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Gebrauchtes Wohnmobil kaufen!!!


Rudolf123 am 26 Aug 2014 18:56:34

Hallo,

wir haben vor uns ein gebrauchtes Wohnmobil zu kaufen. Preis bis 6000,- Euro. Also ein ca. 20 Jahres altes Fahrzeug ab Baujahr 19991, 75 Ps, 2-2,5 l Diesel, ca 200000 km gelaufen auf Fiat Ducato Alkoven. Mit was für Schwierigkeiten muß man rechnen? Getriebe, Kupplung, Antriebswellen ist das in dem Alter schon eine Frage? Als Aufbau ein Hymer wegen besserer Isolierung und einem lattenfreim Aufbau. Oder sind andere Hersteller vergleichbar? Was gibt es noch für Tips?????
Über Eure Erfahrung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen n Rudolf123

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Bergbewohner1 am 26 Aug 2014 19:04:42

Für dieses Geld kannst du mit allem rechnen, genau so als wenn du einen 20 Jahre alten PKW für 500 € kaufst.

underdog am 26 Aug 2014 19:16:49

Das Auto musst du mit dem Bauch und mit der Nase kaufen, beim kleinsten Zweifel sofort die Flucht ergreifen.

So ein Fahrzeug ist mehr ein Stehzeug, soll heißen, es bewegt sich doch sehr mühsam. Denke an die spezielle Schaltung, eventuell mag die nicht jeder.

Plane reichlich Geld für Nachbesserungen ein.

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wolfherm am 26 Aug 2014 19:18:44

Und nicht nur die Technik der Basis betrachten. Suche hier mal nach den Stichworten: Wasserschaden. Torf, Undichtigkeiten........

Erst dann kannst du deinen Plan richtig einschätzen und die Fehler, die man dabei machen kann.

westallgaeuer am 26 Aug 2014 19:58:32

sowas nur mit lückenloser Hystorie, frischer TÜV- und Gasprüfung!!
Wenn das passt, dann die feuchten Stellen suchen und die restliche Technik checken. Wasserhähne, Innenbeleuchtung.........
Aber prinzipell würde ich eher etwas mehr Geld ausgeben oder eventuell einen Kastenwagen in Betracht ziehen. Bei denen hat der Aufbau in der Regel keine Probleme mit Feuchtigkeit

franzos am 26 Aug 2014 20:00:46

Hallo Rudolf, so ein altes Womo ist natürlich ein Risiko, aber wenn Historie/Pflege/Wartung etc. stimmen, kann es gut gehen. Wir haben einen kleinen Alkoven von 1991, Eura 470 HS auf Mitsubishi 2,5 l//75 PS mit mittlerweile über 230.000 km, den wir als Jahreswagen aus einer Vermietflotte gekauft hatten. Bis auf normalen Verschleiß und mehrmaligem Anlasser-Defekt hatten wir nie Probleme, weder mit Motor, Getriebe, Kupplung, Batterie, Feuchtigkeit etc. (steht unter einem Carport). Alle Einrichtungen funktionieren. Verbrauch knapp 10 l Diesel/100 km, und beim letzten TÜV 10/14 ging er ohne Mängel durch. Wir gönnen ihm jedes Jahr eine Inspektion/Ölwechsel bei Mitsubishi. Allerdings muss man mit 80-90, max. 100 km/h zufrieden sein, am Berg wird er noch langsamer... Und bei heftigem (Seiten-)Wind schaukelt er ganz ordentlich. Aber insgesamt macht es Spaß! Drücke Dir die Daumen, dass Du ein ähnlich zuverlässiges Womo erwischst! franzos

Mover am 26 Aug 2014 20:38:36

Der frische TÜV-Bericht ist oft für die Füße...

underdog am 26 Aug 2014 20:55:26

Der frische TÜV-Bericht ist oft für die Füße...


