neue Armatur wieder den Geist aufgeben sollte. Ich werde nicht auf anständig erwärmtes Abwaschwasser verzichten, ich bin aber schon etwas erschüttert, dass da ein Ding hergestellt und verkauft wird, welches die übliche Beanspruchung nicht verträgt. Hat sonst jemand einen Tipp, welche klappbare Armatur meinen Anforderungen entsprechen könnte? Wäre in diesem Fall etwas teurer auch etwas besser?
thomas56 am 26 Aug 2014 19:09:20 im Campingbereich gibt es keine besser, gibt nur teurer. :?
Wenn du auf Druckpumpe umbaust, kannst du vernünftige Armaturen aus dem Hausbereich einbauen.
underdog am 26 Aug 2014 19:21:43 Wenn du auf Druckpumpe umbaust, kannst du vernünftige Armaturen aus dem Hausbereich einbauen.
Ich kann auch was bauen was die derzeitige Pumpe steuern kann. Danke für den Hinweis. Leider gibt es in der Hausinstallation, soweit ich weiß, nichts was sich platzsparend zusammenfalten lässt, bis jetzt ist das noch Pflicht in unserem Wohnmobil, wegen der Optik in Ruhestellung/Fahrstellung. Also wäre auch eine 60 Euro Armatur nur bedingt haltbar?
viking92 am 26 Aug 2014 19:50:07 underdog hat geschrieben: Es ist das Vollplastik-Modell London von Comet, nix dolles.
Seh grade.....haben den gleichen drin. Macht, bis auf 'nen Microriss am Auslaufhahn, keine Probleme. Ist absolut dicht. Wie sagte mal 'n weiser Mann: Alles was unter "Camping" verkauft wird ist billiger überteuerter Plunder! Recht hat er :top:
thomas56 am 26 Aug 2014 21:39:15 viking92 hat geschrieben: Alles was unter "Camping" verkauft wird ist billiger überteuerter Plunder!
sehe ich auch so! :mrgreen:
andwein am 28 Aug 2014 11:43:53 Vielleicht ist auch der Warmwasser-Temperaturfühler defekt/falsch justiert???????? und das Wasser wird zu warm? Ich habe das Warmwasser im Womo noch nie gemessen, ich schätze es handmässig auf 50-60°C ein. Ich kenne aber seit über 30 Jahren keinen Wasserehahn oder Mischer, der die Wassertemperatur nicht ausgehalten hat (auch nicht in Billigmobilen) 60°C müssten alle Teile und Schläuche aushalten!! Nur meinme Meinung, Andreas
underdog am 28 Aug 2014 17:39:47 Vielleicht ist auch der Warmwasser-Temperaturfühler defekt/falsch justiert? und das Wasser wird zu warm?
Solange ich die Wassertemperatur aushalten kann ist sie nicht zu warm. Scherz beiseite, es werden wohl an die 65° C sein, es dampft jedenfalls schon. Aus wissenschaftlichen Gründen werde ich die Temperatur demnächst messen. Doch mein Versuch mit dem Wasserbad zeigt bereits Defizite bei der Festigkeit unter Wärmebelastung. Da aber sonst wohl keiner so einen lustigen Ausfall hatte, muss das an der besonderen Installation in meinem Fahrzeug gelegen haben. Es wurden von einem Künstler und Experten farblose Gardena-Gewebeschläuche mit einen Innendurchmesser von 8 mm auf die 10 mm Anschlüsse gequält, das ging nur mit Hilfe einer Lötlampe oder eines Heißluft-Gebläses. Diese Schläuche fangen auch an sich zusammenzuziehen, wenn sie wieder erwärmt werden. So kommt eins zum anderen und es wird nass. Jetzt sind professionell aussehende Schläuche (rot und blau) mit 10 mm Innendurchmesser eingebaut, alles mit Gleitmittel aufgeschoben aber ohne brachiale Gewalt. Ich beobachte das.
underdog am 30 Aug 2014 13:37:04 Zum Abschluss die gemessene Auslauftemperatur: 61 C gemessen mit einem Maschinenthermometer direkt am Glaskörper, also ohne Tauchhülse. Der neue Wasserhahn tropft wenn er normal schnell geschlossen wird, aufreizend langsames Schließen unterbindet das. Was solls.
