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Hallo zusammen, ich habe mir letztes Jahr einen Bürstner Travel Van T 571 G auf einem Fiat Ducato Multijet 130 gekauft. Auf dem Dach habe ich mir eine MT-Solar-Black Line Komplettanlage MT 140 MC nachrüsten lassen. Ich spiele jetzt mit dem Gedanken, dass ich mir einen Wechselrichter nachrüsten möchte, der mir eine Ausgangsleistung von 2000 W gibt, um, ohne externe Stromversorgung, morgens eine Dulce Gusto und einen Eierkocher zu betreiben und abends einen ThermoMix TM 31 zum Kochen nutzen kann. Ich bin in Sachen Elektrik ein totaler Laie und bin auf eure Ratschläge und Erfahrung angewiesen. Besteht diese Möglichkeit überhaupt ??? Hat hier schon jemand Erfahrungswerte mit solchen Konstellationen ??? Wenn ja, für welche Geräte sollte ich mich entscheiden und wieviel Euro muss ich ca. investieren. Wie bereits oben angekündigt, ich bin entsprechend auf eure Hilfe angewiesen !!! aus dem Paderborner Land siehe thread Nr. 1.000 bis 10.999 , Garlic ;D ;D Hallo, zunächst für Deinen Anwendungsfall sicherlich eine lohnende Anschaffung, aber.... Wie groß ist Deine Solaranlage und wie viel Aufbaubatterien mit welcher Kapazität hast Du? Du solltest wissen, was Thermomix, DolceGusto und Eierkocher an Leistung benötigen und dann ausrechnen, wie viel diese dann aus der Batterie ziehen. Hallo Ulf, ich habe an Bord 2 Gel-Aufbaubatterien mit jeweils 90 Ah. Der Thermomix hat folgende technische Daten: Nur für Wechselspannung 220 bis 240 V ~ Max. Leistungsaufnahme 1500 W Die Dolce hat folgende technische Daten: Wattleistung 1500 W Spannung 230 V, 50 Hz Ich glaub der Eierkocher ist dann in der Leistung entsprechend zu vernachlässigen. Was mach ich jetzt weiter machen ??? Winnie Moin Winnie, wir haben den 1500 Watt Vorgänger dieses 1800 Watt Geräts von Waeco: --> Link Nicht das billigste, aber ein sehr solides Gerät. Läuft bei uns an einer 235 Ah Batterie seit über 4 Jahren zur vollsten Zufriedenheit, reichlicher Nespresso-Genuss ist kein Problem. :wink: Hallo Winnie, 1500 Watt Verbrauch bedeutet auf der 12 Volt Ebene mindestens 150 Ampere. Falls deine Batterie, die Sicherung und die Verkabelung das überhaupt aushalten, gehen die Gel-Batterien innerhalb von wenigen Minuten mit der Spannung dermassen in den Keller, dass der Wechselrichter abschaltet. Also keine Chance. Wenn du solche Verbraucher betreiben willst, ist ein Neubau der Elektrotechnik mit tauglichen Batterien (AGM) nötig. Tut mir leid, dass ich nicht Besseres melden kann. Liebe , Alf
Alf, so einfach ist es nicht. Wir haben eine Gelbatterie, die jetzt gut 4 Jahre alt ist, ohne dass sie irgendwelche Ermüdungserscheinungen zeigt. Bei unserem Ausbauer sind diese Batterien seit vielen Jahren Standardausstattung, auch in Kombination mit Waeco-Wechselrichtern. Ach Thomas, jetzt stellst Du alles infrage was ich bis dato über GEL Batterien und WR gelesen habe. Wie soll ich jetzt noch schlafen können. :D VG Petri Fahre jetzt seit 2007 also seit 8 Jahren in verschiedenen Fahrzeugen gebrauchte(!) Exide Gel mit Waeco WR. Der WR ist wenn überhaupt nur nachts aus und bedient tagsüber Kaffeevollautomaten bis 1650W und bis zu 30 mal/Tag wurde der Vollautomat auch gefordert. Probleme gab es all die Jahre keine mit der Batterie! Kapazität allerdings ab 420Ah.
