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Luftentfeuchtung mit Granulat Carado 449


fuchsx am 03 Jan 2015 16:14:00

Hallo Womofans,

ich meinte, dass es in meinem Wohnmobil im Winter zu feucht ist. Es war ca.

Innenraum 5 Grad 65% Luftfeuchtigkeit
Garage (nicht isoliert) 2 Grad 80% Luftfeuchtigkeit

Ich habe von humydry so 2 Boxen mit 1 Kg Granulat gekauft.

Im Innenraum scheint es was zu bringen, liege jetzt immer so im Bereich 40-50%.

Aber in der Garage tut sich nichts.

Was mich in Hinblick auf den Innenraum wundert: Dieser Beutel mit dem Granulat ist neu 1 KG schwer, jetzt ca. 1,15 KG, somit kann dieser in einer Woche nur 150 Gramm

Wasser aufgesogen sein.
Es soll sogar abtropfen können, was sind Eure Erfahrungen mit solch einer Entfeuchtung ?

In der Garage tut sich nichts, weil zu kalt ? Was meint Ihr ?

Danke ! !

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underdog am 03 Jan 2015 16:26:54

Entfeuchter im Wohnmobil scheint zu funktionieren, habe ein Produkt von UHU. Ein Beutel mit irgendwas darin der auf einer Zwischenplatte in einer Plastikbox liegt, die obere Hälfte dieser Box ist durchbrochen damit die Luft herankommt, die untere Hälfte ist geschlossen, denn nach einiger Zeit sammelt sich darin eine extrem salzige Flüssigkeit. Der Beutel wird im Laufe der Zeit immer kleiner.

Was soll der Entfeuchter in der Garage? Mit einem größeren Aufwand, mehr kg, könnte das Entfeuchten vielleicht klappen.

JackSchmidt am 03 Jan 2015 16:29:30

Hallo, hab ich auch im 449 wenn er steht. Funktioniert soweit gut.

Für die Garage ist er aber sicher nicht geeignet.

Abhängig davon welche Mauer deine Garage hat und wie dicht dein Tor ist bekommst Du literweise Wasser aus den Wänden in die Umgebungsluft.

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fuchsx am 03 Jan 2015 16:36:10

... oh, habe mich ungünstig ausgedrückt, meine die Womo - Garage !!!...also wo Grill usw. auf dem Sommer warten und nicht verschimmeln wollen !!!!...

JackSchmidt am 03 Jan 2015 16:48:48

Ja da kommt es darauf an was Du in der Garage hast. Alles was Feuchtigkeit speichern kann, wird sie auch länger wieder abgeben. Textilien usw. Das würde ich raus räumen. Dann sollte es mit dem Entfeuchter auch dort gehen.

Schau mal unter den original Gummibelag. Da ist immer Feuchtigkeit drunter. Habe ich gegen eine Vorzeltbodenboden ausgetauscht. (ist ein gummierts Netz)

Scout am 03 Jan 2015 18:20:44

fuchsx hat geschrieben:ich meinte, dass es in meinem Wohnmobil im Winter zu feucht ist. Es war ca. Innenraum 5 Grad 65% Luftfeuchtigkeit

Das ist doch OK!
Bei 5 Grad 65% relative Luftfeuchtigkeit hast Du ein sehr trockenes Wohnmobil.
Solange die relative Luftfeuchtigkeit im Inneren es Fahrzeuges gleich groß ist wie außen, gibt es keine Probleme. Das erreicht man durch gutes Lüften.

Setzt man Entfeuchter ein darf man nicht belüften. Die Luft wird dann zwar trockener das hat aber absolut keine Vorteile.
Wenn außen 100 % rel. Luftfeuchte herrschen, wie z.B. bei Nebel, kann es eventuell sinnvoll sein, aber auch nicht bei Temperaturen von 2°C.
liege jetzt immer so im Bereich 40-50%.
Dieser Beutel mit dem Granulat ist neu 1 KG schwer, jetzt ca. 1,15 KG, somit kann dieser in einer Woche nur 150 Gramm Wasser aufgesogen sein

Wenn dein Beutel die rel. Luftfeuchte bei 5°C von 65% auf 50% reduziert hat, dann hat er pro m³ Luft ca. 1,4 g Wasser aufgenommen.
Nehmen wir mal an dein Womo hat ein Volumen von 50 m³, dann wären dies 70 g Wasser. Das meiste Wasser das der Entfeuchter aufgenommen hat stammt nicht aus deinem Womo, sonder von Außerhalb.


