rinto am 25 Jan 2015 17:53:07 Unsere Old English Bulldogge ( gerade einmal 3 Jahre alt ) hat Epilepsie.
Der Verdacht bestand schon länger. Nach zwei kurz hintereinander nozwendg gewordenen Operationen ( Meniskus, Entfernung des rechten Augapfels ) ist die Krankheit nun so richtig ausgebrochen.
In den letzten Tagen hatte der arme Kerl 5 bis 6 Anfälle am Tag, die zum Teil nur einige Sekunden und maximal 1 bis 2 Minuten gedauert haben.
Medikamente haben noch nicht den erwünschten Erfolg gebracht, so dass der Tierart schon meint, man müsste - falls sich das Krankheitsbild in den nächsten 2 bis 3 Monaten nicht merklich bessert - über ein Einschläfern nachdenken.
Hat jemand von Euch bei seinem Hund Erfahrung mit Epilepsie und Ratschläge, die uns weiterhelfen könnten ?
Schon jetzt; Danke !
leoline am 25 Jan 2015 18:05:49 Ich habe zum Glück keine Erfahrung damit - aber es gibt ein spezielles Epi-Forum - da wirst du alle nötigen Infos und Hilfestellungen bekommen! Hier zum Beispiel: --> LinkAlles Gute für euch und euren Hund!
Jonah am 25 Jan 2015 18:08:45 Hallo Edgar, was sagt denn euer Züchter? Sind Geschwister eures Hundes ebenfalls betroffen? Und wieso hattet ihr schon vorher den Verdacht? Hatte euer Hund schon vorher Anfälle?
Limanda am 25 Jan 2015 18:28:16 Hallo, ja, das ist eine schlechte Diagnose. Ich hatte vor vielen Jahren eine Schäferhündin die ebenfalls epileptische Anfälle hatte. Das zog sich über einige Jahre. Zu der Zeit gab es hier bei uns noch keinen Tierheilpraktiker. Ich kann hier aus der Entfernung nicht beurteilen wie es wirklich um euren Hund steht und deshalb würde ich, wäre ich an eurer Stelle, zu einem guten THP gehen um 1. eine Zweitmeinug einzuholen und 2. zusätzlich mit alternativen Behandlungsmethoden am Tier zu arbeiten. Ich wünsche euch und insbesondere eurem Hund alles Gute!
womorentner am 25 Jan 2015 19:11:41 Hallo Edgar
Auch unsere Pudelhündin Shakira hatte vor 5 Jahren ihren ersten Epilepsianfall in Südtirol.
Wir sind damals, als wir sie wieder eingefangen hatten,was nicht einfach war, sofort zu einem Tierarzt vor Ort.
Die Ärztin hatte uns damals Stramonium D 30 verschrieben.
Wenn sich jetzt, 1 der 2 mal im Jahr ein Anfall ankündigt,bekommt sie 4-6 StramoniumD30 - Kügelchn
in die Schnauze geschoben, (wo sie sich sehr schnell Auflösen) und sie Beruhigt sich darauf hin sehr schnell wieder.
Meine Frau hat das Fläschchen immer dabei.
Womorentner
Tipsel am 25 Jan 2015 19:28:56 Unser Bruno war Epileptiker, genau wie seine Schwester auch. Er hatte aber nur 4-5 große Anfälle im Jahr, und deshalb nicht medikamentenpflichtig. Ich habs mit Umstellung auf Barf und getreidefreier Ernährung in den Griff gekriegt und es blieb dann bei 1-2 kleinen Schüttelanfällen jährlich.
Seine Schwester war viel schlimmer dran und hat zeitlebens Antiepileptika bekommen, und die Anfälle blieben beim Abstand von 4-6 Wochen, und waren auch nur noch sehr kurz und nicht mehr heftig. Manchmnal auch nur kurze Benommenheit. Allerdings hat es eine Weile gedauert, bis sie mit dem richtigen Medikament eingestellt war, also mit 2-3 Wochen Tabletten geben und hoffen, dass es passt, ists da nicht getan. Auch nicht jedes Medikament wirkt bei jeder Form der Epilepsi und ich denke, eine Tierklinik kann da sehr gut helfen, während niedergelassene Tierärzte eher für die Weiterbetreuung zuständig sind, denn sie haben oft nicht die Möglichkeiten und auch nicht die Erfahrung, den Hund richtig einzustellen. Ausnahmen bestätigen zwar die Regel, aber mir wäre eine gute Tierklinik lieber.
Es waren immer wieder Blutuntersuchungen notwendig, die Dosis wurde verändert, und irgendwann hat es gepasst und sie konnte 15 Jahre lang wunderbar damit leben.