Sorry Petri, wenn ich Dein Weltbild zerstört habe! :D Aber auch wie mein Namenskollege oben schreibt, funktioniert die Kombination Gel-Batterie (nicht AGM-Batterie!) mit WR. Fragt sich, ob die, die negativ über Gel-Batterien schreiben, überhaupt je eine gehabt haben? :nixweiss: Hallo Thomas, der empfohlene Entladestrom der Batterietypen steht immer in Relation zur Nennkapazität der Batterie. Erfahrungen mit 420 Ah Batterien (empfohlen. 84 A) sind interessant, aber bringen den TE bei der Antwort nicht weiter. Die Eigenschaften der Blei-Gel Batterien sind im WWW ausreichend dokumentiert. Da der Innenwiderstand höher als bei Blei-Säure sind sie fur Kaltstartbetrieb ( Hohe Stromspitzen) nicht geeignet. --> Link Ich habe selbst im WoMo einen 2000 VA WR nachgerüstet für den Lötkolben. Aber der ist mit nur 50A abgesichert und wird nie einen 1500 Watt Verbraucher sehen. (Batterie 280 Ah) Liebe , Alf Hallo Alf, da habe ich keine Ahnung von, lese nur auch immer wieder, dass es nicht gut ist was ich da mit den Batterien mache. Aber was soll ich machen, die Gel waren bei Gebrauchtkauf immer schon drin. Die Gel schmeiss ich doch nun nicht weg, damit ich alles richtig mache. Ausser den hohen Entnahmen behandel ich die Batterien aber gut, sie werden nie unter 12,4V entladen und sind min. 1x/Monat für 24h am Netz. Moin Alf, auch schon so früh auf? :D Auf den gleichen Link bin ich gestern abend auch gestossen und habe mich über die Formulierung mit der Kaltstartfähigkeit gewundert. Wenn Du den Artikel korrekt interpretierst, dann bezieht sich die schlechte Kaltstartfähigkeit auf Fahrzeuge, die sehr lange stehen und deren Batterien vor dem Einsatz geladen werden müssen. Und eine Schnellladung mag die Gel-Batterie im Gegensatz zur Lithium-Batterie nicht. Meine langjährigen Erfahrungen mit Gel-Batterien hatte ich in meinem Job in Deutschland, Vertrieb Gabelstapler, hauptsächlich Elektrostapler. Ende der 80er Jahre kam die Firma Sonnenschein mit der Dryfit-Gel-Batterie als wartungsfreie und gasungsarme Traktionsbatterie auf den Markt. Die Batterie war nicht für alle Einsätze im Stapler geeignet, aber für viele Einsätze war die Dryfit eine sehr gute Alternative zu den wartungsaufwändigen Nassbatterien. Nicht geeignet war sie für harten Schichtbetrieb, wo kurze Ladezeiten gefragt waren. Und Tiefentladungen mochte die Dryfit noch weniger als die Nassbatterie. Der Einsatz im Stapler (relativ wenig Stromverbrauch beim Fahren, hohe Ströme bei der Hubarbeit mit Last) hat durchaus Parallelen zum Einsatz im WoMo: geringer, kontinierlicher Verbrauch durch Licht usw., hohe Stromspitzen beim WR-Betrieb mit einer Nespresso-Maschine. Sonnenschein kam im Jahr 1996 zu Exide, die seither die Sonnenschein-Patente für das Dryfit-System nutzen konnten. Meines Wissens stammen heute alle Dryfit-Gel-Batterien aus der Produktion von Exide, Sonnenschein, Deta und Hagen-Batterie sind Marken von Exide. Wie ich oben schrieb, ist meine 235 Ah (je nach Interpretation auch 210 Ah) Batterie jetzt über 4 Jahre alt. Sie wird, wenn