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nun war ich ja ein paar Tage beim Skilanglaufen unter anderem auf dem Leutascher Camping Tirol, Platzteil C mit Strompauschale 4 € am Tag, was ich nach den bezahlten 80 Cent je kWh in Seefeld richtig fair fand.
Wir haben um die 10 KW am Tag verbrannt.
Am zweiten Tag bemerkten wir einen leichten "elektrischen" Duft im Wohnmobil. Die Duftnote konnte durch Umschalten des Ladegerätes, Zuheitzers und Kühlschranks variiert werden. Oberhalb von 300 Watt war der Duft zu riechen, konnte aber nicht endgültig lokalisiert werden.
Beim Abbau am Dienstag fand ich dann den Verursacher: Ein Pol der CEE Einspeiung war in der Kupplung des Landstrom-Kabels festgebacken und blieb beim abstecken gleich in der Kupplung. Zum Glück widerstand ich dem ersten Reflex den Stift mit den Fingern aus der Kupplung zu ziehen und steckte erst den Stecker aus der Stromsäule. Grund des Problems: Drähte waren ohne Hülse verdreht in den Anschlüssen eingeklemmt. Klar, hält nicht auf Dauer ... und war so ziemlich die einzige Klemmstelle die ich beim Umbauen noch nicht kontrolliert habe.
Mein Überlebens-Chance in einer eiskalten Pfütze stehend wären 50% gewesen! 8)
Hier nun die Dose:
Neue Dose mit gleichen Einbaumassen habe ich eben über die Bucht geordert.
Mein Frage noch an die erfahrenen Spezialisten: Ist das Sikaflex® -221 das Richtige um die Dose einzudichten? --> Link
nein, kein Sikaflex die Dose bekommst du sonst nur mühsam wieder raus. Für alles verschraubte nehm Dekalin.
Gast am 18 Feb 2015 18:15:59
mantishrimp hat geschrieben:Hallo,
nein, kein Sikaflex die Dose bekommst du sonst nur mühsam wieder raus. Für alles verschraubte nehm Dekalin.
Auch nicht das Sikaflex 221, (klar, nicht das 521)? Es ist kein Kleber ...
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silent1 am 18 Feb 2015 18:19:07
KudlWackerl hat geschrieben:Grund des Problems: Drähte waren ohne Hülse verdreht in den Anschlüssen eingeklemmt. Klar, hält nicht auf Dauer ... und war so ziemlich die einzige Klemmstelle die ich beim Umbauen noch nicht kontrolliert habe.
Verstehe ich das richtig? Das Kabel war nicht fest genug verklemmt (wackler) und deshalb zu heiß geworden? :eek:
bert am 18 Feb 2015 18:30:11
Nee, das Kabel war ohne Aderendhülsen angeklemmt. Somit wird irgendwann der Übergangswiderstand höher.
Das Sika würde ich nicht nehmen, denn im Datenblatt steht Überlackierbar und Schleifbar. Wohl dann doch eher Klebe als Dichtbasis.
bert
mantishrimp am 18 Feb 2015 18:33:09
KudlWackerl hat geschrieben:Es ist kein Kleber ...
Es hat aber trotzdem an der Stelle nix zu suchen :-)
Altmaerker39638 am 18 Feb 2015 19:09:47
Halo, ich nehme für so etwas immer Dekalin. Schau hier mal: --> Link Es soll ja nur dichten und im Bedarfsfall auch gute wieder lösbar sein. Joachim
Altmaerker39638 am 18 Feb 2015 19:13:48
bert hat geschrieben:Nee, das Kabel war ohne Aderendhülsen angeklemmt. Somit wird irgendwann der Übergangswiderstand höher.bert
Wenn die Ader des Kabels ordentlich angeschraubt war, ist es eigentlich egal, ob mit oder ohne, geklemmt wurde. Für mich stellt sich die Frage was für Belastung war am Anschluß ??
rainerbo am 18 Feb 2015 19:22:18
Ob nur geklemmt, oder mit Aderendhülse ist nicht egal. Es dürfen, gemäß einschhlägigen Vorschriften, keine Litzen ohne Aderendhülsen verschraubt werden. Und einen Grund wird das sicherlich haben.
Rainer
Gast am 18 Feb 2015 19:54:51
Das kann ich euch gerne erklären: der Laie verdreht die Adern ein wenig um in die Klemme einzuführen und schraubt dann fest. Die Adern schlüpfen unter der Schraube weg, durch das Drehmoment wird es nicht schlimmer. Die Kupferdrähte oxidieren, es wird warm, es wird schlimmer usw. usw.