Scout

peter6622 am 12 Okt 2020 13:24:31

Hallo Scout und Kollegen,

das Thema ob/wie sinnvoll es ist über den Winter für eine Luftentfeuchtung im Womo zu sorgen wurde ja hier recht kontrovers diskutiert...ich denke weil es ja auch immer von den genauen Umständen vor Ort abhängt...

Da ich als Neuling (habe das Womo seit knapp 2 Monaten und will es in wenigen Wochen erstmal wieder über den Winter abmelden) trotz allem noch etwas unsicher bin, schildere ich doch einfach mal die konkrete Situation bei mir:

- das Womo ist neu
- es soll ca. von Anfang Nov bis Mitte März draussen auf meinem Stellplatz stehen
- ich werde es voraussichtlich mit einer 8m Hindermann-Abdeckung für Wohnwägen von vorn und oben abdecken und nach unten hin verspannen (seitlich bleibt es also offen was mE nichts schadet bzw. positiv ist bzgl. Belüftung unter der Plane)
- der Stellplatz ist auf der Nordseite des 3 stöckigen Mehrfamilienhauses dh Morgens ggf etwas Sonne bis ca. Mittags möglich, danach Schatten, Abends wenn überhaupt ggf nur ganz wenig Sonne .
- leider ist die Gegend hier als "Nebelloch" bekannt.
- der Werkstatt-Mann vom Womohändler hat mir zu einem "Entfeuchter" während der Winterstandzeit geraten.

Nun die Fragen die mich beschäftigen:

- bringt es in meinem Fall was einen Behälter mit Granulat im Womo aufzustellen?
- Oder doch eher nicht und dafür regelmäßig lüften wenn's mal gerade nicht so nebelig ist? (wie, wann, wie oft...?)
- das mit den Polstern und Matratzen aufstellen kann wahrscheinlich nicht schaden...aber ob die Schränke auch offen stehen sollten?
- wie ist das nochmal mit der "Zwangsentlüftung"?
Ich vermute die wird's auch bei mir irgendwo geben (wüsste allerdings so spontan nicht wo genau)...also wenn ich es von Scout richtig verstanden habe, dann macht es ja wenig Sinn bei geöffneter Belüftung ein Granulat aufzustellen...
- wenn es also eh irgendeine Belüftung söffnung nach Aussen gibt die für Luftaustausch und somit ähnliche Verhältnisse aussen wie innen sorgt dann muss ich ja sicher nicht zusätzlich noch irgend ein Fenster auf "belüften" stellen, oder?

Danke für eure Ratschläge.

Scout am 12 Okt 2020 13:55:15

Für ein vernünftiges Klima im Womo sollten innerhalb und außerhalb des Campingfahrzeuges die gleichen meteorologischen Bedingungen herrschen. Dazu muss das Campingfahrzeug gut belüftet werden. Die Fenster und Dachluken sollen soweit öffnen sein, damit ein Luftaustausch stattfindet. Gutes Lüften reicht also vollkommen aus. Bei Nebel, da ist die Luft mit Wasserdampf gesättigt, kann es zu Kondenswasserbildung kommen. Bei Nebelperioden kann es daher sinnvoll sein einen Luftentfeuchter einzusetzen. Ansonsten bringt der Einsatz von Luftentfeuchtern keinen Vorteil, auch keinen Nachteil.
Hier ein Artikel zu dem Thema "Luftfeuchtigkeit im Campingfahrzeug" --> Link

Gruß
Scout

peter6622 am 12 Okt 2020 14:14:44

Scout hat geschrieben:Für ein vernünftiges Klima im Womo sollten innerhalb und außerhalb des Campingfahrzeuges die gleichen meteorologischen Bedingungen herrschen. Gutes Lüften reicht also vollkommen aus.
Gruß
Scout


Okay,
also wenn ich dich richtig verstehe würdest du im vorliegenden Fall:

