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"Do it yourself" an der Bremsanlage und die Rechtslage


hgobmobil am 31 Jul 2015 09:52:36

Hallo zusammen,

gesetzt den Fall, man führt selbst Wartungs- und /oder Reparaturarbeiten an sicherheitsrelevanten Bauteilen an einem KFZ,
wie z.B. Bremsen aus und man verursacht einen Unfall. Ein Sachverständiger stellt fest, das der Unfall auf ein Versagen der Bremsen
zurückzuführen ist. Kann der Haftpflichtversicherer die Regulierung des Schadenfalls verweigern, weil man nicht nachweisen kann,
das die betreffenden Arbeiten von einer Fachwerkstatt durchgeführt wurden.

Gibt es hierzu entsprechende Gerichtsurteile und wie ist eure Meinung zu dieser Thematik?

Allzeit gute Fahrt!

Günter

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Gast am 31 Jul 2015 10:31:15

In diesem Falle gibt es keine nachweispflicht. Nur dann wenn der dringende Verdacht bestünde das du selber herumgebastelt hast obwohl dir klar was das du da keine Ahnung von Hast!
Dann kann man dir grobe Fahrlässigkeit nachweisen und die Versicherungsleistung einschränken.

Führt es also zum Schaden durch solchen montagefehler bist du nicht automatisch selber schuld wenn du keine Rechnung mehr hast.... Es sei denn dir war der Defekt schon länger bekannt ... Das wäre auch wieder grob fahrlässig !

Bastelst du also an Bremsen rum und machst einen Fehler obwohl du Ahnung hast bzw entsp. Kenntnisse die du auch nachweisen kannst ist das nicht grob fahrlässig ...

Wenn zB was passiert aufgrund solcher montagefehler und du bist Banker mit null Ahnung und der Nachbar hat dich beim Schrauben gesehen und dies gepätzt ....haste schlechte Karten.


selbstschrauber am 31 Jul 2015 11:18:23

Also erstens wer will dir nachweisen, dass du an der Bremsanlage unfachmännisch gearbeitet hast? Die Tatsache dass die Bremsen beim Unfall ansonsten neuwertig waren beweist doch nicht, dass daran in den letzten Tagen vor dem Unfall gearbeitet wurde? Eine Rechnung musst du als Privatmann ja auch nicht aufheben.

Und zweitens: Wenn Du so wenig Ahnung hast von sicherheitsrelevanten Teilen, dann lass die Finger davon oder hole dir jemanden dazu, der dir hilft / dich überwacht / kontrolliert.

und drittens: sind auch Fachwerkstätten keine Garantie für korrektes Arbeiten. Beispiel gefällig?

ok:

Wir waren vor einigen Jahren mal mit unserem VW Bus auf der A 8 unterwegs, im Gegenverkehr auf dem Standstreifen sieht meine Frau ihren Onkel stehen mit seinem PKW. Also nächste Ausfahrt raus und hin. Was war defekt? Man sah eine lange Gummispur auf der Autobahn die am linken Vorderrad endete, dieses stand fast im 90 Grad-Winkel zum Kotflügel.
Die Spurstange war an der Lenkung ausgehängt und die Schraube fehlte. Eine Suche auf der Autobahn förderte 200m vorne dran die Schraube zu Tage, nicht jedoch die Mutter.
Er hatte den Wagen vorher in der Fachwerkstatt zum Spureinstellen und Erneuern der Antriebswellenmanschette. Uups da hat wohl jemand die Mutter nicht richtig angezogen und auch das Sicherungsblech vergessen?

Habe dann die Schraube wieder eingesteckt, nur eine Mutter hatte ich nicht mit. Vorsichtig hätte man damit langsam bis zur nächsten Werkstatt weiter fahren können, da er aber den ADAC schon angerufen hatte, wollte er auf den warten.

- Da hätte ganz schön was passieren können, ist aber glimpflich ausgegangen.