Deshalb muss man die Adern-Enthüllen benutzen und fest anziehen.
Liebe , Alf
silent1 am 18 Feb 2015 20:03:07
Danke für die Erläuterung Alf
thomas56 am 18 Feb 2015 20:10:33
Moin, braucht man für Endhülsen eine extra Quetschzange?
Gast am 18 Feb 2015 20:15:49
Nein aber den passenden Querschnitt wählen.
VG Petri
Gast am 18 Feb 2015 20:17:44
Quetschzange ist anzuwenden bei Kabelsteckschuh etc.
VG Petri
thomas56 am 18 Feb 2015 20:19:58
Und wodurch wird das Kabel gehalten?
mk9 am 18 Feb 2015 20:31:27
Sinnvoll wäre schon eine Crimp-Zange, nicht die Quetschzange die man für die isolierten Stecker benutzt ( gehören in die Tonne ).
Manfred
Ganzalleinunterhalter am 18 Feb 2015 21:20:56
mk9 hat geschrieben:Sinnvoll wäre schon eine Crimp-Zange, nicht die Quetschzange die man für die isolierten Stecker benutzt ( gehören in die Tonne ).
Manfred
Hab mir so eine mit wechselbaren Einsätzen gegönnt Amazon Link
Gast am 18 Feb 2015 21:26:47
Schaut brauchbar aus.
Mitleser2 am 18 Feb 2015 22:05:37
thomas56 hat geschrieben:Und wodurch wird das Kabel gehalten?
...--> Link und für Aderendhülsen!!! Auch dies müssen laut VDE verpresst werden. Es gibt allerdings auch Klemmen, da darf ich laut VDE-Vorschrift die Adern ohne Aderendhülse einführen und klemmen oder verschrauben. Beispiel für eine solche Zange, gibt es auch von Knipex.... --> Link
Mfg F.
Menkehorstbecker am 18 Feb 2015 22:16:35
Hallo, einige Vorschläge zur Sicherheit (soll keine Besserwisserei sein, aber ich finde hier einige Diskussionspunkte etwas abenteuerlich):
Beim Umgang mit Kabeln immer darauf achten, dass das Kabel spannungsfrei ist. Wer weiß denn schon sicher, ob denn die Isolierung (oder wie hier der Stecker) noch einwandfrei ist. Und der Erdboden, auf dem man steht, ist häufig auch noch feucht. Beste Voraussetzungen für einen lebensgefährlichen Stromschlag. Einem Bekannten aus meinem Heimatort hat das vor Jahren das Leben gekostet, als er das eingesteckte Kabel vom Rasenmäher aufwickeln wollte.
Elektroinstallationsmaterial sollte auch für den Wohnwagen- und Reisemobilbereich immer aus seriösen Quellen von verlässlichen Herstellern bezogen werden, schützt Leben und Eigentum.
Desweiteren ist die notwendige Fachkunde unabdingbar. Wenn ich mir schon Tipps aus dem Internet holen muss, sollte ich die Finger von all diesen Bastelversuchen lassen. Es wird nicht nur das eigene, sondern auch das Leben von anderen gefährdet.
Viele Thomas
Gast am 18 Feb 2015 22:20:00
Was genau meinst du mit abenteuerlich?
Gast am 18 Feb 2015 22:24:54
Thomas fragt:
braucht man für Endhülsen eine extra Quetschzange?
Na klar, nur weil eine Womo- Bastler mal einen Stecker anschließen möchte schafft er gleich jede Menge Spezialwerkzeug an. Wenn schon konsequent, dann als Laie bitte ganz die Finger davon lassen.
Ansonsten kann man die Aderendhülsen auch mit Spiztfindigkeiten, hoppla, Spitzzange anpressen. Muß selbstverständlich ein Bedienungsnachweis dafür vorliegen.
VG Petri
PittiC am 19 Feb 2015 01:33:21
rainerbo hat geschrieben:Ob nur geklemmt, oder mit Aderendhülse ist nicht egal. Es dürfen, gemäß einschhlägigen Vorschriften, keine Litzen ohne Aderendhülsen verschraubt werden. Und einen Grund wird das sicherlich haben.