Also nicht aufgeben, sondern eine Tierklinik mit Erfahrung suchen, damit man nichts unversucht lässt.
mk9 am 25 Jan 2015 20:06:39 Hallo Edgar,
was bei Deinem Hund hilft kann ich nicht sagen. Allerdings kann ich Dir nur den Rat geben, mit einem guten Tierarzt ( entweder eigene Praxis oder in einer Tierklinik ) nochmals über eine Behandlung sprechen.
Wir haben eine Katze, die vor Jahren von einem PKW angefahren wurde und mit einem dreifachen Kieferbruch in der Tierklinik mit Erfolg behandelt wurde.
Nach 2 Jahren traten plötzlich die epilept. Anfälle auf. In der Tierklinik sagte man uns, das dies u.U. die Spätfolgen des damaligen Unfalles sein könnten. Es wurden Tabletten des namens LUMINALETTEN 15 mg verordnet. Diese Tabletten, auch unter dem Namen FENOBARBITOL bekannt bekam unsere Katze 2 Jahre lang. Dann wurde die mg-Zahl auf 25 mg erhöht. Allerdings gibt es diese Tabletten nicht in den Tierkliniken in Deutschland, wie mir gesagt wurde.
Zum Glück wohnen wir nur 20km von der niederl. Grenze entfernt. Dort hole ich in der Stadsapotheek - örtliche Apotheke - regelmäßig diese Medikamente ab. Unsere Katze bekommt morgens und abends jeweils eine Tablette und als Belohnung noch eine Paste danach, die sie gerne mag. Es sind jetzt über 8 Jahre, dass unsere Katze die Tabletten bekommt. Natürlich nur auf Rezept des Tierarztes oder der Tierklinik. 100 Tabletten 15mg kosten in Deutschland damals 32,00 Euro während ich für 100 Tabletten in der Stärke von 25mg in VENLO / NL für 14,97 € !! bezahle.
Ganz heilbar ist die Krankheit nicht. Ebenso tritt ab und zu der Krampfanfall auf. Da hilft nur beruhigendes ansprechen und streicheln bis der Krampf nachläßt. Danach dauert es wohl noch eine halbe bis 1 Minute, bis sie wieder koordiniert gehen kann. Danach enormer Hunger, da durch den Krampfanfall enorme Kraft verloren geht. Danach ist dann wieder für eine Zeitlang Ruhe, manchmal 1 bis 2 Monate.
Häufig tritt der Anfall auf, wenn sich die Wetterlage enorm ändert ( von Hochdruck auf Tiefdruck ). Manche Menschen leiden ja auch unter Kopfschmerzen bei veränderten Wetterbedingungen. Die Tabletten LUMINALETTEN bzw. Fenobarbital werden auch Mernschen mit epil. Anfällen verordnet
Drücke Dir die Daumen, dass es bei Deinem Tier auch hilft.
vom linken Niederrhein Manfred
PS: evtl. Schreibfehler einfach ignorieren, habe meinen Text nicht noch einmal überprüft.
Ich kann nur diesen Tipp geben: beim Tierarzt des Vertrauens dies mal zu besprechen.
mk9 am 25 Jan 2015 20:40:25 Zusatzinformation zu meiner Nachricht.
Mal im Internet unter Phenobarbital bei Wikipedis nachsehen. Unter 4. Weitere Informationen ist unter Punkt 4.2. heutige Bedeutung nachzulesen:
Phenobarbital gilt - neben Kaliumbromoid- als Mittel erster Wahl bei der Behandlung von Haustieren mit Krampfanfällen
Aber wie bei jedem verordneten Medikament gilt: Nebenwirkungen. Deshalb sollte man sich auf den ärztlichen Rat verlassen und nicht alles lesen, was im Beipackzettel steht. Das ist so wie bei Aufklärung durch einen Chirurgen vor einer absolut notwendigen OP. Entweder man läßt es zu oder steigt aus :)
Ist jetzt etwas bizarr formuliert, stimmt aber zu 100%. Spreche aus eigener Erfahrung.
Was die Behandlung des Hundes betrifft: gibt doch nur eine Entscheidung .
Manfred
Limanda am 25 Jan 2015 20:41:35 Liebe Christel, vielen Dank dass du in deiner Antwort die Rohfütterung erwähnst. Diese kann einen wertvollen Beitrag bei dieser Krankheit leisten. Die Bulldogge leidet nicht nur an epileptischen Anfällen sondern auch an den Vorerkrankungen und Operationen. D.h. dass das Nervensystem sehr schwach ist. Außerdem wird durch die chemischen Medikamente die Darmfora, gelinde gesagt, sehr in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Daher habe ich geraten einen zusätzlichen Therapeuten zu Rate zu ziehen. Ich gehe davon aus dass auch eine Entgiftung durchgeführt werden muß. Medikamente oder auch Homöopatische Mittel zu empfehlen halte ich, wie so oft, für problematisch weil jede Krankheit, jeder Patient nicht vergleichbar ist. Es geht um die Bekämpfung der Krankheit und nicht um das "Herumdoktern" an Symptomen. Das kann im Zusammenspiel von Schul-und Alternativmedizin geschehen.