LG

Selbstschrauber

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hgobmobil am 31 Jul 2015 23:48:33

Hallo zusammen,
selbstschrauber hat geschrieben:Also erstens wer will dir nachweisen, .............
Und zweitens: Wenn Du so wenig Ahnung hast von sicherheitsrelevanten Teilen .............
und drittens: sind auch Fachwerkstätten keine Garantie für korrektes Arbeiten. Beispiel gefällig?


Anlass meiner Frage hier, war eine Gespräch mit meinen Nachbarn, selbige selbst Womo-Fans.
Ich hatte mein Womo in eine Womo-Kfz-Werkstatt (im schönen Lahn Dill Kreis/Hessen) gegeben um
HU, Gasprüfung etc. zu machen zu lassen. Neben neuem Auspuff und sonstigen diversen Arbeiten wurden auch die Bremsscheiben und –klötze an der VA gewechselt.

Nun hieß es hier im Kreise unseres „Mini-Womo-Senioren-Club“, das könne man doch selber machen. Das ist schon richtig, aber hinsichtlich meines Fallbeispiels, habe ich da halt so gewisse Benken!

Allerdings sehe ich heute zu früher; etwa vor 45 Jahren; schon markante Unterschiede, wie z.B Haftpflichtversicherer eine Schadenregulierung abwickeln! Zunächst wird gefragt, wie viel und warum bezahlt werden soll und dann bekommt man unter Darlegung von Versicherungsbedingungen Verordnungen und Auschlussbestimmungen und und und…., erklärt, was die Versicherung nicht bezahlen will! Dann wird versucht sich mit allen Möglichkeiten aus der Schadensregulierung “herauszuwurschteln“., unter Umständen sogar mit dem Ausschlußgründung fahrlässiger Selbstverschuldung. Sicher, das ist jetzt nicht bei allen Versicherungen so, aber man liest, hört und erfährt es unter Umständen selbst immer wieder. Früher wurde das alles ein wenig lockerer gehandhabt. Da ging man zu seinem Versicherungsvertreter und der hat das in der Regel für und zur Zufriedenheit seiner Kunden gemanagt.

Ich bin selbst gelernter Maschinenschlosser und habe während meiner Berufstätigkeit an Dampf- , Diesel-, und E-Lokomotiven (bitte fragt jetzt bezüglich der Dampflok nicht ,… was macht der „Hundertjährige“ sich den noch an seinem Womo zu schaffen), in der Maschinbau- und wartungsbranche und letztlich als Qualitätsprüfer (allerdings in der Glasindustrie), umfangreiche praktische/theoretische Erfahrungen gesammelt. Ich sehe mich ohne Zweifel durchaus zb.in der Lage die Bremsanlage etc. an einem KFZ nach den Regeln der Technik instandzusetzen. Das hat man in früheren Jahren ja auch bis hin zur Komplettdemontage von Motoren und Getrieben etc. gemacht. Und sicherlich „kitzelt“ es mich heute schon, wo ich jetzt Rentner bin, etwas selbst zu machen. Nicht nur um Geld zu sparen, sondern aus Interesse an der Technik und Spaß am „Werkeln“ hat.

Tja, und bezüglich der Werkstatt-Zuverlässigkeit kann ich dir gerne beipflichten. Es gab bei mir auch schon Werkstattaufenthalte, da bin ich, bevor mir die Tränen kamen, lieber außerhalb einen Kaffee trinken gegangen, um das Elend nicht zu sehen, in der Hoffnung das alles ein gutes Ende nimmt.
Allerdings betrifft, das ja nicht jede Werkstatt. Es gibt unzählige die ihren Job perfekt machen und fehlerfrei sind wir alle nicht.

Sorry, das ich jetzt so weit ausgeholt habe, ich werde mich bessern!

Allzeit gute Fahrt!

Günter

andwein am 01 Aug 2015 12:48:47

hgobmobil hat geschrieben: Es gab bei mir auch schon Werkstattaufenthalte, da bin ich, bevor mir die Tränen kamen, lieber außerhalb einen Kaffee trinken gegangen, um das Elend nicht zu sehen, in der Hoffnung das alles ein gutes Ende nimmt. Günter

Der Satz ist gut. Bei einem Gasthaus sollte man auch nicht vor dem Essen durch die Küche gehen!
Grins, Andreas

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