Immerhin wäre der Betrieb im öffentlichen Straßenverkehr damit legal.

rolfwam am 26 Aug 2014 20:56:11

Hauptkrankheit ist das Getriebe, 5.Gang. Gibts auch hier über die Suche ne Menge zulesen zu.
Meiner ist Bj.89, TÜV jedesmal ohne Mängel. Kein Rost, der Unterboden schaut besser als bei meinem 3Jahre altem PKW.
Mit Geduld und Glück kann man sowas durchaus finden.

ubruesch am 27 Aug 2014 10:40:50

Hallo

fahre selbst einen Hymer von 1991.
Zur Basis wurde schon einiges gesagt und hängt halt von der Pflege ab die das Fahrzeug die letzten 20 Jahre bekommen hat.
Wichtig in dem Zusammenhang wäre das kein Wartungsstau entstanden ist.
Zum Aufbau.
Der gute ist in den Wänden soweit Holzfrei. Er besitzt eine Stahlrohrrahmen der mit PU ausgeschäumt ist. Außen Alu und innen 3 mm Sperrholz.
Damit hatten wir bisher keine Probleme. Es sind nur Holzeinlagen in den PU geschäumt um die verschiedenen Sachen fest zu schrauben. Hängeschränke, Leiter Außen und so weiter.

Problemstellen sind.
1. Der Boden ist nach alter Art gebaut. 3mm Sperrholz, Latten rahmen mit Styropor und innen 8mm Sperrholz. Da also genau schauen.
2. Die Rücklichter sind genau zu kontrollieren. Diese sind einfach stumpf auf die Aßenhaut gesetzt und innen mit, na ich sag mal OBO Kit abgedichtet. Die sind garantiert nicht dicht wenn die noch original sind. Dann läuft das Wasser innen auf den Boden und sickert in den Holzboden. Dem bekommt das nicht so gut wenn dieser Zustand zu lange dauert.
3. Die oberen Befestigungspunkte des Heckfahradträger neigen gerne zur Undichtigkeit. Macht sich bemerkbar wenn das Regenwasser innen an der Scheibe runter läuft. Zumindest bei meinem.
4. Beulenbildung auf der Außenhaut. Wenn du diese siehst ist das auf einer geraden Fläche erstmal kein Problem. Dort hat sich in den Jahren die Verklebung der Außenhaut auf dem PU gelöst und durch Gasung eine Beule gebildet. Diese kann man einfach von Innen mit einen Nagel beseitigen. Nagel durch das innere Sperrholz schlagen und dann vorsichtig mit der Hand durch den PU bis zur Außenhaut drücken. Nicht zu fest sonst ist man durch. Wenn du den Nagel dann raus ziehst wird es zischen und der Druck entweichen. Die Beule verschwindet mit der Zeit. Habe so nur die Großen Beulen beseitigt. Nachdem ich weiß woher sie kommen sind sie mir egal.
5. Untere Alkoven Querleiste. Diese ist in eine in den PU eingeschäumte Holzleiste geschraubt. Diese war bei mir Torf und die Leiste folgte an veschiedenen Stellen der Erdanziehungskraft. Habe dann von innen eine neue Holzleiste mit Ruderer Caravankleber in den PU eingesetzt und die Leiste neu verschraubt.
6. Die verbauten Geräte sind eigentlich auch so Dauerläufer. Wir haben unseren mit 85000km mit einem alter von 18 Jahren gekauft. Jetzt ist er im 24. Jahr und hat 168000 auf der Uhr. Alle Geräte laufen ohne Probleme.
Also einfach alle mal ausprobieren und gut.
7. Achte auf die/den Regler im Gaskasten. Wenn das Mobil 20 Jahre ist kann der Regler die 10 Jahre erreicht haben wo er getauscht werden muss. Gibt dir ein wenig Verhandlungsmasse.

Mehr fällt mir im Moment auf die schnelle nicht ein.
Klar ist das der 2,5 Sauger mit 75PS keine Rakete ist aber lasst dich nicht verunsichern. Man kommt mit ihm überall an.
Nur die kleine Maschine mit 1,9 würde ich mir nicht geben.
Für mich sind die Hymer aus den Baujahren 90 - 94 die schönsten da sie noch einen wirklichen Wiedererkennungswert haben.
Danach sahen die Hymer genau so aus wie all die anderen.