- keine zusätzliche Granulattrocknung für notwendig halten
- zusätzlich zum regelmäßigen (1x wöchentlich?) kurzen querlüften (nicht gerade bei starkem Nebel) auch noch ein oder zwei Fenster auf "belüften" stehen lassen
- eine oder beide Dachlucken (unter der Plane) dauerhaft offen stehen lassen

oder aber:

- alles dicht machen und auch nicht regelmäßig lüften und dafür Granulat aufstellen

Korrekt?

peter6622 am 12 Okt 2020 15:12:31

PS.
also vom Bauchgefühl her würde ich mich ja nicht ganz so wohl fühlen über die kalte, nasse, neblige und feuchte Jahreszeit Fenster und Dachlucken des Womo's leicht geöffnet zu belassen...

Selbst wenn sich innerhalb des Womo's aufgrund der angegleichten Verhältnisse kein Kondenswasser bildet, so hätte ich es doch lieber, der nassfeuchten Aussenluft nicht noch "Tür und Tor" zu öffnen...

Also doch lieber alles zu lassen (Zwangsentlüftung???) und nur einmal wöchentlich kurz und ordentlich querlüften?

rkopka am 12 Okt 2020 15:27:20

peter6622 hat geschrieben:Selbst wenn sich innerhalb des Womo's aufgrund der angegleichten Verhältnisse kein Kondenswasser bildet, so hätte ich es doch lieber, der nassfeuchten Aussenluft nicht noch "Tür und Tor" zu öffnen...

Mit Plane habe ich keine Erfahrung, aber mein Womo steht draußen, hat ein Überwachungssystem drin und wird praktisch nie besonders belüftet, außer ich statte ihm (sehr selten) einen Besuch ab. Fenster alle zu, nur eine Dachluke mit Zwangsbelüftung. Meine Messungen (auch im Winter) zeigen nur sehr geringe Feuchtigkeit innen, auch wenn es außen sehr feucht ist. Innen folgt nur langsam den Außenverhältnissen. Bis das über ca. 55% kommt, hat sich draußen das Wetter meist schon wieder geändert.
Schränke auf und Polster etwas von der Wand weg mache ich aus Sicherheitsgründen und weil es kein Aufwand ist. Nutzt's nix, schadt's nix.

RK

Trashy am 12 Okt 2020 17:46:54

Lüften ist wichtig.

Wir hatten uns Gedanken gemacht weil unsere Garage im Winterbetrieb auf einmal immer feucht war. Der Entfeuchter muss erst richtich feucht werden bevor er entfeuchtet und Wasser abscheidet.
In der Hauptsache passiert das durch Aussenluft.
Wenn das Womo im Winter steht bringt es schon was in der leeren Garage.
Hauptsache alles dicht.

Wir haben
die Türriegel nachgebogen. Die Garagentüren schliessen nun wieder richtig.
Wir achten darauf
dass die Luftzirkulation hinter dem Bett nicht mit Kissen gestört wird. Da ist der Luftsustausch mit der Garage
Und dann
haben wir noch einen Lüfter installiert, der permanent die Heizungsabwärme aus dem Trumaraum in die Garage bläst.

Ergebnis: Deutlich bessere Luftumwälzung.
Der Boiler hat nicht mehr kochend heisses Wasser wenn er auf nebenbeiheizen steht, also ohne Vorgabe.
Nach einiger Zeit sind so 20 Grad in der Garage. Die Luftfeuchtigkeit sinkt.
Gemessen wird an der Aussenwand am entferntesten Punkt von der Truma.

Morgens wird durchgelüftet. Statt des feuchten Bodens nun zwei oder drei Tropfen. Dichtungen über den Türen sind auch trocken.

Bringt also einiges.
Testgebiet Nordnorwegen.
Bisher sind wir mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.

Scout am 12 Okt 2020 18:12:27

Hallo peter6622,
wir wohnen in der Kurpfalz ohne extreme Wetterbedingungen.
Unser Womo steht immer im Freien vor der Haustüre ohne Abdeckung.
Die Dachluken und Fenster sind auf Lüften eingestellt. Dachluken etwas geöffnet Fenster auf Lüftungsspalt eingestellt.
Das Fahrzeug hat in den 20 Jahren noch kein Trockengranulat gesehen.