Tipsel am 25 Jan 2015 20:53:31 Man braucht einen Tierarzt des Vertrauens, und der bestimmt aufgrund der Diagnosestellung über die Form der Behandlung. Herumdoktern kann man bei so häufigen Anfällen nicht, denn das hat der Hund nicht verdient. Die Anfälle schlauchen gewaltig und sind kein Ponyschlecken für das arme Tier.
Lili bekam Luminal. Aber wie gesagt, es gibt unterschiedliche Arten der Epilepsie und unterschiedliche Behandlungsarten. Und was bei dem einen hilft, nützt beim anderen vielleicht nix. Aber getreidefreie Ernährung empfehlen sogar Tierärzte, die ansonsten mit Barf oder Homöopathie nix am Hut haben. Also das würde ich nebenbei auf alle Fälle ins Auge fassen.
Limanda am 25 Jan 2015 21:03:27 Da bin ich bei dir!
sini2000 am 25 Jan 2015 21:20:23 Ich kenne mich nicht aus mit dem Thema. Aber ehe ich den Hund einschläfern lassen würde, würde ich auch nochmal Rat in einer Tierklinik suchen. Du hast mir der LMU München eine hervorragende Klinik in nicht ganz so weiter Entfernung. Die haben übrigens jeden Montag eine persönliche/telefonische Epilepsie Sprechstunde, vielleicht rufst Du mal an? --> Link
eaglesandhorses am 25 Jan 2015 21:43:26 Jonah hat geschrieben:Hallo Edgar, was sagt denn euer Züchter?
Da liegt meines Erachtens ein Teil " des Hunds" begraben. Vergleichbar mit sogenannten Züchtern des Labradoodels. Nur soll hier aus einer langjährigen "Qualzucht" (English Bulldogg) ein wieder lebenstüchtiger Hund gemacht werden. Der Ansatz ist vielleicht gut, aber zum jetzigen Zeitpunkt kann da meines Erachtens sicher keiner eine ehrliche Antwort geben. Ich kann dir auch nur raten, eine adäquate Tierklinik aufzusuchen, vor allem eine, die Erfahrung mit Molossern in deren Eigenarten und Problemen hat. Bezüglich der Eurigen Rasse gibt es meines Wissens auch spezielle Foren.
rinto am 25 Jan 2015 22:22:51 Danke für die bisherigen Antworten.
Zum Züchter: Es handelte sich um enen (angeblich) renommierten Züchter aus Bayern, der sich auf die Rückzüchtung zu freiatmenden Old English Bulldogg spezialisiert hatte. Bei zwei Besuchen, bei der wir die Mutter unseres"Kleinen" Grizzly und seine Geschwister kennen lernten konnten, machte der einen guten Eindruck. Als wir allerdings einige Zeit später ( da war Grizzly noch nicht einmal ein Jahr alt ) Grauen Star auf seinem rechten Auge feststellen mussten und dies dem Züchter mitteilten, sprach er etwas von "einem schlechten" Wurf und verwies darauf, dass man dagegen "nichts machen könne".
Nachdem der Augenarzt den Zuchtverband über die Problematik bei Grizzly informiert hatte, da es sich bei seinem Grauen Star um einen Gendeffekt handelt, wurde der Züchter von der weiteren Zucht ausgeschlossen, was Grizzly allerdings auch nichts mehr hilft.
Zur Epilepsie: Bereits im Alter von ca. 1 Jahr tauchten die ersten leichten Anfälle im Abstand von mehreren Monaten auf, wurden von der damaligen Tierärztin allerdings nicht ernst genommen.
Nach der Meniskusoperation im November kam es in der Folge zu schweren Anfällen. In der Tierklinik wurde das Vorliegen von Epilepsie dann bestätigt. Seitdem erhält er Pexion, das angeblich weniger Nebenwirkungen als die bisher gebräuchlichen Epilepsiemitel aufweist.
Nachdem einen Tag vor Weihnachten sein rechter Augapfel entfernt werden musste, da dieser im Inneren "aufgeplatzt" war und Grizzly innerhalb von zwei Monaten zwei Vollnarkosen erhielt, haben sich die Anfälle drastisch erhöht. Nach Auskunft der Neurologin kann dies auf die beiden Narkosen und die damit verbundenen Belastungen zurück zu führen sein. Sollte dies der Fall sein, müssten sich nach Ansict der Tierklinik die Befunde innerhalb der nächsten 2 bis 3 Monate bessern,
Sollte dies nicht der Fall sein, ist der behandelnde Arzt ( im übrigen ein Fachmann für Molosser ) der Auffassung, dass in diesem Fall auch die Frage gestellt werden sollte, die hoffentlich vermeidbar ist.