Udo

bernie8 am 27 Aug 2014 11:01:37

Hallo Rudolf,

Auch ich fahre einen 89er LMC. Wir sind mit unserem Fahrzeug zufrieden. Man muss halt in dem Alter schon was dran tun.
Hier ist es von Vorteil wenn man selbst Hand anlegen kann bzw. eine günstige Schrauberbude kennt.
Bei mir war es das erste Mobil was ich mir angesehen hab, hatte halt Glück. Ich hab aber schon für andere nach Mobilen
in dieser Preisklasse gesucht, da gibt es eine Menge Schrott.
Aufbau genau auf Feuchtigkeit checken! Beim Motor darauf achten ob und wann der Zahnriemen gewechselt wurde, ich
hatte für alle Motor Reparaturen Belege, Fahrzeug war erste Hand!
Am besten zur Besichtigung jemanden mitnehmen der sich auskennt.
Ach ja, und Umweltplakette kann man bei diesen Baujahren vergessen.
Die kleine Maschine (1,9 L / 75 PS) würde ich mir möglichst nicht antun. Such nach einem 2,5 Liter Turbo Diesel (95 PS).
Servolenkung ist auch eher selten, kann man aber mit leben!



bernie

xs650 am 27 Aug 2014 11:17:34

unser erster war ein Hymer 534B von 1986 und beim Kauf bereits 23 Jahre alt. Wir sind damit 50 Tkm durch Europa getourt und hatten jede Menge Spaß. Udo hat schon alles wesentliche Angesprochen, dann noch auf den Scheibenrahmen und die Türen unten achten. 75 PS sind hart aber geht, 95PS sind OK! Unbedingt auf den 3 und 5 Gang achten, das ist eine Fehlkonstruktion! Wenn die nicht flutschen oder Geräusche machen, wird es teuer und anstrengend, es gibt kaum noch Teile. Auf Geräusche der Radlager achten, die gibt es auch nicht mehr an jeder Straßenecke.

Matthias

Ps und ganz wichtig, noch ein paar Taler für unvorgesehenes übrig behalten, irgendwas ist immer!

ViperX am 27 Aug 2014 12:01:58

Ich habe im Frühsommer einen Bürstner T620 auf Ducato 280 2,5 Diesel 75 PS BJ1988 mit 125.000km gekauft.
Ist allerdings kein Alkoven sondern ein Teilintegrierter mit Festbett im Heck. Wenn Du nur was für zwei Personen brauchst, ist das eine gute Alternative. Unser läuft locker bis 120km/h bei 10-10,5l/100km.
Ich bin damit zuerst in die Werkstatt gefahren und habe alle Flüssigkeitsstände prüfen lassen. Dabei hat man eine neue Kerbe in den Peilstab vom Getriebe gefräst und Getriebeöl aufgefüllt. Aber die Problematik mit dem fünften Gang wurde ja bereits angesprochen. Hier unbedingt auf den Füllstand achten. Dieselfilter wurde gleich mit gemacht.
Kurze Zeit später hat sich dann die Wasserpumpe verabschiedet. Gleich mit Thermostat und Zahnriemen erneuert.
Sowas kann dir als Käufer immer passieren, deshalb immer etwas finanzielle Reserven für Reparaturen aufsparen.
Während der Probefahrt kannst Du schon viel entdecken, aber manche Dinge kommen eben erst nach einiger Zeit/längerer Strecke zum Vorschein.
Wir haben den Kauf bislang nicht bereut und freuen uns auf weitere Ausfahrten wenn nur das Wetter endlich mal mitspielt.

aus Köln
ViperX

Rudolf123 am 28 Aug 2014 19:10:06

Hallo Leute,

vielen vielen Dank für die kompetenten Informationen. Ich sehe schon das wird eine lustige Reise. Hat mir sehr geholfen und meine Ahnungen betätigt.

Liebe Rudolf

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