Variophoenix am 10 Nov 2015 08:54:07 Mich würde mal interessieren wie so eine Inizialladung von statten geht und was sich genau da im Accu tut. Wie hoch soll die Zellspannung sein und schaltet ihr die Zellen zu 12V Parallel? Balancer montiert oder nicht. Warum wird überhaupt Inizialisiert?
gordan am 10 Nov 2015 17:19:23 Hallo Renè!
Inizialladung dient dazu, um alle Zellen auf gleichen Spannungsniveau zu bringen. Habe selber das nicht gemacht, weil die Zellen von Anfang an bis Heute parallel laufen. Balancer habe ich in System integriert. Zu 12V, werden die Zellen in die Reihe geschaltet.
Gordan :roll:
Gast am 10 Nov 2015 17:31:18 Dazu reicht eine erste langsame Ladung mit einem Strom unterhalb der Ableitfähigkeit der Balancer.
Liebe , Alf
Variophoenix am 10 Nov 2015 19:46:40 Geht es also nur darum einen Zellenausgleich zu erhalten oder ist da noch eine andere Komponente?
bestager am 10 Nov 2015 20:17:32 Moin,
ich habe mir im Sept. bei einer anderen Fa. vier 400 Ah Einzelzellen incl, Initialladung gekauft.
Dort wurden die Zellen parallel auf 3,8 V geladen, bis der Ladestrom auf 1 % der Kapatität gesunken ist.
Die stehen auf der Werkbank und haben z. Zt. eine Einzelspannung von jeweils 3,47 V.
, Charly
lisunenergy am 10 Nov 2015 21:00:53 Eine gute Firma schaut sich die Akkus erst mal genau an. Danach werden diese Zellen parallel geschaltet . Jetzt lässt man die Akkus 24 Stunden in diesem Zustand. Wenn man ein Einzelzellladegerät hat läd man den Akku auf . Variante 2 ist die Zellen danach in Reihe zu schalten und mit Balancer zu versehen. Jetzt kann man mit einem Ladegerät bis auf Balancerspannung gehen. Wichtig dabei ist das das Gerät so weit runder regelt das der Balancer Strom nicht überschritten wird. Manchmal muss man dies mehrmals durchführen.
lowbattery am 10 Jan 2021 21:40:09 Hallo zusammen, ich hole mal diesen alten Thread wieder hervor. Auf welche Spannung geht ihr beim Initialladen von Winston LYP Zellen? Bei GWL und im Winston Manual werden nach wie vor 4V empfohlen (GWL Blogeinträge 2018, aktuell downloadbares Winston Manual Stand 2011). Bei genauem Lesen des Winston Manuals gilt dies allerdings beim Laden mit 0,5C. Ich kann am Labornetzteil maximal 0,15C. Es gibt in verschiedenen englischen Foren plausible Beiträge, wonach bei kleineren Ladeströmen die Spannung geringer sein sollte. Manchmal wird 3,8V empfohlen, manchmal die normalen 3,65V. Hier ein paar Links: - Faktor (--> Link): 4.0V pro Zelle (Text) oder 3.8 pro Zelle (Bildunterschrift);
- GWL (--> Link): 3.65V pro Zelle;
- nochmal GWL (--> Link): 17V für LP (= 4,25V für LYP Zelle)
- und nochmal GWL (--> Link): 4 V pro Zelle und 16V für LP;
- Winston (--> Link): 4 V pro LYP Zelle und 16V für LP bei 0,5C.
LP ist der gelbe Winston 12V Block ohne BMS. Mein Verständnis der 4V Winston-Empfehlung ist, dass die hohe Spannung eine Art "Poor man's balancing" darstellt, also der Drift der Zellen danach geringer sein soll. Soll ja auch nach längerer Nichtbenutzung wiederholt werden. Gruß, Stefan
Teemoe am 11 Jan 2021 12:53:27 Ich hatte Werte von 3,8 und 3,9 gefunden - je nachdem wie genau das eigene Netzteil ist.
Ich habe von GWL Zellen (4x 200Ah Zellen) gekauft und bin seit Freitag morgen am laden. Die Zellen sind parallel geschaltet - mit 3x original Zellverbinder und 3x rein für das initiale Laden aus einem Kupferrohr Verbinder selbst zusammen gehämmert. 48 Stunden ruhen lassen. Die Kupferschiene ist je Pol mit mit 8mm² 2m (6mm² hatte ich nicht) mit dem Netzteil verbunden. OVP eingestellt 3,8V und auf 5A gestellt, mehr leistet das Konrad KA3005P nicht. 4x200Ah = 800Ah. Bei 5A Ladung... dauert es. Das Konrad KA3005P soll bei +- 10mV bis 20mV (4A/5A) liegen. Bei geringerem Strom noch etwas genauer (Wenn die Bauteile gleichgeblieben sind).
