thomas56 am 15 Nov 2015 12:00:51 Hallo,
da die Ladung ja nicht linear läuft, hätte ich eine Frage.
Wenn meine 420Ah halb leer sind, wielange würde es bei ca. 0 Grad dauern die fehlenden 210Ah mit einem 100A-Lader nachzuladen, bekomme ich das in 4 Stunden hin und würde es Sinn machen ein zusätzliches 25A CTEK gleichzeitig anzuschliessen?
andwein am 15 Nov 2015 12:16:45 Gute Frage, technisch weiß ich es nicht, schätzungsweise glaube ich es nicht. Deine Denkweise berücksichtigt (bei einer Bleibatterie) nicht die Chemie der Batterie sondern schaut nur nach der Amperezahl der Lader. Wenn es Bleibatterien sind haben die meist einen C-Wert von 20 oder 100. Bei einem guten C-Wert von 20 währe der empfohlene Ladestrom ca. 20-30A damit du die prognostizierte (siehe Datenblatt) Anzahl Zyklen (Lebensdauer) erreichst. Setzt du dich mit einer Schnellladung (120A) darüber hinweg musst du außerdem ganz eng an die Gasungsspannung gehen. Du jagst 120A (Schweissgerätstärke) in die Batterie um eine chemische Reaktion auszulösen. Dabei entsteht sehr viel Reaktionswärme, die muss weg. Also alles nicht so richtig empfehlenswert. Meine Meinung, Andreas
thomas56 am 15 Nov 2015 12:19:23 habe ich vergessen zu sagen, es sind Gelbatterien.
andwein am 15 Nov 2015 12:23:22 Da ist es noch schlimmer, das Gel mit seinem eingebundenen Elektroyten reagiert chemisch noch träger. Bei Gelbatterien nie den empfohlenen Lade/Entladestrom groß überschreiten. Das schadet der Lebensdauer massiv. Andreas
Gast am 15 Nov 2015 12:25:17 andwein hat geschrieben:Da ist es noch schlimmer, das Gel mit seinem eingebundenen Elektroyten reagiert chemisch noch träger. Bei Gelbatterien nie den empfohlenen Lade/Entladestrom groß überschreiten. Das schadet der Lebensdauer massiv. Andreas
...richtig! Hier wäre eher ein kleineres Ladegerät mit der Hälfte der Leistung von um die 50A sicher besser als noch ein zweites dabei zu klemmen!
berny2 am 15 Nov 2015 12:32:41 thomas56 hat geschrieben:Wenn meine 420Ah halb leer sind, wielange würde es bei ca. 0 Grad dauern die fehlenden 210Ah mit einem 100A-Lader nachzuladen, bekomme ich das in 4 Stunden hin und würde es Sinn machen ein zusätzliches 25A CTEK gleichzeitig anzuschliessen?
!00A heisst doch lediglich, dass das Gerät 100A leisten kann, aber nicht, dass es das auch (dauernd ) tut. Kann ich mir sowieso nicht vorstellen. Mein 10A-Ladegreät bspw. hat noch nie über 3A geladen.
rkopka am 15 Nov 2015 12:53:30 thomas56 hat geschrieben:Wenn meine 420Ah halb leer sind, wielange würde es bei ca. 0 Grad dauern die fehlenden 210Ah mit einem 100A-Lader nachzuladen, bekomme ich das in 4 Stunden hin und würde es Sinn machen ein zusätzliches 25A CTEK gleichzeitig anzuschliessen?
Der 25A Lader würde das aber auch nicht sonderlich beschleunigen. In 4h dürftest du sie ziemlich voll bekommen, ich schätze mal auf 90-95%. Gel Batterien haben meist eine Angabe von 1/3 des Kapazitätswerts als maximalen Ladestrom. D.h. bei 420Ah wären das 140A. Ist also durchaus im Rahmen. Die meisten anderen Technologien vertragen noch mehr. berny2 hat geschrieben:100A heisst doch lediglich, dass das Gerät 100A leisten kann, aber nicht, dass es das auch (dauernd ) tut. Kann ich mir sowieso nicht vorstellen. Mein 10A-Ladegreät bspw. hat noch nie über 3A geladen.