Suse1976 am 01 Apr 2016 15:24:13 underdog hat geschrieben:Es ist das Vollplastik-Modell London von Comet, nix dolles. Vorher war es auch drin und es hat gereicht, es wird wieder seinen Dienst verrichten.
hallo, ich hab meine Armatur auch neulich tauschen müssen. Das Plastik hat sich an keiner Stelle verformt gehabt (Tauschgrund war defekter Mikroschalter). Aber eine andere Frage: die Armatur läßt sich nur sehr, sehr schwer bedienen. Die alte baugleiche Armatur war nicht so stramm. Kann man das Ventil irgendwie leichtgängiger bekommen? lg, Su.
underdog am 31 Mai 2016 20:21:06 Ich habe diesen Tröd aus einem anderen Grund gesucht und aufgerufen. Dennoch, auch wenn die Frage schon etwas länger her ist, meine Comet London Ersatz-Armatur war auch stramm, bis sie dann nicht mehr abgesperrt hat. Im Innenleben war ein O-Ring abgeschert, das habe ich repariert.
Inzwischen sind rund 1 1/2 Jahre vergangen und die im August 2014 neu eingebauten Anschlussteile haben sich ganz gepflegt verformt, was aber sehr lange nicht gestört hat.
Anfang dieser Saison hatte ich Schalterprobleme mit dieser Küchenarmatur und nahm diese daher aus dem Spülbecken heraus, um besser an den Schalter zu kommen, Kontaktspray usw.
Nach dem Einbau an die vorgesehene Stelle tropfte es dann unter der Spüle. Ich hatte eine nagelneue Reich-Armatur dabei und diese eingebaut, außer Zeitaufwand also kein weiteres Problem.
Wie schon erwähnt, die blaue und rote Anschlusstülle sind definitiv verformt und durch das Bewegen beim Aus- und Einbau dürfte sich die feine Passung geändert haben, also unrettbar undicht.
Ich habe um Erklärung bei meinem Versandhändler gebeten, dieser hat meine Mail an Comet weitergeleitet, eine Antwort steht aus. Wohlgemerkt nur um eine Erklärung, ich verlange keinen Ersatz und auch sonst nichts, ich will nur wissen ob ich blöd bin, Mischarmatur mit Warmwasser betreiben, wer tut sowas?
underdog am 09 Okt 2016 14:23:31 Inzwischen hatte ich mal nachgehakt und es gab eine Aussage des Herstellers. Die Mail bekam ich als Weiterleitung, persönlich wurde ich damit nicht bedacht. Zitat AnfangSehr geehrter Herr Name des Empfängers, um Ihre Frage und die Ihres Kunden zu beantworten verweise ich auf einen Auszug aus unserer Produktbeschreibung: Mischer LONDON. Die modernen Armaturen LONDON sind ein Blickfang in Küche und Bad. Der Auslauf kann abgeklappt werden, dadurch sind sie für Einbauhöhen unter 40 mm (Spülen mit abklappbarem Deckel) besonders geeignet. Der variable Auslauf (Brause oder Strahl und Brause) macht ihn vielseitig einsetzbar. Die Armatur ist als Mischer oder Wasserhahn lieferbar. Druckbeständig und warmwasserfest ca. 1,5 bar. Wahlweise mit Mikroschalter (3 A). Warmwasser ist erwärmtes Trinkwasser oder Betriebswasser im Temperaturbereich von üblicherweise 30 °C bis maximal 60 °C Mit freundlichen Grüßen Name des Absenders COMET-Pumpen Systemtechnik GmbH & Co. KG Industriestrasse 5 37308 Pfaffschwende Zitat EndeIch lese das so, dass ich die Armatur außerhalb der Spezifikation betrieben habe, also mein Fehler. Wie ich aber bei einer serienmäßigen Truma-Kombiheizung die Warmwassertemperatur im Heizbetrieb auf bedeutend unter 60 Grad halten soll, weiß ich nicht. Nachfolgend eine Bilderauswahl um zu zeigen worum es geht:    Wohlgemerkt, da wurde nichts mit Dampf sterilisiert, die Armatur wurde ganz normal benutzt. Und wir leben in einer Zeit wo Mieter hysterisch werden wenn sie "nur" 59,8° C an einer Zapfstelle messen. Es würden dem Endverbraucher meiner Ansicht nach auch im Wohnmobil dauerhaft 60° C als Warmwassertemperatur zustehen und die Armaturen müssten dafür gebaut sein. Nun gut, ganz offensichtlich sieht der Hersteller das anders.
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