Unter einer Plane Fenster öffnen? Die Plane verhindert einen notwendigen Luftaustauch.

Selbst wenn sich innerhalb des Womo's aufgrund der angegleichten Verhältnisse kein Kondenswasser bildet, so hätte ich es doch lieber, der nassfeuchten Aussenluft nicht noch "Tür und Tor" zu öffnen...

Sinkt die Temperatur verringert sich die Aufnahmefähigkeit von Wasser in der Luft. Ist das Womo dicht, also Tür und Tor verriegelt, erhöht sich innen die relative Luftfeuchtigkeit und es kann sich Kondenswasser bilden.
Ist Tür und Tor nicht verriegelt kommt es zu einem Luftaustausch, Innenluft mit einem höheren Wassergehalt transportiert das Wasser nach außen, der Wassergehalt in der Luft im Womo sinkt.
Es ist nicht kritisch wenn feuchte Luft ins Womo gelangt. Mann muss nur die Möglichkeit schaffen, dass die Luft wieder heraus kann.
Aus dem Grund lüften und nochmals Lüften.

Gruß
Scout

Trashy am 12 Okt 2020 18:59:33

So isses.
Lüften ist durch nichts zu ersetzen...
ausser durch......

peter6622 am 12 Okt 2020 19:02:45

Hallo Scout,

ich verstehe was du mir sagen willst und es leuchtet mir auch irgendwie ein...trotzdem finde ich es etwas...wie soll ich sagen..."befremdlich".

Hier bei uns im Illertal ist es besonders im Herbst und Frühjahr oft den ganzen Tag neblig, und diese feuchtigkeitsgesättigte Luft möchte ich ja nicht unbedingt im größeren Stil ins Womo reinlassen....

Ich denke die Hindermann-Abdeckung (noch habe ich keine) ist eine qualitativ hochwertige und auch atmungsaktiv.
Zudem möchte ich damit ja nur das Dach und die Kühlerhaube und Windschutzscheibe abdecken und damit gegen Witterung und auch Laub, Schmutz usw. schützen...die Seiten würden offen bleiben und somit einen Luftaustausch seitlich sowieso (wenn ich das Fenster auf Lüftungsschlitz stellen würde) aber vermutlich auch oben und unter der Plane (wenn ich zB die beiden kleinen quadratischen Dachlucken in Dusche bzw WC öffnen würde) in gewissen Maße gewährleisten, da durch die SAT-Schüssel, die den höchsten Punkt darstellt, Luft unter der Plane ist und ja seitlich auch in geringem Maße nachströmt und damit austauschen sollte...oder nicht?

Trashy am 12 Okt 2020 19:38:30

Du spannst über die Dachkanten ab.
Dann wirds wieder relativ dicht.
Einige Hersteller liefern Schaumstoffwürste mit die wie Spanten fungieren und Luft unter die Plane bringen.

tiefschneewikes am 12 Okt 2020 19:50:39

Bringt ein Luftentfeuchter wirklich was. Es gibt doch in jedem Wohnmobil eine oder mehrere Zwangsbelüftungen. Kommt da nicht ständig frische, feuchte Luft nach?

Scout am 12 Okt 2020 20:04:14

Hallo peter6622,
gegen eine Abdeckung spricht ja nichts wenn man lüften kann.
Auch nicht gegen eine Abschottung, wenn man dann einen Entfeuchter einsetzt. Nur es keine Vorteile gegenüber Lüftung.

Zur atmungsaktiven Plane zitiere ich aus --> Link
Bei der Abdeckung eines Campingfahrzeuges bringt dies keinen Vorteil.
Das atmungsaktive Prinzip funktioniert nur, wenn die eine Seite der Abdeckplane oder Kleidungsstück feucht und warm und die andere Seite kalt und trocken ist.
Am Körper funktioniert es, aber eben nicht bei der Einkapselung von Fahrzeugen.
Am Körper wird der Schweiß, Feuchtigkeit, durch das atmungsaktive Gewebe nach außen transportiert. Der Körper ist wärmer als seine Umgebung und durch den Schweiß herrscht am Körper eine hohe Feuchtigkeit. Außerhalb des atmungsaktiven Gewebes ist es kälter und trockener. Dadurch wandert die Feuchtigkeit nach außen.