Dann war die Batterie nie richtig leer. Normalerweise lädt das Gerät einen beträchtlichen Zeitraum mit dem vollen Strom bevor der sich reduziert. Nur schauen wir ja immer, daß die Batterie eben nicht so leer wird. RK
mafrige am 15 Nov 2015 16:56:17 andwein hat geschrieben:Da ist es noch schlimmer, das Gel mit seinem eingebundenen Elektroyten reagiert chemisch noch träger. Bei Gelbatterien nie den empfohlenen Lade/Entladestrom groß überschreiten. Das schadet der Lebensdauer massiv. Andreas
nethunter hat geschrieben:...richtig! Hier wäre eher ein kleineres Ladegerät mit der Hälfte der Leistung von um die 50A sicher besser als noch ein zweites dabei zu klemmen!
So sehe ich es auch! Meine beiden Gel-Batterien (2x80 Ah) werden immer mit dem original Lader, von der Fa. Schaudt 18 A max. geladen und leben jetzt bereits seit 2002! ;D Die wärme die bei 100 -200 A Lader entsteht, kann mit dem Gel und Kunststoffgehäuse nicht abgeführt werden, ich glaube das damit die Lebensdauer stark gekürzt wird. Das gleiche mit hohen Entnahmen von 50 - 150 Ah über längere Zeit (bis 10 Min geht es)!
thomas56 am 15 Nov 2015 17:39:12 Hallo,
es soll und wird ja nichts verändert, laden tut lediglich das werksmässige Ladegerät und ich denke dass die Komponentenzusammenstellung und die Ladekennlinien (hoffentlich) passen. Im Sommer werden die Batterien ausschliesslich von Solar geladen, aber jetzt im Winter werde ich ohne Netzmöglichkeit den Generator nutzen müssen und den möchte ich so kurz wie möglich laufen lassen. Die Batterien müssen auch nicht zu 100% geladen werden, 90% würden mir für die 10-12 Tage ausreichen.
rkopka am 15 Nov 2015 18:46:38 mafrige hat geschrieben:Die wärme die bei 100 -200 A Lader entsteht, kann mit dem Gel und Kunststoffgehäuse nicht abgeführt werden, ich glaube das damit die Lebensdauer stark gekürzt wird.
Du hast aber schon gelesen, daß er 420Ah hat ? Außerdem waren nur von 100A die Rede. Also wie eine 100Ah Batterie mit 25A, was ja wohl kaum wer als übertrieben ansieht. Außerdem wird ein so starker Lader wohl schon einen Temperaturfühler haben. Das gleiche mit hohen Entnahmen von 50 - 150 Ah über längere Zeit (bis 10 Min geht es)!
Was jetzt ? 150Ah über längere Zeit entnommen, sind aber gesünder. Bei 10min wären das 900A ! Und das ist wirklich heftig. RK
mafrige am 15 Nov 2015 18:58:32 Hallo rkopka,
so eine Batterie z. Bsp. 80 Ah Gel, hat ein Bleigewicht von ca. 22 Kg (5 Kg Gehäuse und Gel). Diese Masse kann eine bestimmte Menge an Wärme aufnehmen, bevor eine kritische Temperatur > 35 °C erreicht wird. Übrigens ich schrieb 50 - 150 A bis 10 Min., das bedeutet dann z-Bsp. auch 50 A die 10 Min. lang und nicht 900 A????
Korrektur: ich meinte natürlich 50 - 150 A nicht Ah ... 8)
Variophoenix am 15 Nov 2015 19:37:22 Meine 440AH Gel sind auch 15 Jahre alt geworden. Aber nur weil sie nicht zu fest entladen wurden und mit max. 10% von den AH geladen wurden. Nätürlich kann man auch 120A reinschiessen, da wird dann aber stark die Lebensdauer darunter leiden.
Weil sie nicht sterben wollten, habe sie jetzt freiwilig den Ruhestand verdient und wurden durch Lifeypo4 ersetzt.
mafrige am 15 Nov 2015 19:54:26 Variophoenix hat geschrieben:Meine 440AH Gel sind auch 15 Jahre alt geworden. ... Weil sie nicht sterben wollten, habe sie jetzt freiwilig den Ruhestand verdient und wurden durch Lifeypo4 ersetzt.