sie gebraucht wird, nicht geschont, aber auch nicht "misshandelt". Und ich schätze die geringe Selbstentladung, ich kann meinen Kasten auch mal 2 Monate stehen lassen (passiert zum Glück selten :wink: ), ohne dass ich zwischendurch laden muss. Ermüdungserscheinungen sind bisher keine spürbar. Wenn mal ein Ersatz fällig ist, denke ich sicher über LiFePo4 nach, aber nicht um den Preis, meine ganze Elektrik tauschen zu müssen. Wenn Plug & Play funktioniert ist's gut, aber sonst wird's garantiert wieder eine Gel-Batterie. Ja, schon klar Thomas. Aber die Situation des Te ist eine andere als deine. Hier geht es darum ihm guten Rat zu geben Liebe , Alf Warum? Er hat 180 Ah Gel! Das ist doch ok! Wenn er nicht wie Thomas (56 :wink: ) 30 Tassen (bei uns sind's ca. 10) pro Tag rauslässt, dann wird das doch funktionieren. Voraussetzungen: die Batterien pfeifen noch nicht aus dem letzten Loch und fachgerechte Verkabelung mit ausreichenden Querschnitten. Dualismus Theorie u. Praxis. Theoretisch hat Alf nicht unrecht, in praxi Thomas Erfahrung. Na ja, mind. 25-35mm² Kabel je nach Länge zw. Batts und WR sollten bei 150A schon sein, Marken-Gel, ansonsten AGM, etwas billiger Nasse, dann Entlüftung nicht vergessen. Gr. Richi
Das ist in meinen Augen aber eine Frage der Gel-Batterie-Kapazität. Bei 95Ah würde ich deiner Aussage zustimmen, bei 300Ah würde ich deine Aussage in Zweifel ziehen. In diesem Fall sind Gel-Batterien mit 180Ah in Kombination mit WR mit 150A Stromaufnahme aber wegen dem schlechten Verhältnis Kapazität zu Entnahmestrom sicherlich nicht zu empfehlen. Andreas Noch was : bei mir mit 240Ah Gel fehlen morgends im Winter 100Ah (Heizung, LPG-Tankhzg., TV , alle zusammen sind schon max. 5,5 + 8 + 3A =16,5A, durchschnittlich 8-11A). Systemsp. dann gerade 12,2V, bei 1kW Belastung bin ich bei 11,6V, das tut den Gels nicht unbedingt gut.Deshalb läuft dann Gen. Abends natürlich kein Problem. Gr. Richi Hallo Ich habe 2 x 120AH AGM und gestern einen neuen Wechselrichter mit 2000W Dauerleistung eingebaut, der Anschluss erfolgte nicht über die mitgelieferten 16mm² Kabel sondern über 35mm² Kabel. Meine AGM’s sind Industrieausführungen (für USV Anlage) und speziell für hohe Ströme ausgelegt, grundsätzlich sind allerdings AGM bei höheren Strömen sowieso besser als Gel, Beschreibungen und Kennlinie siehe bei den Herstellern. Beim Testen hat es mit der Nespresso Maschine, der elektronische Bohrmaschine und mit dem 2000Watt Föhn funktioniert. Der Spannungsabfall und die Ströme lagen alle für die Akkus im sicheren Bereich. Eine Messreihe bei Dauerbelastung habe ich nicht gemacht, hole ich vielleicht nochmal nach. Winnie würde ich empfehlen entweder auf die doppelte Kapazität bei Gel zu gehen oder auf AGM zu wechseln, wenn er seine Anlage so betreibt wird er früher oder später sowieso neue Akkus brauchen. Also wir haben eine Victron Multiplus 2200 Watt und 2 x 220 Ah Gelbatterien und 2 x100 er Solarpanele auf dem Dach.Die Gelbatterien haben jetzt 4 Jahre auf dem Buckel und funktionieren noch