Beim eingepackten Campingfahrzeug ist die Temperatur innerhalb und außerhalb gleich und bei entsprechenden Standzeiten auch weitgehend die Luftfeuchtigkeit Da kann dann keine Feuchtigkeit durch die Plane wandern. In ungünstigen Fällen schadet es mehr als es nützt. Wenn es außen warm und feucht wird und es innen noch kalt und trockener ist wandert die Feuchtigkeit der Luft von außen nach innen und erhöht innen die Luftfeuchtigkeit.


Gruß
Scout

Trashy am 12 Okt 2020 20:15:27

Hab ich auch so gelesen. Dampfdruckgefälle heisst das bei Outdoorjacken.
Ist wie Strom. Ohne Potentialunterschied fliesst keiner...

peter6622 am 12 Okt 2020 20:52:25

Okay, also was würdet ihr somit konket empfehlen?

Keine Plane kaufen und trotz häufigen Nebels Dachfenster und Seitenfenster offen lassen? Puuuhhh...
Ich möchte mir das gar nicht vorstellen wenn's mal so richtig stürmt mit Seitenwind, Regen Schnee...

Die Plane kostet ja immerhin an die 200€...sollte daher auch was bringen...und wenn nur dass Solarpanels gegen Hagel oder das schwer zu reinigenden Dach gegen Deck aller Art etwas geschützt wird...

Stimmt, ich würde in dem Fall über die Dachkante nach unten verspannen...
ohne es sicher zu wissen dachte ich eigentlich schon dass trotzdem ein wenig Seitenbelüftung unter die Plane stattfinden kann, unabhängig von der "Atmungsaktivität" der Plane selbst...

Klar, da sollte sich natürlich in keinem Fall (auch bei längerem Sonnenschein nicht) Schwitzwasser unter der Plane bilden...das wäre fatal.

Hat jetzt natürlich nichts mit Feuchtigkeit innen zu tun...

Elgeba am 12 Okt 2020 21:27:33

Mein Wohnmobil steht in einer gut durchlüfteten Garage,während der Winterpause entferne ich alle Polster und lagere sie im Haus.Ein mal pro Woche öffne ich alle Fenster und Dachluken so wie alle Schränke etc.und lasse es für eine Stunde so,danach wieder alles zu und fertig.Dir rate ich ebenfalls die Polster zu entfernen,die sind besonders anfällig für Feuchtigkeit.Zusätzlich habe ich einen Beutel mit Entfeuchtergranulat auf dem Tisch stehen.


Gruß Bernd

DieselMitch am 13 Okt 2020 09:03:02

Die Frage die sich mir früher auch mal gestellt hatte ist doch: Was soll das Entfeuchtergranulat denn bewirken?

Es zieht Wasser aus der Umgebungsluft, intelligenterweise sollte man das also in die Spüle stellen, damit das Wasser abfließen kann.
Gewollter Effekt: Die Lueftfeuchtigkeit im WoMo senken.
Aber: Was ist mit der Umgebungsluft?

Durch die Zwangsbelüftungen (Hekis etc.) und die Fahrerhauslüftung kommt immer wieder frische und feuchte Luft in das WoMo hinein, der Luftentfeuchter arbeitet also gegen "unendlich" an, der Effekt im WoMo konvergiert gegen NULL.

So in WoMo ist ja kein geschlossener Raum in welchem die Luftfeuchtigkeit wirklich(!) sinkt, wenn ich einen Entfeuchter hinein stelle, sondern eher ein offener Raum, bei dem kein großartiger Effekt auftreten KANN!