Angefangen hat es beim Laden dann mit 3,31V. Von Freitag auf Samstag hatte ich nachts den Ladeprozess ausgeschaltet, um ca. 11:30 Uhr am Samstag wieder an auf 5A. Samstag auf Sonntag habe ich es über die Nacht auf 2A runtergefahren, dass es nicht so laut ist (das Netzteil, ich müsste eine temp. gesteuerte Lüftersteuerung einbauen...) Sonntag auf Montag hatte ich es nun mit 5A durchlaufen lassen.
Aktuell liegt es nun bei 3,39V laut Netzteil an Ladespannung mit 5A. Das "ungenaue" Multimeter zeigt 3,35(4)V an. Das wären laut 1C Ladekurve ca. 25% Ladezustand. Was ich gelesen habe, soll man nicht über 4V gehen. Daher habe ich aktuell 3,8V eingestellt. Bei 10-20mV Abweichung meines Netzteils, werde ich den OVP später noch einmal zum Schluss anheben auf 3,9 bei 3A, denke ich.
Lisu hat unter anderem wohl die meiste Erfahrung mit den Zellen. Vielleicht liest er den Thread ja noch einmal.
WomoTechnikService am 11 Jan 2021 13:07:18 Ich bekomme meist die Zellen initialisiert von Lisunenergy bzw. Nothnagel... wenn ich aber mal spontan einen Akku mehr mitnehme, schließe ich die 4 Zellen parallel und lade sie mit diesem --> Link Spezialnetzteil auf 3,7V (die Ausgangsspannung läßt sich einstellen). Anschließend lasse ich sie noch 24h parallel zusammengeschlossen stehen und ruhen. Wenn ich die Verbindungen dann öffne, messe ich noch einmal einzeln, ob die Spannungen alle gleich sind, bisher war das so... LG Peter
fschuen am 11 Jan 2021 13:18:53 Es geht nicht um das gleiche Spannungsniveau - dafür würde einfaches Parallelschalten ausreichen - sondern gleiches Ladungsniveau. Die Zellen dümpeln ewig bei 3,3 ... 3,4V, und erst bei Vollladung steigt die Spannung steil an. Dann haben sie 100% SOC. Die exakte Spannung ist nicht so wichtig, sie sollte im Bereich 3,5 ... 4,0 V liegen. Ab ca 4,2 V beginnen Prozesse in der Zelle, die man nicht haben will.
Warum das ganze? Einmal, um die ganze Kapazität nutzen zu können - wenn die vollste Zelle die Vollladung begrenzt und die leerste den Entnahmeschluss, verschenke ich nutzbare Kapazität. Es kann aber auch die Batterie schädigen: wenn eine Zelle viel voller ist als die anderen und 100% SOC erreicht, während die anderen noch bei 3,3 V rumdümpeln, wird sie auf 14,4 V minus 3x 3,3 V = 4,5 V geladen. Das ist ausserhalb des gesunden Bereichs und führt bei längerem Halten auf dieser Spannung zum Aufblähen der Zelle. Man kann das mit entsprechenden BMS verhindern, aber die saubere Lösung ist eine korrekte Initialisierung, da das BMS zwar die Batterie schützt, aber das erste Argument nicht entkräftet.
Man kann auch die fertige Batterie mit geringem Strom unterhalb des Balancerstroms laden, wie oben vorgeschlagen. Vorteil: man kann die Batterie gleich fertig zusammenbauen. Nachteile: dauert ewig, geht auf die Balancer, ein defekter Balancer kann eine Zelle kaputtmachen (mir gerade passiert). Und man muss ordentliche Balancer verbauen, kein Spielzeug mit Strömen im mA-Bereich.
Wenn es schnell gehen soll und man ein regelbares Netzteil hat, hier der Königsweg: Batterie fertig zusammenbauen mit Balancern. Batterie mit geringerer Spannung (!) von ca 13,8 V laden, was verhindert, dass eine Zelle in den kritischen Bereich geht. Regelmässig messen, wenn eine Zelle 3,6 V erreicht, der Ladestrom stark sinkt oder der Balancer anspringt (LEDs), je nach Zellspannung vorgehen: bei einer "voreilenden" Zelle kann man diese einzeln entladen, bei einer "nachhinkenden" kann man diese einzeln mit 3,6 V laden, und in jedem Fall kann man die Batterie mit geringem Strom (kleiner Balancerstrom) und 14,4 V fertigladen.
Wem das zuviel Gebrassel ist, der schaltet die Zellen einfach parallel und lädt mit 3,6 V. Das kann sehr lange dauern, ist aber der sicherste Weg und man muss nicht drüber nachdenken.
Gruss Manfred
Namib22 am 11 Jan 2021 19:52:26 fschuen hat geschrieben:Vorteil: man kann die Batterie gleich fertig zusammenbauen. Nachteile: dauert ewig, geht auf die Balancer, ein defekter Balancer kann eine Zelle kaputtmachen (mir gerade passiert). Und man muss ordentliche Balancer verbauen, kein Spielzeug mit Strömen im mA-Bereich.