Hast du also beim Sterben der Gelbatterien nachgeholfen. 8) Ich bin fest überzeugt, dass ein zu schnelles Laden und Entladen über eine gewisse Zeit die Lebensdauer stark verkürzt. Gerade beim Laden, was ja über mehrere Stunden geht, ist die Gefahr am größten. Meine sind ja erst 13 Jahre alt und auch nach 15 Jahren werde ich sie weiter pflegen ... :mrgreen:
Variophoenix am 15 Nov 2015 20:07:23 mafrige hat geschrieben:Hast du also beim Sterben der Gelbatterien nachgeholfen.
Nein sie leben noch. Ich werde sie nun kalt stellen und sie Alterspflegen. Sie haben es verdienst nicht ins Altersheim abgeschoben zu werden.
mafrige am 15 Nov 2015 20:29:21 Rene ... :daumen2:
thomas56 am 15 Nov 2015 23:42:27 Ausgangsspannung ca. 12,5V. Nach Netzanschluss bei 14 Grad ca. 14,6V und 50A Ladung. Nach ca. 3h ging die Ladung auf 25A zurück und die Spannung reduzierte auf 14,4V. Also die Anfangsladung lag bei ca. 12% und ging nach 3h auf 6%. Das heisst, dass ich in 3h 150Ah geerntet habe und in den nächsten 2h max. 50Ah bekomme. Für mich entscheide ich jetzt, dass der Generatorlauf unter 12% auch auf Grund der Lärmbelästigung unwirtschaftlich wird.
kintzi am 18 Nov 2015 05:28:20 Rechnung: Gel-Batt 420 Ah, 80%= 336 Ah, halb entladen = 210 Ah, davon 126 Ah in Bulk, 84 Ah in Absorption. Dauer: Bulk (80%) ca. 4h (70-10 A/2) + Absorption (20%) ca. 12h = 16h für Vollladung (100%). Bei starken Ladern ist zeitlich Bulk nie das Problem, aber bei recht starken (ab 50 A) sollte man gerade f. Gel oder f. kleinere Batts den Strom per Regler begrenzen können. Das zeitliche Problem ist bei Verschlossenen (Gel+ AGM) immer die Vollladung (12-14h f. Absorption), bei Nassen Absorption meist nur die Hälfte. Deshalb reicht bei begrenzter Lademöglichkeit 80%, 100% mind. alle 2-3 Wo einmal, wie von Herstellern empfohlen. Je öfter allerdings, umso besser. Gr. Richi
kintzi am 18 Nov 2015 11:56:56 Bei Nassen natürlich auch, aber kleiner. Gr. Richi
napp am 30 Jun 2016 14:18:31 Hallo zusammen, ich bin schon einige Zeit in diesem Forum und ich habe eine Frage,ab wann ist ein Gelakku voll geladen. Mir wurde gestern eine Exide Gel 80 Ah aus Ludwigsburg geliefert. Es wurde eine Spannung von 12,89V gemessen.Nach dem Einbau wurde der Akku über die EBL 99 (Gel) und der Solaranlage 2x100 Wp geladen.Die I und U1 (14,3 V)Ladezeit war meiner Meinung mit ca 18 Std.(11.30Uhr bis 06.45 Uhr sehr lang.Die Spannung ging auf 12,78 V zurück und mein Solarregler Votronic MPP 250 zeigte mir >80% Ladung und AES an.Nach ca. 3 Std.meldet der Solarregler Batt.voll und es fließt kein Strom mehr..Mir kommt die Zeit etwas kurz vor da hier im Forum eine Absorbationszeit? von ca.12 Std.die Rede ist (kinzi).Ist der Akku nun voll oder soll ich mit dem EBL und Solar noch weiter laden. Mit freundlichen Grüßen Napp
thomas56 am 30 Jun 2016 17:30:16 über Weihnachten, etwa 0 Grad C mit ca. 12,3V hat der Lader 2h mit 100A geladen, erst danach ging er auf 50A runter. Gefühlt zeigten die Batterien während der Ladung keinen Temperaturunterschied
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