Tipsel am 25 Jan 2015 22:45:18 Bevor diese Frage gestellt wird, würde ich eine zweite Meinung einholen.
Unser Bruno wurde wegen seiner Nierengeschichte und nach einigen Monaten täglicher Infusionen zum Sterben entlassen, und hatte dann dank Homöopathie noch 4 schöne Jahre. Er wurde 15, wie seine Schwester auch.
sini2000 am 25 Jan 2015 23:08:33 Ein Grund mehr mal in München bei den Fachleuten anzurufen und die 2. Meinung einzuholen.
Gut finde ich, dass dieser Züchter von der Zucht ausgeschlossen wurde, das hilft zwar nicht Euch und Grizzly, aber anderen Menschen und es gibt keine weiteren Hunde, die leiden müssen. Habt ihr ne Chance die Besitzer der Wurfgeschwister zu erreichen?
Jonah am 26 Jan 2015 00:18:52 Hallo, ok, wenn die ersten Anfälle bereits mit einem Jahr auftraten, dann wird es sich bei eurem Hund wohl um idiopathische Epi handeln. Das sich die Anfälle nach der OP nun häufen, finde ich nachvollziehbar. Ich drücke eurem Hund die Daumen, dass es wirklich nach 2-3 Monaten besser wird. Es dauert ja auch bis sich der Wirkstoffspiegel der Medis einstellt, das hatten die anderen ja bereits geschrieben. Gut finde ich auch, dass eure Züchter wohl keine weiteren Würfe hatten, denn ich hatte befürchtet, dass sie in den letzten drei Jahren noch weitere Epiwürfe groß gezogen haben. Meine Hündin hatte kurz vor ihrem 1. Geburtstag ihren ersten Anfall. Drei Geschwister bekamen in der Folgezeit ebenfalls Anfälle. So traurig das auch ist, aber man muss dann nicht weiter nach organischen Ursachen suchen. Meine Hündin bekam Luminal und später Kaliumbromid dazu. Das hat alles nichts geholfen. Anfangs lagen ca. 3 Wochen zwischen den Anfällen und zum Schluss waren es um die 10-20 Stück am Tag. Kurz vor ihrem 4. Geburtstag habe ich sie einschläfern lassen. Kontakt hatte ich zu Dr. Tipold in Hannover, Dr. Kornberg in Trier und Dr. Jurina in München. Dr. Jurina hatte mir noch gesagt, dass Hunde nach einem Anfall oft für 1-2 Tage blind werden, das war bei meiner Hündin so und ich kann dir nur empfehlen deinen Hund nach einem Anfall draußen anzuleinen. Im Endeffekt konnte mir keiner der Neurologen groß Hoffnung machen, gerade bei großen Hunden ist die Erfolgsquote mit Medikamenten nicht sehr hoch. Aber das mag bei euch ja anders aussehen. Dr. Jurina hatte mir damals diesen Link geschickt, falls du ihn noch nicht kennst, dann lohnt es sich dort reinzusehen um dir einen Überblick zu verschaffen. --> Link
Gast am 26 Jan 2015 12:38:13 Moin, hört sich zwar jetzt blöd an, was ich schreibe, aber, wir hatten auch eine Epilepsie geplagte Zwergschnauzerhündin, die damit allerdings fast 17 Jahre alt geworden ist. Es hat mir natürlich auch Gedanken gemacht, was er Auslöser für die Anfälle war. Sonstige Krankheiten, oder Gebrechen hatte sie bis kurz vor ihrem Ableben keine. Da aber bekannt ist, das z.B. Lichtreize, wie schnelle Bildfolgen im Fernseher, blinkende LED-Beleuchtung, oder sonstige Reizüberflutungen ein Auslöser sein kann und die meisten Hunde ja nah bei ihren Herrchen/Frauchen sind, beim Fernseh gucken, würde ich das mal beobachten. Vielleicht kommt das ja an einer Stelle im Haus besonders oft vor an dem solche Reizüberflutungen möglich sind.
Bergbewohner1 am 26 Jan 2015 18:42:57 Wit hatten vor Jahren einen Leonberger aus Bayern, der arme Kerl hatte fürchterliche E-Anfälle und war dann für einige Stunden vollkommern oientierungslos. es hatte kein Medikament so richtig geholfen, bis eine Tierärztin uns den Tipp gab, kein Fertigfutter mehr, ist zu viel Eiweiß drin und andere Putschmittel. Wir haben dann auf "Wolfernährung" -natürliche- umgestellt, dann ging es ihm besser, aber auch nicht mehr lange, er erlag dann seinen geschädigten Organen unter zu Hilfe der T-Ärztin.
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