einwandfrei. trotz Nespresso und föhnen und und und.... Hallo zusammen, eure Beiträge haben mir sehr weiter geholfen und ich steh jetzt nicht mehr ganz so dumm da. Trotz allem werde ich mich jetzt noch von meinem Fachhändler Wohnwagen Becker in Kassel beraten lassen. Mal schauen was der so meint. Ich wünsche Euch noch eine schöner Sommer- und WoMo-Zeit. Winnie Wenn ich hier eine Frage nachschieben darf. Wieviel AH muss erfahrungsgemäß eine AGM-Batterie mindestens haben um kurzzeitig für zwei Espresso 1200 Watt zu ziehen. Habe Einschränkung durch den Unterflurbatteriekasten (400x200x270). Aze 1200 Watt entsprechen mit Berücksichtigung der Wirkungsgrade auf der 12 Volt Ebene ca. 125 A. AGM sind in der Regel besser für höhe Entladeströme geeignet (entwickelt als Startbatterie) bei AGM sollte man im Interesse der Lebensdauer vielleicht bis auf C2 d.h. Strom in Ampere äquivalent 50 Prozent der Nenn-Kapazität in Ah kurzfristig entladen. Aber nur bei kurzer (wenige Minuten) Entladung! Das wären dann bei dir ca. 250 Ah Gesamtkapazität, wenn du das unterbringst, oder auch 2 x 125 Ah. Empfehlenswert zum Beispiel: --> Link --> Link Denk auch daran die Querschnitte richtig zu wählen. Bei den Wechselrichtern sich immer zu dünne Kabel dabei! Dein Alf
Das bringt er da nie rein: Ein 200 Ah AGM misst schon gut 500 mm in der Länge ... :( Das stimmt! Vielleicht sucht man sich ja einen anderen Platz. Dein ALf Hallo Alf, danke für die Info. Hätte ich mir fast denken, können dass die bisherige Kapazität nicht ausreicht. Letzte Frage noch, bevor ich nerve. Kann mann AGM's auch liegend betreiben? Aze Habe mit Winner gesprochen. Liegend geht gar nicht. Um auf die geforderte Kapazität zu kommen und mit dem vorhandenen Platzangebot werde ich 3 x 80 Ah einsetzen müssen. Danke für eure Hilfe. Aze Ja, es gibt AGM, die in beliebiger Lage gehen. Ich habe 2 AGM Batterien unter dem Beifahrersitz (100Ah und 95Ah), WR mit 1500W Dauer Sinus (3000W Peek) funktioniert damit gut, Kaffeemaschine und Fön der Holden hab ich schon öfter dran gehabt. Es fließen da schon recht ordentliche Ströme mit bis zu 120A (60A pro Batterie). Kann ich mit meinem iManager recht gut verfolgen. Über Solar sind sie aber schnell wieder voll, ist ja nur eine Kurzzeit-Belastung von maximal 15-20 Minuten beim Fönen.
Du nervst nicht. Wenn ich genervt bin, schreibe ich keine Antwort. :lol: Banner schreibt zu deiner Frage: Prinzipiell ist eine AGM Batterie nicht für den "auf der Seite liegenden Einsatz" angedacht. Aufgrund Ihrer Konstruktion kann die AGM jedoch auch in Seitenlage betrieben werden. Es sollte jedoch der Verbau eines Entgasungsschlauches (aus Sicherheitsgründen) vorgenommen werden. Im ungünstigsten Fall (Schaden am Ladegerät oder an der Batterie) kann Säure, bedingt durch die Seitenlage, leichter nach außen gelangen. Je nach Anwendung (Wohnraum, Starter,...) kann es jedoch zu leichten Einschränkungen bei der Lebensdauer kommen. Auf gut Deutsch: Nein, nicht sinnvoll. Dein Alf |
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