Rainer
Nur wenn eine Schraube direkt die Leitung klemmt ist eine AEH vorgeschrieben. Wenn die Schraube eine Platte gegen die Leitung klemmt nicht.
kintzi am 19 Feb 2015 02:33:52
Vorschriftsmäßig klemmen /crimpen ist klar, jedoch muß das mit entsprechenden Druck geschehen, der so hoch ist, daß die Metalle "fast verschweißen". Das schafft man mit einer einfachen Zange nicht, muß schon eine Übersetzung haben. Profizangen (Knipex etc) können aber einige 100€ kosten. Ohne Ü-setzung ist oft die Verbindung schlecht, in solchen Fällen, so man nichts anderes hat , hilft Verzinnen oder Löten , obwohl nicht lege artis. Mate-N-Lok kokeln ab Werk u. 20A gern (Calira). Löten hat bei mir seit 6 Jahren geholfen. Gr. Richi
Gast am 19 Feb 2015 09:05:53
Nachlöten, also nach dem crimpen mit Lötzinn die crimpstelle fluten hilft bei den üblichen Baumarkt Crimpsteckern die leitende Verbindung zu verbessern. Das mache ich auch und schrumpfe dann noch Schlauch als mechanischen Schutz und zur Isolierung nach aussen über.
Bei Adernendhülsen darfst du nicht löten. Dort muss die leitende Verbindung durch die Kraft der Schraubklemme geschehen. Lötzinn ist zu weich, fliesst unter der Klemme weg. Sobald die Verbindung geschwächt ist und sich durch Strom erwärmt, verschwindet das Lot in den Adern und die Klemmverbindung ist gelöst.
Liebe , Alf
Frostnase am 19 Feb 2015 09:36:29
Im KFZ-Bereich bitte nicht löten - solange es nicht davon fliest (wie vom Vorposter beschrieben) macht es die Litzen an der Lötstelle hart und dann kann das ganze bei Vibrationen brechen!
Frostnase am 19 Feb 2015 09:37:54
Btw: Wenn der Stecker so aussieht, wie sieht denn dann das Kabel im WoMo aus? Das ist auf den ersten cm bestimmt auch schon ausgeglüht und sollte gewechselt werden!
Gast am 19 Feb 2015 09:58:12
Frostnase hat geschrieben:Btw: Wenn der Stecker so aussieht, wie sieht denn dann das Kabel im WoMo aus? Das ist auf den ersten cm bestimmt auch schon ausgeglüht und sollte gewechselt werden!
Klar, das wird geschehen. Zwar würde es reichen eininge cm abzuschneiden und neu aufzulegen, aber nach den Resten welche ich im Stift gefunden habe, war nur mit 1,5 qmm verdrahtet, was falsch ist. Das wird dann auf 4 qmm bis zu den LS erhöht.
Im KFZ-Bereich bitte nicht löten - solange es nicht davon fliest (wie vom Vorposter beschrieben) macht es die Litzen an der Lötstelle hart und dann kann das ganze bei Vibrationen brechen!
Dafür ist dieser Bereich mit Schrumpfschlauch verstärkt.
Liebe , Alf
bert am 19 Feb 2015 10:04:28
Altmaerker39638 hat geschrieben:Wenn die Ader des Kabels ordentlich angeschraubt war, ist es eigentlich egal, ob mit oder ohne, geklemmt wurde. Für mich stellt sich die Frage was für Belastung war am Anschluß ??
Ob mit oder ohne Hülse ist eben nicht Egal. Die Stecker sind in der Regel alle für 16A ausgelegt. Keine 230V Leitung im "normalen" Hausgebrauch ist stärker abgesichert. Wenn also eine Überlast anliegt sollte der Leitungsschutzschalter im Mobil oder in der Stromversorgung vom Campingplatz abschalten. Früher wurden solche Leitungen oft gelötet. Wenns dann warm wurde verflüchtigte sich das Lötzinn und der selbe Effekt trat ein. Ich habe die Crimpzange von Knipex. Die gequetschte Hülse sieht dann an der Stirnseite aus wie ein Quadrat. Es gibt aber auch günstigere Knipex, wie hier schon in einem Link gezeigt. Die reichen bei den kleineren Querschnitten völlig aus.
bert
EXC450 am 19 Feb 2015 11:59:17
Auf keinen Fall Lot und Schraubverbindungen zusammenbringen! Das ist alte Schule und heutzutage auch nicht mehr zulässig.