Nach diesem physikalischem Exkurs bin ich zu dem Entschluß gekommen, dass ich das Geld für einen Luftentfeuchter lieber in geistige Getränke investiere, und statt dessen lieber:
- Alle Polster hochstelle damit sie luftumspült werden (dann kann auch nix schimmeln)
- Alle Klappen und Schränke öffne, da eine Hinterlüftung zwar den Schimmel hinter(!) den Schränken aber nicht in(!) den geschlossenen (verhinderte Konvektion) Schränken verhindert
- Alle 3-4 Wochen mal kurz durchlüfte, damit die Luft im WoMo mal ausgetauscht wird. Am besten an kalten klaren Tagen, wenn die allgemeine Luftfeuchtigkeit sehr niedrig ist
- Von dem eingesparten Geld für den Luftentfeuchter mir was "nettes zu trinken" zuhause auf den Tisch stelle. :)

BTW: Bei mir ist in den letzten Jahrzehnten auf diese Art noch kein Schimmel oder Modder im WoMo resp. WoMa aufgetreten ... wenn ich mir vorstelle, was ich dabei an Geld für Luftentfeuchter gespart habe Bild

JM2C

Roller10 am 13 Okt 2020 09:30:06

DieselMitch hat geschrieben:- Alle Polster hochstelle damit sie luftumspült werden (dann kann auch nix schimmeln)
- Alle Klappen und Schränke öffnen
- Alle 3-4 Wochen mal kurz durchlüfte, damit die Luft im WoMo mal ausgetauscht wird. Am besten an kalten klaren Tagen, wenn die allgemeine Luftfeuchtigkeit sehr niedrig ist


Genau so überwinterte ich meine Wohnmobile seit 20 Jahren im Freien und hatte noch nie irgendwelche Probleme. :ja:

Gruß Rudi

Gast am 13 Okt 2020 10:58:42

DieselMitch hat geschrieben:.....
Nach diesem physikalischem Exkurs ....
- Alle Polster hochstelle damit sie luftumspült werden (dann kann auch nix schimmeln)

DieselMitch hat geschrieben:- Alle Klappen und Schränke öffne, da eine Hinterlüftung zwar den Schimmel hinter(!) den Schränken aber nicht in(!) den geschlossenen (verhinderte Konvektion) Schränken verhindert
- Alle 3-4 Wochen mal kurz durchlüfte, damit die Luft im WoMo mal ausgetauscht wird. Am besten an kalten klaren Tagen, wenn die allgemeine Luftfeuchtigkeit sehr niedrig ist

DieselMitch hat geschrieben:- Von dem eingesparten Geld für den Luftentfeuchter mir was "nettes zu trinken" zuhause auf den Tisch stelle. :)
JM2C


Die Maßnahmen sind völlig ausreichend, DENN die Innenluft sollte immer die gleiche relative Luftfeuchtigkeit haben, wie die Außenluft. Das gilt insbesondere bei Temperaturänderungen, denn kalte Luft nimmt weniger Feuchtigkeit auf als warme. Feuchtigkeitsablagerungen gibt es daher nur, wenn, z.B. das Fahrzeug kalt ist und es draußen auf einmal warm wird. Dann kondensiert die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit an den kalten Bauteilen (Warme Luft kühlt an den kalten Bauteilen ab und da kalte Luft weniger Feuchte aufnehmen kann schlägt sich diese an den kalten Bauteilen nieder) Gleicht sich die Temperatur an, verdunstet diese aber wieder. Also Polster hochstellen, Türen auf und alles ist gut.

Gruß

peter6622 am 13 Okt 2020 12:03:09

Okay, ihr habt mich überzeugt...danke für den kleinen Exkurs in Sachen Luftfeuchtigkeit.

Wenn ichs richtig verstanden habe gelangt über die (geschlossenen!?) Dachluken (=Zwangsbelüftung) beteits ausreichend Luft in den Innenraum so dass ich eigentlich nicht noch zusätzlich Fenster auf Belüftungsstellung stellen muss.
Alle 2 Wochen an kühlem, trockenem Tag mal ordentlich querlüften zum Luftaustausch ist sinnvoll.
Die Matratzen und Polster aufstellen bzw. von der Aussenwand weg und die Schranktüren offen lassen ebenso.
Das Granulat kann ich mir im Prinzip sparen... korrekt?

Dann mach ich das auch so...

Muss jetzt nur noch überlegen ob ich mir die Abdeckung zulegen soll oder nicht...wäre eine einmalige Anschaffung (ca. 180€) und würde zumindest helfen das schwerzugängliche Dach etwas zu schützen und sauber zu halten...ohne hoffentlich die Zwangsbelüftung über die Dachluken grossartig zu beeinträchtigen...dann vllt. doch zusätzlich noch ein paar Fenster auf Lüftungsstellung...

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