Ich werde 2x 280Ah Akkus bauen mit jeweils einem JBD 120A BMS, welche Balancer würdes Du denn nehmen für einen solchen Zusammenbau, welche sind "ordentlich" ? Danke für Deinen/Euren Tipp. VG
stoppie am 15 Jan 2021 02:34:31 fschuen hat geschrieben:.......Wem das zuviel Gebrassel ist, der schaltet die Zellen einfach parallel und lädt mit 3,6 V. Das kann sehr lange dauern, ist aber der sicherste Weg und man muss nicht drüber nachdenken.....
Das unterstreiche ich mal doppelt. So habe ich meine LiFeYPOs auch initialisiert (mit einer anschließenden Teilentladung und einem zweiten Initialisierungsvorgang). Der erhöhte Zeitaufwand lohnt sich auf jeden Fall und die Zellen werden schonend vollgeladen. Nicht vergessen, das geht nur mit einem regelbaren Netzteil mit einstellbarer Strombegrenzung.
leverkusen3 am 15 Jan 2021 08:43:58 stoppie hat geschrieben:Nicht vergessen, das geht nur mit einem regelbaren Netzteil mit einstellbarer Strombegrenzung.
Hallo Die Strombegrenzung führt dann zu noch längeren Ladezeiten. Bei den geringen Spannungsunterschieden bei Ladung mit Konstantspannung 3,6 V fließen doch sowieso nur ein paar Ampere. Mindestens 10 A sollte das Netzteil schon liefern können, z.B. so etwas: --> LinkMit freundlichen Grüßen Thomas
Teemoe am 15 Jan 2021 19:26:35 Bei mir sind die Zellen durch das Korad KA3005P mit 5A geladen worden bis 3,89V Freitag bis Mittwoch dauert es für die 4x200Ah parallel Winston. Nun 2 Tage stehen lassen, weiterhin parallel und heute getrennt und noch einmal nachgemessen. Alle Zellen komplett gleich mit 3,68V. Leider weiß ich noch nicht, wann genau der Camper kommen wird - sollte ich nun noch einmal etwas entladen, damit die Zellspannung etwas geringer ist?
lowbattery am 15 Jan 2021 23:16:41 Hallo Peter, hallo Teemoe, danke für eure Antworten. Ich habe jetzt auf 3,7V geladen. Teemoe hat geschrieben:sollte ich nun noch einmal etwas entladen, damit die Zellspannung etwas geringer ist?
Ich würde auf 3,45V entladen, nach allem was hier --> Link so steht. Gruß, Stefan
stoppie am 17 Jan 2021 13:07:41 leverkusen3 hat geschrieben:.....Die Strombegrenzung führt dann zu noch längeren Ladezeiten.....
Hallo Thomas, die Ladezeiten definieren sich durch die Batteriekapazität und den Ladestrom. Wenn der Ladestrom höher eingestellt wird, verringert sich die Ladezeit entsprechend. In meinem Fall (24V / 700Ah) hatte ich die Spannungsbegrenzung auf 3,6 Volt und die Strombegrenzung auf 30A eingestellt. Letzteres war der Maximalwert, den mein Netzteil hergab. Bei acht parallelgeschalteten Zellen dauerte es trotzdem eine halbe Ewigkeit, bis die 700Ah vollgeladen waren, weil ja nur ca. und ungefähr 3,75A in jede Zelle fließen. Die beschriebene Lademethode hat den Vorteil, dass, wenn sich die Zellen der Vollladung nähern, der Ladestrom zunehmend geringer wird und die einzelnen Zellen nur den Ladestrom aufnehmen, der für ihren speziellen Ladezustand noch benötigt wird. Zum Schluß war der Ladestrom für die acht parallelgeschalteten Zellen nur noch ein paar Milliampere. Damit hatten dann alle Zellen den gleichen Ladezustand. leverkusen3 hat geschrieben:.....Bei den geringen Spannungsunterschieden bei Ladung mit Konstantspannung 3,6 V fließen doch sowieso nur ein paar Ampere....
Das trifft so nicht zu. Die LiFePOs kannst Du auch bei einer Ladespannung von 3,6V mit so hohen Strömen laden, wie Dein Ladegerät hergibt. Die Grenze liegt im optimalen Ladebereich bei ca. 0,5C, ohne dass die Zelle irgendwelchen Schaden nehmen würde (in meinem Fall wären das 350A je Zelle gewesen; bei acht parallelgeschalteten Zellen wären das dann .... einen Moment noch.... ähhhhh......mein Taschenrechner streikt. :) ). Der Ladestrom könnten also durchaus auch 40A, 50A oder ein paar hundert Ampere sein. Nur für eine oder ein paar wenige Initialladung(en) lohnt es sich im privaten Bereich nicht, sich solche recht teuren Geräte anzuschaffen. Daher ist bei einer Initialladung Geduld gefragt, insbesondere bei höheren Batteriekapazitäten. :ja:
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