Ich arbeite beruflich in einem (Elektro-)Reparaturservice und habe fast täglich verbrannte Schraubverbindungen auf dem Tisch, die durch verzinnte Litzenkabel hervorgerufen wurden. Das Zinn arbeitet unter Erwärmung -> dehnt sich aus, wird kalt -> zieht sich zusammen, usw. Es lockert sich die Schraubverbindung und der Übergangswiderstand wird immer größer, die Erwärmung nimmt zwangsläufig zu und die Klemme schmort.
kintzi am 19 Feb 2015 13:19:35
Okay, alles einzusehen, aber wenn ich mir verschmorte Flachsicherungen in der Kfz-Technik (nicht nur da) anschaue, da haben meine verzinnte Schraubverbindungen um Längen besser funktioniert. Gr. Richi
Gast am 21 Feb 2015 16:06:09
Eben hat der freundliche Postbote das Päckchen mit der neuen Einspeisedose gebracht. Mann muss sich ja nicht wundern, an den Steckkontakten ist jeweils nur eine Schraube zum anklemmen der Leitung. :evil:
Kannte das bei CEEkon bisher nur mit 2 Schrauben direkt aneinander ...
Aber mal eine andere Frage, Wie Ihr auf dem Bild seht ist flächig eine Moosgummi Dichtung enthalten. Ich wollte das Ding ja mit Dekaseal montieren, wie soll das denn nun im Zusammenspiel mit der Dichtung funktionieren? Die Dichtung mit Dekaseal einschmieren oder was?
Was ratet ihr mir?
Liebe , Alf
xbmcg am 21 Feb 2015 16:08:45
Die Dichtung alleine sollte eigentlich reichen. Oder Dichtung weglassen und Dekasil nehmen. Ich würde nur die Löcher der Schrauben eindichten.
bert am 21 Feb 2015 16:08:59
Überall wird gespart, drum gibts nur mehr eine Schraube :eek: . Lässt sich die Dichtung entfernen dann weg damit.
bert
silent1 am 21 Feb 2015 16:11:29
Ich habe die Dose damals auch nur mit dem Moosgummi eingesetzt. War perfekt dicht.
andwein am 22 Feb 2015 16:33:54
Ich habe den Übergang Abdeckplatte zu rundem, nach innen gehenden Teil, mit Dekaseal eingeschmiert und den Moosgummi gelassen. Andreas
Gast am 22 Feb 2015 17:42:39
andwein hat geschrieben:Ich habe den Übergang Abdeckplatte zu rundem, nach innen gehenden Teil, mit Dekaseal eingeschmiert und den Moosgummi gelassen. Andreas
So mach ich das auch!
Dankeschön, Alf
jonny57 am 24 Feb 2015 21:47:30
Der Moosgummi ist ausreichend, des dichtet super ab.Gut anziehen. So long Jonny
andwein am 25 Feb 2015 11:16:21
Es hängt aber stark von der Oberflächenstruktur der Aussenhaut ab. Bei Hammerschlagblech ist die Dichtheit schon eine andere. Der zweite Faktor ist die Art der Verschraubung. Bei manchen Womos mit Compoundwänden ist eine feste Verschraubung auf Zug unmöglich. Nicht jeder hat zum Schrauben eine Holzverstärkung hinter der CEE-Dose (Alle möchten ja holzfrei). Das Dekaseal im Übergang/Durchbruch verhindert, dass Wasser unter die Aussenhaut läuft, auch wenn mal ein paar Tropfen unter den Dosenrand kriechen. Genau diese Dinge machen den Unterschied zwischen Einbau und handwerklich gutem Einbau! Andreas
Gast am 28 Feb 2015 13:55:25
So, heute habe ich fertig!
erst mal ein paar Impressionen:
Was war also die Ursache des Problems?
Wie ihr am übrig gebliebenen Phase-Draht sehen könnt, waren die Anschlüsse verzinnt, nicht mit Adernendhülsen versehen. Old-Style, so hat man vor 40 Jahren gearbeitet und war stolz darauf. Bei der geringsten Schwäche und Erwärmung des Kontakts schmilzt das Lot, der Kontakt wird schlechter und heißer, es schmilzt mehr Lot usw. usw. Nun ist die Neue Dose fachgerecht eingebaut.
Wie Ihr oben sehen könnt, wurde ursprünglich nur mit Dekasil gearbeitet, ohne die Dichtung. Anhand der Verschmutzung konnte man sehen, dass an der oberen Seite der Dose das Wasser bis auf wenige mm durch war. Ich habe nun den Rat von Andreas (andwein) befolgt und die Dichtung belassen, jedoch am inneren Umfang großzügig mit Dekasil eingedichtet. Am Abschlussfoto sieht man dass es in geringer Menge austritt. So wird es die nächsten Jahre wohl halten.
Liebe , Alf
Gast am 28 Feb 2015 14:25:24
Old-Style, so hat man vor 40 Jahren gearbeitet und war stolz darauf.
Vor 45 Jahren hatten wir u.a. eine Produktionslinie wo nur Schaltschränke gebaut wurden. Auf einer Tafel Schütze, nicht nur Steuerschütze auch Leistungsschütze, soweit man sehen konnte. Bei der Verdrahtung wurden alle Enden verzinnt; damals sicher Stand der Technik. Ich kenne Einrichtungen da funktionieren diese Schaltschränke heute noch. Es ist wohl auch eine Frage der Klemmfestigkeit und auch eine Frage der Belastung. Beim Womo kann die Länge und der Querschnitt der Anschlußleitung schon zum Problem werden. Wie oft sieht man es, dass nur 1,5 mm² Verlängerungskabel mit teils zerfledderten Steckern benutzt werden. Ich will damit nur sagen, selbst wenn man Aderendhülsen verwendet, spielen auch noch andere Faktoren eine Rolle damit eine Klemmstelle ewig hält bzw. von ihr keine Gefahr ausgeht.
VG Petri
underdog am 22 Mär 2015 13:18:41
Radiolot, 60% Zinn, 40% Blei, giftig aber gut, schmilzt etwa bei 180-190° C. Eine Klemmstelle sollte doch wohl im Normalbetrieb nicht so warm werden?
Aderendhülsen kann jeder Trottel mit dem richtigen Werkzeug einwandfrei aufpressen. Löten kann nicht jeder, schlecht gelötet ist schlimmer als nicht gelötet.
Ich behaupte, solange sich eine Klemmstelle wirklich unter Druck befindet und der Übergangswiderstand entsprechend klein ist, erwärmt sich da nichts und es schmilzt ganz sicher kein übliches Lot. Da eine Lötverbindung keine Verklebung darstellt sondern durch Lot und Grundmaterial eine Legierung gebildet wird, dürfte es tatsächlich eine Änderung der Materialeigenschaften geben. Der Bruch des Kabels ist nach meiner Erfahrung oft direkt dort wo die Lötstelle endet.
Die Aderendhülse ist derzeit Stand der Technik und ich verstehe deren Funktion so: Die Einzeldrähte werden zu einem Bündel zusammengefasst und zwar nur mit der Kraft die von den Drähten gut vertragen wird. Die Klemmschraube der Verbindung drückt und schneidet sich in die Endhülse ein und kann mit bedeutend mehr Drehmoment angezogen werden, weil die Drähte der Litze nicht mehr angeritzt werden können.
Wichtig ist eine wirklich fest angezogene Klemmschraube, nachziehen nach einiger Zeit schadet auch nicht, dabei wird auch eventuelle Korrosion wieder abgerieben.
Prinzipiell sind blitzeblanke Kontakte der Stecker und Buchsen/Kupplungen auch wichtig. Lange unbenutzte Kontakte sind dunkel und leiten schlechter, da kann dann Wärme entstehen. Viel benutzte Stecker/Kupplungen sollten sich von selbst blank halten.
andwein am 23 Mär 2015 12:40:26
Gute Erklärung, ich sehe das auch so Andreas
Altmaerker39638 am 23 Mär 2015 12:44:22
underdog hat geschrieben:Radiolot, 60% Zinn, 40% Blei, giftig aber gut, schmilzt etwa bei 180-190° C. Eine Klemmstelle sollte doch wohl im Normalbetrieb nicht so warm werden?.....Ich behaupte, solange sich eine Klemmstelle wirklich unter Druck befindet und der Übergangswiderstand entsprechend klein ist, erwärmt sich da nichts und es schmilzt ganz sicher kein übliches Lot.....
:daumen2: genau so ist es. Ein Problem jeder Klemmstelle ist, der Druck muß erhalten bleiben und damit der Übergangswiderstand klein. "Früher mußte man sogar normale Abzweigdosen" nach 6 Wochen nach Montage alle Klemmstelle nachziehen. Eine heutige Lösung, "nicht mehr verzinnen" hat auch was mit Kostensenkung und es geht schneller zu tun. Joachim